Was war das für ein Jahr !? – Mein Jahresrückblick 2020

Schreibreise Syrakus, Heidrun Adriana Bomke

Was war für das ein Jahr !? – Mein Jahresrückblick 2020

Sizilien, Syrakus, Punta Secca, Modica, Taormina, Deutschland Berlin, Kladow, Hohengatow, Potsdam, Insel Poel, Stuttgart, Tübingen, Fambach, Chiemsee, Rahden, Bremen, Lüneburg, Hitzacker, Weimar, Eisenach …

das Jahr, das in Punta Secca mit einem Walzer am Meer begann und mich diesem Meeresfleckchen und seinen Menschen noch näherbrachte

das Jahr, das mit der goldenen sizilianischen Sonne begann – ich erlaubte mir eine Ferienwohnung mit Südlicht und sah den goldenen Sonnenball, setzte mich mitten hinein, atmete täglich das goldene Licht ein

das Jahr, in dem ich erstmals in meinem Leben das so helle Gelbgrün der Weiden sah im April – es hat mich elektrisiert und in in Euphorie versetzt!

das Jahr, in dem ich am Havelufer eine Frau sah, die mit einer Ente sprach und sie aus einem Topf fütterte

das Jahr, in dem ich oft sehr bequem in fast leeren Zügen fuhr

Was war das für ein Jahr !? – Mein Jahresrückblick 2020

das Jahr, in dem ich so oft mit kleinen Kindern lachte, meist in Zügen – ihre Lebendigkeit steckt einfach an

das Jahr, in dem ich realisierte, dass mein Haus DAS HAUS MEINER ERFAHRUNGEN ist

So oft hörte ich von Hauskauf, Hausbau, Immobilien, Geldanlage … Materie hinten, Materie vorne … und da wurde es mir ganz klar – Mein Haus ist

DAS HAUS MEINER ERFAHRUNGEN

Das Gedicht mit dem gleichnamigen Titel schrieb ich bereits 2017. Da steht also schon alles. Doch wie es beim Schreiben von Poesie oft ist, waren die Bilder noch gar nicht in meinem Bewusststein “abgelegt”. Sie schwingen in der “Sphäre er Poesie”. Das Gedicht endet mit:

“Ich bin hier.
Bin das lebendige Haus meiner Erfahrungen.

Über-All.”

Was war das für ein Jahr !? – Mein Jahresrückblick 2020

das Jahr, in dem auch meine Freiberuflichkeit auf eine sehr harte Probe gestellt wurde … und ich fast ohne Zweifel und voller Vertrauen weiter gestaltete und gestalte … nun auch via Zoom

Das Jahr, in dem ich begriff, dass ich WANDLUNGSSPEZIALISTIN BIN!
Eine Klientin schrieb nach einer biografischen Wandlungsreise:
“Du bist Wandlungskraft, weil du sie lebst”

Das ist meine Gabe. Ich entfalte sie.

das Jahr, in dem ich mehr denn je spürte, wie viel Angst Menschen vor der kleinsten Veränderung haben – ich kannte diese Erfahrungen von früher

das Jahr, in dem ich fühlte, wie heftig die Auswirkungen der ganzen “bad news” auf die Menschen sind

das Jahr, in dem ichaber auch nicht einer whatsapp-Gruppe oder irgendeiner Plattform zu “Corona” angehörte – NEIN!

das Jahr, in dem mir noch mehr bewusst wurde, dass alles BEI UND IN MIR BEGINNT:
“Schaue zuerst bei dir!”

das Jahr, in dem ich schlussendlich sagte: “Mir reicht das jetzt mit euren Kriegserfahrungen. Meine Seele hält das nicht mehr aus – Schluss!”

das Jahr, in dem ich sagte: “Ich bleibe mir treu und trage die Poesie des Lebens zu den Menschen.”

das Jahr, in dem ich auch die Aufgabe annahm und in einer Waldorfschule in der Oberstufe Kreatives Schreiben und Deutsch zu unterrichten

das Jahr, in dem ich tief spürte, wie viel Liebe wir brauchen, wie viel gutes Miteinander, wie viel Zuhören und wie wesentlich das für junge Menschen ist in dieser so unsicheren Zeitqualität

das Jahr, in dem mir junge Menschen sagten, dass sie beim Kreativen Schreiben Ruhe im Alltag fanden und sich ernst genommen fühlen

Was war das für ein Jahr !? – Mein Jahresrückblick 2020

das Jahr, in dem ich noch “tiefer” sah: Gestalten mir begegneten am See, im Wald mir erschienen

das Jahr, in dem ich wirklich die Luft sehen konnte! Lauter silberne Perlenschnüre bei einer Atemsession

das Jahr, in dem ich die Herzatmung in mein tägliches Sein integrierte

das Jahr, in dem ich oft Albert Schweitzer zitierte:
“Ich bin Leben, das Leben will inmitten von Leben, das auch leben will.”

das Jahr, in dem mir immer wieder Hunde begegneten – sie kommen einfach zu mir und ich begleite sie ein Stück des Wegs

das Jahr, in dem ich oft einem Graureiher und den Schwänen zusah un d spürte, was mir der Reiher an Reife geben wollte und die Schwäne an wundervoller Schönheit mitteilten

Was war das für ein Jahr !? – Mein Jahresrückblick 2020

das Jahr, in dem ich erleben durfte, dass meine Poesie zutiefst aus der Urquelle des Seins kommt und schlichtweg “Poesie des Wandels” ist

das Jahr, in dem ich eine wunderbre Sternschnuppe sah und mir jeden Morgen im November und Dezember die Venus ins Bett schien

das Jahr, in dem ich auf einer Hochzeit tanzte, die Insel Poel erkundete und mir ein Mann sagte: “Du wirst immer schöner.” Ist das nicht wundervoll!

