DER GEBURTSTAG – Eine Liebesgeschichte

Liebesgeschichte zum Valentinstag, Heidrun Adriana Bomke

Der Geburtstag

Heute vor 125 Jahren ist meine Tante Therese geboren. Am 12. Februar 1896.
Sie wäre heute unendlich alt. Und das ist sie für mich. Denn sie ist da.

Wie darf ich mir das vorstellen, die Geburt meiner lieben Tante? Zum ersten Mal stelle ich mir diese Frage. Dieses kleine Wesen kommt an einem sicher kalten Wintertag zur Welt. In Fambach unter dem Famberg. Wohl in diesem Haus, wo auch ich geboren und davor mein Vater. Ein Geburtshaus auch.

Wer war damals dabei, als meine Tante Therese das Licht der Welt erblickte? Gab es eine Hebamme? Wie hieß eigentlich meine Uroma, die Mama meiner Tante Therese? Ich erinnere den Namen gerade nicht. Sehe nur das Familienfoto. Ein Foto, das wohl alle in dieser Zeit irgendwann aufnahmen. Ernste und strenge Eltern in steifen Kleidern. Junge Frauen mit den langen Kleidern und Schürzen und glatt nach hinten gekämmten Haaren. Das kenne ich noch. Kleine verängstigte Knaben. Letztens habe ich es mit meiner Mama gemeinsam von der Wand genommen, das drückende Bild.
Wer  begleitete damals, im kalten Februar, meine Uroma und das kleine Wesen, das den Namen Therese erhielt? War es eine ruhige Geburt? Wurde sie damas in die Arme genommen, die winzige Therese? War sie willkommen von der Mutter, die so viele Kinder gebar? Vor ihr waren Liesette, Marie, Friedrich, danach Otto und und und.

Nirgendwo Antwort.

Plötzlich antwortet mir mein Herz.

Ich fühle dich, meine Tante Therese. Meine liebe Tante.
Nie sah ich dich als kleines Wesen. Heute, an diesem 12. Februar 2021 sehe ich dich liegen, gerade geboren. Mit schwarzen Haaren. Du liegst alleine. Auf einem Nachttisch. Neben einem Bett. In einem weißen steifen Kleidchen. Deine Mutter kann ich nicht sehen. Still bist du. Alleine. Du kleine, du liebe Tante Therese. Ich nehme dich in meine Arme. Ich drücke dich an mein Herz. Ganz zart. Ganz lange.

Still warst du immer für mich da.

Ich spüre in meinem Herzen so viel Liebe für das kleine Mädchen Therese, für meine alte Tante.
So viel Liebe für dich. So viel dankbare Liebe für deine Liebe, die du mir gabst. Mir, dem kleinen Mädchen Heiderune. Sagtest du so zu mir? Oder war es die Tante Marie? Ich mochte es, wie ihr mich rieft. Mochte es, wenn du neben mir saßt am hölzernen Küchentisch und deinen Malzkaffee mit eingeweichtem Brot gegessen hast. Denn dann, irgendwann, warst du fast zahnlos. Lange schon, bevor du auf mich gewartet, am 11. Mai 1979, um zu sterben. Gewartet auf deine Heiderune, die plötzlich in der Ferne, wo du nie warst, etwas tat, von dem du nichts wusstest. Gewartet die ganze Woche, dass endlich Freitag ist und sie kommt, Deine Heiderune. Ich trat an dein Bett. Du schautest mich an. Ich nahm deine Hand. Dann schliefst du ruhig hinweg und wachst doch noch weiter still und sorgsam über mich.

Und ich weiß, dass du mich heute hörst, meine liebe Tante Therese.
Mein Schutzengel.
Heute, am 12. Februar 2021.

Hörst, wie ich sage: Meine liebe Tante Therese. Heute werde ich dich den ganzen Tag in meinem Herzen spazierentragen. So wie du mich ernst und sorgsam im Hockmantel trugst vor 62 Jahren. Ich werde mit dir lachen, weinen, mit dir hüpfen an diesem kalten, sonnigen Februartag an der Havel.

Haben wir uns vorher, haben wir uns später je umarmt?

Ich erinnere mich nicht. Und doch fühle ich mich geborgen. Du warst immer da. Du hast neben mir gesessen, wenn ich krank war. Ernst und sorgsam. Du lagst in dem alten, großen, tiefen Holzbett in deinem Zimmer und ich in einem anderen modernen Bett neben dir. Ich schaute deinem Altwerden zu. Du schautest zu, wenn ich auf Zehenspitzen und hüpfend durch dein Zimmer schwebte. In deinem Zimmer stand mein erster schwerer Schreibtisch. Da trug ich schon die Miniröcke, von denen du mit unerwartetem Humor sagtest, ich solle nicht darauf treten, sonst würden sie zerreißen.

