Mittsommer !

Mittsommer – ein helles Fest des Lebens!

Hier genießen Sie den letzten Track meines Hörbuchs “Übermut tut gut! unterwegs in den Süden”!

Hat Ihnen der lebendige Mittsommertag gefallen? Sieben Jahre bewegte Reise- und Lebenszeit (2011-2017) im Außen und im Innen, zwischen Sizilien und Deutschland erwarten Sie 170 Hörminuten. Viel Wandlung, Abenteuer, Liebe, Meer, Sonne, Ätna und und und … Mittsommer!

Heidrun Adriana Bomke, Übermut tut gut! Hörbuch unterwegs in den Süden
Übermut tut gut

Lesen Sie gerne mehr zum Hörbuch !

Bestellen können Sie das Hörbuch gerne bei mir. Einfach eine Mail schreiben!

Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern einen heiteren und ganz wunder-vollen Mittsommer mit langen leichten Tagen und kurzen heißen Nächten!

Ihre
© Heidrun Adriana Bomke 

Meine TERMINE

Heidrun Adriana Bomke
Foto – Katrin Matschenz

 

Was mir wirklich wichtig ist – liebevoll sein

Weihnachtslichter

Was mir wirklich wichtig ist – liebevoll sein

Wissen Sie genau – und wissen meint hier die Herzweisheiten – was in Ihrem Leben wichtig und wertvoll ist? Was für Sie zählt? Was sofort als innere Stimme in Ihnen und dir aufsteigt bei dieser Frage?

Ich habe es für mich einmal gesammelt – seit Monaten bewegt mich die Frage.
Sicher ist meine Herzensaufzählung nicht vollständig – ich werde sie laufend ergänzen.

· Mit dem ganzen Herzen sein – aus dem vollen Herzen tun.

Nur so fühle ich tief, was wesentlich ist. Das ist eine Übung, in jedem Moment.
Und da tauchen vor meinem inneren Auge Bilder auf: meine Söhne, meine Eltern, der Himmel und das Meer, meine Begegnung mit dem Kosmischen, die Poesie des Lebens, die ich spüre, schreibe und weitergebe; meine Klientinnen und Klienten, die ein wertvoller Teil davon sind.

· Das Leben ist für mich eine Reise mit vielen Stationen.
In meinem Hörbuch “Übermut tut gut!” erzähle ich davon.

Ich versuche diese Reise mit Hingabe und in Offenheit lebendig zu leben. Auch die Untiefen, das Dunkle – ich habe auch davon schon einiges erfahren – Es geht darum, alles zu leben!, so sagt Rainer Maria Rilke, mein poetischer Begleiter in allen Lebenslagen.

· Ich schätze den Augenblick und bin eine schreibende Sammlerin von Augenblicken.

Leben ist der freie Atem, in jedem Augenblick. Das ist für mich die Wahrheit geworden. Im Unterwegssein die letzten sieben Jahre habe ich genau das erfahren! SEIN im AUGENBLICK – ÖFFNUNG FÜR DEN MOMENT, egal wo. So habe ich so viel Schönes und Neues erleben dürfen.

UNTER DEM FREIEN HIMMEL IN MIR!,
das ist ein Lebensmotiv für mich.

· Ich spüre mit zunehmenden Alter, dass Leben und Tod zusammengehören.

Zwei Pole des Seins, die ein Gleichgewicht möchten. Da verstehe ich Rilke immer ebsser, der sagte, dass es die Anforderung des Todes an uns ist, das Hiersein ganz auszuschöpfen.

· Selbstliebe und Liebe gehören für mich fest zusammen.

Ich lerne es, gut für mich zu sorgen: Was brauche ich? Womit geht es mir gut? Nur dann kann ich gut und liebevoll für andere dasein. Bin ich selbst nicht gut gefüllt, dann kann ich schlecht geben. So lerne ich auch

· Grenzen zu setzen und ich mache mich nicht mehr zum Opfer.

Ich sage auch einmal Nein oder: Jetzt nicht, später vielleicht.

· Ich lerne immer mehr, meiner sehr feinen Intuition und Hochsensibilität zu vertrauen.

Ich entwickle sie weiter. Mein Schreiben, das unbedingte Sein in der Natur, in Stille und Natürlichkeit, der Austausch mit Seelenverwandten, die Beachtung meiner Träume, mein poetisches Schatzkästlein, kleine Rituale und Begleitungen (Yoga, meditation, Spaziergänge, Stille, Astrologie, Tarot, Engel und Gött*innen, Märchen) pflege ich.