das Jahr, in dem ich den Satz schrieb: “Ich wünsche mir einen Mann, der mich mit Leib und Seele liebt” und klar Nein sagte zu allem anderen, zu faulen Kompromissen

Was war das für ein Jahr !? – Mein Jahresrückblick 2020

das Jahr, in dem ich auch viel reiste und ab April mit Maske immer ruhig und ohne Angst; immer mit netten Begegnungen und mit Kaffee

das Jahr, in dem ich nur fünf Wochen auf Sizilien war – ja, das war neu. Seit 2011 war ich immer viele Monate in meiner 2. Heimat.

das Jahr, in dem mir bewusst wurde, dass ich selbst noch einmal in einer tiefgreifenden Wandlungsphase bin

das Jahr, in dem meine Astrologin sagte: “Was würden Sie denn sagen, wenn ich Ihnen sage, dass Sie nochmal in einem großen Wandel sind und erst 2023 Wurzeln schlagen?”
Ich antwortete: “Das ist in Ordnung. Gut! Ich fühle es ja …”
Und was hatte sich da geändert im Vergleich zu 2009, wo sie mir Ähnliches sagte und ich dachte: “Die Welt bricht zusammen”! Mein Leben war schon Ewigkeiten von Pluto, Saturn und Uranus bestimmt … ja, das Leben gibt mir genau die Auf-Gabe mit:
Wandlung leben und Wissen darüber weitergeben!

das Jahr, in dem mir wie “aus dem Nichts” meine erste kleine Wohnung in Berlin “vom Himmel fiel”, nachdem ich ziemlich “abenteuerliche” Zimmer-Mietverhältnisse durchlebt hatte

das Jahr, in dem ich auch einfach sagen konnte:
“Ja, okay. Lass in Liebe los. Ich bin nicht für andere verantwortlich. Hab Vertrauen in andere Menschen. Sie gehen ihren Weg. Alles andere ist anmaßend.”

Was war das für ein Jahr !? – Mein Jahresrückblick 2020

das Jahr, in dem mir immer im rechten Moment Hilfe zuteil wurde: Danke!

das Jahr, in dem ich noch mehr den Wert von Familie und wahren Freundschaften spürte

das Jahr, in dem ich liebste Freundinnen im Alter zwischen 20 und 85 Jahren habe

das Jahr, in dem ich nch tiefer erlebte, wie wundervoll meine Söhne sind und wie wertvoll die Beziehung zu meinen alten Eltern mit ihren Erfahrungen ist

das Jahr, wo ich sagte: Ja, ich übernehme Verantwortung, aber ich opfere mich nicht auf.

Was war das für ein Jahr !? – Mein Jahresrückblick 2020

das Jahr, in dem ich mehr Geschichten als Poesie schrieb

das Jahr, in dem ich viel träumte und viele Träume notierte

das Jahr, in dem ich wieder erfuhr, wie kostbar Gesundheit ist – zwei meiner Freundinnen wurden sehr plötzlich sehr krank

das Jahr, in dem ich oft und ohne Angst mit dem Tod sprach, vielleicht weil meine Eltern so alt, vielleicht, weil er einfach da ist und ich ihn wahrnehme

das Jahr, in dem ich jeden Abend betete und erlebte, dass Wünsche erhört werden – Danke!

das Jahr, das ganz still und mit innerer Freude an der Havel endete

Das Jahr, in dem ich das Leben noch mehr liebe und gespannt bin auf Neues!

Von Herzen,
Heidrun Adriana Bomke, die Lebensreisebegleiterin mit dem Übermut, dem Mut zum eigenen Wandel

Meine Jahresfotos

Franz von Assisi
Schwan am Havelufer

Meine Jahresfotos

Zu fotografieren macht mir sehr große Freude. Erst auf Sizilien begann ich überhaupt damit. Im Licht des Vulkans kam auch diese Gabe ans Licht. Bilder, die aus der Schönheit des Moments entstehen. Seelen-Bilder des großen Lebens, meines Lebens. Viel Freude beim Schauen. © Heidrun Adriana Bomke
“Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will.” (A. Schweitzer)

Ja, wir sind umgeben von so viel Schönheit!

