DER GEBURTSTAG – Eine Liebesgeschichte

Liebesgeschichte zum Valentinstag, Heidrun Adriana Bomke

Der Geburtstag

Heute vor 125 Jahren ist meine Tante Therese geboren. Am 12. Februar 1896.
Sie wäre heute unendlich alt. Und das ist sie für mich. Denn sie ist da.

Wie darf ich mir das vorstellen, die Geburt meiner lieben Tante? Zum ersten Mal stelle ich mir diese Frage. Dieses kleine Wesen kommt an einem sicher kalten Wintertag zur Welt. In Fambach unter dem Famberg. Wohl in diesem Haus, wo auch ich geboren und davor mein Vater. Ein Geburtshaus auch.

Wer war damals dabei, als meine Tante Therese das Licht der Welt erblickte? Gab es eine Hebamme? Wie hieß eigentlich meine Uroma, die Mama meiner Tante Therese? Ich erinnere den Namen gerade nicht. Sehe nur das Familienfoto. Ein Foto, das wohl alle in dieser Zeit irgendwann aufnahmen. Ernste und strenge Eltern in steifen Kleidern. Junge Frauen mit den langen Kleidern und Schürzen und glatt nach hinten gekämmten Haaren. Das kenne ich noch. Kleine verängstigte Knaben. Letztens habe ich es mit meiner Mama gemeinsam von der Wand genommen, das drückende Bild.
Wer  begleitete damals, im kalten Februar, meine Uroma und das kleine Wesen, das den Namen Therese erhielt? War es eine ruhige Geburt? Wurde sie damas in die Arme genommen, die winzige Therese? War sie willkommen von der Mutter, die so viele Kinder gebar? Vor ihr waren Liesette, Marie, Friedrich, danach Otto und und und.

Nirgendwo Antwort.

Plötzlich antwortet mir mein Herz.

Ich fühle dich, meine Tante Therese. Meine liebe Tante.
Nie sah ich dich als kleines Wesen. Heute, an diesem 12. Februar 2021 sehe ich dich liegen, gerade geboren. Mit schwarzen Haaren. Du liegst alleine. Auf einem Nachttisch. Neben einem Bett. In einem weißen steifen Kleidchen. Deine Mutter kann ich nicht sehen. Still bist du. Alleine. Du kleine, du liebe Tante Therese. Ich nehme dich in meine Arme. Ich drücke dich an mein Herz. Ganz zart. Ganz lange.

Still warst du immer für mich da.

Ich spüre in meinem Herzen so viel Liebe für das kleine Mädchen Therese, für meine alte Tante.
So viel Liebe für dich. So viel dankbare Liebe für deine Liebe, die du mir gabst. Mir, dem kleinen Mädchen Heiderune. Sagtest du so zu mir? Oder war es die Tante Marie? Ich mochte es, wie ihr mich rieft. Mochte es, wenn du neben mir saßt am hölzernen Küchentisch und deinen Malzkaffee mit eingeweichtem Brot gegessen hast. Denn dann, irgendwann, warst du fast zahnlos. Lange schon, bevor du auf mich gewartet, am 11. Mai 1979, um zu sterben. Gewartet auf deine Heiderune, die plötzlich in der Ferne, wo du nie warst, etwas tat, von dem du nichts wusstest. Gewartet die ganze Woche, dass endlich Freitag ist und sie kommt, Deine Heiderune. Ich trat an dein Bett. Du schautest mich an. Ich nahm deine Hand. Dann schliefst du ruhig hinweg und wachst doch noch weiter still und sorgsam über mich.

Und ich weiß, dass du mich heute hörst, meine liebe Tante Therese.
Mein Schutzengel.
Heute, am 12. Februar 2021.

Hörst, wie ich sage: Meine liebe Tante Therese. Heute werde ich dich den ganzen Tag in meinem Herzen spazierentragen. So wie du mich ernst und sorgsam im Hockmantel trugst vor 62 Jahren. Ich werde mit dir lachen, weinen, mit dir hüpfen an diesem kalten, sonnigen Februartag an der Havel.

Haben wir uns vorher, haben wir uns später je umarmt?

Ich erinnere mich nicht. Und doch fühle ich mich geborgen. Du warst immer da. Du hast neben mir gesessen, wenn ich krank war. Ernst und sorgsam. Du lagst in dem alten, großen, tiefen Holzbett in deinem Zimmer und ich in einem anderen modernen Bett neben dir. Ich schaute deinem Altwerden zu. Du schautest zu, wenn ich auf Zehenspitzen und hüpfend durch dein Zimmer schwebte. In deinem Zimmer stand mein erster schwerer Schreibtisch. Da trug ich schon die Miniröcke, von denen du mit unerwartetem Humor sagtest, ich solle nicht darauf treten, sonst würden sie zerreißen.

Und immer im rechten Moment gingst du zu deinem alten schönen Kleiderschrank und holtest aus der Tiefe die Pepsinweinflasche mit den zwei Schnapsgläschen. So haben wir beide das Leben gemeinsam gut verdaut.

Meine liebe Tante Therese.
Deine Heiderune

Berlin-Kladow an der Havel, 12.2.21

Vielleicht möchten auch Sie, liebe Leserinnen und liebe Leser, für einen Ihnen lieben Menschen eine Liebesgeschichte, eine Erinnerung, einen Liebesbrief schreiben? Morgen ist Valentinstag. Vielleicht kommt Ihnen ein Bild in den Sinn, eine Begegnung, eine Geste, ein Augenblick. Tun Sie es einfach!
Die beste Art zu schreiben ist mit den ureigenen Worten und diese fließen unmittelbar aus dem Herzen in die Hand.

