LICHTUNG 🌅 Februarpoesie

Lichtung_Februarpoesie_Heidrun Adriana Bomke

Das Gedicht “LICHTUNG”
wurde am 6. Februar 2016 auf dem Waldboden unter Kiefern in der Nähe von Hitzacker/Elbe geboren.

Ich lebte gerade für drei Monate in dieser niedersächsischen Kleinstadt an der Elbe und war zu einem Spaziergang unterwegs. Es ist ein Gedicht, das vom Unterwegssein, von Einsamkeit und Heimkommen, von der Geborgenheit in der kosmischen Weite und von Öffnung spricht. Es gibt eine natürliche Orientierung. Ich kann mich noch heute, nach acht Jahren, genau an diesen Augenblick erinnern, der – wie auch andere ähnliche Lebensmomente – mein Vertrauen in meinen eigenen Weg stärkte. Dieses Liegen auf einer Lichtung, unter Bäumen, mit den ersten sehr zaghaften Sonnenstrahlen im Gesicht, das wohnt in mir. Es lässt mich lächeln. Lächeln, innehalten und vertrauen. Es gibt eine Kraft, die mir Urvertrauen schenkt, immer wieder.
Die Poesie habe ich im Tonstudio von Patrick Penot in Wiesbaden eingelesen. Nun können Sie es hören. alle Rechte liegen bei mir. Vervielfältigung ist nicht erlaubt.
Viel Freude und Inspiration beim Hören von

LICHTUNG

© Heidrun Adriana Bomke, Berlin am 8. Februar 2024

Manchmal gibt es solche symbolischen “Meilensteine” auf dem eigenen Weg. Für mich war dieser MEILENSTEIN wirklich Anlass zu tiefer innerer Einkehr, der eine Entscheidung folgte. Das Foto erinnert mich daran. Und sehe ich solche Meilensteine in der Natur, dann halte ich kurz inne: Wo und wie bin ich unterwegs?

Und wie ist es mit “Lichtungen und Meilensteinen” auf  Ihrem Lebensweg?
Das wäre doch eine schöne Schreibanregung …

 

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WELTENUHR – Poesie aus den Rauhnächten

IM KUSS DES LICHTS 2023, Heidrun Adriana Bomke

WELTENUHR

Diese Nächte
So ohne Schlaf

Schlaflos wach
Als hätte der liebe Gott die Zeiten vertauscht

Sie führen mich heim
Heim in die große Weltenuhr
In den zeigerlosen Zeitenstrom der Reise

Der tiefen Reise in die Weiten der Welt
In das Heiligtum meines Lebens

Alles löst sich langsam auf
Im fernen Gemurmel des Morgens.

© Heidrun Adriana Bomke

Dieses Gedicht kam aus der Nacht in meine Seele. Als ich wach lag und so verbunden mit Stille und Dunkel und dem Ganzen immer innewohnenden Licht zugleich. Ich lag und atmete mich in die Weiten der Welt. Man kann es vielleicht als “Zwischensphäre” bezeichnen, in der wir ruhen und gleichzeitig auf einer anderen Wellenlänge hellwach sind. In der Soziologie, so erinnere ich mich, sprachen wir von der “schwebenden Aufmerksamkeit” und bei Christina Kessler hörte ich den Begriff der “Leuchtenden Unschärfe”. Es ist also eine Sphäre, wo Intellekt und Intuition Hand in Hand gehen beim Schreiben. Wo der Verstand zum Gefährten oder sogar zum Diener des Gefühls wird. Oder, um mit Hilde Domin zu sprechen, wo man aus der “Normzeit” herausfällt, wo die Magie der Poesie zu wirken beginnt. Und vielleicht sind es auch Rilkes “Wachsende Ringe”, in denen man sich dann bewegt …

SCHREIBANREGUNG:
Wie wäre es, wenn auch ihr in der besonderen Zeit der Rauhnächte euch öffnet für die Poesie? Stillwerden, lauschen, offensein, schreiben … vielleicht ganz im Dunkel und sogar mit geschlossenen Augen den Stift führen und der

WELTENUHR IN EUCH

eine Stimme gebt? Was spricht die innere Stimme? Welche Bilder steigen auf …? So kann man sich selbst lesen (M Frisch).

Ich wünsche allen innigliche, hellfühlige und wortreiche Rauhnächte!

© Heidrun Adriana Bomke ∙ Poesie des Lebens
Dichterin, Literaturwissenschaftlerin ∙ Lebensreisebegleiterin

26.12.2023

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