Und immer im rechten Moment gingst du zu deinem alten schönen Kleiderschrank und holtest aus der Tiefe die Pepsinweinflasche mit den zwei Schnapsgläschen. So haben wir beide das Leben gemeinsam gut verdaut.

Meine liebe Tante Therese.
Deine Heiderune

Berlin-Kladow an der Havel, 12.2.21

Vielleicht möchten auch Sie, liebe Leserinnen und liebe Leser, für einen Ihnen lieben Menschen eine Liebesgeschichte, eine Erinnerung, einen Liebesbrief schreiben? Morgen ist Valentinstag. Vielleicht kommt Ihnen ein Bild in den Sinn, eine Begegnung, eine Geste, ein Augenblick. Tun Sie es einfach!
Die beste Art zu schreiben ist mit den ureigenen Worten und diese fließen unmittelbar aus dem Herzen in die Hand.

GEBEN SIE IHRER LIEBE SCHREIBEND AUSDRUCK.
SO KOMMT SIE WUNDERVOLL IN DIE WELT!

zum Valentinstag© Ihre Heidrun Adriana Bomke

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Ihr edlen Bäume | Poesie

Baumgedichte,Heidrun Adriana Bomke

Bäume.

Sie begleiten mich seit frühesten Kindertagen, die Bäume.
Die alte mystische Linde im Lampertsborn am Bornhäuschen und an der noch heute sprudelnden Quelle. Die Tannenbäume, die das kleine Mädchen Weihnachtsbäume nannte. Die Buchen, die zu Gruppen standen, wenn es durch den Wald ging, hin zum Ausflugslokal “Ehrental”. Die Lärchen, die seltsamerweise ihre Nadeln verloren. Die so hellen, schlanken, jungen Birkenbäume am Famberg, wo die Familie ein Stück Land hatte. Die starken Eichbäume, die ihr Laub so lange festhalten. Alles Kindheitsgesellen.
Mit den Jahren des Schreibens begegneten mir immer wieder und immer bewusster die alten Weggesellen. Die Bäume.

Meine poetischen Gespräche mit den Bäumen begannen.

Ich lehnte mich an sie. Kroch in ihren offenen Stamm, um ihnen zu lauschen. Ich bestaunte sie im Frühling, wie im letzten Jahr die Weiden mit ihren so gelbgrünen Kleidern. Ich liebte es, unter ihrem Dach Schatten zu finden. Ich schaue gerade sehr gerne durch die leeren Äste in den Winterhimmel. Ich danke ihnen für den raschelnden Blätterteppich im Herbst. Ulmen schrieb ich zu und Eschen, dem Weltenbaum. Die Linden mit ihren Herzblättern liegen mir am Herzen. Ich verneige mich vor ihnen und lüfte meinen Wanderhut.

Die Bäume sind mir Wegbegleiter. Sie geben mir Stille, Vertrauen, Kraft, Weite, Verwandlungslust & Weltatem!

Heute, während eines langen, stillen Waldspaziergangs in Fambach, meinem Geburtsort, kamen mir beim Betrachten und Verbinden mit den Eichen, Buchen, Tannen. Fichten, Linden poetische Worte, die ich den Bäumen widme. Ich habe sie ihnen schon im Wald gesagt, an unterschiedlichen Orten.

So kennen und erkennen sie mich, die Bäume. Sie flüstern sich nun den Titel des Gedichts zu, das ich ihnen gewidmet und freuen sich daran: Ihr edlen Bäume

Ihr edlen Bäume

An Euren Wurzeln wohne ich
Mit Euren Kronen wachse ich

Ihr edlen Bäume

Zwischen Erde und Himmel
Bin ich ein Wesen wie ihr

Ihr edlen Bäume.

Fambach in Südthüringen, 3. Februar 2021

Heidrun Adriana Bomke
Dichterin, Literaturwissenschaftlerin, Lebensreisebegleiterin

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WURZELN & FLÜGEL | Eine WinterWandelSchreibLustWerkstatt

Heidrun Adriana Bomke,Schreiblustwerkstatt

WURZELN & FLÜGEL | Eine WinterWandelSchreibLustWerkstatt
2.2. bis 23.3. 2021
für max. 6 Teilnehmer*innen
via zoom | 6 Begegnungen | 8 Stunden | Script
330 € | 240 € ermäßigt auf Nachfrage | info@heidrunbomke.de

Willkommen!, sage ich. Nutzen Sie die Möglichkeit, sich schöpferisch zu verwandeln statt auf Veränderung zu warten!

WURZELN  UND  FLÜGELHeidrun Adriana Bomke,winterschreiblustwerkstatt

ein schon „geflügeltes“ Wortpaar, ist das Bild für Verankerung in der Lebendigkeit, für Zentrierung durch die eigene Schöpferkraft. Wer möchte das nicht sein, zentriert, verankert, verbunden, obwohl vieles wackelt? Gerade in dieser so herausfordernden Zeit!