GEBEN SIE IHRER LIEBE SCHREIBEND AUSDRUCK.
SO KOMMT SIE WUNDERVOLL IN DIE WELT!

zum Valentinstag© Ihre Heidrun Adriana Bomke

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MEIN HERZ | Poesie

Heidrun Adriana Bomke_Herzgewächs

Heidrun Adriana Bomke · HerzpoesieDiese Poesie “MEIN HERZ”

“traf mich” am Morgen des 15. Januars 2021 in der schwebenden Zeit des Zwielichts während einer Meditation. Ich spürte, dass sie mir Wesentliches sagen wollte und hörte ihr zu. Sie meldete sich auch heute noch einmal und so kamen die Verse einer nach dem anderen zu mir. Im Innern sah ich tief Geheimnisvolles, fühlte so Schönes, so nährend Friedvolles. Ein wertvolles Geschenk.

MEIN HERZ

Mein liebendes Herz
Du schwingst mit dem Lichtwasser des Lebens

Mein Herz mein liebendes Herz
Du ruhst an den alten Wurzeln der Zeit

Mein Herz mein liebendes Herz
Du blaust mit jedem Morgen der mir gegeben

Mein Herz mein liebendes Herz
D
u klingst ganz fein ganz weit

Mein Herz mein stilles mein hüpfendes Wesen
Dein Flügelschlag so leicht

Mein Herz mein liebendes Herz
Du
Meine Wunderblume des Lebens.

© Heidrun Adriana Bomke · Poetin & Lebensreisebegleiterin | TERMINE
15./16.1.2021 · Berlin

Und Ihr Herz, Dein Herz – Wie schlägt es gerade in dieser Januarzeit 2021? Einfach mal lauschen und schreiben: MEIN HERZ

In den letzten Wochen wurde ich öfter gefragt, ob man sich für meine poetischen Inspirationen durch Spenden bedanken kann. Ja, gerne. Herzlichen Dank! Durch Klicken des Spendenbuttons haben Sie die Möglichkeit.

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Was war das für ein Jahr !? – Mein Jahresrückblick 2020

Schreibreise Syrakus, Heidrun Adriana Bomke

Was war für das ein Jahr !? – Mein Jahresrückblick 2020

Sizilien, Syrakus, Punta Secca, Modica, Taormina, Deutschland Berlin, Kladow, Hohengatow, Potsdam, Insel Poel, Stuttgart, Tübingen, Fambach, Chiemsee, Rahden, Bremen, Lüneburg, Hitzacker, Weimar, Eisenach …

das Jahr, das in Punta Secca mit einem Walzer am Meer begann und mich diesem Meeresfleckchen und seinen Menschen noch näherbrachte

das Jahr, das mit der goldenen sizilianischen Sonne begann – ich erlaubte mir eine Ferienwohnung mit Südlicht und sah den goldenen Sonnenball, setzte mich mitten hinein, atmete täglich das goldene Licht ein

das Jahr, in dem ich erstmals in meinem Leben das so helle Gelbgrün der Weiden sah im April – es hat mich elektrisiert und in in Euphorie versetzt!

das Jahr, in dem ich am Havelufer eine Frau sah, die mit einer Ente sprach und sie aus einem Topf fütterte

das Jahr, in dem ich oft sehr bequem in fast leeren Zügen fuhr

Was war das für ein Jahr !? – Mein Jahresrückblick 2020

das Jahr, in dem ich so oft mit kleinen Kindern lachte, meist in Zügen – ihre Lebendigkeit steckt einfach an

das Jahr, in dem ich realisierte, dass mein Haus DAS HAUS MEINER ERFAHRUNGEN ist

So oft hörte ich von Hauskauf, Hausbau, Immobilien, Geldanlage … Materie hinten, Materie vorne … und da wurde es mir ganz klar – Mein Haus ist

DAS HAUS MEINER ERFAHRUNGEN

Das Gedicht mit dem gleichnamigen Titel schrieb ich bereits 2017. Da steht also schon alles. Doch wie es beim Schreiben von Poesie oft ist, waren die Bilder noch gar nicht in meinem Bewusststein “abgelegt”. Sie schwingen in der “Sphäre er Poesie”. Das Gedicht endet mit:

“Ich bin hier.
Bin das lebendige Haus meiner Erfahrungen.

Über-All.”

Was war das für ein Jahr !? – Mein Jahresrückblick 2020

das Jahr, in dem auch meine Freiberuflichkeit auf eine sehr harte Probe gestellt wurde … und ich fast ohne Zweifel und voller Vertrauen weiter gestaltete und gestalte … nun auch via Zoom

Das Jahr, in dem ich begriff, dass ich WANDLUNGSSPEZIALISTIN BIN!
Eine Klientin schrieb nach einer biografischen Wandlungsreise:
“Du bist Wandlungskraft, weil du sie lebst”

Das ist meine Gabe. Ich entfalte sie.

das Jahr, in dem ich mehr denn je spürte, wie viel Angst Menschen vor der kleinsten Veränderung haben – ich kannte diese Erfahrungen von früher

das Jahr, in dem ich fühlte, wie heftig die Auswirkungen der ganzen “bad news” auf die Menschen sind

das Jahr, in dem ichaber auch nicht einer whatsapp-Gruppe oder irgendeiner Plattform zu “Corona” angehörte – NEIN!

