SCHÖPFEN ! Schreibritual am Meer von Punta Secca | Sizilien

Schreibritual Sizilien-kreatives Schreiben_ Heidrun Adriana Bomke

SCHÖPFEN !
Schreibritual am Meer von Punta Secca (Sizilien)
4 Teilnehmer*innen

Termine für das Jahr 2024:
A: 5.-12. Mai 2024 (noch ein freier Platz)
B: 20.-27. Oktober 2024 (noch zwei freie Plätze)

 

Schreibreisen ins Licht, SizilienIch begleite Sie als Lebensreisebegleiterin und Dichterin liebevoll und bewusst in ein SCHREIBRITUAL voller Ruhe, Freude und Inspiration: Ein tiefes Atemholen in Leichtigkeit, Licht und Liebe. In poetischer Demut und Hingabe inspiriere ich aus dem tiefen Bewusstseins des Ganzen, des Teilhabens von uns Menschen an einem großen, lebendigen Rhythmus. Wir schwingen uns mit jedem Atemzug und jedem Wort gemeinsam ein in die große Ordnung des Lebens, den universellen Prozess (Christina Kessler) und erspüren dabei auf schöpferische Weise die eigene innere Bewegung, die als innere Stimme spricht und schreibend in den unterschiedlichsten Formen Ausdruck erhält: Eine große Quelle von Schönheit, Freude und Magie des Seins! Ich freue mich auf diesen natürlichen Raum der Liebe, in dem wir uns als kleine Gruppe in Punta Secca an der Südostküste Siziliens, meiner 2. Heimat, schöpferisch bewegen! Eine kraftvolle Verbindung mit sich selbst ❤️ im Einklang mit den kosmischen Kräften.

Das SCHREIBRITUAL widmet sich diesem schöpferischen Hineingleiten in die Lebendigkeit des Seins.

Eine äußerst feine Kommunikation mit der Insel, den Elementen, Menschen und allen Wesen entfaltet sich.”, so schreibt Kateryna K. 2022 in einem Feedback.

Ein Schöpfungsakt nimmt im natürlichen Rhythmus der kosmischen Kräfte seinen Lauf.

Das Meer um Punta Secca ist unser Raum zum Lauschen, Gehen, Atmen, Schreiben –
zum SchÖPFEN, um aus der Quelle zu empfangen und die eigene Quelle zu nähren. Ich begleite sensitiv kraftvoll aus dem weiten Lebensatem heraus. Das ist kein “Naturcoaching”. Mein Ansatz entspringt dem Bewusstsein universeller Ganzheit. Alles fließt in eins, denn jeder Mensch ist direkt im Mittelpunkt des Universums, am Puls des Lebens, den wir in der Natur, am Meer kraftvoll spüren können. Das ist uraltes indigenes Wissen, das sich durch meine Ausbildungen bei der Ethnologin Dr. Christina Kessler organisch mit meinem eigenen poetologischen Ansatz verbindet. In meinem Verständnis hat jeder Mensch eine eigene Poesie. Wird sie entdeckt und genährt, können wir uns entfalten, aufblühen und glücklich werden: Auge in Auge mit dem Licht!

Ein schöpferischen Hineingleiten in die Poesie des Lebens ist möglich.

Schreiben wird genau aus dieser Anbindung geboren und viel weniger aus der eigenen Lebensgeschichte oder aus starr vorgegebenen Settings. Tief berühren wir den  eigenen Schöpfungsgrund, unser Herz, das mit dem Herz der Erde schlägt. Am Meer von Punta Secca öffnet es sich und darf Impulse empfangen. Diese Poesie des Lebens führt in ihrer Symbolkraft in und durch die innere Landschaft eines jeden Menschen und kann Ur-Kräfte wecken, die sich ordnen und ihre Bestimmung finden möchten. Welch inneres Entdecken wartet da!

Ein Erlebnis von Reinigung, Entdeckung seiner selbst und Neubelebung!

Die tägliche Poesie im Spiel des kosmischen Reigens, meine Poesien, die Gedichte sizilianischer Dichter*innen sowie die eigenen Herzenstexte  füllen den Raum im weiten blauen Atem unseres Schreibrituals und sind bei jedem Atemzug unser “Kompass”, unser ganz freier Rhythmus – Raus aus immer gleichen, mechanistischen Abläufen! Alleine in diesem Sich-Hingeben an den universellen Prozess (Ch. Kessler), an die Weite und Offenheit des Seins, liegen so viele Möglichkeiten, um loszulassen, um wieder durchzuatmen, zu staunen, um die Magie des poetischen Entdeckens zu erleben! Jeden Tag sind wir auf diese Art und Weise liebevoll schreibend verbunden. Es gibt genügend Raum auch für die eigene Einkehr und das Atemholen. Der letzte Tag ist uns ein Poetischer Lebens-Festtag! Wir feiern unser Miteinander, gestalten ein Lesefest und essen, singen, tanzen mit der Familie unseres Hotelchens. Natürlich schön und wundervoll!

Weite

Ich fühle, dass mein Leben sich neu weitet
Aus Herz und Hand heraus sich neu verzweigt
Die Wurzeln wachsen tief in meinem Leibe
Verankern sich
in Ewigkeit von Raum und Zeit.

© Heidrun Adriana Bomke

So breiten sich unsere schönen Tage vertrauensvoll im schöpferischen Rhythmus aus:

Direkt an der Küste des Meeresfleckchens Punta Secca unter dem Leuchtturm; dann unweit im Naturschutzgebiet Randello am Meer oder am Fiume Irminio; auf den Hügeln von Kamerina und vielleicht im Park des Castello Donnafugata – alles magische Kraftorte für unser Miteinandersein und unser Schöpfen. Nichts ist “festes” Programm, alles ist Möglichkeit. Der Kompass ist die immer wieder gefühlte lebendige Verbindung mit sich selbst und dem großen Rhythmus. Wir werden uns täglich durch Herzmeditationen und andere meditative Rituale fragen, was das Leben in diesem Moment von uns möchte und wir von ihm. Wir lauschen unserem Herzen am Pulsschlag der Erde. Die Tage sind auf diese Weise so wundervoll überraschend und magisch mit immer wieder neuen Entdeckungen im Innen und Außen gefüllt. Ein “festes Programm”, das einzuhalten ist, gibt es also nicht. Unsere gemeinsamen Tage füllen sich auf magische Weise mit dem, was sein möchte. Das ist wahre Offenheit für das Lebendige! Raus aus festgezurrten Programmen. Nur um ein Beispiel zu geben: Gedacht war vielleicht ein langer Meeresspaziegang von Punta Secca nach Marina di Ragusa. Der Morgen zeigt sich jedoch schon sehr heiß und nicht einladend zum langen Laufen. ES darf etwas Anderes sein: Nämlich ein kleiner Spaziergang am Strand von Caucana nebst Meeresbad, Atemsequenz und Schreibinspiration: Lebensfluss eben! Energie- und Atemübungen nach den Prinzipien der Holotropen Energie- und Atemlehre (Christina Kessler) fließen organisch ein und reinigen uns am und im Meer. Diese sind von mir poetisch verbunden und eingebettet.