· Ich begegne allen Wesen respektvoll, friedlich und freundlich – ich versuche es wirklich:

Den Menschen jeden Tag, den Tieren, den Bäumen, den Blumen, meinen Klienten … – ich übe mich in Toleranz und versuche nicht zu werten. Es so stehen lassen und meine Ansicht hinzufügen.

· Ich diene dem Leben da, wo es mich um Hilfe bittet.

Das geschah beispielsweise, als mein Vater sehr krank wurde und ich die Chance hatte, ihn wirklich über einen langen Zeitraum zu begleiten. Oder als mir in den Ätnawiesen eine kleine Hündin nachlief – ich konnte irgendwie gerade keinen Hund gebrauchen, doch ich nahm die Aufgabe und das kleine Wesen an. Und das Leben hat mir geholfen, sie zu hüten und weiterzugeben!

· Ich bin davon überzeugt, dass das Leben mich liebt!

Und ich hier bin, damit auch ich es wahrhaft lieben und leben lerne – mit all seinen Seiten.

· Ich schätze und achte mich selbst.

Ich bin es wert, mich selbst gut zu behandeln und gut behandelt zu werden. Ich beende alle Beziehungen etc., die mir nicht mehr guttun und pflege alles, was meinem inneren Wachstum dient.

· Ich liebe und gestalte meine Arbeit als Freiberuflerin und Gründerin von Poesie des Lebens-Lebendig schreiben

 

· Ich gestalte meine besondere künstlerische Arbeit mit all den Gaben und den Professionen,

die ich als Basisausbildungen habe (Lehrerin, promovierte Literaturwissenschaftlerin, Biografieforscheriin mit Ausbildung in Poesietherapie). Ich habe herausgefunden und finde heraus, was genau meine Besonderheiten und Kostbarkeiten sind: lebendige Lesungen, sehr individuelle Schreibreisen zum Entdecken im Außen und Innen, biografische Arbeit und Schreibbegleituung, Begleitung von Wandlungsprozessen, die Arbeit mit Kleinstgruppen bis 7 Personen.

· Ich kreiere und inspiriere zu Leichtigkeit, Schöpferkraft und Muße.

Das ist eine wahre Kostbarkeit, die auch ihren Preis verdient. Ich arbeite sehr individuell, meine Klienten haben meine volle Hingabe in der Zeit der Begegnung.

· Ich inspiriere Menschen, ihre eigene Schöpferkraft immer tiefer zu entdecken,

um sich als Wesen liebevoll und lebendig zu entfalten und mit der Schönheit des Lebens zu verbinden. Ich nenne das die “Poesie des Lebens” entdecken!

· Ich glaube an die Magie der Poesie und bringe sie als Dichterin in die Welt.

Da halte ich es mit Jean Paul und seinem Satz:
“Poesie ist wie ein Duft, der sich verflüchtigt ud in der Seele die Essenz der Schönheit zurück läßt.”

· Poesie macht reich – in jeder Weise!

· Ich liebe und schätze wahre Begegnungen:

Geben und nehmen, wirklichen Austausch. Auge in Auge, von Seele zu Seele. Flüchtigkeiten sind mir fremd. Ich entwickle und mag Verbindlichkeiten. Ich pflege meine familiäre Verbundenheit und meine Freundschaften.

· Ich bitte um Vergebung und vergebe anderen Wesen.

Alle kennen das sicher: Wir spüren im Nachhinein, dass wir jemanden verletzt haben, dass wir nicht da waren, als wir da sein sollten … Leider passiert das und es ist auch mir passiert. Ich kann nur eins tun: um Vergebung bitten, dass ich nicht geholfen habe, dass ich nicht im rechten Moment da war, dass ich unangemessen reagiert habe … Und andererseits werden auch wir selbst verletzt. Ich habe das mehrmals kräftig erfahren. Das hat natürlich auch seinen Grund – ich habe auch meinen Anteil daran. Mit einem Ritual vergebe ich den Menschen. Das dauert und gelingt doch gut. So entsteht zwischenmenschlicher Frieden, werden die störenden Energien und Knflikte aufgehoben, können sich ausgleichen.

· Ich traue meiner Wahrnehmung, dass alles mit allem verbunden ist.

und jeder meiner Gedanken, meiner Handlungen einfließt iin den großen “Lebensozean”. Mit meinen positiven, freundlichen, poetischen und Mut machenden Energien kann ich ganz viel tun!

