Was war das für ein Jahr !? – Mein Jahresrückblick 2020

Schreibreise Syrakus, Heidrun Adriana Bomke

Was war für das ein Jahr !? – Mein Jahresrückblick 2020

Sizilien, Syrakus, Punta Secca, Modica, Taormina, Deutschland Berlin, Kladow, Hohengatow, Potsdam, Insel Poel, Stuttgart, Tübingen, Fambach, Chiemsee, Rahden, Bremen, Lüneburg, Hitzacker, Weimar, Eisenach …

das Jahr, das in Punta Secca mit einem Walzer am Meer begann und mich diesem Meeresfleckchen und seinen Menschen noch näherbrachte

das Jahr, das mit der goldenen sizilianischen Sonne begann – ich erlaubte mir eine Ferienwohnung mit Südlicht und sah den goldenen Sonnenball, setzte mich mitten hinein, atmete täglich das goldene Licht ein

das Jahr, in dem ich erstmals in meinem Leben das so helle Gelbgrün der Weiden sah im April – es hat mich elektrisiert und in in Euphorie versetzt!

das Jahr, in dem ich am Havelufer eine Frau sah, die mit einer Ente sprach und sie aus einem Topf fütterte

das Jahr, in dem ich oft sehr bequem in fast leeren Zügen fuhr

Was war das für ein Jahr !? – Mein Jahresrückblick 2020

das Jahr, in dem ich so oft mit kleinen Kindern lachte, meist in Zügen – ihre Lebendigkeit steckt einfach an

das Jahr, in dem ich realisierte, dass mein Haus DAS HAUS MEINER ERFAHRUNGEN ist

So oft hörte ich von Hauskauf, Hausbau, Immobilien, Geldanlage … Materie hinten, Materie vorne … und da wurde es mir ganz klar – Mein Haus ist

DAS HAUS MEINER ERFAHRUNGEN

Das Gedicht mit dem gleichnamigen Titel schrieb ich bereits 2017. Da steht also schon alles. Doch wie es beim Schreiben von Poesie oft ist, waren die Bilder noch gar nicht in meinem Bewusststein “abgelegt”. Sie schwingen in der “Sphäre er Poesie”. Das Gedicht endet mit:

“Ich bin hier.
Bin das lebendige Haus meiner Erfahrungen.

Über-All.”

Was war das für ein Jahr !? – Mein Jahresrückblick 2020

das Jahr, in dem auch meine Freiberuflichkeit auf eine sehr harte Probe gestellt wurde … und ich fast ohne Zweifel und voller Vertrauen weiter gestaltete und gestalte … nun auch via Zoom

Das Jahr, in dem ich begriff, dass ich WANDLUNGSSPEZIALISTIN BIN!
Eine Klientin schrieb nach einer biografischen Wandlungsreise:
“Du bist Wandlungskraft, weil du sie lebst”

Das ist meine Gabe. Ich entfalte sie.

das Jahr, in dem ich mehr denn je spürte, wie viel Angst Menschen vor der kleinsten Veränderung haben – ich kannte diese Erfahrungen von früher

das Jahr, in dem ich fühlte, wie heftig die Auswirkungen der ganzen “bad news” auf die Menschen sind

das Jahr, in dem ichaber auch nicht einer whatsapp-Gruppe oder irgendeiner Plattform zu “Corona” angehörte – NEIN!

das Jahr, in dem mir noch mehr bewusst wurde, dass alles BEI UND IN MIR BEGINNT:
“Schaue zuerst bei dir!”

das Jahr, in dem ich schlussendlich sagte: “Mir reicht das jetzt mit euren Kriegserfahrungen. Meine Seele hält das nicht mehr aus – Schluss!”

das Jahr, in dem ich sagte: “Ich bleibe mir treu und trage die Poesie des Lebens zu den Menschen.”