das Jahr, in dem mir noch mehr bewusst wurde, dass alles BEI UND IN MIR BEGINNT:
“Schaue zuerst bei dir!”

das Jahr, in dem ich schlussendlich sagte: “Mir reicht das jetzt mit euren Kriegserfahrungen. Meine Seele hält das nicht mehr aus – Schluss!”

das Jahr, in dem ich sagte: “Ich bleibe mir treu und trage die Poesie des Lebens zu den Menschen.”

das Jahr, in dem ich auch die Aufgabe annahm und in einer Waldorfschule in der Oberstufe Kreatives Schreiben und Deutsch zu unterrichten

das Jahr, in dem ich tief spürte, wie viel Liebe wir brauchen, wie viel gutes Miteinander, wie viel Zuhören und wie wesentlich das für junge Menschen ist in dieser so unsicheren Zeitqualität

das Jahr, in dem mir junge Menschen sagten, dass sie beim Kreativen Schreiben Ruhe im Alltag fanden und sich ernst genommen fühlen

Was war das für ein Jahr !? – Mein Jahresrückblick 2020

das Jahr, in dem ich noch “tiefer” sah: Gestalten mir begegneten am See, im Wald mir erschienen

das Jahr, in dem ich wirklich die Luft sehen konnte! Lauter silberne Perlenschnüre bei einer Atemsession

das Jahr, in dem ich die Herzatmung in mein tägliches Sein integrierte

das Jahr, in dem ich oft Albert Schweitzer zitierte:
“Ich bin Leben, das Leben will inmitten von Leben, das auch leben will.”

das Jahr, in dem mir immer wieder Hunde begegneten – sie kommen einfach zu mir und ich begleite sie ein Stück des Wegs

das Jahr, in dem ich oft einem Graureiher und den Schwänen zusah un d spürte, was mir der Reiher an Reife geben wollte und die Schwäne an wundervoller Schönheit mitteilten

Was war das für ein Jahr !? – Mein Jahresrückblick 2020

das Jahr, in dem ich erleben durfte, dass meine Poesie zutiefst aus der Urquelle des Seins kommt und schlichtweg “Poesie des Wandels” ist

das Jahr, in dem ich eine wunderbre Sternschnuppe sah und mir jeden Morgen im November und Dezember die Venus ins Bett schien

das Jahr, in dem ich auf einer Hochzeit tanzte, die Insel Poel erkundete und mir ein Mann sagte: “Du wirst immer schöner.” Ist das nicht wundervoll!

das Jahr, in dem ich den Satz schrieb: “Ich wünsche mir einen Mann, der mich mit Leib und Seele liebt” und klar Nein sagte zu allem anderen, zu faulen Kompromissen

Was war das für ein Jahr !? – Mein Jahresrückblick 2020

das Jahr, in dem ich auch viel reiste und ab April mit Maske immer ruhig und ohne Angst; immer mit netten Begegnungen und mit Kaffee

das Jahr, in dem ich nur fünf Wochen auf Sizilien war – ja, das war neu. Seit 2011 war ich immer viele Monate in meiner 2. Heimat.

das Jahr, in dem mir bewusst wurde, dass ich selbst noch einmal in einer tiefgreifenden Wandlungsphase bin

das Jahr, in dem meine Astrologin sagte: “Was würden Sie denn sagen, wenn ich Ihnen sage, dass Sie nochmal in einem großen Wandel sind und erst 2023 Wurzeln schlagen?”
Ich antwortete: “Das ist in Ordnung. Gut! Ich fühle es ja …”
Und was hatte sich da geändert im Vergleich zu 2009, wo sie mir Ähnliches sagte und ich dachte: “Die Welt bricht zusammen”! Mein Leben war schon Ewigkeiten von Pluto, Saturn und Uranus bestimmt … ja, das Leben gibt mir genau die Auf-Gabe mit:
Wandlung leben und Wissen darüber weitergeben!

das Jahr, in dem mir wie “aus dem Nichts” meine erste kleine Wohnung in Berlin “vom Himmel fiel”, nachdem ich ziemlich “abenteuerliche” Zimmer-Mietverhältnisse durchlebt hatte

das Jahr, in dem ich auch einfach sagen konnte:
“Ja, okay. Lass in Liebe los. Ich bin nicht für andere verantwortlich. Hab Vertrauen in andere Menschen. Sie gehen ihren Weg. Alles andere ist anmaßend.”

Was war das für ein Jahr !? – Mein Jahresrückblick 2020

das Jahr, in dem mir immer im rechten Moment Hilfe zuteil wurde: Danke!

das Jahr, in dem ich noch mehr den Wert von Familie und wahren Freundschaften spürte

das Jahr, in dem ich liebste Freundinnen im Alter zwischen 20 und 85 Jahren habe

das Jahr, in dem ich nch tiefer erlebte, wie wundervoll meine Söhne sind und wie wertvoll die Beziehung zu meinen alten Eltern mit ihren Erfahrungen ist

das Jahr, wo ich sagte: Ja, ich übernehme Verantwortung, aber ich opfere mich nicht auf.