14 | Offenheit | Öffnung

Was auch immer mir
in der Welt des Wandels
begegnen mag –
ich halte mein Herz offen.
Ich blicke dem Neuen in die Augen
und atme mich in es hinein, bis ich
Wahrheit, Liebe und Freude empfinde.

© Christina Kessler, 33 Herzensqualitäten. Die Intelligenz der Liebe, 2014, S. 98

Schreibritual am MEER VON PUNTA SECCA_HEIDRUN ADRIANA BOMKE

© Meeresherz

Ein feiner Prozess schöpferischer Freiheit kann sich entfalten.

Lebensfluss

Ich bin eine Welle im großen Strom
und ich fließe den Fluss entlang
Mal tauch ich mal hüpf ich
mal ufer ich an
Ich bin eine Welle im großen Strom
und ich fließe den Fluss entlang.

© Heidrun Adriana Bomke

 

32 | Freiheit

Mein innerster Kern ist frei.
Hier und Jetzt.
Immer und überall.
In der allumfassenden Liebe bin ich frei.

© Christina Kessler, 33 Herzensqualitäten. Die Intelligenz der Liebe, 2014, S. 156

Dr. Heidrun Adriana Bomke, Schreibritual am MEER VON Punta Secca
Der Leuchtturm von Punta Secca
Kreatives Schreiben_Schreibritual Punta Secca, Heidrun Adriana Bomke
Kreatives Schreiben_Schriebreise_Punta Secca

Was Sie schöpfen können

  • Eine erholsame und beglückende Auszeit in einer kleinen Gruppe (4 Teilnehmer*innen)
  • Licht, Leichtigkeit und Lebensfreude im Miteinander von Natur 🌱 Kultur 🌱 Mensch
  • Poesien, die aus der Quelle sprudeln, Ihre Seele berühren und das Herz weit öffnen
  • Herzheilung: die Fähigkeit, dem Herzen und der inneren Stimme zu lauschen
  • ein Schreibreisejournal mit eigenen Texten – Herzworte für Ihr weiteres Leben
  • Mut und Kraft für Ihren Lebensweg, für ihre ganz individuelle Lebensreise
  • wirksame Schreibinspirationen für Ihren weiteren schöpferischen Weg
  • Meditationen und Atemübungen, die Sie leicht in den Alltag integrieren können
  • Anregungen zum bewussten Umgang mit Wandlungsprozessen
  • Impulse für schöpferische Freiheit und Ganzheit
  • Heilungsimpulse aus den Elementen der sizilianischen Landschaft
  • ein kraftvolles Seelenbild der sizilianischen Landschaft
  • authentische, liebevolle Erlebnisse und Begegnungen rund um Punta Secca
  • Schönheit!

Was ich Ihnen von Herzen in dieser Zeit gebe

  • Wärme, Fürsorge, Lebensliebe
  • Weite – den inspirierenden Atem der Poesie
  • meine ganze künstlerische Präsenz: Auge in Auge mit dem Licht!
  • Begeisterung – die Fähigkeit, den Augenblick zu verlebendigen
  • Leichtigkeit, Liebe und Vertrauen zum Leben sowie die Liebe zur Insel Sizilien
  • Lesungen in der Natur, die sich mit den kosmischen, heilsamen Kräften verbinden
  • die Fülle erfrischend leichter und wirksamer Schreibinspirationen beim Unterwegssein
  • zwei Jahrzehnte Schreib- und Lebensreisebegleitung auf Sizilien und an anderen Kraftplätzen Europas
  • die spirituelle Gabe einer feinfühligen Dichterin mit Ausbildung in “Poesietherapie und Schreiben als Heilmittel”
  • Wandlungsimpulse als “Beraterin für Selbstrealisation und Bewusstseinsentwicklung”, Dr. Christina Kessler, 2022
  • Energie- und Atemarbeit nach dem Universellen Prozess: “Kessler Breathwork”, Dr. Christina Kessler, 2023
  • die inspirierende Kraft und den Reichtum meines eigenen Lebens im Wandel
  • die Fähigkeit, durch Poesie zur Quelle zu führen

    Kreatives Schreiben_Schreibritual am MEER VON Punta Secca
    Kreatives Schreiben_Schreibritual am MEER VON Punta Secca_Heidrun Adriana Bomke
    Kreatives Schreiben_Schreibritual am MEER VON Punta Secca_Heidrun Adriana Bomke
    Schreibritual am Meer von Punta Secca, Heidrun Adriana Bomke

Die Basis meiner Arbeit

sind der fundierte, jahrzehntelange Erfahrungsschatz einer Dichterin, Lebensreisebegleiterin und promovierten Wissenschaftlerin mit einem reichen, reifen Leben im Wandel. Intuition und Intelligenz, Gefühl und Verstand vereinen sich im praktischen Tun zur Liebesintelligenz (Ch. Kessler) und in meinem künstlerischen Bestreben, im Ganzen, im Weltenrauschen, unterwegs und zuhause zu sein: Das ist Lebendigkeit! Wahrhaftig, begeistert und schöpferisch zu leben. Gerade in den letzten sehr herausfordernden Jahren habe ich weitere Ausbildungen absolviert, um meine Liebe zum Leben, meine poetische Kraft für eine neue Schöpfungs-Kultur im Miteinander zu gestalten: zum Wohle aller Geschöpfe!
Der Universelle Prozess, die Liebesintelligenz, der wunderbare ethische Weg der Herzensqualitäten sowie die kraftvolle Holotrope Energie- und Atemlehre – alles aus dem Ansatz und der Lehre von Dr. Christina Kessler (Ethnologin, Philosophin, Relogionswissenschaftlerin) verbinden sich mit meiner poetischen Kraft und Schönheit, der Poesie des erlösten Ich, zu einem wahrhaften SCHÖPFEN. Dafür bin ich sehr dankbar. Und das gebe ich von Herzen gerne in die Welt.

Lesen und hören Sie mehr zu meinem Werden und Wirken auf den Seiten:
“Dr. Heidrun Adriana Bomke”. “Blättern Sie” in meinen Büchern.