das Jahr, in dem ich auch die Aufgabe annahm und in einer Waldorfschule in der Oberstufe Kreatives Schreiben und Deutsch zu unterrichten

das Jahr, in dem ich tief spürte, wie viel Liebe wir brauchen, wie viel gutes Miteinander, wie viel Zuhören und wie wesentlich das für junge Menschen ist in dieser so unsicheren Zeitqualität

das Jahr, in dem mir junge Menschen sagten, dass sie beim Kreativen Schreiben Ruhe im Alltag fanden und sich ernst genommen fühlen

Was war das für ein Jahr !? – Mein Jahresrückblick 2020

das Jahr, in dem ich noch “tiefer” sah: Gestalten mir begegneten am See, im Wald mir erschienen

das Jahr, in dem ich wirklich die Luft sehen konnte! Lauter silberne Perlenschnüre bei einer Atemsession

das Jahr, in dem ich die Herzatmung in mein tägliches Sein integrierte

das Jahr, in dem ich oft Albert Schweitzer zitierte:
“Ich bin Leben, das Leben will inmitten von Leben, das auch leben will.”

das Jahr, in dem mir immer wieder Hunde begegneten – sie kommen einfach zu mir und ich begleite sie ein Stück des Wegs

das Jahr, in dem ich oft einem Graureiher und den Schwänen zusah un d spürte, was mir der Reiher an Reife geben wollte und die Schwäne an wundervoller Schönheit mitteilten

Was war das für ein Jahr !? – Mein Jahresrückblick 2020

das Jahr, in dem ich erleben durfte, dass meine Poesie zutiefst aus der Urquelle des Seins kommt und schlichtweg “Poesie des Wandels” ist

das Jahr, in dem ich eine wunderbre Sternschnuppe sah und mir jeden Morgen im November und Dezember die Venus ins Bett schien

das Jahr, in dem ich auf einer Hochzeit tanzte, die Insel Poel erkundete und mir ein Mann sagte: “Du wirst immer schöner.” Ist das nicht wundervoll!

das Jahr, in dem ich den Satz schrieb: “Ich wünsche mir einen Mann, der mich mit Leib und Seele liebt” und klar Nein sagte zu allem anderen, zu faulen Kompromissen

Was war das für ein Jahr !? – Mein Jahresrückblick 2020

das Jahr, in dem ich auch viel reiste und ab April mit Maske immer ruhig und ohne Angst; immer mit netten Begegnungen und mit Kaffee

das Jahr, in dem ich nur fünf Wochen auf Sizilien war – ja, das war neu. Seit 2011 war ich immer viele Monate in meiner 2. Heimat.

das Jahr, in dem mir bewusst wurde, dass ich selbst noch einmal in einer tiefgreifenden Wandlungsphase bin

das Jahr, in dem meine Astrologin sagte: “Was würden Sie denn sagen, wenn ich Ihnen sage, dass Sie nochmal in einem großen Wandel sind und erst 2023 Wurzeln schlagen?”
Ich antwortete: “Das ist in Ordnung. Gut! Ich fühle es ja …”
Und was hatte sich da geändert im Vergleich zu 2009, wo sie mir Ähnliches sagte und ich dachte: “Die Welt bricht zusammen”! Mein Leben war schon Ewigkeiten von Pluto, Saturn und Uranus bestimmt … ja, das Leben gibt mir genau die Auf-Gabe mit:
Wandlung leben und Wissen darüber weitergeben!

das Jahr, in dem mir wie “aus dem Nichts” meine erste kleine Wohnung in Berlin “vom Himmel fiel”, nachdem ich ziemlich “abenteuerliche” Zimmer-Mietverhältnisse durchlebt hatte

das Jahr, in dem ich auch einfach sagen konnte:
“Ja, okay. Lass in Liebe los. Ich bin nicht für andere verantwortlich. Hab Vertrauen in andere Menschen. Sie gehen ihren Weg. Alles andere ist anmaßend.”