· Ich darf um Hilfe bitten, wenn ich sie brauche.

Das übe ich! Und manchmal hilft mir das Leben auch einfach, gibt mir einen Hinweis. Und ich merke: Oh, du bist mal wieder total an deine Grenze gegangen.

· Ich gehe mit einem Lächeln jeden Tag hinaus.

Auch wenn es mir einmal vergeht, das kommt schon vor. Immer wieder den inneren Frieden finden – auf meine Weise. Achtsam und aufmerksam sein.

· Ich bin mutig und lebe meine Lebendigkeit!

Ich öffne mich jeden Tag dem Neuen, gehe auf, wie es auch die Sonne tut – schaue, was mir das Leben bringt, was gerade ich möchte und tun kann. Stillstand bringt Starre!
Damit ist nicht gemeint, dass ich nicht ausruhe, entspanne – nein. Das gehört sehr zur Lebendigkeit dazu.

· Ich lebe Leichtigkeit und lasse die Dramen sein!

Das ist etwas, das mit mir wächst. Früher habe ich gerne Drama gemacht – “Damendrama”, wie ich es in meinem Reisetagebuch “Neumond in Syrakus” nenne. “Ach ich Arme – was passiert mir da wieder …”
Langsam habe ich – auch durch Begleitungen – erfahren, dass ein Konflikt, ein Dilemma, ein ungutes Gefühl etc. eine wahre Chance ist. Annehmen. Durchleben. Schauen, was einem hilft, um wieder aus der Krise zu kommen. Entdecken, was sie mir sagen möchte.Leider ist es so, dass Dramen oft viel mehr Aufmerksamkeit bekommen als gute Nachrichten, Freude etc. Und Menschen, die ins Drama gehen, wie auch immer, bekommen sie auch. Das habe ich bei mir “durchschaut”.

Und dann konnte ich leichter werden – wirklich auch Ballast im Innen und Außen abladen – und loslassen. Auf meinem Blog erzähle ich, wie ich loslassen konnte … bis ich über Jahre hinweg erkannte:

Es darf mir so richtig gutgehn und ab, ja:

· Neu losgehen – mutig ins Offene!
Ja, Übermut tut gut! – mein Mut zum wandelnden Leben.

“Ich weiß es noch nicht”, das ist ein Satz geworden, den ich seit 2010 öfter gesagt habe. Und das war weder Koketterie noch Lüge, es war einfach so. ich wusste nicht, wo ich in eiinem Monat wohne oder wie ich auf Reisen auch meinen unterhalt verdiene (ich hatte wohl Ahnungen davon). ich weiß auch gerade jetzt noch nicht, wo ich im April wohnen werde. … und so ist so viel entstanden, von dem ich noch nicht einmal geträumt hatte! Drei Reisebücher beispielsweise in sieben Jahren. Ich habe italienisch gelernt und so viele neue Menschen kennengelernt. … – und diese kraftvolle Insel Sizilien!

· Ich kann mich erneuern und muss niemals perfekt sein.

Perfektionismus ist Angst vor dem Versagen. Ich schaue meine Ängste an und habe erfahren, dass ich sie verwandeln kann.

· Ich liebe das Leben und habe mich entschlossen, es tief und möglichst ganz zu entdecken!

Das war irgendwie schon immer so, bereits als Kind hatte ich dieses Gespür, und so möge es bleiben. Das Leben ist ein Geschenk für mich, das ich ein lebenlang auspacken kann! Und ich freue mich, dass ich wirklich die Schleife aufgemacht habe …!

· Ich lebe einfach und natürlich.

Das steht gerade jetzt im letzten Lebensdrittel als Wert für mich ganz oben. genau schauen, womit ich mich umgebe, wofür ich Geld ausgebe, was ich esse, wie ich reise, womit ich mich kleide. ich bin keiine Anhängerin der Konsumwelt und lebe mit wenigem. “Einfach und natürlich” ist mein Motto dabei.

· Die Natur ist meine Lehrerin. In der Kunst, im Schreiben, im täglichen Leben.

· Ich bin dankbar und übe mich wirklich jeden Tag darin.
Ich danke der Sonne und den Elementen, dass sie mir das leben ermöglichen . Ich danke und vertraue.

· Ich habe einen Schutzengel und bitte um Schutz für meine Familie, mich und dass alles natürlich und liebevoll bleibt, Konflikte sich auflösen etc. Ich vertraue, dass ich geleitet bin.