Sechs Schreibbegegnungen im Februar und März, bis zum Frühlingsanfang, laden ein zum schreibenden Verbinden mit der Lebendigkeit und zur Stärkung der eigenen Lebensenergie im schöpferischen Sein.

Der Übergang vom Winter zum Frühling, wir schreiben mit diesem kosmischen Zyklus mit.

Der Winter-was ist er im natürlichen Rhythmus?
Winter, alles Leben wohnt in die Wurzeln
Winter, die Farben sind fast verschwunden
Winter, die Zeit der Leere, der Ungewissheit
Winter, das Licht scheint im Norden verschwunden
Winter, die Zeit der „Geflügelten“, der Vögel
Winter, manchmal wie Erstarrung ohne Hoffnung
Winter, eine Zeit, die mehr Energie kostet und vielleicht in diesem Jahr noch mehr
Winter, tiefste Dunkelheit und doch Wiederkehr des Lichts
Winter, die Zeit für das Erleben innerer Prozesse
Winter, die Zeit der sanften, stillen Betrachtung
Winter, die Zeit der Hoffnung auf Erneuerung
Winter, die Zeit dafür, Keimendes und Erneuerung magisch zu spüren!

Wie möchten Sie, wie möchtest Du die stille, leere und so ungewisse Winterzeit gerade in diesem Jahr 2021 schöpferisch erleben, um kein Opfer, sondern noch lebendiger DU zu werden?

Meine WinterWandelSchreibLustWerkstatt lädt als Schöpfungsraum ein zu:
· herzerwärmenden Inspirationen, berührenden Worten und Seelenbilder
· Muße in der Zeit der Kälte und gezwungenen Vereinzelung
· Selbstwahrnehmung eigener Bedürfnisse, aber auch Ängste, Blockaden, Einschränkungen
· sensibler und kreativ-lustmachender Verwandlung hin zu Selbstliebe
· individueller Begleitung im eigenen biografischen Wandel
· tieferem Verständnis von Wandlung im Rhythmus der Lebensintelligenz
· Wechsel vom Mangel zur Fülle
· Wechsel vom Opfersein zum schöpferischen Mitgestalten
· fühlbarem Spüren des keimenden Aufblühens im Frühling
· Herzensqualitäten | Tugenden (nach Christina Kessler)
· Leichtigkeit und Lebensliebe im schreibenden Miteinander
· liebevoller Verbundenheit und Austausch in vertrauter Gruppe
· einem wiederkehrenden Schreibritual für sich selbst

Poesie und Schreiben verbinden auf besondere Weise mit der universellen Lebendigkeit. Das ist Spirituelles Schöpfen. Sie führen so auch zum inneren Frühling, zur Erneuerung!

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JAHRESKLANG! Poetisches Miteinander in zwölf online-Lesungen

Lesung, Heidrun Adriana Bomke

J A H R E S K L A N G

Poetisches Miteinander in Zwölf monatlichen Jahreslesungen
online ab dem 1. Februar 2021

Die Sprache der Dichtung ist die Sprache der Seele. Was, wenn sie nicht mehr zu hören wäre?
Was brauchen wir JETZT mehr
als seelische Geborgenheit, Verbundenheit und Liebe?

Meine monatlichen online-Jahreslesungen sind eine bezaubernde und verlässliche Begleitung durch den Jahres-Rhythmus mit seinen Kräften in diesem Jahr 2021 vom 1. Februar 2021 bis zum 3. Januar 2022.

Hören Sie hier meinen poetischen
JAHRESKLANG

Jahresklang – mein inspirierendes Angebot an alle, die teilhaben wollen am “großen Chor”,
die Berührung, Verbundenheit, Magie,
Natürlichkeit,
Stärkung nd Muße
durch
Poesie erleben möchten!

Wir gehen durch Wind und Schnee, durch Stille und Nichts. Wir hören den Flügelschlag des Vogels und das Meeresrauschen und schauen das goldene Licht. Wir wandern unter Bäumen und begegnen dem Mond. Wir riechen Krokusse und hören das Herz der Erde, den Puls der Lebendigkeit, die fallenden Blätter, die Kranichrufe im Oktober und wieder die Erwartung der Weihnacht … die Menschwerdung.

Ja, wir gehen von Stufe zu Stufe, wie Hesse sagt, durch Jahr und Lebensaugenblick.

Die Leichtigkeit des Seins und die wirkende Lebensliebe entfalten sich in meiner „Poesie des Wandels“ zu erlebbarer Schöpferkraft!

„Lyrik ist ein großes Glockenläuten, damit alle aufhorchen“

(Hilde Domin)

Heute wieder und um so mehr!

Meine herzliche Einladung zum “Jahresklang”,
zum Poetischen Miteinander
für ein lichtes, liebevolles, leichtes Sein!