Was war das für ein Jahr !? – Mein Jahresrückblick 2020

das Jahr, in dem ich mehr Geschichten als Poesie schrieb

das Jahr, in dem ich viel träumte und viele Träume notierte

das Jahr, in dem ich wieder erfuhr, wie kostbar Gesundheit ist – zwei meiner Freundinnen wurden sehr plötzlich sehr krank

das Jahr, in dem ich oft und ohne Angst mit dem Tod sprach, vielleicht weil meine Eltern so alt, vielleicht, weil er einfach da ist und ich ihn wahrnehme

das Jahr, in dem ich jeden Abend betete und erlebte, dass Wünsche erhört werden – Danke!

das Jahr, das ganz still und mit innerer Freude an der Havel endete

Das Jahr, in dem ich das Leben noch mehr liebe und gespannt bin auf Neues!

Von Herzen,
Heidrun Adriana Bomke, die Lebensreisebegleiterin mit dem Übermut, dem Mut zum eigenen Wandel

Poesie zur Weihnacht

Weihnacht, Heidrun Adriana Bomke

Weihnacht – Weihnachten – die Heilige Nacht – der Heilige Abend … das Christkind …

Weißt du noch? Weißt du es noch aus deiner Kindheit? Fühlst du es noch heute? Wie ein Schein dein Herz berührt? Wie du eine besondere Stille und Weite spürst? Kennst du diesen heiligen Moment?

Wie etwas Heiliges kommt zu dir?
Ja, ich spüre es tief in mir. Bin sehr verbunden mit dieser “weiten inneren Tür”. Heute weiß ich, dass auch sie mir das Wissen vom wahren Leben gab, weil ich den Zauber des Lebens und tiefe Liebe spürte und spüre. Auch sie gab mir das große Staunen mit auf den Weg sowie Schutz und Vertrauen. Heute weiß ich, dass ich mich als ein geistiges Wesen unter vielen Wesenheiten empfand. Und das ist so geblieben. Es ist wunderbar, denn es gibt mir die schöpferische Freude im Sein und im Tun. Und es gab mir auch die heilende Kraft in der Beziehung zu meiner Mama. Dafür bin ich sehr dankbar.

Ich schrieb diese Erfahrung auch als Gedicht auf. Es heißt:

Weißt du noch?

Weißt du noch, spricht das Kind in mir
Wie es Weihnachtsabend war und ein Engel tritt durch die kleine Stubentür?

Ja, sage ich, ich fühl ihn noch immer in mir.

Weißt du noch, spricht das Kind in mir
Wie er aussah, der Engel, der trat durch die kleine Stubentür?

Ja, sage ich, ich sehe ihn noch immer vor mir.
Sehe sein ganz weißes strahlend Gewand.

Weißt du noch, spricht das Kind in mir
Was er dir gab, der Engel, der trat durch die kleine Stubentür?

Ja, sage ich, ich nehme es noch immer aus seiner meiner Mutterhand.
Nehme die Puppenstube klein mit Herdchen und Töpfchen, mit Bettchen und Kindlein so fein.

Weißt du noch, spricht das Kind in mir
Wie es Weihnachtsabend war und ein Engel tritt durch die kleine Stubentür?

Ja, sage ich, ich fühl ihn noch immer in mir.
Etwas Schützendes, ewig Heiliges schenkt er dem Mädchen
in mir.

© Heidrun Adriana Bomke

Ich wünsche allen eine heilige Weihnacht. Lasst die Liebe in eure Herzen hinein. Öffnet sie weit! Wir brauchen es jetzt. Gerade jetzt! Statt Angst die Liebe!
Für euch selbst und für alle Wesen. Es ist so schön, einfach gerne hier auf Erden zu sein und durch das eigene Dasein, durch die Entscheidung für die Liebe mitzuwirken am schöpferischen Lebendig-Sein. Wenn ich den Weihnachtsstern sehe, dann fühle ich mich immer inniglich damit verbunden.

Dezemberlichtlesungen, Heidrun Adriana Bomke

 

NEU! DEZEMBER-LICHT – Lesungen via zoom

Dezemberlichtlesungen, Heidrun Adriana Bomke

DEZEMBER-LICHT – LESUNGEN via zoom

montags, 7., 14., 21. und 28. Dezember 2020, jeweils 19 Uhr

Liebe Menschen,

für noch mehr Herzlichkeit und Verbundenheit in der heiligen Zeit dieses besonderen Jahres 2020 gestalte ich vier DEZEMBER-LICHT – LESUNGEN via zoom für Sie und Dich.

Aus der Schönheit des Augenblicks lese ich:
licht, inspirierend, hoffnungsvoll, tröstend, erwartungsfroh, ermutigend und ganz lebendig!

Hier geht es zum Dezemberlicht-Lesungs- ANGEBOT.

Sehr herzlich und in Verbundenheit

Adriana

 

 

Montagsmotive

Franz von Assisi

Heute Morgen, am 14.9.2020, schlug ich ein Buch auf. Auf einer beliebigen Seite. Und ich weiß, dass es mir genau das Passende sagen wird. Das mache ich manchmal. So geschah es. Ich las meine Montagsworte wie eine Meditation für die Woche. Der Morgenspaziergang schenkte mir dann das obige Foto.

Herr, mach’ mich zu einem Werkzeug deines Friedens.
Wo es Haß gibt, laß mich Liebe sähen.
Wo es Unrecht gibt – Vergebung.
Wo es Zweifel gibt – Glauben.
Wo es Verzweiflung gibt – Hoffnung.
Wo es Dunkelheit gibt – Licht.
Wo es Traurigkeit gibt – Freude.