· Und ich habe eine Vision:

Lebendig, leicht und voller Kreativität älter zu werden und der Welt zu geben, was ich geben kann.

Heidrun Adriana Bomke · Poetin · Literaturwissenschaftlerin · Biografin · Lebensreisebegleiterinmit Leichtigkeit in Punta Secca

Heidrun Adriana Bomke
Heidrun Adriana Bomke

FERRAGOSTO-HEILIGER SOMMER

blauer Ball - Kosmos

FERRAGOSTO-HEILIGER SOMMER

Genießen Sie den vollen Sommer mit einem Auszug aus meinem Hörbuch. Es ist FERRAGOSTO, ein hoher Sommer- und Feiertag in Sizilien und ich erkunde die Kräfte des Sommers am Ätna, sehe Zaberhaftes, gehe meiner Intuition nach, die auch Sternschnuppen beschert …!

Viel Freude!

ÜBERMUT TUT GUT! unterwegs in den Süden. Reisetagebuch 2011-2014!

 

 

Eselsweisheiten und Übermut – Sommergeschichten

Eselsliebe

Eselsweisheiten und Übermut – Sommergeschichten

Es war vor einem Jahr, dass ich völlig überraschend das berührende Erlebnis haben durfte, die Geburt eines Eselchens zu begleiten. Ich war praktisch Hebamme und half der Eselin Sissi am Ätna auf Sizilien, ihre kleine Betty zu gebären. Ich streichelte ihren Bauch, ich zog an dem kleinen bein, das schon hervorschaute, wenn die Eselin Wehen hatte und Sissi vertraute mir und meiner Freundin. Das war ein großes Geschenk für mich. Und ich erlebte auch mich dabei anders: völlig ruhig und mutig, als hätte ich das schon … zig mal gemacht. Ich konnte den Geburtsprozess begleiten, bis das kleine Eselchen nach einer guten Stunde ganz zum Vorschein kam! Dann rubbelte ich es ab mit Stroh und beobachtete, wie die Eselmama ihr kleines Baby liebevoll annahm. Sie leckte es und während wir noch überlegten, wie wir jetzt die Nabelschnur durchtrennen, machte das die Eselmama einfach mit einem Biss. Basta! Das Kind war da. Eselsgeburt

 

Am nächsten Tag schon, ich flog dann nach Deutschland und wollte mein 1. Hörbuch “Übermut tut gut. unterwegs in den Süden” im Tonstudio einlesen, da stand das kleine Wesen schon und hüpfte so recht ungeübt und verrückt durch die Gegend. Welch Lebens-Wunder durfte ich wieder erleben! Mit den Eselen am ÄtnaEine Sommergeschichte, die mir bleibt. Ja, ich mag diese neuen Erfahrungen sehr. Sie machen mich wirklich reich und zeigen die Kostbarkeit des Lebens im Moment! Das Geborenwerden, Wachsen, Reifen … – immer wieder Lebendigkeit! Denn es geschah ja einfach, nichts war erwartet, programmiert. Sissi bekam ihr Eselmädchen genau in diesem Moment, als ich da war.

Sommerreisegeschichten zum Lesen und Hören für Sie

Meine Kollegin Karin Schwind aus Friedrichshafen am Bodensee schrieb ein besonderes Eselsbuch – sie ging nämlich mit einem Esel auf Reisen. Ihre Eselreiseweisheiten packte sie zwischen zwei Buchdeckel. Da heißt es: “Esel sind eigensinnig und bestimmen gern selbst, ob sie laufen oder stehen bleiben. Das allein ist herausfordernd genug, wenn man sich mit ihnen auf Reisen begibt. Doch die zwei Wochen, die Karin mit Freundin Anette und den beiden Eseldamen Wapa und Coqueliquot durch die Cevennen wandern, bergen trotz guter Planung jede Menge weitere Stolpersteine: gefährliche Straßen, stundenlange Suche nach Unterkunft und Nahrung, ein gewöhnungsbedürftiges Reisetempo …”

Das Buch “Vier Frauen auf 12 Beinen” ist, wie mein Hörbuch auch, im sorriso-Verlag erschienen! Und wie mir Karin erzählte, dass sie ihre Energie für dieses Reisebuch genommen statt eine wissenschaftliche Publikation zu schreiben, da habe ich am Telefon vor mich hingenickt: Brava!