Zwölf Lesungen, jeweils am 1. Montag im Monat, 19 Uhr – 19.40 Uhr
oft begleitet durch Musik (Lyra) von Kateryna Korobova

Beginn: Montag, 1. Februar 2021, 19 Uhr
Weitere Termine: 1.3., 5.4., 3.5., 7.6., 5.7., 2.8., 6.9., 4.10., 1.11., 6.12.21,
Ende: 3. Januar 2022

Kosten: 120 €; Anmeldung bitte schriftlich: info@heidrunbomke.de;

Sie erhalten nach Anmeldung eine Rechnung. Die Buchung ist nur ganzjährig für alle Lesungen möglich, bei Bedarf und nach Absprache auch in zwei Raten zahlbar. Den Zoom-Link erhalten Sie immer einen Tag vor den Lesungen! Völlig unkompliziert und schon bewährt während der Dezember-Licht-Lesungen.

Es ist deine Stimme, die mich beseelt.
(Wolfgang W., Hannover)

MEINE LESUNGEN

Hier noch ein weiterer Link zum Beitrag “Besuch der Worte – zum Welttag der Poesie”, wo sie mehr über meine Poesie erfahren und hören können.

Aus meinem poetischen Herzen
Ihre und Eure Heidrun Adriana Bomke · 11. Januar 2021

Heidrun Adriana Bomke

In den letzten Wochen wurde ich öfter gefragt, ob man sich für meine poetische Arbeit durch Spenden bedanken kann. Ja, gerne. Herzlichen Dank! Durch Klicken des Spendenbuttons haben Sie die Möglichkeit.

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Was war das für ein Jahr !? – Mein Jahresrückblick 2020

Schreibreise Syrakus, Heidrun Adriana Bomke

Was war für das ein Jahr !? – Mein Jahresrückblick 2020

Sizilien, Syrakus, Punta Secca, Modica, Taormina, Deutschland Berlin, Kladow, Hohengatow, Potsdam, Insel Poel, Stuttgart, Tübingen, Fambach, Chiemsee, Rahden, Bremen, Lüneburg, Hitzacker, Weimar, Eisenach …

das Jahr, das in Punta Secca mit einem Walzer am Meer begann und mich diesem Meeresfleckchen und seinen Menschen noch näherbrachte

das Jahr, das mit der goldenen sizilianischen Sonne begann – ich erlaubte mir eine Ferienwohnung mit Südlicht und sah den goldenen Sonnenball, setzte mich mitten hinein, atmete täglich das goldene Licht ein

das Jahr, in dem ich erstmals in meinem Leben das so helle Gelbgrün der Weiden sah im April – es hat mich elektrisiert und in in Euphorie versetzt!

das Jahr, in dem ich am Havelufer eine Frau sah, die mit einer Ente sprach und sie aus einem Topf fütterte

das Jahr, in dem ich oft sehr bequem in fast leeren Zügen fuhr

Was war das für ein Jahr !? – Mein Jahresrückblick 2020

das Jahr, in dem ich so oft mit kleinen Kindern lachte, meist in Zügen – ihre Lebendigkeit steckt einfach an

das Jahr, in dem ich realisierte, dass mein Haus DAS HAUS MEINER ERFAHRUNGEN ist

So oft hörte ich von Hauskauf, Hausbau, Immobilien, Geldanlage … Materie hinten, Materie vorne … und da wurde es mir ganz klar – Mein Haus ist

DAS HAUS MEINER ERFAHRUNGEN

Das Gedicht mit dem gleichnamigen Titel schrieb ich bereits 2017. Da steht also schon alles. Doch wie es beim Schreiben von Poesie oft ist, waren die Bilder noch gar nicht in meinem Bewusststein “abgelegt”. Sie schwingen in der “Sphäre er Poesie”. Das Gedicht endet mit:

“Ich bin hier.
Bin das lebendige Haus meiner Erfahrungen.

Über-All.”

Was war das für ein Jahr !? – Mein Jahresrückblick 2020

das Jahr, in dem auch meine Freiberuflichkeit auf eine sehr harte Probe gestellt wurde … und ich fast ohne Zweifel und voller Vertrauen weiter gestaltete und gestalte … nun auch via Zoom

Das Jahr, in dem ich begriff, dass ich WANDLUNGSSPEZIALISTIN BIN!
Eine Klientin schrieb nach einer biografischen Wandlungsreise:
“Du bist Wandlungskraft, weil du sie lebst”

Das ist meine Gabe. Ich entfalte sie.

das Jahr, in dem ich mehr denn je spürte, wie viel Angst Menschen vor der kleinsten Veränderung haben – ich kannte diese Erfahrungen von früher

das Jahr, in dem ich fühlte, wie heftig die Auswirkungen der ganzen “bad news” auf die Menschen sind

das Jahr, in dem ichaber auch nicht einer whatsapp-Gruppe oder irgendeiner Plattform zu “Corona” angehörte – NEIN!

das Jahr, in dem mir noch mehr bewusst wurde, dass alles BEI UND IN MIR BEGINNT:
“Schaue zuerst bei dir!”