Oh Göttlicher Meister, gib mir, daß ich nicht
                                                       so sehr strebe,

Getröstet zu werden, sondern tröste;
Verstanden zu werden, sondern verstehe;
Geliebt zu werden, sondern liebe.
Denn, indem wir geben, empfangen wir.
Indem wir verzeihen, wird uns verziehen.
Indem wir sterben, werden wir zu ewigem Leben geboren.

Gebet des Hl. Franz von Assisi

Ich wünsche allen eine schöne Woche!

Heidrun Adriana Bomke,Poesie des Lebens-Lebendig schreiben
Heidrun Adriana Bomke

Von der wilden Freude

Heidrun Adriana Bomke,Poesie des Lebens

Von der wilden Freude

Wie ich hier so sitze, an diesem schönen Maientag, kommt mir in den Sinn, dass ich schon immer Freude gesucht habe. Immer, das meint schon in meiner frühen Kindheit, soweit ich mich überhaupt zurücktasten kann in meiner Erinnerung. Und es war mir wohl nicht immer leicht mich freuen zu können. Obwohl es doch lebensimmanent ist, weil Leben doch Lebendigkeit und Freude am Dasein ist. Und gerade für Kinder! Am eigenen Dasein, an der eigenen weiten Beweglichkeit. Und ich meine das Wort wirklich wortwörtlich. Die eigenen Schritte, das eigene Hinausgehen, das Hüpfen und Springen und Tanzen und Singen und Jubeln über das schöne Leben! Ich hatte dieses Bedürfnis immer! ich fand sehr viel, was ich um mich herum sah, sehr schön. Vor allem erinnere ich die Schmetterlinge, Hunde, Bäume, die Murmeln, Seifenblasen, die bunten Bänder … Doch gelebt habe ich nicht immer Freude. Konnte ich nicht immer, war wohl nicht mutig genug. Das ist meine Lebensreise. Das sind meine Wandlungen. Zur Freude hin! Zur wilden, ungestümen Freude hin!

Wie komme ich gerade jetzt zu dieser Erkenntnis, die mir essentiell erscheint?

Ich sitze neben meiner Mutter. Ich sitze da, wo ich geboren. Ich spüre, sitze ich da länger, den Druck der ewigen Trauer. Den Druck der Pflicht zum schweren Leben. Den Druck der Enge. Als sei man zum Leiden verpflichtet. Den Druck einer Peinlichkeit und Scham, die ich bis heute nicht verstehe. Den Druck des Artigseins. Den Druck des Nicht-Verstandenwerdens. Der schmilzt in der Sonne dahin. Ich bin fremd im eigenen Land und doch bin ich zu Hause. Das auch. Denn nun bin ich erwachsen und kann dieses andere Leben einordnen. Als Kind konnte ich das nicht und hatte nur einen Wunsch: Mögen wir doch alle fröhlich sein! So fröhlich wie die Bartnelken un ddie Lupinen, so röhlich wie die Linde und die Birken … der Wunsch eines Mädchens.

Es ist wie eine Wand. Es ist eine Wand.

Da wird mir klar, dass diese Wand zwar Löcher bekommen hat. Dass sie von vielen Emotionen und Empathien durchlöchert ist. Dass sie auch von Wärme geschmolzen und von wahrhaft gemeinsamem Erleben erweicht. Wie schön!
Und doch ist es noch eine spürbare Wand. Wie ich hier sitze, baut sie sich auf. Ich spüre es im Herzen. Und ich möchte sie niederreißen. Und begreife:

Es ist nicht meine Wand. Nicht meine Mauer.

Oder irre ich da? Denn um mich her gibt es viel von dieser Schwere, die aus Trauer und einem ganz rationalen Sein kommt. Von Trennung.
Ich kann hier sein. Ich kann üben, immer wieder üben, in Liebe, also unvoreingenommen und wahrhaftig zu sein. Doch für die Mauern anderer bin ich nicht zuständig. Diese Erkenntnis erscheint mir gerade fundamental. Denn es hat mit den eigenen Grenzen zu tun, die es zu schützen gilt. Stop, sagt mein Herz. Man sagt das immer so hopplahopp dahin: “Ich kann andere nicht ändern, nur mich selbst.”
Doch wie tut man das wirklich? Wie viel Mut, wie viel Klarheit, wie viel Liebe zu sich selbst gehören dazu?
Da komme ich nochmal zu meiner Kindheit und sehe all die Ereignisse vor mir … Sie ziehen vorbei … denn sie sind vorbei. Und so viel Begeisterung steigt in meine Seele ein. Sie darf sein! Ja, das Wilde in mir, das Sich-Begeisternde, das Abenteuerliche, der Schmetterling der Wandlungskraft!

Heidrun Adriana Bomke
Zwischen Vollmond und Sonnenaufgang ging ich am Meer in Punta Secca am 14.10.2019. Ein magischer Morgen.

Ich bin frei

Und das heißt, ich bin frei, ohne Mauer zu leben und Liebe zu geben und zu empfangen. Die Welt um mich herum ist voller Liebe. Ich spüre es in jeder Faser meines Leibs. Und spüre auch das andere, die materielle, laute, unmenschlich abgetrennte Welt.
Wie gut, dass ich dem Licht folge und davon nicht mehr weichen werde, auch wenn Mauern und Schwere einem Widerstand gleichen. Sie mir und damit allem zu geben, diese vorhandene, tief empfundene Liebe. Und hinauszugehen in die Glückseligkeit eines Schmetterlings. Ich denke an Rilke, hole mein Büchlein: “Wer in seinem eigenen Dasein sich größer, freier und menschlicher macht, der tut das Seinige zum Frieden”. So soll es sein.