Und Karin schrieb auch über mein “Übermut-Hörbuch” auf ihrem “Eselweisenheitenblog”. Das etwas faule Eselchen fragte dort:

“Gibt es denn etwas zum Hören? Ich mag nicht so viel lesen …”

und Karin gibt ihm einen Tipp. Ja, genießen Sie doch den “Übermut des Sommers”, eben diese ganze heiße Fülle!

am MeerIch grüße Sie alle vom Meer und hören Sie doch nochmal hinein in mein lebendiges Hörbuch: Es ist so voller Sommer, Fülle, Zauber und Feuer!

 

Hören Sie hinein in den Sommer 2017!

Übermut tut gut! unterwegs in den Süden! Reisetagebuch 2011-2017!

Bestellen Sie gerne bei mir!

Heidrun Adriana Bomke
Da geht mir der Hut hoch!

 

 

Vollmondmorgen in Sizilien am 29. Juni 2018

Verwandlung

Vollmondmorgen in Sizilien am 29. Juni 2018

Um 4.30 Uhr sitze ich im Garten des Häuschens in Caucana an der Südküste Siziliens. Ein Vollmondmorgen. Seltsames Wort. Vollmondmorgen. Meinen Rücken habe ich an die Stuhllehne vor dem Oleanderbusch mit den weißen Blüten gelehnt. Vor mir ragt der Granatapfelbaum hinauf, dessen dunkelgrüne verspielte Zweige sich abheben vor dem hellblaugrauen Himmelsdach. Die Engelskerze zeigt ihr sanftes Licht auf dem Gartentisch. Es mag 4.30 Uhr sein. Ich habe mir einen Tee und einen Kaffee gemacht. Honigbrötchen dazu. Manchmal habe ich sehr früh am Morgen Hunger.

Mein sizilianisches Tagebuch – Schöne sanfte Stille

Wenn die Stille kommt / höre ich nur mich …

Ich kann mich gut hören. Dieses Versinken in mir selbst und mit der Natur. Ich schreibe mein sizilianisches Tagebuch. Die Worte finden mich und so finden Heimat wir gemeinsam.
Meine Hündin liegt zusammengerollt auf ihrer Decke. Die Nacht ist angenehm frisch. Mein Stuhl war feucht. Es kühlt ab und besänftigt die steigende Sommerhitze.

Die Sterne, die Boten der Nacht leuchten noch.

Die Sterne und der Vollmond. La luna, so heißt es im Italienischen. La luna piena – der Vollmond. Mir erscheint sie fast silbrig, die späte oder auch frühe Mondfrau. Und schaue ich länger hin, dann bekommt sie eine Corona, einen Kranz. Gibt sie mir ein Zeichen mit diesem vielfältigen Strahlen? Denn ich habe ihr eine Bitte geschickt. Und sie antwortet mit diesem so schönen Farbenspiel. Spiele!, sagt sie mir. Im Spiel findest du Leichtigkeit, erkennst du die vielen Möglichkeiten. Spiele!

Nun zwitschert auch der erste frühe Vogel sein Lied. So ein lustiges Völkchen, diese Vögel, geht es mir durch den Kopf. Und so leicht! Da ist es meist so kurz vor 5 Uhr. Auf der Antenne in Blickrichtung sitzen zwei Elstern. La gazza, die Elster. Die letzten Granatapfelblüten zeigen sich nun in ihrem kräftigen Orange zwischen den schon prallen grünen Früchten, die sich langsam rötlich einfärben. Immer wieder bewundere ich dieses so feine und auch widerständige Bäumchen! Filigran fruchtig und es schützt sich selbst mit seinen so pieksigen und kaum sichtbaren Dornen. Auch wenn der Frühlingswind es ordentlich gezaust hat. Es erfreut sich des Lebens! Der Granatapfel ist mir Lehrmeisterin. Wie auch die Olive rechts von mir, die immergrüne, wie der Jasmin mit seinen weiß duftenden betörenden Blüten und der Hibiskus mit seinen einladenden Kelchen.

Granatapfelblüten

Hibiskuskelch

Die wunderweisen alltäglichen Verwandlungen

Nun begegnen sich Mond und Aurora. Ich denke kurz an den schönen Vers von Erich Fried

“Wenn die Nacht keine Türe hätte woher käme der Tag? Und zuletzt wohin ginge er wenn die Nacht keine Türe hätte?”