Was war das für ein Jahr !? – Mein Jahresrückblick 2020

das Jahr, in dem mir immer im rechten Moment Hilfe zuteil wurde: Danke!

das Jahr, in dem ich noch mehr den Wert von Familie und wahren Freundschaften spürte

das Jahr, in dem ich liebste Freundinnen im Alter zwischen 20 und 85 Jahren habe

das Jahr, in dem ich nch tiefer erlebte, wie wundervoll meine Söhne sind und wie wertvoll die Beziehung zu meinen alten Eltern mit ihren Erfahrungen ist

das Jahr, wo ich sagte: Ja, ich übernehme Verantwortung, aber ich opfere mich nicht auf.

Was war das für ein Jahr !? – Mein Jahresrückblick 2020

das Jahr, in dem ich mehr Geschichten als Poesie schrieb

das Jahr, in dem ich viel träumte und viele Träume notierte

das Jahr, in dem ich wieder erfuhr, wie kostbar Gesundheit ist – zwei meiner Freundinnen wurden sehr plötzlich sehr krank

das Jahr, in dem ich oft und ohne Angst mit dem Tod sprach, vielleicht weil meine Eltern so alt, vielleicht, weil er einfach da ist und ich ihn wahrnehme

das Jahr, in dem ich jeden Abend betete und erlebte, dass Wünsche erhört werden – Danke!

das Jahr, das ganz still und mit innerer Freude an der Havel endete

Das Jahr, in dem ich das Leben noch mehr liebe und gespannt bin auf Neues!

Von Herzen,
Heidrun Adriana Bomke, die Lebensreisebegleiterin mit dem Übermut, dem Mut zum eigenen Wandel

Montagsmotive

Franz von Assisi

Heute Morgen, am 14.9.2020, schlug ich ein Buch auf. Auf einer beliebigen Seite. Und ich weiß, dass es mir genau das Passende sagen wird. Das mache ich manchmal. So geschah es. Ich las meine Montagsworte wie eine Meditation für die Woche. Der Morgenspaziergang schenkte mir dann das obige Foto.

Herr, mach’ mich zu einem Werkzeug deines Friedens.
Wo es Haß gibt, laß mich Liebe sähen.
Wo es Unrecht gibt – Vergebung.
Wo es Zweifel gibt – Glauben.
Wo es Verzweiflung gibt – Hoffnung.
Wo es Dunkelheit gibt – Licht.
Wo es Traurigkeit gibt – Freude.

Oh Göttlicher Meister, gib mir, daß ich nicht
                                                       so sehr strebe,

Getröstet zu werden, sondern tröste;
Verstanden zu werden, sondern verstehe;
Geliebt zu werden, sondern liebe.
Denn, indem wir geben, empfangen wir.
Indem wir verzeihen, wird uns verziehen.
Indem wir sterben, werden wir zu ewigem Leben geboren.

Gebet des Hl. Franz von Assisi

Ich wünsche allen eine schöne Woche!

Heidrun Adriana Bomke,Poesie des Lebens-Lebendig schreiben
Heidrun Adriana Bomke

Wofür ich dankbar bin

Schneerose_Heidrun Adriana Bomke

Wofür ich dankbar bin

Dankbar bin ich

für die Lebendigkeit, die ich erlebe in der Natur: für das Licht jeden Tag, für die Sterne am Abend, für die starken Bäume, das Wasser, das fließt …, für die Jahreszeiten, die den Rhythmus angeben …

Dankbar bin ich

für das Leuchten und Lächeln, das Blau des Himmels und die Weite des Kosmos – alles gibt mir so viel Kraft und Vertrauen und dass ich keineswegs alleine bin, auch wenn ich alleine lebe

Dankbar bin ich

für die nahen Menschen und Wesen, die ich liebe und die mich lieben

Dankbar bin ich

für alle Gefühle, die ich fühlen darf: Liebe, Freude, Schmerz, Leere, Hingabe, Leidenschaft, Begeisterung, Frieden, Stille, Weite, Einsamkeit, Verletzung, Selbstzweifel, Vergebung, Freundschaft, wachsende Gelassenheit und Geduld

Dankbar bin ich

weniger zu werten, wenn ich anderen Meinungen, Gewohnheiten etc. begegne, sondern einfach zu schauen, zuzuhören, zu beobachten und das Anderssein zu lassen