das Jahr, in dem ich schlussendlich sagte: “Mir reicht das jetzt mit euren Kriegserfahrungen. Meine Seele hält das nicht mehr aus – Schluss!”

das Jahr, in dem ich sagte: “Ich bleibe mir treu und trage die Poesie des Lebens zu den Menschen.”

das Jahr, in dem ich auch die Aufgabe annahm und in einer Waldorfschule in der Oberstufe Kreatives Schreiben und Deutsch zu unterrichten

das Jahr, in dem ich tief spürte, wie viel Liebe wir brauchen, wie viel gutes Miteinander, wie viel Zuhören und wie wesentlich das für junge Menschen ist in dieser so unsicheren Zeitqualität

das Jahr, in dem mir junge Menschen sagten, dass sie beim Kreativen Schreiben Ruhe im Alltag fanden und sich ernst genommen fühlen

Was war das für ein Jahr !? – Mein Jahresrückblick 2020

das Jahr, in dem ich noch “tiefer” sah: Gestalten mir begegneten am See, im Wald mir erschienen

das Jahr, in dem ich wirklich die Luft sehen konnte! Lauter silberne Perlenschnüre bei einer Atemsession

das Jahr, in dem ich die Herzatmung in mein tägliches Sein integrierte

das Jahr, in dem ich oft Albert Schweitzer zitierte:
“Ich bin Leben, das Leben will inmitten von Leben, das auch leben will.”

das Jahr, in dem mir immer wieder Hunde begegneten – sie kommen einfach zu mir und ich begleite sie ein Stück des Wegs

das Jahr, in dem ich oft einem Graureiher und den Schwänen zusah un d spürte, was mir der Reiher an Reife geben wollte und die Schwäne an wundervoller Schönheit mitteilten

Was war das für ein Jahr !? – Mein Jahresrückblick 2020

das Jahr, in dem ich erleben durfte, dass meine Poesie zutiefst aus der Urquelle des Seins kommt und schlichtweg “Poesie des Wandels” ist

das Jahr, in dem ich eine wunderbre Sternschnuppe sah und mir jeden Morgen im November und Dezember die Venus ins Bett schien

das Jahr, in dem ich auf einer Hochzeit tanzte, die Insel Poel erkundete und mir ein Mann sagte: “Du wirst immer schöner.” Ist das nicht wundervoll!

das Jahr, in dem ich den Satz schrieb: “Ich wünsche mir einen Mann, der mich mit Leib und Seele liebt” und klar Nein sagte zu allem anderen, zu faulen Kompromissen

Was war das für ein Jahr !? – Mein Jahresrückblick 2020

das Jahr, in dem ich auch viel reiste und ab April mit Maske immer ruhig und ohne Angst; immer mit netten Begegnungen und mit Kaffee

das Jahr, in dem ich nur fünf Wochen auf Sizilien war – ja, das war neu. Seit 2011 war ich immer viele Monate in meiner 2. Heimat.

das Jahr, in dem mir bewusst wurde, dass ich selbst noch einmal in einer tiefgreifenden Wandlungsphase bin

das Jahr, in dem meine Astrologin sagte: “Was würden Sie denn sagen, wenn ich Ihnen sage, dass Sie nochmal in einem großen Wandel sind und erst 2023 Wurzeln schlagen?”
Ich antwortete: “Das ist in Ordnung. Gut! Ich fühle es ja …”
Und was hatte sich da geändert im Vergleich zu 2009, wo sie mir Ähnliches sagte und ich dachte: “Die Welt bricht zusammen”! Mein Leben war schon Ewigkeiten von Pluto, Saturn und Uranus bestimmt … ja, das Leben gibt mir genau die Auf-Gabe mit:
Wandlung leben und Wissen darüber weitergeben!

das Jahr, in dem mir wie “aus dem Nichts” meine erste kleine Wohnung in Berlin “vom Himmel fiel”, nachdem ich ziemlich “abenteuerliche” Zimmer-Mietverhältnisse durchlebt hatte

das Jahr, in dem ich auch einfach sagen konnte:
“Ja, okay. Lass in Liebe los. Ich bin nicht für andere verantwortlich. Hab Vertrauen in andere Menschen. Sie gehen ihren Weg. Alles andere ist anmaßend.”

Was war das für ein Jahr !? – Mein Jahresrückblick 2020

das Jahr, in dem mir immer im rechten Moment Hilfe zuteil wurde: Danke!

das Jahr, in dem ich noch mehr den Wert von Familie und wahren Freundschaften spürte

das Jahr, in dem ich liebste Freundinnen im Alter zwischen 20 und 85 Jahren habe

das Jahr, in dem ich nch tiefer erlebte, wie wundervoll meine Söhne sind und wie wertvoll die Beziehung zu meinen alten Eltern mit ihren Erfahrungen ist

das Jahr, wo ich sagte: Ja, ich übernehme Verantwortung, aber ich opfere mich nicht auf.