Die Türen zwischen Tag und Nacht. Die Übergänge jeden Tag. Diese wunderweisen alltäglichen Verwandlungen! La Luna steht nun tiefer im schimmernd hellgelben Umhang. Angestrahlt von der Morgenröte. Eos im Griechischen, im Römischen die Aurora. Und wer einmal in Stille dieses Verwandeln erlebt, der kann fühlen, wovon Homer in der Odyssee spricht, wenn er so oft seinen Helden Odysseus sagen lässt:

Als die dämmernde Frühe mit Rosenfingern uns weckte

Sizilianischer Sonnenaufgang

Der Morgen hat sich ausgebreitet an der sizilianischen Küste vor Punta Secca.

Die Tauben gurren. Eine Alarmanlage schrillt von weitem. Meine Kerze wird gleich verlöschen. Schon höre ich Klopfen und erste Autogeräusche. Das Wachleben beginnt. Ein Freitag. Der letzte im Juni. Kaffee und Tee sind ausgetrunken. Herz und Hände fühlen sich warm an. Freude an der Verwandlung und an meinem Worten. Ruhe in mir. Vertrauen.

Und ich ahne es schon, bevor ich auch nur aufstehe und losgehe zum Meer mit meiner Hündin. La luna piena verschwindet irgendwo … Und das Wunder ist wieder geschehen. Ich glaube daran. Ich spüre es tief. Jeden Tag. Immer wieder. Das Leben ist Magie und Verwandlung!

… und in der Nacht legen sich die Sterne in das Wellenbett und bringen den Himmel auf Erden.

… e la notte le stelle cullate dalle onde portano il cielo in terra.

Sizilianisches Sternenmeer
Perlen des Lebens

Genießen auch Sie die stille schreibende Verbindung mit dem Lebendigen! Geborgenheit im Schreiben finden. Im Kreativen. Eine große Wandlungskraft!

Entdecken Sie meine inspirierenden Schreibangebote in Deutschland und Sizilien.

Oder probieren Sie einen Fernschreibkurses aus!

Una buona giornata, einen schönen Tag wünsche ich allen!

© Heidrun Adriana Bomke, die poetische Lebensreisebegleiterin mit dem Übermut!

Meereslesung in Punta Secca_Sizilien

 

 

 

© Katrin Matschenz

“Macht es dich glücklich?” – vom Loslassen

Was macht dich glücklich?_ Loslassen von Sachen

Macht es dich glücklich? – vom Loslassen

Da stand ich mal wieder mit 5 Kisten mit Büchern und mit viel Papier und Sachen und Fotos. Die letzten, die ich noch bei einer Freundin am Ätna hatte. Seit ich in 2010 ein ganzes großes Familienhaus im Wendland / Niedersachsen räumte, beschäftigt mich das Thema:

Materie loslassen – Lebenswandel leicht machen!

Das ist wirklich ein guter Prozess! Nein, nicht unanstrengend, aber sehr erleichternd, wenn ich mich so erinnere an all den Ballast. Ein Familienhaus von 180 Quadratmetern mit Boden und zwei Garagen und unausgebautem Abstellraum über den Garagen und 800 Quadratmeter Garten … – das war heftig. Damals nahm ich mir ein Hilfe, um das zu berappen. Und ich wuppte es wirklich! Im Juni 2010 stand ein großer Container vor dem Haus. Am 22. März 2011 schrieb ich genau um 12 Uhr!:

High noon-Aufbruch um 12 Uhr

High noon

Heute Mittag um 12 ist mein altes Leben davon gefahren
Als es um die Ecke bog winkten wir uns noch einmal zu und lachten!

Das war wortwörtlich zu nehmen, denn der Umzugswagen der Firma Süßmilch fuhr um die Ecke mit meinen 13 Kubikmeter Restsachen – sie verschwanden ganz in der Ecke in dem großen Auto. Die Fahrer winkten mir wirklich nochmal zu – alles war so heiter! Nein, ich konnte noch nicht alles loslassen – es blieb dieser kleine Rest Materie von vielen Bücherkisten – sie waren alle gut beschriftet, das sollte sich “bezahlt” machen – und ein ein paar Lieblingssachen. Ich stand damals vor der Entscheidung: Alles weg? Und da sagte eine innere Stimme: Nein, damit überforderst du dich!
Ich wählte das aus, was mir irgendwie am Herzen lag und verabschiedete sehr sehr viel mit einem Dankeschön, eines auch mit einer Axt! Auch das musste sein. Ich erlebte dabei, dass ich aus einem anfänglichen Drama – Warum passiert mir das? Ich Arme!!! – in eine Freude und Leichtigkeit kam. Denn ich spürte das WOZU? Und es sagte in mir: Um leichter zu leben, um Platz für Neues zu schaffen, vor allem für neue Lebenserfahrungen. Zum Losgehen musst du loslassen! Es geht sich leichter ohne ein Haus auf dem Buckel, ohne den inneren Ballast: Was wird damit? Wow! Es war ein tolles Gefühl, damals, ich spüre es noch heute!!!