Ein Interview mit mir wurde am 21.11.22 in der “La Sicilia” veröffentlicht:
Insegno la poesia della Sicilia

STIMMEN

„Ich denke mit großer Dankbarkeit an unsere Reise. Bin positiv überrascht, sehr überrascht über die heilsame Nachhaltigkeit. In welche Gebiete die Poesie hineinwirkt. Trotz der wirklich intensiven Zeiten, die sich ja kosmisch und irdisch zuspitzen, bin ich sehr in meiner Mitte. Sogar so, dass ich bei Transformationsprozessen, eigenen innere Themen, die kommen, ein ganz anderes inneres Stehen habe. Es ist wunderbar!” – Susanne Jass-Grabski, Psychologin, November 2023

“Mein Wunsch, zurückzufinden in die Worte, hat sich erfüllt. Es war wie ein Sog.” – Anja-Clarissa Gill, Heilpraktikerin & Musikerin

“Eine atmende Zeit […]
Adriana hat eine besondere Art der Führung: Mit ihrer sensitiven Wahrnehmung und künstlerischen Präsenz stellt sie ihre ganze Fülle zur Verfügung. So wird der Raum an jedem Ort, ob unter dem Leuchtturm, an der Mündung des Flusses Irminio, im antiken Kamerina, unter dem Olivenbaum, beim Baden im Meer … zur Quelle von Inspiration und Heilung: Eine äußerst feine Kommunikation mit der Insel, den Elementen, Menschen und allen Wesen entfaltet sich. Beispielsweise fängt durch die Wiederholung von Gedichten, die in ihrer Einfachheit zu M
antren werden, der Raum an zu schwingen und zu klingen und scheint aus der Gegenwärtigkeit zu Ewiglichem zurückzukehren.” – Kateryna Korobova, Musiktherapeutin, 2022

“Du hast mit deiner Begleitung eine unglaubliche Gabe, im Reisen nach außen die Reise zu sich selbst zu machen! 
Im Alltag bin ich abgelenkt von mir, entferne mich immer wieder von mir – es passiert so oft! Mit den Themen, die du vorgibst, mit deiner intuitiven und hellfühligen Art und Gabe, geht man auf eine tiefe Reise.” – Katrin Matschenz, 2018 

Weitere Eindrücke vom Oktober 2023 sind HIER zu lesen. 

Ich freue mich auf unsere Poetischen Begegnungen im frühlingshaften Sizilien, das schon ein weicher, bunter Sommer ist, und erwarte Sie voller Freude und mit einem offenen poetischen Herzen zu: 

SCHÖPFEN! SCHREIBRITUAL AM MEER VON PUNTA SECCA !

Dr. Heidrun Adriana Bomke,
Lebensreisebegleiterin, Dichterin, Literaturwissenschaftlerin

ORGANISATORISCHES |RAHMEN

Kosten*:
Basis-Honorar für Konzept, Organisation & Durchführung des Schreibrituals in einer Gruppe von vier Teilnehmer*innen für eine Woche: 1080 €

Förder-Honorar für Konzept, Organisation & Durchführung des Schreibrituals in einer Gruppe von vier Teilnehmer*innen für eine Woche: 1350 € (oder gerne nach eigener Wahl)

* Ich habe mich als Freiberuflerin für ein Honorarmodell entschieden, das auch die Möglichkeit gibt, meine besondere künstlerische Arbeit individuell zu fördern (Förder-Honorar). Ich möchte wertschätzend gegenüber mir selbst und den Teilnehmenden bleiben und das unverschämte Preiskarussell ins Unendliche nach oben möglichst nicht mitgehen. Dafür ist das Basis-Honorar die Grundlage. Ermäßigungen sind nicht möglich. Das ist eine bewusste Entscheidung bei einer Kleinstgruppe von  vier Plätzen. Eine Teilnehmerin sagte im November 2023: “Diese Arbeit ist unbezahlbar.” Es ist eben auch nicht alles mit Geld “aufzuwiegen”. Der geistige Austausch auf einem hohen schöpferischen Niveau ist auch ein Geschenk für alle und an das Universum.

Die ANMELDUNG erfolgt schriftlich und ist mit einer Anzahlung von 200 € verbindlich. Sie erhalten eine Teilnahmebestätigung mit allen Informationen sowie eine Rechnung. Eine frühe Anmeldung ist empfehlenswert, da es nur vier Plätze gibt. Auch sollten die Flüge rechtzeitig gebucht werden.

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Schreibreise,Sizilien
Schreibreisen nach Sizilien
Schreibritual, Punta Secca,Sizilien, Heidrun Adriana Bomke

Unterkunft:
In Punta Secca ist das ökologisch aus Lehm und Stroh gebaute und familiengeführte
B&B Atelier “SEMPREVERDE” mit vier Zimmern reserviert (Ü/F, 65 € im EZ; 85 € im DZ).
Die Bezahlung erfolgt individuell vor Ort.

Eine tiefe Freundschaft verbindet mich mit Licia Perna und ihrer Familie. Es ist für alle eine Freude, bei solch liebevollen und authentischen Menschen Gast zu sein. Auf der großen Dachterrasse frühstücken wir im Sonnenlicht, grüßen den Leuchtturm und das Sternenmeer und beginnen jeden Tag mit einer poetischen Einstimmung. Manchmal ist sie auch unser Schreib – und Leseraum. Von dort schauen wir in die Weite; schauen, wohin uns der natürliche Rhythmus führen möchte …
Dreimal dürfen wir mit Pia, Gino, Peppe und Licia ein sizilianisches Abendessen genießen. Gino ist außerdem unser Capitano, wenn es mit dem roten gummone (Gummiboot) zu einer poetischen Meeresfahrt hinausgeht. Das ist Teil des Schreibrituals und wesentlich dafür, ein authentisches Ganzes genießen zu dürfen. 

SCHREIBRITUAL_pUNTA sECCA_HEIDRUN aDRIANA bOMKE
SCHREIBRITUAL_KREATIVES SCHREIBEN_SEMPREVERDE_HEIDRUN ADRIANA BOMKE
SCHREIBRITUAL PUNTA SECCA_SEMPREVERDE
SCHREIBRITUAL_Heidrun Adriana Bomke_SEMPREVERDE

Zeiten

Anreise: A: 5.5.2024 / B: 20.10.2024, Beginn 19 Uhr, poetischer Spaziergang unter dem Leuchtturm und Abendessen im Haus
Abschluss: A: 11.5.2024 / B: 26.10.2024, 15-22 Uhr, poetisches Fest mit Lesung, Musik und Essen im Haus
Abreise: A: 12.5.2024 / B: 27.10.2024
Es ist auch möglich (und sehr empfehlenswert), den Aufenthalt individuell und in Absprache mit dem Haus (Licia Perna) zu verlängern.

Die Anreise ist individuell. Flüge nach Catania sind empfehlenswert. Von dort aus kann man mit dem Bus bis Ragusa/Marina di Ragusa fahren. Von dort bietet unser “B&B” einen Transfer. Oder man fährt ab Catania mit dem Taxi. Dazu verständigen wir uns gerne bei Fragen zeitnah. Wer es langsamer mag, kann auch mit Bahn und Schiff anreisen. Es ist wundervoll, die Meeresenge von Messina mit dem Schiff zu durchqueren und die Insel Sizilien im frühen Morgenlicht wahrzunehmen! Ich kann es sehr empfehlen.