Was war das für ein Jahr !? – Mein Jahresrückblick 2020

das Jahr, in dem ich mehr Geschichten als Poesie schrieb

das Jahr, in dem ich viel träumte und viele Träume notierte

das Jahr, in dem ich wieder erfuhr, wie kostbar Gesundheit ist – zwei meiner Freundinnen wurden sehr plötzlich sehr krank

das Jahr, in dem ich oft und ohne Angst mit dem Tod sprach, vielleicht weil meine Eltern so alt, vielleicht, weil er einfach da ist und ich ihn wahrnehme

das Jahr, in dem ich jeden Abend betete und erlebte, dass Wünsche erhört werden – Danke!

das Jahr, das ganz still und mit innerer Freude an der Havel endete

Das Jahr, in dem ich das Leben noch mehr liebe und gespannt bin auf Neues!

Von Herzen,
Heidrun Adriana Bomke, die Lebensreisebegleiterin mit dem Übermut, dem Mut zum eigenen Wandel

Ferragosto – Heiliger Sommer am Ätna!

Heidrun Adriana Bomke · Blog

Ferragosto – Heiliger Sommer am Ätna!

Das ist ein Auszug aus meinem Hörbuch

“Übermut tut gut! Unterwegs in den Süden”

Noch heute, acht Jahre später, bin ich begeistert von diesem intuitiven Erleben zu Ferragosto, dem hohen Sommerfest auf Sizilien.

Heidrun Adriana Bomke-Ätna-Blog
Dreifaltige Göttin

 

 

 

 

 

 

 

Ich erzähle voller Staunen und aus dem Augenblick heraus von einem Hochsommerabend am Vulkan Ätna, wo ich lange lebte. Die Zeit um Ferragasto am 15. August ist immer ein Höhepunkt im sizilianischen Leben. Das tägliche Leben ruht und man feiert den Sommer! Ziemlich genial.
Diese Erfahrung am 14.8.12 hat mir ins Fleisch geschrieben, was es heißt:

DER EIGENEN INTUITION FOLGEN – VERTRAUE IN DEN EIGENEN WEG!

Ätna-Heidrun Adriana Bomke

Und Sie – kennen Sie das? Schreiben Sie gleich einen Text:

Wie ich meiner Intuition gefolgt bin!

Ich gebe Ihnen noch mein Schreibmotto mit auf den Weg:

Heidrun Adriana Bomke-Hörbuch Übermut tut gutDIE BESTE ART ZU SCHREIBEN IST MIT DEN UREIGENEN WORTEN UND DIESE FLIEẞEN UNMITTELBAR AUS DEM HERZEN IN DIE HAND.

Viel Freude beim Schreiben!

Folgen Sie auch gerne den Schreibentdeckungen nach Sizilien und erleben Sie selbst die Magie des Lichts, des Meeres, der Mythen …! Noch gibt es einen freien Platz vom 17.-24.10.2020!

TERMINE Heidrun Adriana Bomke-Hörbuch Übermut tut gut

© Foto/Text
Ihre Heidrun Adriana Bomke, die Autorin mit dem Übermut! – KONTAKT

Heidrun Adriana Bomke

Ein WAGNIS eingehen – sich trauen !

Wandlung wagen _ Heidrun Adriana Bomke

Liebe Leserinnen und liebe Leser,

ein WAGNIS eingehen – das klingt riskant, ungewiss – doch wissen wir wirklich, was kommt?

Die Zeit ist gerade voller Ungewissheit und Unruhe. Täglich ändert sich etwas, werden wir überschüttet mit neuen Informationen, Anordnungen, so viel Unruhe. Ja, wir werden beschnitten in unserer äußeren Freiheit. Und stehen da … was ommt nun?

Gibt es das nicht auch im eigenen Leben, dieses Ungewisse, dieses Sich-Fragen, auch ohne dieses “Corona-Szenario”?!

Ich begegne in meiner schönen Arbeit, im Schreiben, auf Schreibreisen, immer wieder dieser Situation:

Wohin geht mein Weg? Da, wo ich gerade bin, da ist es nicht mehr gut, das spüre ich deutlich. Doch was kommt, wenn ich den Ort, die unangenehme und doch “sichere” Situation verlasse?

Ich gebe meine Antwort:
Das Ungewisse, Unbekannte und die Freude über die Lebendigkeit, über das Neue und Offene ! Und daraus, langsam wachsend, ein neues Vertrauen in genau dieses Nicht-Wissen und in die eigene innere Stimme und Intuition. Nur diese können wir hören lernen und damit wissen!