Leichtigkeit, Heidrun Adriana Bomke
Leichtigkeit-Lesung
Leichtigkeit, Heidrun Adriana Bomke
licht&leicht
Heidrun Adriana Bomke, Poesie des Lebens
unterwegs
Sommergeschichten
Mohnfächer auf Poel
Garnisonsfriedhof Berlin, Heidrun Adriana Bomke
Totensonntag auf dem Garnisonsfriedhof
Ortigia, syrakus, Heidrun Adriana Bomke
Frühstück in Ortigia/Sizilien an einem Regentag
Unter der alten Linde in Fambach
Engel, Heidrun Adriana Bomke
Goldrausch
Schreibreise Syrakus, Heidrun Adriana Bomke
Sonnenaufgang in Syrakus
Weidenrausch
Heidrun Adriana Bomke, Leichtigkeit
Himmelsblick
Heidrun Adriana Bomke
Lichtmachen
Heidrun adriana Bomke
Umzug in Berlin
Heidrun Adriana Bomke,Schreibreise Sizilien
Lucertola in Donnafugata
Heidrun Adriana Bomke, Schreibreise Sizilien
Maskenspiel in Donnafugata
Heidrun Adriana Bomke,Schreibreise Sizilien
Sonnenuntergang in Punta Secca
Heidrun adriana Bomke, Schreibreise Sizilien
Lebenslust in Taormina
Heidrun Adriana Bomke,Schreibreise Sizilien
Frühstück im Sempre verde, Punta Secca
Heidrun Adriana Bomke, Schreibreisen
Straßenmusik in Weimar
Schreibreise,Sizilien,Heidrun Adriana Bomke
Modica, Sizilien
Havel, Heidrun Adriana Bomke
Stille Havel
Dianabrunnen,Ortogia,Schreibresie,HeidrunBomke
Diana-Brunnen, Ortigia
syrakus,Schreibreise,HeidrunAdrianaBomke
Marcello in Ortigia
Heidrun Adriana Bomke, Erwachen
erwachen
Heidrun Adriana Bomke
Kraniche bei Rahden
Heidrun Adriana Bomke
Mein Freund, der Graureiher
Kuckuckslichtnelke
Kuckuckslichtnelke
Heidrun Adriana Bomke
Über den Alpen
Heidrun Adriana Bome
Inseln
Heidrun Adriana Bomke
Ätnablick in Taormina
Heidrun Adriana Bomke
Reise-Zuhause
Heidrun adriana Bomke, Poesie des Lebens
Oktober in Punta Secca
Heidrun adriana Bomke
Leuchtturmblick
Heidrun Adriana Bomke
Meditierender Hund
Schreibreise,Sizilien
weitergehen
Heidrun Adriana Bomke, Sizilien
Polyphemos schläft
Heidrun Adriana Bomke,Sizilien
siesta
Heidrun Adriana Bomke
fruchtiges Leben

Der Tod und ich – Zum Totensonntag

Garnisonsfriedhof Berlin, Heidrun Adriana Bomke

Der Tod und ich

Ja, er ist da und er hat mich auch besucht. Wir sind schon lange im Gespräch. Fast täglich denke ich an ihn, spreche sogar mit ihm. Schreibe ihm. Der Tod ist mir vertraut. Ich kam schon mit ihm auf diese Welt. “Wir dachten, du bist tot.” Der Atem wurde mir doch geschenkt. Ich war vorbereitet. Seit Kindesbeinen geht er also mit mir. Wie er meine geliebte alte Tante mitnahm. Ganz ruhig. Sie ging hinweg und ist doch noch bei mir. Er kam auch zu mir durch die Todesanzeigen, die zur täglichen Familienlektüre gehörten. “O Schicksal, wie bist du so hart”. Damals lag noch ein kleines Erschrecken darin, wenn ich es hörte. “Hart”. Nein, das Wort gefiel mir nicht. Es klang sogar böse in meinen Ohren.

Heute ist es anders. Unerklärbar anders. Ich bin ihm freundlich gestimmt, dem Gevatter Tod.
Ja, ich vertraue ihm sogar.

Im Mai 2015 hat er mich heftig an sich erinnert. Wollte er mich rütteln? Und ich spürte, dass er schnell kommen kann und … dass er, dass “es” mich weit führen kann. Ganz ohne Schmerz, ins Weite. Ich verlor die Angst. Mein Blitzgedanke: “Jetzt tut es gleich ganz weh”. Nein, es war wie eine große Leere. Stille. Weite. Bevor ich wieder heftig ins Hier geschleudert wurde. Auf der Autobahn.

Meine Erfahrng bei einem schweren Unfall, der mich wieder ins Leben führte.

Der Tod und ich. Seitdem ist er in mir und ich nehme ihn auf Schritt und Tritt mit. Noch immer ins Licht. In das schöne große Leben! Leben und Tod sind in eins. Er hat mich demütiger gemacht und dankbarer, der Tod. Er hat mich weiter schauen lassen. Ich bin ihm dankbar dafür und öfter lächle ich ihm zu, wenn er hinter einem Baum vorschaut oder aus einem Stein grüßt oder in meinem Herzen klopft.

In dem nachfolgenden Auszug aus meinem Hörbuch “ÜBERMUT TUT GUT!” bin ich mit ihm unterwegs, habe ihn bereits im Gepäck, am 11. Mai 2015 in meinem Flugtagebuch.

Tod, Heidrun Adriana Bomke
Lavawegegeist

Wer kennt ihn nicht, den Gevatter Tod?

 

Gedankensplitter 2014
“Dann werde ich die Natur genießen, ohne Druck auch nur « irgendwas tun zu müssen ». Einfach da sein … ich atme mich jetzt schon dahin … und unterbreche dieses Leben immer wieder von der Hast zu tun. Hast. Nur ein Buchstabe genügt und es wird zu Rast.       16. Juli 2014, Contrada Monte Arso, Sizilien

© Heidrun Adriana Bomke, 22.11.2010, Berlin

30 Jahre … oder die Hälfte des Lebens · 9.11.19

Mauerfall, Grenzöffnung

30 Jahre … oder die Hälfte des Lebens

Ich war 30 Jahre vor 30 Jahren. Im November 1989.

Ich wohnte in Magdeburg. Am Rande der Elbstadt.
In einem Reihenhaus mit Garten. Eine Mansarde.
Ich teilte sie mit meinem Mann und unserem dreijährigen Sohn. Eine kleine Schlafkoje mit Kinderbett, eine kleine Wohnstube mit Ofen und eine Wohnküche mit Sofa und Waschbecken. Zum Baden holten wir manchmal die Zinkbadewanne aus dem Keller. Wir bezahlten 37 Mark und 50 Pfennig Miete. Im Garten gab es einen großen Kirschbaum. Unter uns, links und rechts, wohnten zwei ältere Omis.