Für Fragen schreiben Sie mir gerne  oder rufen Sie mich an: +49 176 380 91094

Schreibreisen ins eigene Licht, Sizilien, Heidrun -Adriana BomkeMit begeisterten poetischen Grüßen
Heidrun Adri
ana Bomke

© Rechte für Text und Fotos

Warum gerade Sizilien ? Lesen Sie bitte HIER.

Schreibreise ins eigene Licht,Heidrun Adriana Bomke, Sizilien
Lesung am Meer von Punta Secca

 

WILLKOMMEN

Dem Leben lustvoll die Arme ausbreiten
wie einem lang erwarteten Gast!

Ein Willkommen sagen
Die Hand hinhalten

– offen –

Mit herzvollem Takt die Einladung wagen!

© Heidrun Adriana Bomke

 

 

Wintermeer ⚓️ Poesie aus Punta Secca | Sizilien

Wintermeer Punta Secca Schreibritual, Heidrun Adriana Bomke, Sizilien

Ja, da bin ich wieder da, al mare von Punta Secca!

Wintermeer | Poesie aus Punta Secca

So möchte ich meine Reiseschilderungen nennen. Es sind zwei  Gedichte. Ein Text aus dem Jahr 2019, der mir wieder vor die Augen trat. Ein ganz frischer kommt dazu.

Ich bin berührt vom Wintermeer, vom Meer im Winter. Nein, ich bin überwältigt, das ist das rechte Wort. Ich stehe und staune, denn es hat eine weite universale Kraft und Verbindung. Es weitet mich in die Freiheit hin – unter den freien Himmel in mir!
So schrieb ich ein Gedicht mit dem Titel  “Von weit”.

Von weit

höre ich die rauschenden Tiefen des Meeres

sie klopfen an meinen Schlaf:


Wach auf, steh auf!
 Komm!

Und ich gehe ruhigen Schrittes hinaus an das überspülte Ufer

Nur Meer und Himmel
Himmel und Meer

Von weit
 schon hüpfen deine Wellentöchter
reiten schaumgeboren im brodelnden Kessel


rollen heran ans Ufer zu frohlocken im Sprung!

In mir eine smaragdgrüne Sehnsucht
einfach so zu bleiben mit dir Meer mit dir Wintermeer


Nur mit dir.

© Heidrun Adriana Bomke, Februar 2019

Schreibritual in Punta Secca, Heidrun Adriana Bomke
Schreibritual in Punta Secca, Heidrun Adriana Bomke
Schreibritual in Punta Secca, Heidrun Adriana Bomke
Schreibritual in Punta Secca, Heidrun Adriana Bomke

Und in diesen heutigen Tagen am Wintermeer von Punta Secca im Februar 2024 schrieb ich:  

Sehnsucht

Mein Herz hat Sehnsucht
unstillbare
Sehnsucht
nach Etwas

Verborgen noch
vor dem Wort
Noch unsagbar
unsagbar noch

Jedoch unfassbar erwartungsvoll
in der leeren wilden Meeresweite

Das spürt
mein sehnsuchtsvolles Herz

Es ist nicht weniger als
Ein neues Leben.

© 20.2.2024, Punta Secca am Meer

Herzliche Meeresgrüße an alle meine Leserinnen und Leser!
Heidrun Adriana Bomke ⚓️ Termine

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GRANITA DI GELSI CON LA PANNA!

Punta Secca,Schreibreise,Heidrun Adriana Bomke

Granita di Gelsi …

ich lasse das Wort über meine Lippen fließen, auf meiner Zunge zerlaufen …

GRANITA DI GELSI CON LA PANNA.

Schon war es Herbst am Meer von Punta Secca und Marina di Ragusa. Schon fegte der Scirocco um die Meeresecken. Schon bogen sich die Palmen. Schon lief ich in ein wild schäumendes Herbstmeer. Schon sprachen die Sizilianer vom “brutto tempo”, vom schlechten Wetter bei 20 Grad.
Wir standen Schlange vor Testzentren. Meine Freundin sagte “Halt durch!”, als ich wieder am Flugplatz von Catania saß und die Stadt fast abgesoffen war unter einer Sintflut. Es regnete lange. Sie ernteten ihre Oliven. Petra brachte 27 Liter aus der Ölpresse nach Hause. Ich bekam eine Holzkiste mit Orangen, limoni und Olio Extra Vergine di Oliva von Giuseppe aus Ribera, der mir schrieb: “Madonno mia, non si smette a piovere! Mein Gott, es hört nicht auf zu regnen!”

Madonna mia!
Ja, das kann man in diesem Jahr nicht laut genug sagen. Doch mein Lieblingswort ist es nicht geworden. Nein. Denn unübertrefflich groß, fruchtig, etwas pelzig, leicht, nur eine Spur bitter und im Miteinander mit der wahrhaft göttlichen Sahne vom “Caffè delle Rose” in Marina di Ragusa einfach nur himmlisch
ist

GRANITA DI GELSI CON LA PANNA!

Ich schmecke sie noch immer: Maulbeergranita mit Sahne! Es war der himmlischste Genuss in diesem Jahr 2021, das nicht unbedingt ein Jahr der dolci war. Noch nicht einmal zu überbieten von den gerade eingetroffenen Pasta di Mandorla meines cavaliere. Nein. Mehr ist nicht zu sagen. Ich sage es mir ständig, hier am Rande Berlins, wo es mir den Geschmack verschlagen:

GRANITA DI GELSI CON LA PANNA!!!

Punta Secca,Schreibreise,Heidrun Adriana Bomke
Granita di gelsi con la panna, Caffè delle Rose, Marina di Ragusa

©Heidrun Adriana Bomke

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Was war das für ein Jahr !? – Mein Jahresrückblick 2020

Im KUSS DES Lichts, Heidrun Adriana Bomke, Gesundheitsforum Havelhöhe

Was war für das ein Jahr !? – Mein Jahresrückblick 2020

Sizilien, Syrakus, Punta Secca, Modica, Taormina, Deutschland Berlin, Kladow, Hohengatow, Potsdam, Insel Poel, Stuttgart, Tübingen, Fambach, Chiemsee, Rahden, Bremen, Lüneburg, Hitzacker, Weimar, Eisenach …

das Jahr, das in Punta Secca mit einem Walzer am Meer begann und mich diesem Meeresfleckchen und seinen Menschen noch näherbrachte

das Jahr, das mit der goldenen sizilianischen Sonne begann – ich erlaubte mir eine Ferienwohnung mit Südlicht und sah den goldenen Sonnenball, setzte mich mitten hinein, atmete täglich das goldene Licht ein

das Jahr, in dem ich erstmals in meinem Leben das so helle Gelbgrün der Weiden sah im April – es hat mich elektrisiert und in in Euphorie versetzt!