Diese Antwort resultiert aus meinen persönlichen Erfahrungen, in denen ich die Gesetzmäßigkeiten des Wandels am eigenen Leibe kennenlernen durfte, sie mit mir mitschreibend in Poesie und Reisetagebuch festhielt und es noch immer tue. Als Biografie- und Transformationsforscherin erkundete ich sie literatursoziologisch. Und mittlerweile erfahre ich die Gesetze des Wandels auch in einer Ausbildung nochmals vertiefend philosophisch, anthropologisch als universelle Lebensweisenheiten.

Gerade las ich in meinem Reisetagebuch “Neumond in Syrakus” (2015). Es hält die ersten Erfahrungen die ersten Monate, eines großen mutigen Aufbruchs mit 52 Jahren fest.

Ja, ich war schon Anfang 50, als ich endlich ins Wagnis ging!

Spät dran, vielleicht, aber doch rechtzeitig! Und da schaue ich mich heute an, wie ich da stand, an fremden Orten, unterwegs: Irgendwie frei, selbst staunend und ich lese auch im Staunen dieses Ungewisse. Und die Texte geben es in Wort und Bild so lebendig wieder! Ein Rondell ist mir besonders aufgefallen. Es ist wie ein Versprechen – ja, ich bin mir treu! Ich zitiere es hier:

Ich bin das Mädchen, das endlich spielen kann – Ein Rondell

Ich bin das Mädchen, das endlich spielen kann
Gehen, wohin es will …
Die Tür ist offen
Ich bin das Mädchen, das endlich spielen kann
Die Natur lacht mich an
In eine Unendlichkeit hinein
Ich bin das Mädchen, das endlich spielen kann
Gehen, wohin es will …

So grüße ich alle ! Wer Lust auf meine “Wandlungsliteratur” hat – gerne bei mir bestellen: info@heidrunbomke.de
Hier eine Lesermeinung dazu:

Liebe Adriana

dein Buch habe ich verschlungen (was mir eher selten bei Büchern passiert!)!

Es trifft auf mich in einer Phase, in der ich auch physisch mehr unterwegs bin, “ausgeliefert” dem Moment – das tägliche Leben fortlaufend weiterentwickeln, planen, ausprobieren, machen, reflektieren. Es gehören dazu jene tristen, öden Momente, wo alles scheint aus dem Ruder zu laufen oder jene beglückenden Momente, wo man sich Eins fühlt, mit dem was ist.

Du hast das alles mit einer Ehrlichkeit beschrieben – hast dein Unterwegssein ausgebreitet – hast dein Gedankenkino miteinbezogen – webst Gedankengänge anderer Menschen ein – lässt eigene Gedichte einfliessen – ein richtiges Feuerwerk der Auseinandersetzung mit dem Jetzt, mit dir, mit der Umwelt! Danke! (Beat, Luzern)

 

Betty

Leichtigkeit, Heidrun Adriana Bomke

Heidrun Adriana Bomke, nEUMOND IN sYRAKUSBetty

Der ICE fuhr pünktlich in Frankfurt am Main Flughafen ein. Ich stand mit meinem silbernen Riesenkoffer, den Rucksack aufgeschultert und einer braunen Umhängetasche über die linke Schulter am Bahnsteig 4. Wir schrieben den 8. Tag im neuen Jahr 2020.
Alles hineingepackt fand ich einen leeren Viererplatz mit Tisch und ließ mich in den Sitz plumpsen. Geschafft!
Das Abteil war mäßig gefüllt. Im Durchgang zwischen den Wagen bemerkte ich eine junge Frau, eine Afrikanerin, mit zwei Kindern. Ein Kind saß im Kinderwagen. Ein anderes hüpfte herum. Drumherum viel Gepäck. Eh ich mich versah, flitze das hüpfende Kind, das sich als strahlendes Mädchen mit Rosaballettröckchen und fröhlich großen Augen entpuppte, den Gang entlang. Sie fand es witzig, wie die Türen sich plötzlich öffneten, wie es zwischen den Wagen schwankte. Sie stand so sicher auf ihren kleinen festen, hüpfenden Beinen. Jeder Gedanke, sie könnte fallen, war völlig umsonst.

Ich lachte!
Und dieses Lachen war es wohl, das die kleine Tänzerin anzog. Plötzlich war sie bei mir. Sie schaute mir direkt in die Augen. Wir grinsten uns an und schon begann unser Spiel. Wir klopften mit den Fingern auf den Tisch, wir bauten Türme aus unseren Händen, wir malten irgendwas in die Luft. Wir schnalzten mit unseren Zungen. Ich begann zu singen. “Bimbimbim, die Eisenbahn … nehmen wir auch die … mit!” Wie heißt das Mädchen, fragte ich die Mama, die nun hinter uns saß und das Baby stillte. Betty. Also “… nehmen wir auch die Betty mit!” Das temperamentvolle kleine Hüpfwesen lachte. Die schwarzen, wilden Augen waren ein Meer von Fröhlichkeit. Ich spürte, dass sie mein Begrüßungsengel war. Ein Zeichen.