Vor dem Haus stand unser himmelblauer alter Trabant Kombi.
Ein paar Meter davon war die Bushaltestelle. Die Geräusche der Türen. Plötzlich höre ich sie wieder. Ein Zischen, wie wenn man Luft ablässt. Zehn Meter weiter rechts die Telefonzelle. Linkerhand kam der KONSUM. Dort kaufte ich damals oft Jogurt in kleinen Flaschen. Mal Vanille, mal Himbeere und mal ohne alles. Das erinnere ich genau. Ich mochte vor allem Himbeere. Vanille war klatschsüß. Obenauf war ein Verschluss aus Alu, der knackte, wenn ich die Flasche öffnete. Kakaomilch gab es auch in diesen kleinen Flaschen.

Es war der Herbst nach dem Sommer 1989.

Der Herbst nach dem Urlaub in Arendsee. Unser Sohn fuhr fröhlich auf seinem roten Roller. Wir standen auf dem Steg am See. Davon gibt es Bilder. Und die Bilder im Fernseher. Kinder werden über Zäune gereicht. Sie weinen. Menschen schreien. Jubel. Budapest, Prag …!
Ich sah den Bildern zu.
Meine Hände legten sich auf meinen Leib.

Es war der Herbst nach dem Sommer 1989.

In meinem Bauch wuchs unser zweites Kind. Es machte sich riesig dick in mir im November.
Dem November nach dem Sommer 89.
Man fuchtelte mit neuen Instrumenten an und in meinem Bauch herum und verordnete, ich solle viel liegen. Sonst könne es früher kommen.
Dazu kam es nicht.

Ich ging nun nicht mehr zur Hochschule zum Arbeiten. Ich ging fast nirgendwo mehr hin. Ich hörte von den Demos und Turbulenzen. Manchmal kamen Freunde und erzählten.

Es war der Herbst nach dem Sommer 1989.

Mein Kind im Bauch wuchs weiter. Ich wurde so schwer, dass ich mich mit meinem Gewicht auf das Ende eines Holzbalkens setzen konnte, der die neue Badewanne in dem winzigen Badezimmer unter der Schräge in die Höhe hob, damit das Linolium Platz darunter fand. Hebelgesetz.
Den Dachboden gegenüber verwandelte mein Mann nach und nach in ein Kinderzimmer.

Die Grenze ist offen!

Mein Kind im Bauch wuchs auch weiter, als die Mauer fiel.
Manchmal legte ich mich nun hin. Manchmal stand ich vor dem Fernseher. Einmal weinte ich auch.
Jedenfalls erinnere ich Tränen. Einmal ging ich mit meinem dreijährigen Sohn in die “Kammerspiele”. Das war bestimmt vor Weihnachten. “Peter und der Wolf”. Schön war es. Ich passte kaum zwischen die Sitzreihen. Mein Sohn sah staunend zur Bühne.

Einmal schrieb ich ein Gedicht. Es heißt “hochgewölbt”.

hochgewölbt

vor der mauer über die mauer hinweg tränen

was machen die da mit den kindern

mein kind im bauch ist groß ich muss mich hinlegen

sie schauen auf uns und sagen
wer jetzt in der ddr war, na

ich weiß nicht wo ich bin zwischen
tisch und stuhl und fernseher

mein bauch unser bauch

ich freue mich darüber
ach ich auch

doch warum bist du so schwer jetzt

wo die mauer fällt

mich hält es hier

alles fließt davon

mit den tränen

Es war der Herbst nach dem Sommer 1989.

Und dann begann der Winter. Es war glatt auf den Straßen. Wir fuhren vorsichtig. Auch im Nebel.

Und als die Wehen begannen, da war es Ende Januar im Jahre 1990. Am ganz frühen Morgen. Und wir gingen, mein kleiner großer Sohn und ich mit dem Riesenbauch, Hand in Hand im Schneematsch spazieren. Es war früher Abend, als ich in der Frauenklinik ankam. Die Hebamme hatte es eilig mit uns. Wir schaffen es in dieser Schicht. Ich rief nach meiner Mama. Nur drei Stunden dauerte es.
Dann warst du da!

Du warst kraftvoll und unglaublich groß. 56 cm und 4250 g. Du lagst neben mir. Gleich in meinen Armen. Dein Mund fand sofort meine Brustwarze. Ich spüre es noch jetzt. Es war unglaublich.

Ein neues, ein anderes Leben begann. Sollte wollte beginnen.
Und war doch noch wie immer auch. Mein Mann hatte gerade den Ofen gereinigt, als wir beide dann nach Hause kamen. Und der “Große” sein Brüderchen begrüßte. Es so zärtlich streichelte. Du kleines Kätzchen mit dem weichen Fellchen.

Ja.

Ich war 30 Jahre vor 30 Jahren. Im November 1989. Heute bin ich also 60.

Die Hälfte meines Lebens war damals also vorbei.

© Dr. Heidrun Adriana Bomke (der Link führt zu einem Interview im Juni 2019, wo ich von meiner erfahrungs- und wandlungsreichen Lebensreise viel erzähle) · BÜCHER

Heidrun Adriana Bomke
Zwischen Vollmond und Sonnenaufgang ging ich am Meer in Punta Secca am 14.10.2019. Ein magischer Morgen. Ein Selfi von mir. Heidrun Adriana Bomke

 

 

unterwegs im Mai & Juni & Juli 2019

Heidrun Adriana Bomke

unterwegs im Mai & Juni & Juli 2019

Wie ich hier so an meinem kleinen Schreibtisch sitze – heute, an einem so blauen Juli-Sommertag – fliegen viele Begegnungen und Bewegungen der letzten beiden Monate noch einmal an mir vorbei. Von Punta Secca an der Südküste Siziliens nach Berlin und Thüringen und ins Wendland; von da an die Ostsee nach Stellshagen und Parin und wieder nach Berlin und nach Westfalen und von da nach Bremen und Thüringen zu meinen Eltern und weiter zum Feiern nach Lostau und dann nach Lüneburg und wieder nach Thüringen und nun an den Chiemsee und wieder nach Berlin … doch das kommt ja erst … und in all der äußeren Bewegung so viele Begegnungen mit Menschen und Wesen. So viel Fülle und Freude. Lesungen und Schreibkunsttage, Buchpremieren und Fernschreibkurse und Arbeit an meinen Konzepten … und ja: Inneres Wachsen ist da – es “rundet” sich etwas. Ich lächle vor mich hin.