das Jahr, in dem ich am Havelufer eine Frau sah, die mit einer Ente sprach und sie aus einem Topf fütterte

das Jahr, in dem ich oft sehr bequem in fast leeren Zügen fuhr

Was war das für ein Jahr !? – Mein Jahresrückblick 2020

das Jahr, in dem ich so oft mit kleinen Kindern lachte, meist in Zügen – ihre Lebendigkeit steckt einfach an

das Jahr, in dem ich realisierte, dass mein Haus DAS HAUS MEINER ERFAHRUNGEN ist

So oft hörte ich von Hauskauf, Hausbau, Immobilien, Geldanlage … Materie hinten, Materie vorne … und da wurde es mir ganz klar – Mein Haus ist

DAS HAUS MEINER ERFAHRUNGEN

Das Gedicht mit dem gleichnamigen Titel schrieb ich bereits 2017. Da steht also schon alles. Doch wie es beim Schreiben von Poesie oft ist, waren die Bilder noch gar nicht in meinem Bewusststein “abgelegt”. Sie schwingen in der “Sphäre er Poesie”. Das Gedicht endet mit:

“Ich bin hier.
Bin das lebendige Haus meiner Erfahrungen.

Über-All.”

Was war das für ein Jahr !? – Mein Jahresrückblick 2020

das Jahr, in dem auch meine Freiberuflichkeit auf eine sehr harte Probe gestellt wurde … und ich fast ohne Zweifel und voller Vertrauen weiter gestaltete und gestalte … nun auch via Zoom

Das Jahr, in dem ich begriff, dass ich WANDLUNGSSPEZIALISTIN BIN!
Eine Klientin schrieb nach einer biografischen Wandlungsreise:
“Du bist Wandlungskraft, weil du sie lebst”

Das ist meine Gabe. Ich entfalte sie.

das Jahr, in dem ich mehr denn je spürte, wie viel Angst Menschen vor der kleinsten Veränderung haben – ich kannte diese Erfahrungen von früher

das Jahr, in dem ich fühlte, wie heftig die Auswirkungen der ganzen “bad news” auf die Menschen sind

das Jahr, in dem ichaber auch nicht einer whatsapp-Gruppe oder irgendeiner Plattform zu “Corona” angehörte – NEIN!

das Jahr, in dem mir noch mehr bewusst wurde, dass alles BEI UND IN MIR BEGINNT:
“Schaue zuerst bei dir!”

das Jahr, in dem ich schlussendlich sagte: “Mir reicht das jetzt mit euren Kriegserfahrungen. Meine Seele hält das nicht mehr aus – Schluss!”

das Jahr, in dem ich sagte: “Ich bleibe mir treu und trage die Poesie des Lebens zu den Menschen.”

das Jahr, in dem ich auch die Aufgabe annahm und in einer Waldorfschule in der Oberstufe Kreatives Schreiben und Deutsch zu unterrichten

das Jahr, in dem ich tief spürte, wie viel Liebe wir brauchen, wie viel gutes Miteinander, wie viel Zuhören und wie wesentlich das für junge Menschen ist in dieser so unsicheren Zeitqualität

das Jahr, in dem mir junge Menschen sagten, dass sie beim Kreativen Schreiben Ruhe im Alltag fanden und sich ernst genommen fühlen

Was war das für ein Jahr !? – Mein Jahresrückblick 2020

das Jahr, in dem ich noch “tiefer” sah: Gestalten mir begegneten am See, im Wald mir erschienen

das Jahr, in dem ich wirklich die Luft sehen konnte! Lauter silberne Perlenschnüre bei einer Atemsession

das Jahr, in dem ich die Herzatmung in mein tägliches Sein integrierte

das Jahr, in dem ich oft Albert Schweitzer zitierte:
“Ich bin Leben, das Leben will inmitten von Leben, das auch leben will.”

das Jahr, in dem mir immer wieder Hunde begegneten – sie kommen einfach zu mir und ich begleite sie ein Stück des Wegs

das Jahr, in dem ich oft einem Graureiher und den Schwänen zusah un d spürte, was mir der Reiher an Reife geben wollte und die Schwäne an wundervoller Schönheit mitteilten

Was war das für ein Jahr !? – Mein Jahresrückblick 2020

das Jahr, in dem ich erleben durfte, dass meine Poesie zutiefst aus der Urquelle des Seins kommt und schlichtweg “Poesie des Wandels” ist

das Jahr, in dem ich eine wunderbre Sternschnuppe sah und mir jeden Morgen im November und Dezember die Venus ins Bett schien

das Jahr, in dem ich auf einer Hochzeit tanzte, die Insel Poel erkundete und mir ein Mann sagte: “Du wirst immer schöner.” Ist das nicht wundervoll!

das Jahr, in dem ich den Satz schrieb: “Ich wünsche mir einen Mann, der mich mit Leib und Seele liebt” und klar Nein sagte zu allem anderen, zu faulen Kompromissen

Was war das für ein Jahr !? – Mein Jahresrückblick 2020

das Jahr, in dem ich auch viel reiste und ab April mit Maske immer ruhig und ohne Angst; immer mit netten Begegnungen und mit Kaffee

das Jahr, in dem ich nur fünf Wochen auf Sizilien war – ja, das war neu. Seit 2011 war ich immer viele Monate in meiner 2. Heimat.

das Jahr, in dem mir bewusst wurde, dass ich selbst noch einmal in einer tiefgreifenden Wandlungsphase bin

das Jahr, in dem meine Astrologin sagte: “Was würden Sie denn sagen, wenn ich Ihnen sage, dass Sie nochmal in einem großen Wandel sind und erst 2023 Wurzeln schlagen?”
Ich antwortete: “Das ist in Ordnung. Gut! Ich fühle es ja …”
Und was hatte sich da geändert im Vergleich zu 2009, wo sie mir Ähnliches sagte und ich dachte: “Die Welt bricht zusammen”! Mein Leben war schon Ewigkeiten von Pluto, Saturn und Uranus bestimmt … ja, das Leben gibt mir genau die Auf-Gabe mit:
Wandlung leben und Wissen darüber weitergeben!

das Jahr, in dem mir wie “aus dem Nichts” meine erste kleine Wohnung in Berlin “vom Himmel fiel”, nachdem ich ziemlich “abenteuerliche” Zimmer-Mietverhältnisse durchlebt hatte

das Jahr, in dem ich auch einfach sagen konnte:
“Ja, okay. Lass in Liebe los. Ich bin nicht für andere verantwortlich. Hab Vertrauen in andere Menschen. Sie gehen ihren Weg. Alles andere ist anmaßend.”