Heidrun Adriana Bomke · 19. Mai 2020

Berliner Sommer 2019

Sacrower Sommer, Heidrun Adriana Bomke

Als der Sommer begann, da war ich in Berlin. Berlin-Wannsee.
Seltsam – wie kam ich plötzlich dahin – ich war doch gerade noch auf Sizilien?

Aber, warum auch nicht Berlin? Alle gehen dahin.
Warum nicht Wannsee? Ich lass das Fragen. Da gibt’s nichts zu sagen.
Endlich konnte ich hier singen: “Pack die Badehose ein …”
Und ich ging gleich ohne hinein! In den Wannsee und den Sacrower See.

Das Berlin-Potsdamer Sommersein legte sich ganz wohlig in Seele und Leib hinein.

Schiffchen fahren auf sieben Seen, Freundinnen, neue Menschen, alte Bäume und meine Söhne sehen ..

Und einmal, da war ich ganz allein – da sah ich in das “Herz der Erde” hinein:
Ich sah es nicht nur im Sacrower See fröhlich schlagen. Ich spürte den großen Lebenspuls schlagen. Schließ ich die Augen, dann kann ich es hören. Dieser Herzschlag, der wird mich führen.

Ich war einfach da, ganz und gar, im Berliner Sommer im 2019er Jahr!
Nun leb ich mich hier in den Herbst und so weiter hinein …

Wie lang das dauert? Wer weiß das schon?
Lebendigkeit ist mein wahrer Lohn.

© Heidrun Adriana Bomke · Lebensreisende Autorin mit Übermut  & Lebensreisebegleiterin · TERMINE

 

Betty

Leichtigkeit, Heidrun Adriana Bomke

Heidrun Adriana Bomke, nEUMOND IN sYRAKUSBetty

Der ICE fuhr pünktlich in Frankfurt am Main Flughafen ein. Ich stand mit meinem silbernen Riesenkoffer, den Rucksack aufgeschultert und einer braunen Umhängetasche über die linke Schulter am Bahnsteig 4. Wir schrieben den 8. Tag im neuen Jahr 2020.
Alles hineingepackt fand ich einen leeren Viererplatz mit Tisch und ließ mich in den Sitz plumpsen. Geschafft!
Das Abteil war mäßig gefüllt. Im Durchgang zwischen den Wagen bemerkte ich eine junge Frau, eine Afrikanerin, mit zwei Kindern. Ein Kind saß im Kinderwagen. Ein anderes hüpfte herum. Drumherum viel Gepäck. Eh ich mich versah, flitze das hüpfende Kind, das sich als strahlendes Mädchen mit Rosaballettröckchen und fröhlich großen Augen entpuppte, den Gang entlang. Sie fand es witzig, wie die Türen sich plötzlich öffneten, wie es zwischen den Wagen schwankte. Sie stand so sicher auf ihren kleinen festen, hüpfenden Beinen. Jeder Gedanke, sie könnte fallen, war völlig umsonst.

Ich lachte!
Und dieses Lachen war es wohl, das die kleine Tänzerin anzog. Plötzlich war sie bei mir. Sie schaute mir direkt in die Augen. Wir grinsten uns an und schon begann unser Spiel. Wir klopften mit den Fingern auf den Tisch, wir bauten Türme aus unseren Händen, wir malten irgendwas in die Luft. Wir schnalzten mit unseren Zungen. Ich begann zu singen. “Bimbimbim, die Eisenbahn … nehmen wir auch die … mit!” Wie heißt das Mädchen, fragte ich die Mama, die nun hinter uns saß und das Baby stillte. Betty. Also “… nehmen wir auch die Betty mit!” Das temperamentvolle kleine Hüpfwesen lachte. Die schwarzen, wilden Augen waren ein Meer von Fröhlichkeit. Ich spürte, dass sie mein Begrüßungsengel war. Ein Zeichen.

Rosa waren das Tüll-Kleidchen und die Strumpfhose. Manchmal nahm Betty beide Hände und warf das Röckchen kess nach oben. Ab und an rief die Mama nach dem Kind. Völlig ohne Sorge. Wohl um den Anstand zu wahren unter all den artigen Leuten im Abteil. Dann kam Betty gesaust und zog mich mit sich. Es ging zur Toilette. Sie musste unbedingt die Tür öffnen und die Hände waschen. Wie das Wasser so einfach lief! Diese Neugier auf alles. Dieses Staunen! Beim Hinaufheben merkte ich, dass sie gar nicht leicht war. Eher stämmig fühlte sich das an und ganz und gar hier.

Dann kam der Augenblick, wie sich Betty auf meinen Schoß setzte, die kleinen Arme um mich legte, ihren Kopf auf mein Herz plumpsen ließ und sofort einschlief. Als hätte ihr jemand ein Zeichen gegeben. “Weißt du wieviel Sternlein stehen”, so sang ich und “Ich geh mit meiner Laterne …”
Wir fuhren durch das Dunkel des späten Nachmittags. Die Mama sagte erstaunt: Betty schläft.
Ja, Betty schlief tief und fest an meinem Herzen. Meine Arme hielten das kleine Wesen ganz eingehüllt. Die Familie aus Eritrea wohnte in Leipzig. “Zwei Kinder in sechs Jahren”, sagte die junge Mama mit den vielen, schönen Haaren, während sie mit dem Papa telefonierte. Eine Sprache, die mir so fern und doch auch vertraut klang. Afrika. Ich war noch nie da.