Ich höre mein Herz sagen: Wie reich doch mein Leben ist! Notizen und Bilder wandern an dieser Stelle in den Lebensreiseblog.

5.5., Elfchen aus Punta Secca

Blaufrau
am Meeresort
lässt es fließen
möge alles sich weiten
erblaut!

Schreibreise Punta Secca_Heidrun Adriana Bomke
gewischter Himmel mit Meer

9.5., Modica – Tagebuch
Ich möchte einmal einen Monat in Modica wohnen. Vielleicht im nächsten Mai. Der Mai, der schöne Mai. Sizilien mit deinen Kräften – du wohnst in mir. Ich sehe Modica, die Silhouette einer Stadt in den Monte Iblei – wie ich ganz oben bei “San Giorgio” bin und die Schokolade bei Bonaiuto koste. Bei Quasimodo wieder das “Herz der Erde” vorlese und den “Brief an die Mutter” … und Mariella, die Schöne uns führt … und dann werde ich auch Alessandro kennenlernen, den Sohn von Salvatore Quasimodo. Du musst kommen, wenn er da ist!, sagt Mariella. Das werde ich, ganz bestimmt.
“Wir haben Platz genommen in einer unglaublichen Unendlichkeit bis zum Horizont – nur – wir fühlen es nicht.”
Irgendwo las ich das auch und schrieb es auf. Ich fühle es oft, immer wieder …

Schreibreise - Modica_Heidrun Adriana Bomke11.5., Punta Secca
UNABHÄNGIG!
Nur dieses Wort steht da.


17.5., Schlachtensee, Berlin

Fremd bin ich hier
doch ich bin bei mir:
So bleibe ich beschützt.

Traum am 29.5., Fambach/Thüringen

Von allen Seiten das Meer, heller Sommer, Wellen. Ich bin da mit einem Mädchen, so um die 5 Jahre. Dabei ein jüngerer Mann, wir spielen alle!

Heidrun Adriana Bomke13.6., Teplingen, Schreibkunsttage “Mein Arkadien” –
Sehnsucht nach dem Weiß oder Verlockung

Du, weißes Bild, so leer und so einladend, bist mein Arkadien. Jungfräulich schaust du mich an – möchte mich mit dir vermählen – mit dir, du unbemaltes Blatt. Dann, vielleicht verwandeln wir uns gemeinsam.
Was meinst du?
Nein, wir können es noch nicht genau wissen – ich lade dich einfach ein und du lädtst mich ein – offen und frei und froh wollen wir sein!

17.6., Parin, Tagebuch

Heidrun Adriana BomkeIch schaue aus dem Fenster in hohe alte Bäume und auf den kleinen Teich hier in Parin. Gegenüber auch der Hengst, der wohl eine Frau sucht? Es sieht ganz so aus. Ihm liefen gestern Tränen aus den Augen. Sein Glied war riesig – ob er wohl alleine ist, denke ich bei mir? Da sehe ich ein Schild. Er ist ein Zuchthengst und muss deshalb alleine stehen. Ich weiß nicht, mir kommt das traurig vor.
Seit heute habe ich gar keine Kopfschmerzen mehr, die mich die ganze Zeit in Deutschland begleiteten! Die Ostsee, der Sand – ich war wieder Kind – einfach so in der Sonne.

Heidrun Adriana BomkeDa verwandle ich mich augenblicklich und das schwere Land hier fällt von mir ab …. mir tut die Zeit hier gut und vor allem die Klarheit, mir meine alleinige Zeit zu gönnen.

19.6. Zugfahrt von Grevesmühlen nach Berlin

Mit der ODEG fahre ich, aus Mecklenburg durch den Osten hin nach Berlin. Die Ostdeutsche Eisenbahngesellschaft – ich rolle dahin und freue mich. Erinnerungen … – im November 2010 habe ich im Auftrag der Geschäftsführung der ODEG eine Literaturwoche gestaltet; in den Zügen gelesen, einfach mitgefahren mit einem kleinen Lautsprecher und Gedichte gelesen,  Bahngeschichten – das war eine Freude! Die fahrgäste interviewt, wohin sie fahren … dann mit alten Eisenbahnern eine Stellwerkslesung; eine Sonderfahrt gab es auch im alten Mitropa-Wagen … – das war ganz meins!
Nun gehts nach Berlin hinein … mit Aufenthalt in Bad Kleinen. Da wachsen die Malwen ..

Heidrun Adriana Bomke

Heidrun Adriana Bomke

22.6., Berlin, Morgen, Nibelungenstraße

Kiefer im Garten
Still heute dein zartes Haupt
Efeu umrahmt deinen Stamm

Saxophonmusik, die S-Bahn rollt und getaktet das rollende Leben. Berlin ruft!
In allem ein Leuchten
Sommer ist’s und das Feuer des Lebens strahlt!