Was war das für ein Jahr !? – Mein Jahresrückblick 2020

das Jahr, in dem mir immer im rechten Moment Hilfe zuteil wurde: Danke!

das Jahr, in dem ich noch mehr den Wert von Familie und wahren Freundschaften spürte

das Jahr, in dem ich liebste Freundinnen im Alter zwischen 20 und 85 Jahren habe

das Jahr, in dem ich nch tiefer erlebte, wie wundervoll meine Söhne sind und wie wertvoll die Beziehung zu meinen alten Eltern mit ihren Erfahrungen ist

das Jahr, wo ich sagte: Ja, ich übernehme Verantwortung, aber ich opfere mich nicht auf.

Was war das für ein Jahr !? – Mein Jahresrückblick 2020

das Jahr, in dem ich mehr Geschichten als Poesie schrieb

das Jahr, in dem ich viel träumte und viele Träume notierte

das Jahr, in dem ich wieder erfuhr, wie kostbar Gesundheit ist – zwei meiner Freundinnen wurden sehr plötzlich sehr krank

das Jahr, in dem ich oft und ohne Angst mit dem Tod sprach, vielleicht weil meine Eltern so alt, vielleicht, weil er einfach da ist und ich ihn wahrnehme

das Jahr, in dem ich jeden Abend betete und erlebte, dass Wünsche erhört werden – Danke!

das Jahr, das ganz still und mit innerer Freude an der Havel endete

Das Jahr, in dem ich das Leben noch mehr liebe und gespannt bin auf Neues!

Von Herzen,
Heidrun Adriana Bomke, die Lebensreisebegleiterin mit dem Übermut, dem Mut zum eigenen Wandel

SOMMERGESCHICHTEN

Sommergeschichten

Die nachfolgenden Sommergeschichten entstanden während meines Urlaubs auf der Insel Poel.

TEREZA

Von der Anhöhe schien ein mattes Licht herab. Das kleine Landhaus war wie jeden Abend in diesem Sommer erleuchtet. Leben war eingezogen in die alten hellen Mauern. Eine Signora aus dem Norden. Keiner wusste so genau, woher sie plötzlich gekommen war. Tereza war ihr Name. Tereza war nicht meht jung und noch nicht alt. Mit dem schwingenden Schritt eines Mädchens sah man sie oft die kleine Allee herabkommen. Zwischen den hohen Zypressen flatterte sie mit ihren bunten Sommerkleidern wie ein Schmetterling. Manchmal wie ein Zitronenfalter, ein andermal tagpfauenaugegleich und schließlich wie ein Kohlweißling. Meist  ging sie zur Bäckerei. Louise, die Verkäuferin, erzählte, dass sie immer zwei Croissantes kaufte. Hell und noch ofenfrisch. Louise sah Tereza von Angesicht zu Angesicht. Eine schöne Frau, sagte sie. Eine Frau mit grünen Augen und einem feinen Lächeln darin. Louise erzählte auch von einigen grauen Strähnchen, die durch die kastanienbraunen Haare liefen und von einer hohen Stirnfalte. Sie schloss daraus, dass Tereza Kummer kenne. Doch wenn sie die beiden duftenden Croissants kaufe, da sei sie leicht und jung wie ein Mädchen.

Es war an einem dieser Morgen, als Tereza nicht alleine in die Bäckerei eintrat. Neben ihr stand ein großer junger Mann von schönster Gestalt und Herrlichkeit. Louise blickte ihn an wie man ein gerade eintretenes Wunder anschaut. Unfassbar und lange. Tereza wartete ein Weilchen und rief dann lächelnd:
“Louise, ich glaube, Sie sollten die Croissants herausnehmen. Wir würden gerne zwei essen. Und dazu auch zwei Kaffee bitte.”
“Setzen wir uns an den kleinen Tisch, Paul.” Louise servierte Croissants und Kaffee und ließ Paul nicht eine Sekunde aus den Augen. Es war ein Samstag. Und es sollten noch so viele dieser Samstage kommen …

7.7.2020

ROSINENBRÖTCHEN

Haben Sie Rosinenbrötchen?, fragte Maria voller Hoffnung durch ihre Maske hindurch, als sie in die Inselbäckerei am Eck tritt. Fast unwirsch verneint die Verkäuferin. Sind sie etwa so früh schon alle? Nein, wir haben nie welche. Nur Rosenbrötchen. Da ist irgendwie Zimt eingebunden. Sind aber auch schon weg.

Schade. Ich liebe Rosinenbrötchen, sagt Maria traurig.
Ich auch! Die Verkäuferin erzählt von ihrer Passion für Rosinenbrötchen. Doch der Chef mache einfach keine, tut sie enttäuscht kund.
Oh, dann sagen Sie ihm bitte einen lieben Gruß von mir, Maria. Ich möchte gerne Rosinenbrötchen im Urlaub essen. Die beiden Frauen lachen sich an. Maria entscheidet sich dann für einen gezuckerten Berliner und eine Streußelschnecke, was die Verkäuferin eine gute Wahl nennt. 2,40€ reicht sie ihr durch den verbarrikadierten Verkaufstisch.

Vor der Tür setzt sich Maria auf eine helle Holzbank. Die Streußelschnecke ist süß, zuckersüß und köstlich. Eine Streußelschnecke am Morgen in der Sonne.

Ach wie süß doch das Leben ist!

10.7.2020

SIE UND ER IM CAFÉ

Sagt er zu ihr in die Stille zwischen Zigarettenrauch und Kaffeewölkchen:

Wir können ja auch nach Gollwitz laufen, da unter den Bäumen lang.

Nein, sagt sie kurz und sehr scharf. Das Wetter ist zu schlecht.

Das duldet keine Widerrede.

Der Mann blinzelt mir genau in diesem Moment kleinbeigebend zu.

 

DIE FARBEN DES MEERES

Heute hat das Meer endlich die Farben des Meeres. Oggi il mare ha i colori del mare. Verde, esmeraldo, blu, rosso scuro, blu giaccinto.
Grün, smaragd, dunkelrot, eisblau mit etwas sandbraunen und weißen Wellenkrönchen.

Ich bin glücklich. So einfach ist das.

11.7.20

IMMER IM TAKT

“Viiiiiita mia” hört Angelika mit Blick auf Haff und Hafen. “Viiiiiita miaaaaaaaaaaaaaaaaa!”
Ach ja. Die Napolitaner. Angelika liebt den Süden. Denkt an Neapel und die Inseln. An die tanzenden und singenden Menschen auf der Straße. Hier am Haff von Poel.
Plötzlich hört sie einen Taktschlag. Sofort hat sie das Bild eines Sklavenschiffes vor Augen: Pum, pum, pum, tam, tam, tam …
Woher kommt das Geräusch? Da sieht Angelika ein Ruderboot mit kleinen Leuten.
Ja, nur immer schön im Takt. Pum, pum, pum … tam, tam, tam

12.7.20

PILGERREISE

Eine Frau spricht mich an, wie ich da am Straßenrand im Café sitze: “Sind Sie auf Pilgerreise? Sie sehen so aus.”