Ich fühlte mich unendlich erleichtert und trank einen Prosecco mit meinem Helfer!

Dann ging ich gleich auf Reisen in den Süden – eine Auszeit, meine erste mit 52 Jahren!

Und die ersten vier Monate davon sind nachzulesen im Reisetagebuch “Neumond in Syrakus”

Neumond in Syrakus-Reisetagebuch eines AufbruchsAus dieser Auszeit wird ein anderes Leben – Leben ist Wandel eben!

Auszeit in Sizilien
unterwegs auf Sizilien

Das schrieb ich dann schon 2017 und zu hören ist die ganze Reisewandlungsgeschichte in meinem Hörbuch “ÜBERMUT TUT GUT! unterwegs in den Süden – Reisetagebuch 2011-2017

Und seitdem habe ich Materie losgelassen und bin leichter geworden! Im Dezember 2013 löste ich das Depot bei der Firma Süßmilch aus. Da ist zu hören (Auszug “Übermut tut gut!”):

Übermut tut gut! unterwegs in den Süden4.12.13, Depot aufgelöst

Heute habe ich es beschlossen und schon umgesetzt:
Mein Depot bei der Firma Süßmilch in Uelzen, dass ich seit dem 22.3.11 bezahle und in dem ich manchmal “zu Gast“ war, löse ich nun zum 31.12.13 auf. Von 49 Bücherkisten bleiben 14 und wandern zu Freunden. Ich habe sehr spontan die genommen, die mir bei der Frage: Welche Bücher gehören zu dir? in den Sinn kamen: Bilderbücher, Märchen, Gedichte, Reisebücher, Kunstbände, E.T.A. Hoffmann und seine Zeit, Bibliothek der Klassik, Frauen, die Russen, die Afrikaner, Anna Seghers, Spiritualität, Hörbücher. Manchmal einzelne Titel: Der Afrikaner und Onitsha von Le Clezio, Transit von Anna Segerhs. Dazu noch ein Tischchen, das der Sohn getischlert und einen Lesestuhl und alles andere wird verschenkt. Das war ein langer Prozess des Loslassens und jetzt viel Erleichterung. Voilà!

So ging das dann weiter … denn auf Sizilien und im Unterwegssein begann ich ein richtig neues Leben!

Ich sehe mich noch mit meinem großen roten Koffer, der am Anfang 28 Kilo wog – heute habe ich meist nur noch Handgepäck, wenn ich fliege – … dann mit meinem kleinen schönen roten Nissan 2012 durch ganz Deutschland und Italien und Sizilien kurven und halten, wo ich Lust hatte, wo mich etwas “rief”. In diesem kleinen Auto hatte ich etwas Materie mitgebracht: meine Yogamatte!, eine Reisebibliothek, zwei drei Kisten mit kleinen schönen Dingen, Erinnerungen, Schachteln … ich hatte dann ein Zimmer unter dem Vulkan, inmitten der Natur und einer Stille und Weite! Ich richtete mir das Zimmer ein, kaufte mir lediglich ein Schlafsofa, einen kleinen Bambusschreibtisch, eine Bambustruhe und einen Teppich … und lernte die Sprache, fotografierte, schrieb Bücher, machte Ausstellungen, begleite Menschen poetisch in die Seele dieser phantastisch kraftvollen Insel … –

Zwischen Ätna und MeerViel reiches einfach schönes natürliches Leben und wenig Materie !!!

So das Fazit dieser  neuen Lebensreise, des großen Wandels … und so stand ich dann am 26. und 27. April nochmal bei meiner Freundin auf dem Reiterhof, wo letzte Sachen auf mich warteten. Ich hatte am 17. April 2017 mein Leben am Ätna beendet und war in den Süden Siziliens, nach Punta Secca / Caucana gezogen. Ein großer Schritt! Und kurz zuvor lief mir aus den Ätnawiesen ein kleines Hündchen zu … sie gehört jetzt zu meinem “Lieblingsgepäck”!