22.6., 11 Uhr, 7-Seen-Tour ab Berlin Wannsee

Fahrkarte 60+ – ich bekomme jetzt Ermäßigung! – Und ab geht es in neue Fahrwasser über 7 Seen. Der Käptn gefällt mir, sabbelt nicht so viel und erzählt pointiert. Strandbad Wannsee seit 1907 – vorher durfte man bei preußens nicht in Flüssen baden; 1,5 km lang und damit das größte Strandbad Europas. Der Glienicker See. Die Glienicker Brücke auf der einen Seite NATO-Grün und auf der anderen NVA-Grün … und so viele kleine Wunder an den Ufern; Kälberwerder, Pfaueninsel und Schloss Babelsberg auch, und dann auch über den Griebnitzsee – in der Mitte, wo ich unbegrenzt fahre, da war die Grenze mal und dort die “Churchill-Villa” so viele Seen aber auch! Mein Herz hüpft, hier gibt es viel zu sehn! Jungfernsee, Tiefensee, Stölpchensee, Pohlesee und dann der kleine Wannsee. Heinz Rühmann wohnte in einem alten Blockhaus da … und ja dann land ich wieder an. Man, vielleicht fang ich doch noch mit dem Rudern an!

Heidrun Adriana Bomke22.6., 15 Uhr, Mit Sophie schreibend über den Wannsee!
Sophie ist 18 Jahre und zeigt mir ihren Lieblingsplatz in Kladow an der Havel. Und wir schreiben. Sie schreibt über ihre Visionen. Klar und beschützt. Wir machen gemeinsam Picknick! Sie hat von allem doppelt dabei … – solch Freude aber auch!

Heidrun Adriana Bomke25.6. – Sacrower See, abends

Ein Abendbadewunder. Geradelt von Alt- Kladow nach Sccrow, mitten über die ehemalige Grenze in den Osten! Heiß, heiß, heiß! Einen Mann am Weg nach dem Weg gefragt. “Nach Sakrow möchte ich zum Baden!” “Oh ja, das machen Sie gut, zum Baden!”
Charmanter Typ. “Rechts zum Rittersaal dann …”
Ein einziges Staunen, ein einziges Lachen … – auf der ganzen Fahrt. Und eine Gärtnerei mit lauter Rosen am Weg! Und am Sacrower See eine Dame mit Hund, der ist schon alt. Ich nicht, ich springe in den märchenhaften See und schwimme auf die Mitte – ind dann ein Abendwunderbild. Und die Dame sagt:
“Ja, das war hier mal Osten, deshalb ist es auch noch so schön … ”
Dann kommen Menschen mit irgendwelchen Rettungsballons um die Taille, falls man sich in den Algen verfängt und dann … – ich radle davon und beschließe: Beim nächsten Mal kehre ich im “Rittersaal” ein, kleine Gaststätte so am Weg …

1.7., Dom zu Bremen – Mittagsgebet

Alles hat seine Zeit. Das Geborenwerden hat seine Zeit. Das Sterben hat seine Zeit.

Wie die Pastorin aus dem alten Testament liest und erzählt, das berührt mich in der Tiefe. ich fühle das Geborenwerden und ich denke an meine alten Eltern … – ich sitze lange.

Advent im Dom zu Bremen
Advent im Bremer Dom

7.7., Strandbad Breitungen, Kindersommertag

Heidrun Adriana Bomke14.7., Lüneburg

Ich lese bei Christina Kessler:
Eine echte Beziehung zu sich selbst und durch sich zur Welt will sich voller Freude entfalten … doch ist ihre typische Aktivität nicht als bloße “Arbeit”, als Muss zu verstehen. Es ist ein DÜRFEN:  die Erlaubnis und das Versprechen an sich selbst, das zu leben, WAS DURCH MICH SEIN UND WERDEN WILL. MEINEM WILDEN HERZEN AUSDRUCK ZU VERLEIHEN. OHNE WENN UND ABER.
Eine neue Lebens-Reise-Begegnung!
DA GEHTS LANG, LIEBE HEIDRUN, LIEBE ADRIANA!
Wir wissen das ja und üben weiter!

Danke an das Leben, das mir viel gibt! Grazie alla vita che mi da tanto! Ich fühle: … bewusst in die Welt leuchten … und sich ausbreiten … wo alles sich vereint …

Heidrun Adriana Bomke, 24.7.19 · TERMINE

Heidrun Adriana Bomke

 

 

Was mir wirklich wichtig ist – liebevoll sein

Weihnachtslichter

Was mir wirklich wichtig ist – liebevoll sein

Wissen Sie genau – und wissen meint hier die Herzweisheiten – was in Ihrem Leben wichtig und wertvoll ist? Was für Sie zählt? Was sofort als innere Stimme in Ihnen und dir aufsteigt bei dieser Frage?

Ich habe es für mich einmal gesammelt – seit Monaten bewegt mich die Frage.
Sicher ist meine Herzensaufzählung nicht vollständig – ich werde sie laufend ergänzen.

· Mit dem ganzen Herzen sein – aus dem vollen Herzen tun.

Nur so fühle ich tief, was wesentlich ist. Das ist eine Übung, in jedem Moment.
Und da tauchen vor meinem inneren Auge Bilder auf: meine Söhne, meine Eltern, der Himmel und das Meer, meine Begegnung mit dem Kosmischen, die Poesie des Lebens, die ich spüre, schreibe und weitergebe; meine Klientinnen und Klienten, die ein wertvoller Teil davon sind.

· Das Leben ist für mich eine Reise mit vielen Stationen.
In meinem Hörbuch “Übermut tut gut!” erzähle ich davon.