Ich sage lächelnd: “Nein, aber irgendwie ist doch das ganze Leben eine Pilgerreise, oder?”
Sie möchte den Jakobsweg gehen … war oft auf den Kanaren … dann dachte sie sich aber einfach, mal so von hier nach Bremen zu gehen.

Es geht ja um’s Ankommen.

Ja, sage ich, aber vor allem erstmal um’s Losgehen.

12.7.20

© Heidrun Adriana Bomke, Poesie des Lebens

Wie ich saß und weinte … ein Moment von größter Schönheit

Zyklopenküste in Aci Trezza, Heidrun adriana Bomke

Wie ich saß und weinte … ein Moment von größter Schönheit

Es war an einem Februarmorgen im Jahr 2011.
Vielleicht war es der 11. Ja, es könnte sein.

Am 8. Februar, drei Tage vorher, war ich in Dannenberg beim Notar gewesen. An einem nassgrauen Tag. Ein Haus zu verkaufen. Das Haus, in dem ich ein Familienleben verbracht. In dem ein Familienleben so, wie es einmal war, auch geendet. Die Zeiten wandeln sich. Die Menschen mit. Schulden werden getilgt sein. Verletzungen langsam heilen. Vergebung geschieht. Ich höre gerade noch einmal die Stimme des Notars, sehe seinen Blick: “Wollen Sie den Kaufvertrag wirklich so unterzeichnen?” Ja, ich wollte. Ohne zu zögern. Das sagte mir meine innere Stimme. Auch wenn ich Geld verlor, weil der andere Mensch, der da noch mit mir saß, es zu diesem Zeitpunkt nicht besser vermochte: gerecht zu teilen. Ich sah seine Unfähigkeit, seine Angst. Wovor auch immer. Sah sogar sein schlechtes Gewissen.

Und saß nun auf der Terrasse des kleinen Hotels “Eden Riviera” an der Zyklopenküste Siziliens, oberhalb des ehemaligen Fischerortes Aci Trezza. Am 11. Februar 2011

Eine so freundliche Frau brachte mir einen Cappuccino. Ich schaute in die Morgensonne. Schaute auf die Küste. Ich sah diese Steine im Meer. Sah diesen einen, den ich später in einem Gedicht den “Weisen Hüter der Küste” nennen sollte. Doch jetzt sah ich ihn zum ersten Mal. Und weinte. Weinte und weinte. Ein Mensch fragte mich, was sei. Ob es mir nicht gut ginge? Unter meinen Tränen lächelte ich aber. Ganz tief von unten stieg etwas auf. Das sah er vielleicht auch. Ich sagte mit sehr leiser Stimme:
Nein, ich bin sehr glücklich.

Ich weine vor unendlicher Schönheit.

Es ist kaum zu beschreiben und schon gar nicht zu analysieren, was mir geschah. Und das soll es auch nicht. Auszusprechen ist es nun schon. Mit der Poesie des Herzens, aus meiner Seele. Mein ganzes Alles und alles Ganze, dies Alles floss zusammen in dieser unendlichen Schönheit dieses großen einfachen Augenblicks.

Ich fühlte die Schönheit des Lebens.

Und fühlte tief befreiend und dankbar:
Sie war für mich da! Eine große Freude durchfloss mich.
Und die Schönheit war auch in mir.

Eine große Möglichkeit offenbarte sich mir.

27. Januar 2020, Berlin-Kladow · www.heidrunbomke.de

Poesie des Lebens-Lebendig schreiben
Heidrun Adriana Bomke

Ein unerwartetes Geschenk

Schreibreisen nach Sizilien

Ein unerwartetes Geschenk

26.12.19, 9.10 Uhr, Punta Secca, Bar “Charlie Brown”

Ich spüre die wärmende Morgensonne im Rücken.
Ich sitze genau zwischen Ost und West. Mein Rücken zum Osten, wo der Leuchtturm steht, mein Blick zur Westküste von Punta Secca, wo Menschen stehen und auf das Meer schauen. Alle mit dunklen Jacken über dunklen Hosen. Nur ein Kind leuchtet mit einem gelben Pullover. Sie spielen, die Kinder, auf der Piazza zwischen der Casa Montalbano und dem Torre Scalambri.
Das Meer rauscht mit kleinen weißen Hüpfern an den Strand. Es hat sich beruhigt die letzte Nacht. Heute, am 2. Weihnachtstag, einem Neumondtag. Der Himmel ist von einem frischen, hellen Blau.

Ich bin so froh, hier in der Bar auf dem nackten Stuhl, bedeckt mit meinem Wolltuch ein paar Sätze gelesen zu haben. Ein paar Worte.

Worte, die mir so guttun. Die sind, wie ich bin.

In dieser Welt. Einer Welt, die oft so voller Tun und Heftigkeit, so voll von schweren Autos und anderen Krankheiten und alten und neuen Kriegen und Schrecken und Leistungen und weinenden Kindern in Einkaufsläden und eiligen Käufern und rauchenden Fingern und glitzernden Lippen und lamentierenden Mündern und analysierenden Gehirnen. Eine Welt am Rande. Manchmal sehe ich das so überdeutlich. Manchmal häufen sich die Augenblicke, die in mir hängenbleiben. Es geht mir durch Mark und Bein.

Ich las in einer Anthologie die kleine Geschichte von Czeslaw Milosz. “Erwacht”, so heißt sie. Ein paar Sätze nur. Eine kleine A6-Seite oder noch weniger. Fast hatte ich das Büchlein schon in die Ecke gepfeffert. Alle Augenblicksgeschichten, die dort versammelt, und für die Zeit zwischen den Jahren taugen sollten, führten in die Düsternis, in die Leere, genau in diese Welt, die wohl schon lange als Wirklichkeit verkauft und doch nicht die Wahrheit ist. Nein, sie waren nicht schön erzählt und sie hatten kein gutes Ende, diese Geschichten. Sie stimmten mich verdrießlich und ich war schon sauer auf mich, dass ich überhaupt dieses Büchlein gekauft. So viele viele Bücher sind verdrießliche Angelegenheiten. Jammertäler, in denen sich die Leser suhlen sollen, damit sie blind werden für das helle Leben.

Das waren die Worte, die so lesenswert:
“Es war ein derart überwältigendes und vollkommenes Glücksgefühl, dass alles in meinem Leben nur die Voraussetzung dafür gewesen war. Und dieses Glück hatte überhaupt keinen Grund …”

Ein Glück, das nichts ausgelöscht und doch alles aufgehoben. Ein Glück, das man wohl nur alleine erleben kann. Das fühlte ich sofort. Vielleicht, weil ich es kenne. Ein scheinbar völlig grundloses Glück.