Kurz vor Eisenach versuchte ich Betty zu wecken. Ihre Arme leicht zu lösen. Es war unmöglich. Ich rief nach der Mama. Die kleine Betty weinte schlaftrunken. Es tat mir leid. Ich hätte sie so gerne noch gehütet. Ich packte meine Sachen zusammen, nahm meinen großen Koffer und winkte vom Bahnsteig zum Zug mit der dreijährigen Betty, die weiter in die Januarnacht fuhr.

©Heidrun Adriana Bomke Heidrun Adriana Bomke · Lebensreiseblog

Sich die herzvolle Erlaubnis geben … !!!

Schreibreisen nach Sizilien

Als ich dieses Herz in Punta Secca am sizilianischen Meer Anfang Oktober 2019 mit meinen Fingern in den Sand malte,

immer wieder die Kurven formte, da war ich voller Wonne, Liebe, Freude! Ja, ich fühlte, dass alles gut war und ist. Ich hüpfte am und im Meer herum, ich zeichnete mit der Hand, ich legte mich in den warmen Sand hinein, ich lachte … ich war so präsent und strahlend glücklich! Mir erschienen diese Wochen am Meer wie ein Traum, wie eine Belohnung. Vielleicht ein großes Abschlussfest?

Mir wurde ganz klar:
Ich hatte und habe mir die Erlaubnis zu einer großen neuen Lebensreise gegeben!

Mit dem Unterwegssein, mit Italien, Sizilien, mit meinem Mut zum Eigenen! Seit 2011. Eigentlich seit 2004.

Eine völlig neue, freie und unkonventionelle Lebensform!
Eine Entdeckung, eine Heldenreise, eine Öffnung, eine Wandlung! Reisen, sich dem Moment hingeben, sich öffnen für das Schöne und Helle und schreiben und kreieren! Und genau so auch leben. Daraus schöpfen und davon leben. Es so weitergeben. Ich bin begeistert, dass es so ist und sein darf. In jedem Lebensmoment. Ob auf Sizilien oder bei meinen alten Eltern; ob während der Schreibreisen, bei den jungen Leuten in der Schule; ob einfach beim täglichen Tun, bei der Begegnung mit Menschen und Tieren … – es entsteht so viel Schönes und Menschliches daraus!

ICH LEBE SO GERNE!

Und das bringt Bewegung und Lebendigkeit. Denn das Leben trägt ja weiter. Ich lausche mir und ihm und frage mich, was es von mir möchte … es flüstert, manchmal schreit es auch, manchmal träumt es mir was zu … und hält mich in Bewegung.
Allein in diesem Jahr 2019 hatte ich mindestens acht unterschiedliche Wohnorte, wo ich länger war:
Über Mietshaus mit mediterranem Garten, Mietwohnung in Punta Secca, air-bnb (find ich toll), Bed&Breakfast, Mietwohnung in Rand-Berlin … bei Eltern und Freunden und Bekannten … – ich mag das, das gehört auch zu mir. Ich habe mir Tinyhäuser angeschaut. … Ja, ich habe auch sieben Mal Sachen bewegt. Das muss ich nicht jedes Jahr haben(!), doch Ordnung machen, Aufräumen, Klarheit mit den Sachen schaffen, das ist mir eine Tugend geworden. Immer weniger haben. Mit wenig Schönheit schaffen. Meine Schönheit. Ich habe neue Gegenden kennengelernt, Berlin-Kladow, Sacrow und sie erkundet. Eine weitere, zusätzliche freiberufliche Tätigkeit in einer Waldorschule begonnen (das war eine innere Stimme, die mir das sagte). Ich war in Parin und am Chiemsee, in Rosenheim, in Thüringen, Bremen, Lüneburg, Wendland … immer wieder auf Sizilien. Und das sind nicht nur äußere Orte.
Es sind mir meist auch Schreiborte. Orte der Kreativität. Der Präsenz.

Ja, ich entdecke unglaublich gerne und ich bin da auch sehr neugierig und leicht wie ein Schmetterling!

Auf meine Art. Zu Fuß, mit Bus oder Rad. Schwimmend. Mit der Bahn bin ich zweimal nach Sizilien in diesem Jahr. Nochmal den Weg bewusst wahrnehmen, die Landschaften, die die Menschen so formen. Den Brenner und Südtirol und immer wieder die Meeresenge von Messina, wo der Zug in den Bauch eines Schiffes fährt und auf Sizilien wieder heraus. Und mein Büro habe ich dabei, denn ich bin ja immer noch keine Millionärin (hahaha) und meine Angebote wachsen aus diesen Bewegungen und Begegnungen heraus. Ja, sie sortieren und verändern sich.
Wachsen heißt für mich: wahrhaftig zu sein. Was nicht mehr zu mir gehört, das fällt auch von sich aus weg oder strengt mich so an, dass ich es nicht wiederhole. Und langweilen darf es mich auch nicht …!

Freude, Begeisterung, Offenheit – das sind die tiefen, sprudelnden Quellen der Kreativität!
Genau das ist meine tolle, neue Erfahrung! 