Ich versuche diese Reise mit Hingabe und in Offenheit lebendig zu leben. Auch die Untiefen, das Dunkle – ich habe auch davon schon einiges erfahren – Es geht darum, alles zu leben!, so sagt Rainer Maria Rilke, mein poetischer Begleiter in allen Lebenslagen.

· Ich schätze den Augenblick und bin eine schreibende Sammlerin von Augenblicken.

Leben ist der freie Atem, in jedem Augenblick. Das ist für mich die Wahrheit geworden. Im Unterwegssein die letzten sieben Jahre habe ich genau das erfahren! SEIN im AUGENBLICK – ÖFFNUNG FÜR DEN MOMENT, egal wo. So habe ich so viel Schönes und Neues erleben dürfen.

UNTER DEM FREIEN HIMMEL IN MIR!,
das ist ein Lebensmotiv für mich.

· Ich spüre mit zunehmenden Alter, dass Leben und Tod zusammengehören.

Zwei Pole des Seins, die ein Gleichgewicht möchten. Da verstehe ich Rilke immer ebsser, der sagte, dass es die Anforderung des Todes an uns ist, das Hiersein ganz auszuschöpfen.

· Selbstliebe und Liebe gehören für mich fest zusammen.

Ich lerne es, gut für mich zu sorgen: Was brauche ich? Womit geht es mir gut? Nur dann kann ich gut und liebevoll für andere dasein. Bin ich selbst nicht gut gefüllt, dann kann ich schlecht geben. So lerne ich auch

· Grenzen zu setzen und ich mache mich nicht mehr zum Opfer.

Ich sage auch einmal Nein oder: Jetzt nicht, später vielleicht.

· Ich lerne immer mehr, meiner sehr feinen Intuition und Hochsensibilität zu vertrauen.

Ich entwickle sie weiter. Mein Schreiben, das unbedingte Sein in der Natur, in Stille und Natürlichkeit, der Austausch mit Seelenverwandten, die Beachtung meiner Träume, mein poetisches Schatzkästlein, kleine Rituale und Begleitungen (Yoga, meditation, Spaziergänge, Stille, Astrologie, Tarot, Engel und Gött*innen, Märchen) pflege ich.

· Ich begegne allen Wesen respektvoll, friedlich und freundlich – ich versuche es wirklich:

Den Menschen jeden Tag, den Tieren, den Bäumen, den Blumen, meinen Klienten … – ich übe mich in Toleranz und versuche nicht zu werten. Es so stehen lassen und meine Ansicht hinzufügen.

· Ich diene dem Leben da, wo es mich um Hilfe bittet.

Das geschah beispielsweise, als mein Vater sehr krank wurde und ich die Chance hatte, ihn wirklich über einen langen Zeitraum zu begleiten. Oder als mir in den Ätnawiesen eine kleine Hündin nachlief – ich konnte irgendwie gerade keinen Hund gebrauchen, doch ich nahm die Aufgabe und das kleine Wesen an. Und das Leben hat mir geholfen, sie zu hüten und weiterzugeben!

· Ich bin davon überzeugt, dass das Leben mich liebt!

Und ich hier bin, damit auch ich es wahrhaft lieben und leben lerne – mit all seinen Seiten.

· Ich schätze und achte mich selbst.

Ich bin es wert, mich selbst gut zu behandeln und gut behandelt zu werden. Ich beende alle Beziehungen etc., die mir nicht mehr guttun und pflege alles, was meinem inneren Wachstum dient.

· Ich liebe und gestalte meine Arbeit als Freiberuflerin und Gründerin von Poesie des Lebens-Lebendig schreiben

 

· Ich gestalte meine besondere künstlerische Arbeit mit all den Gaben und den Professionen,

die ich als Basisausbildungen habe (Lehrerin, promovierte Literaturwissenschaftlerin, Biografieforscheriin mit Ausbildung in Poesietherapie). Ich habe herausgefunden und finde heraus, was genau meine Besonderheiten und Kostbarkeiten sind: lebendige Lesungen, sehr individuelle Schreibreisen zum Entdecken im Außen und Innen, biografische Arbeit und Schreibbegleituung, Begleitung von Wandlungsprozessen, die Arbeit mit Kleinstgruppen bis 7 Personen.

· Ich kreiere und inspiriere zu Leichtigkeit, Schöpferkraft und Muße.

Das ist eine wahre Kostbarkeit, die auch ihren Preis verdient. Ich arbeite sehr individuell, meine Klienten haben meine volle Hingabe in der Zeit der Begegnung.

· Ich inspiriere Menschen, ihre eigene Schöpferkraft immer tiefer zu entdecken,

um sich als Wesen liebevoll und lebendig zu entfalten und mit der Schönheit des Lebens zu verbinden. Ich nenne das die “Poesie des Lebens” entdecken!

· Ich glaube an die Magie der Poesie und bringe sie als Dichterin in die Welt.

Da halte ich es mit Jean Paul und seinem Satz:
“Poesie ist wie ein Duft, der sich verflüchtigt ud in der Seele die Essenz der Schönheit zurück läßt.”

· Poesie macht reich – in jeder Weise!

· Ich liebe und schätze wahre Begegnungen:

Geben und nehmen, wirklichen Austausch. Auge in Auge, von Seele zu Seele. Flüchtigkeiten sind mir fremd. Ich entwickle und mag Verbindlichkeiten. Ich pflege meine familiäre Verbundenheit und meine Freundschaften.

· Ich bitte um Vergebung und vergebe anderen Wesen.