Diese Nähe mit sich selbst. Mit mir. Diese Liebe, die in der Welt ist.

Ein völliges Aufgehobensein.
Ich hatte einmal geschrieben, in genau solch einem unerwartet glanzvollen Augenblick:

Im warmen Lächeln meiner Haut
atmet der Duft der Liebe.

Ich las genau das nun mit anderen Worten. Und fühlte es gleichzeitig. Genau so. Seelenverwandtschaft. Wahrheit der allgegenwärtigen Liebe. Welch unerwartetes Geschenk für mich! So wie der Autor am Ende der 9 Sätze, ja, es sind genau 9, schreibt: “Mir war klar, dass ich ein unerwartetes Geschenk erhalten hatte und ich konnte nicht fassen, warum mir diese Gnade zuteil geworden ist.”

Und nun mir als Leserin. Ich fasse es.

Ich reiße diese Seite aus dem Buch.

Ich werde sie in mein Buch mit den gesammelten Glückstexten aufnehmen, die mich zwischen Diesseits und Jenseits begleiten dürfen.

Es ist 9.35 Uhr in Punta Secca am Meer.

© Heidrun Adriana Bomke

Sonnenaufgang in Punta Secca – Vom Staunen

Sonnenaufgang in Punta Secca

Sonnenaufgang in Punta Secca

Ich war früh wach und gehe um 6.50 Uhr meinen kurzen Weg zum Meer. Drei MInuten zu Fuß.
Ein schmaler Pfad zwischen einer Sommer-Bretter-Bar, die jetzt verlassen und vor mir der Blick.

Immer ein Tor in die Weite — der Meerblick!

An diesem Vollmond-Dienstag des 19.2.19 besonders. Das Meer ist ein bisschen wie das Frühsommermeer – sanft, genügsam. So einladend gelassen. ich mag diese milde Sanftheit, die gar nichts möchte. Sie ist einfach nur da. Der Sand-Strand ist breiter. ich kann gut gehen. Zm Vollmond zieht sich das Meer zurück. Die beiden Wochen vorher waren stürmisch, wunderbar wild. Oft bekam ich etwas nasse Füße und musste spurten. Doch nun gehe ich zu den großen Steinen. Sehe die Flechten, das Meeresmoos, die Algen …

Sonnenaufgang in Caucana

Gerade beginnt der Sonnenaufgang!

Die Sonne steigt aus dem Meer, kommt von der Südostküste her. Marina di Ragusa, Pozzallo, Isola delle corrente … – ich bleibe stehen. Ich erlebe ein Déjà vu! Erinnere mich an den Sonnenaufgang in Siracusa, vor sieben Jahren. Da stand ich auch so, sah der Sonne zu, dem Fischerboot, das früh auf dem Meer war und in mir schrieb sich das Gedicht:

“Jetzt weiß ich, wo das Licht wohnt!”

Und wieder staune ich und schaue dem Morgenwunder des Meereslichtes zu. Es sind wenige Minuten, die mein Herz ganz öffnen und mich weiten!

Dieses Schauen und Staunen voller Poesie gehört zu meinem Alltag.

So breitet sich in mir die große Liebe zum Leben immer wieder aus: ruhig, weit, einfach. Ein unschätzbarer Wert. Ich begegne noch Peppe, dem kleinen jungen Mann, der gerade ein altes Holzboot zu Wasser lässt.

Mache ein Foto vom “piccolo pescatore”. Setze meinen Morgenweg am Strand entlang nach Punta Secca fort. Begegne dem Silberreiher, diesem leichten Geschöpf und sehe ihn vor mir, den wegweisenden Leuchtturmriesen. Punta SeccaIch bin sehr dankbar und gehe an meinen Scheibplatz zurück.

Gefüllt mit Licht, Sanftheit und Weite.

Reiher im sanften Morgen
Punta Secca
Morgenmeer

Erleben auch Sie dieses Wunder – Sizilien und sich selbst entdecken — die eigenen Worte wecken!

Herzlich,

Heidrun Adriana BomkeHeidrun Adriana Bomke

Ein Kleidchen, ein Höschen — Eine Sommergeschichte

Sommergeschichte

Ein Kleidchen ein Höschen … – Eine Sommergeschichte

Adriana stand im weißen Sand und lachte.

Sie lachte über die ganze südliche Küste hinweg. Sie lachte so hell, dass der alte Sizilianer sich umdrehte. Er stand schon bis zur Brust im Meer. Jeden Tag ging er durch das flache Wasser bis zur Tiefe hin. Da, wo das Meer ganz blau wurde oder türkis ohne braunen Grund. Er schwamm. Kehrte dann langsam zurück. Ging nass davon. Nur mit einer blauen Badehose bekleidet. Sein Fleisch hing schon etwas müde herab. Die Brust war weiß behaart. Er war mager für einen von hier. Unter dem Arm trug er so etwas wie ein Schlauchboot. Jeden Tag.

Adrianas Lachen ließ ihn heute Mittag innehalten. Er winkte ihr zu und tauchte ins Wasser ein. Fresco oggi, hörte die Frau ihn sagen. Sie hüpfte im flachen Sonnenwasser herum und lachte. Ihr war soeben aufgegangen, wie schön doch ihr Leben ist! Als sie sich umgedreht hatte zum kleinen Ort, zum Leuchtturm. Sie sah ihr altes Rad an der weißen Kalksteinmauer lehnen. Darauf der kleine Rucksack mit ihrem Computer. Darauf noch die schönen Riemchensandalen. Das bunte Kleidchen mit Ausschnitt. Sie hatte es vor zwei oder drei Jahren in Vittoria gekauft. Immer trug sie die neuen Kleider dann tagein tagaus. Bis sie irgendwann zerfielen. Unter dem einfachen blau-rosa Kleid lag der weiße Spitzenslip.

Adriana betrachtete dieses Stillleben mit Fahrrad und fühlte plötzlich, dass sie hier angekommen ist. Solch eine Freude stieg in ihr hoch! Sie schloss die Augen. Da sah sie ein spielendes Mädchen mit leichtem Kleidchen und Rüschenschlüpfer darunter. Einen kleinen Sonnenhut hatte die Kleine auf dem Kopf. Später war das Hütlein groß und glockig geworden. Mit 15 Jahren hörte sie die Wellen des Schwarzen Meer. War so herrlich braun und schwamm schwamm schwamm.

Wärme stieg in ihr hoch. Sie kam von damals und vermischte sich mit der heißen sizilianischen Sonne. Es war Mai. Genauer: Es war der 18. Mai. Sie war angekommen. Es gab keine Zweifel mehr. Nein, sie hatte auch keine. Noch nicht einmal einen klitzekleinen.

Sie war angekommen im langen Sommer ihres Lebens.

Punta SeccaText und Fotos: Heidrun Adriana Bomke