Dankbar bin ich

für die Schöpferkraft im großen Leben, in mir und für die tiefen schreibenden Begegnungen mit Menschen während meiner Schreibreisen und Schreibkunsttage

Dankbar bin ich

für Berührungen mit Schreibenden, die sich selbst berühren mit ihren eigenen Worten

Dankbar bin ich

für das Schreiben mit Teilnehmerinnen in Nida / Kurische Nehrung, das einem sanften Märchen glich

Dankbar bin ich

für den Schreibspaziergang auf dem Hexenberg auf der Kurischen Nehrung; für das Schreiben an den starken Plätzen der sizilianischen Südküste (Punta Secca, Randello, Donnafugata, Modica, Camarina, Scicli …), für die stille Schreibkraft in Bremen und Fischerhude, für den Künstlerort Teplingen und die Zusammenarbeit mit meiner Malerfreundin Verena

Dankbar bin ich

für die Worte, die mich finden; für die Gedichte, die ich empfange und aufschreibe und vorlese …

Dankbar bin ich

für meine Lesungen und Vorträge – ich liebe es zu lesen und vorzutragen – ich berühre Menschen mit Worten

Dankbar bin ich

für das Wort “Sanftheit” und für das Mittagsgebet im Dom zu Bremen im Advent

Dankbar bin ich

für den Geruch meines Geburtsortes am Morgen – das Brot des Bäckers – und am Abend – der Geruch der Holzöfen und ebenso für das stille Gehen durch den Wald mit seinem Baumgeruch

Dankbar bin ich

für den fürsorglichen Satz von Beat “und manchmal brauchst du einen Windschutz …” und für den Satz eines 10-Jährigen Mädchens: “Warum nehmen Sie Ihre Bilder ab (Ausstellungsende)? Sie sind so schön!”

Dankbar bin ich

für die Anerkennung, die mir zuteil wurde und auch dafür, dass ich immer mehr fühle, dass ich “in meinem Kern” weniger davon abhängig bin – das befreit mich unglaublich und lässt mich meine Grenzen besser erkennen – vielleicht ist das ein bisschen mehr Selbstliebe

Dankbar bin ich

für meine “Poesie des Lebens” – immer mehr aus mir heraus zu sein und zu tun, weil es so in mir ist und so nach außen möchte – es schafft Verbindung

Dankbar bin ich

für die zwei Jahre gemeinsam mit meiner lieben Hündin und Wegebegleiterin Neringa und auch dafür, dass ich sie in Liebe loslassen konnte

Dankbar bin ich

dass ich mehr meiner inneren Stimme vertraue und so auch für die Fügungen in meinem Leben – auch die Hündin Neringa war letztendlich eine Fügung in einer Wandlungszeit, in der wir uns begleiten durften

Dankbar bin ich

für das Entdecken von “Porto di Ulisse” und “Scirica” an der Südküste Siziliens

Dankbar bin ich

für die Demut, die mehr und mehr in mir hochsteigt und ich erkennen darf, wo ich versagt habe und dafür um Vergebung bitte

Dankbar bin ich

für klare Entscheidungen und dass ich besser aufpasse auf mich

Dankbar bin ich

für das Buch “Sei gut zu dir” von Christa Spannbauer, das mir geschenkt wurde

Dankbar bin ich

für das Vertrauen, das mir Menschen schenken

Dankbar bin ich

für mehr schöne Einfachheit und viel Stille in meinem Leben – ich brauche weniger Materie und mehr Geist

Dankbar bin ich

dass ich Probleme und Konflikte in meinem Leben anschaue und sie mit wachsender Geduld durch schwere Zeiten hindurch auch in Leichtigkeit verwandeln kann – es geht wirklich

Dankbar bin ich für meine Neugier auf das Leben, für meinen Entdeckermut im Innen und Außen und für meine Liebe zum Leben.

30.12.18 · Heidrun Adriana Bomke, Gründerin von

mit Leichtigkeit in Punta SeccaPoesie des Lebens-Lebendig schreiben