Alle kennen das sicher: Wir spüren im Nachhinein, dass wir jemanden verletzt haben, dass wir nicht da waren, als wir da sein sollten … Leider passiert das und es ist auch mir passiert. Ich kann nur eins tun: um Vergebung bitten, dass ich nicht geholfen habe, dass ich nicht im rechten Moment da war, dass ich unangemessen reagiert habe … Und andererseits werden auch wir selbst verletzt. Ich habe das mehrmals kräftig erfahren. Das hat natürlich auch seinen Grund – ich habe auch meinen Anteil daran. Mit einem Ritual vergebe ich den Menschen. Das dauert und gelingt doch gut. So entsteht zwischenmenschlicher Frieden, werden die störenden Energien und Knflikte aufgehoben, können sich ausgleichen.

· Ich traue meiner Wahrnehmung, dass alles mit allem verbunden ist.

und jeder meiner Gedanken, meiner Handlungen einfließt iin den großen “Lebensozean”. Mit meinen positiven, freundlichen, poetischen und Mut machenden Energien kann ich ganz viel tun!

· Ich darf um Hilfe bitten, wenn ich sie brauche.

Das übe ich! Und manchmal hilft mir das Leben auch einfach, gibt mir einen Hinweis. Und ich merke: Oh, du bist mal wieder total an deine Grenze gegangen.

· Ich gehe mit einem Lächeln jeden Tag hinaus.

Auch wenn es mir einmal vergeht, das kommt schon vor. Immer wieder den inneren Frieden finden – auf meine Weise. Achtsam und aufmerksam sein.

· Ich bin mutig und lebe meine Lebendigkeit!

Ich öffne mich jeden Tag dem Neuen, gehe auf, wie es auch die Sonne tut – schaue, was mir das Leben bringt, was gerade ich möchte und tun kann. Stillstand bringt Starre!
Damit ist nicht gemeint, dass ich nicht ausruhe, entspanne – nein. Das gehört sehr zur Lebendigkeit dazu.

· Ich lebe Leichtigkeit und lasse die Dramen sein!

Das ist etwas, das mit mir wächst. Früher habe ich gerne Drama gemacht – “Damendrama”, wie ich es in meinem Reisetagebuch “Neumond in Syrakus” nenne. “Ach ich Arme – was passiert mir da wieder …”
Langsam habe ich – auch durch Begleitungen – erfahren, dass ein Konflikt, ein Dilemma, ein ungutes Gefühl etc. eine wahre Chance ist. Annehmen. Durchleben. Schauen, was einem hilft, um wieder aus der Krise zu kommen. Entdecken, was sie mir sagen möchte.Leider ist es so, dass Dramen oft viel mehr Aufmerksamkeit bekommen als gute Nachrichten, Freude etc. Und Menschen, die ins Drama gehen, wie auch immer, bekommen sie auch. Das habe ich bei mir “durchschaut”.

Und dann konnte ich leichter werden – wirklich auch Ballast im Innen und Außen abladen – und loslassen. Auf meinem Blog erzähle ich, wie ich loslassen konnte … bis ich über Jahre hinweg erkannte:

Es darf mir so richtig gutgehn und ab, ja:

· Neu losgehen – mutig ins Offene!
Ja, Übermut tut gut! – mein Mut zum wandelnden Leben.

“Ich weiß es noch nicht”, das ist ein Satz geworden, den ich seit 2010 öfter gesagt habe. Und das war weder Koketterie noch Lüge, es war einfach so. ich wusste nicht, wo ich in eiinem Monat wohne oder wie ich auf Reisen auch meinen unterhalt verdiene (ich hatte wohl Ahnungen davon). ich weiß auch gerade jetzt noch nicht, wo ich im April wohnen werde. … und so ist so viel entstanden, von dem ich noch nicht einmal geträumt hatte! Drei Reisebücher beispielsweise in sieben Jahren. Ich habe italienisch gelernt und so viele neue Menschen kennengelernt. … – und diese kraftvolle Insel Sizilien!

· Ich kann mich erneuern und muss niemals perfekt sein.

Perfektionismus ist Angst vor dem Versagen. Ich schaue meine Ängste an und habe erfahren, dass ich sie verwandeln kann.

· Ich liebe das Leben und habe mich entschlossen, es tief und möglichst ganz zu entdecken!

Das war irgendwie schon immer so, bereits als Kind hatte ich dieses Gespür, und so möge es bleiben. Das Leben ist ein Geschenk für mich, das ich ein lebenlang auspacken kann! Und ich freue mich, dass ich wirklich die Schleife aufgemacht habe …!

· Ich lebe einfach und natürlich.

Das steht gerade jetzt im letzten Lebensdrittel als Wert für mich ganz oben. genau schauen, womit ich mich umgebe, wofür ich Geld ausgebe, was ich esse, wie ich reise, womit ich mich kleide. ich bin keiine Anhängerin der Konsumwelt und lebe mit wenigem. “Einfach und natürlich” ist mein Motto dabei.

· Die Natur ist meine Lehrerin. In der Kunst, im Schreiben, im täglichen Leben.

· Ich bin dankbar und übe mich wirklich jeden Tag darin.
Ich danke der Sonne und den Elementen, dass sie mir das leben ermöglichen . Ich danke und vertraue.

· Ich habe einen Schutzengel und bitte um Schutz für meine Familie, mich und dass alles natürlich und liebevoll bleibt, Konflikte sich auflösen etc. Ich vertraue, dass ich geleitet bin.

· Und ich habe eine Vision:

Lebendig, leicht und voller Kreativität älter zu werden und der Welt zu geben, was ich geben kann.

Heidrun Adriana Bomke · Poetin · Literaturwissenschaftlerin · Biografin · Lebensreisebegleiterinmit Leichtigkeit in Punta Secca

Heidrun Adriana Bomke
Heidrun Adriana Bomke