Früher, vor 2009, hatte ich auch manchmal aus Not geschrieben. Der Antrieb war Entlastung. Das war auch okay. Doch frei machte es mich nicht. Es blieb irgendwie eng, fühlte sich vielleicht etwas weniger schwer an. Schreiben aus Seh nsucht heraus bekam dann später schon eine andere Qualität. Da ging langsam ein Samen auf, öffnete sich der Himmel. Vorsichtig, aber doch! Ich holte langsam Luft, ich schrieb von einer Nomadin, ohne es bewusst wahrzunehmen. Bis mich das Leben ganz heftig stuppste – ja, ich sehe es heute als Geschenk, dass ich mit 50 Jahren eine handfeste Trennungs-Krise erlebte – und dann mutig und mit Unterstützung das Offene, ganz Neue, ganz Ungewisse und damit das Liebevolle und Leichte und Friedvolle wählte und einfach losging.
Da hatte es nochmal ordentlich gekracht und
das Leben gab mir einen Ruck und ich mir die Erlaubnis loszugehen.
Meine Bücher geben poetisches Zeugnis.

Ich erlaube mir das Offene, die Freude, die Lebensbegeisterung. Ja! Ich brauche sie.

Ja, ich gebe mir das Versprechen und ich gab es mir schon einige Male. Ich bleibe mir treu! Wer einmal Schmetterling war und ist, der lässt sich nicht mehr einfangen. Auch wenn es immer wieder der Wandlungen bedarf. Ich “weiß” nun ungefähr, wie es sich wandelt und erfahre immer mehr davon.

Ich traue meiner Intuition.
Ja. Sie führt mich, meine Wahrheit zu leben und in die Wirklich keit zu geben.

Das ist die Auf-Gabe nun. Kraftvoll mit Worten berühren und die Menschen schreibend, reisend ins Offene und Freie und Kreative führen. Das ist mein “Kulturbeitrag”.
Ich schreibe hier viel von mir und mancher mag vielleicht sagen: “Man, nimmt die sich wichtig!”
Und ja, ich nehme mich wichtig, weil ich wie jedes Wesen auf diese Erde mit einer Bestimmung gekommen bin. Sinnvoll sein möchte. Meine Gabe erkennen und in das Große einspeisen möchte. Mein Licht nicht mehr unter den Scheffel stellen möchte. Mich noch mutiger und präsenter zeigen möchte mit

Heidrun Adriana Bomke · Lebensreiseblog

Und das habe ich mir versprochen und tue etwas dazu! Eine neue Ausbildung habe ich mir erlaubt (auch sie habe ich durch Intuition gefunden), die mich auf diesem meinen Weg begleitet von 2019 bis 2021. Meine Lehrerin ist Dr. Christina Kessler, eine Ethnologin, die seit 40 Jahren die Weisheitslehren der Ureinwohner erforscht und daraus wesentliche Erkenntnise für Theorie und Praxis unseres bewussten Lebens gefunden hat: den universellen Prozess der Lebensintelligenz. Ein großes Bewusstseinstraining mache ich bei ihr und wie beglückt mich das, mit Gleichgesinnten vereint zu sein!
“Dient es dem Leben? Was will das Leben von dir?”, so die Fragen. Das schließt natürlich auch ein, dass es zunächst mir selbst dient! Um Aufopfern geht es gar nicht. Aber darum, den Blick von innen nach außen zu richten und umgekehrt, wenn Entscheidungen zu treffen sind. Und das ist täglich!!!

Dieser eigene Weg, diese eigene Wahrheit ist das Schatzkästlein des Seins.

Und hier setze ich mal den Schlusspunkt für jetzt. Das wollte alles hinaus. Mein Schatzkästlein ist gut gefüllt. Randvoll. Liebevoll. Herzvoll.
Mein Schreibmotto habe ich gefunden:

Heidrun Adriana Bomke · Poesie des LebensDie beste Art zu schreiben ist mit den ureigenen Worten und diese fließen unmittelbar aus dem Herzen in die Hand!

So inspiriere ich Menschen, sich kreativ zu öffnen und sich an licht- und kraftvollen Orten noch mehr ins eigene Licht zu schreiben.

Ich inspiriere dazu und begleite dabei, sich die Erlaubnis zu geben (!), offener, freier und damit ureigen kreativer und menschlicher zu leben. Probieren Sie es doch einmal aus!
SCHREIBREISENHeidrun Adriana Bomke · Poesie des Lebens

Ich bin dankbar für all das Erlauben und die Lebendigkeit, die in mein Leben kam. Für das Spüren einer tiefen Lebensquelle, die für uns alle da ist: Eine große Lebensenergie! Hier, in meinem Geburtsort, sehe ich sie immer an einer Quelle, die neben einer großen Linde fließt, fließt, fließt … Das Leben hat viele Bilder, die uns den Weg weisen. Das Leben schenkt mir wirklich viel und ich möchte ihm noch viel Schönes geben.

Ja, ich erlaube es mir! In Berlin, Sizilien … wo auch immer mich das Leben hinführt!
Ich bin bereit. Ich bleibe mir treu.

Fambach, den 15. Janaur 2020, Dr. Heidrun Adriana Bomke, die Frau mit dem Übermut!

Sacrower Heilandskirche
Ein Baumherz schaute mich im Herbst 2019 an am Sacrower See.
Heidrun Adriana Bomke
Zwischen Vollmond und Sonnenaufgang ging ich am Meer in Punta Secca am 14.10.2019. Ein magischer Morgen.
Heidrun Adriana Bomke