Der Leuchtturm von Punta SeccaAm sizilianischen Meer-Adriana und NeriingaDa habe ich ein kleines Häuschen mit Garten zur Miete und weiß schon, dass ich auch hier wieder gehe … – weiterziehe –

Nun komme ich zu der Frage, die mir eine junge Frau, Marlies, 18 Jahre, am 26. April 2018 auf dem Reiterhof meiner Freundin Petra am Ätna stellte, als sie mich mit den paar Kisten sah, die ich zu sortieren hatte. Ich hatte Marlies noch nie gesehen, sie war erst seit wenigen Tagen bei Petra. Sie schaute zur Tür herein: “Du sortierst? Habe ich auch gerade gemacht.”

Ja, sage ich, ich sortiere mich seit 2009 durch mein Leben!

Wir reden ein bisschen über das Sortieren und Loslassen. Ich frage sie: Was hat dir geholfen dabei? Da sagt sie diesen Satz. “Frage dich bei jeder Sache, jedem Buch, jedem Ding, jedem Schuh …:

“Macht es dich glücklich”

Ich staunte. Es war so ein leichter wertvoller Satz! Ich schaute Marlies an. Ein dreiviertel Jahr war sie schon in Nordfinnland mit minus 30 Grad Kälte … nun der Kontrast Sizilien. Sie geht einen ganz unorthodoxen Weg – ihren ganz ureigenen Lebensweg! Hat die Schule gelassen … macht Lebensschule, Erfahrungen! Und sie tut das mit ihren 18 Jahren schon sehr bewusst. Complimenti!
So sortierte ich mich durch die Kisten mit der Frage: Macht es mich glücklich?
Und wusste plötzlich, dass ich die Fotokiste von 2015 nicht mehr zum Glück brauchte und auch nicht das Schmuckdöschen …, wohl aber den Ordner mit all meinen Schreibangeboten, die ich seit 10 Jahren in die Welt gebe. Da hüpfte sogar mein Herz, da lachte ich, als ich ihn in den Händen hielt! …

schreibend unterwegs auf Sizilien
Foto Petra Dorau

Und so ging das ein paar Stunden und am nächsten Tag kam Gott sei Dank die Papiermüllabfuhr am Ätna und alles wanderte weg …! Marlies sagte auch:

Du kannst stolz auf dich sein!

Du hast viel losgelassen …
Das tat mir gut. Danke, liebe Marlies! Wie überhaupt an der Stelle ein Dankeschön steht. Denn immer begegnen mir im rechten Moment Helfer.
Ich danke ihnen allen. Und ich danke mir!
Ja, entscheiden und gehen und loslassen, das muss man schon alleine tun! Die Wegbegleiter gesellen sich dann dazu. Darauf kannst du immer vertrauen, wenn du im Fluss deines Lebens bist.

Und ich habe mich belohnt!

Ja, ich habe mir einen lang geheim gehegten Wunsch erfüllt – einen sizilianischen Tisch aus Lavastein mit den Früchten der Insel! Mit Limoni, uva (Trauben), melograni – Granatäpfeln, denn Worte sind ja reife Granatäpfel, wie Hilde Domin sagte und ich am eigenen Leib erlebte! Da ist mein ganzes fruchtbares Leben in den Wechseljahren drauf und drin, mein ganzes schönes Entdecken des neuen Lebens!
Tania Mazzaglia, eine Künstlerin in Nicolosi, die mit Lavasteinen arbeitet, hat es mir gemacht. Zu ihr bringe ich immer die Menschen, die ich in die Seele Siziliens begleite. Tania gehört für mich zu dieser Seele. Eine Frau in den 30ern, zwei Kinder, verheiratet, eine Künstlerin mit ganz eigenem Anspruch. “Ich arbeite mit den Steinen, mit denen ich aufgewachsen bin.”
Oft haben wir uns unterhalten … doch das ist eine andere Geschichte!

mein sizilianischer TischIch sage dem Leben ein Dankeschön! Und ich weiß, dass dieser Tisch mich begleiten wird … ich habe ihn sogar eigenhändig getragen und aufgestellt – Lava ist nicht leicht, nein. Doch es ging ganz leicht, denn dieses Tischchen – mein neues Schreib-Mehrzwecktischchen

Macht mich glücklich! Ja – überglücklich!

Worte siind reife Granatäpfel_Heidrun Adriana BomkeHeidrun Adriana Bomke, die Frau mit dem Übermut und der Poesie des Lebens