Rosa waren das Tüll-Kleidchen und die Strumpfhose. Manchmal nahm Betty beide Hände und warf das Röckchen kess nach oben. Ab und an rief die Mama nach dem Kind. Völlig ohne Sorge. Wohl um den Anstand zu wahren unter all den artigen Leuten im Abteil. Dann kam Betty gesaust und zog mich mit sich. Es ging zur Toilette. Sie musste unbedingt die Tür öffnen und die Hände waschen. Wie das Wasser so einfach lief! Diese Neugier auf alles. Dieses Staunen! Beim Hinaufheben merkte ich, dass sie gar nicht leicht war. Eher stämmig fühlte sich das an und ganz und gar hier.

Dann kam der Augenblick, wie sich Betty auf meinen Schoß setzte, die kleinen Arme um mich legte, ihren Kopf auf mein Herz plumpsen ließ und sofort einschlief. Als hätte ihr jemand ein Zeichen gegeben. “Weißt du wieviel Sternlein stehen”, so sang ich und “Ich geh mit meiner Laterne …”
Wir fuhren durch das Dunkel des späten Nachmittags. Die Mama sagte erstaunt: Betty schläft.
Ja, Betty schlief tief und fest an meinem Herzen. Meine Arme hielten das kleine Wesen ganz eingehüllt. Die Familie aus Eritrea wohnte in Leipzig. “Zwei Kinder in sechs Jahren”, sagte die junge Mama mit den vielen, schönen Haaren, während sie mit dem Papa telefonierte. Eine Sprache, die mir so fern und doch auch vertraut klang. Afrika. Ich war noch nie da.

Kurz vor Eisenach versuchte ich Betty zu wecken. Ihre Arme leicht zu lösen. Es war unmöglich. Ich rief nach der Mama. Die kleine Betty weinte schlaftrunken. Es tat mir leid. Ich hätte sie so gerne noch gehütet. Ich packte meine Sachen zusammen, nahm meinen großen Koffer und winkte vom Bahnsteig zum Zug mit der dreijährigen Betty, die weiter in die Januarnacht fuhr.

©Heidrun Adriana Bomke Heidrun Adriana Bomke · Lebensreiseblog

Sich die herzvolle Erlaubnis geben … !!!

Schreibreisen nach Sizilien

Als ich dieses Herz in Punta Secca am sizilianischen Meer Anfang Oktober 2019 mit meinen Fingern in den Sand malte,

immer wieder die Kurven formte, da war ich voller Wonne, Liebe, Freude! Ja, ich fühlte, dass alles gut war und ist. Ich hüpfte am und im Meer herum, ich zeichnete mit der Hand, ich legte mich in den warmen Sand hinein, ich lachte … ich war so präsent und strahlend glücklich! Mir erschienen diese Wochen am Meer wie ein Traum, wie eine Belohnung. Vielleicht ein großes Abschlussfest?

Mir wurde ganz klar:
Ich hatte und habe mir die Erlaubnis zu einer großen neuen Lebensreise gegeben!

Mit dem Unterwegssein, mit Italien, Sizilien, mit meinem Mut zum Eigenen! Seit 2011. Eigentlich seit 2004.

Eine völlig neue, freie und unkonventionelle Lebensform!
Eine Entdeckung, eine Heldenreise, eine Öffnung, eine Wandlung! Reisen, sich dem Moment hingeben, sich öffnen für das Schöne und Helle und schreiben und kreieren! Und genau so auch leben. Daraus schöpfen und davon leben. Es so weitergeben. Ich bin begeistert, dass es so ist und sein darf. In jedem Lebensmoment. Ob auf Sizilien oder bei meinen alten Eltern; ob während der Schreibreisen, bei den jungen Leuten in der Schule; ob einfach beim täglichen Tun, bei der Begegnung mit Menschen und Tieren … – es entsteht so viel Schönes und Menschliches daraus!

ICH LEBE SO GERNE!

Und das bringt Bewegung und Lebendigkeit. Denn das Leben trägt ja weiter. Ich lausche mir und ihm und frage mich, was es von mir möchte … es flüstert, manchmal schreit es auch, manchmal träumt es mir was zu … und hält mich in Bewegung.
Allein in diesem Jahr 2019 hatte ich mindestens acht unterschiedliche Wohnorte, wo ich länger war:
Über Mietshaus mit mediterranem Garten, Mietwohnung in Punta Secca, air-bnb (find ich toll), Bed&Breakfast, Mietwohnung in Rand-Berlin … bei Eltern und Freunden und Bekannten … – ich mag das, das gehört auch zu mir. Ich habe mir Tinyhäuser angeschaut. … Ja, ich habe auch sieben Mal Sachen bewegt. Das muss ich nicht jedes Jahr haben(!), doch Ordnung machen, Aufräumen, Klarheit mit den Sachen schaffen, das ist mir eine Tugend geworden. Immer weniger haben. Mit wenig Schönheit schaffen. Meine Schönheit. Ich habe neue Gegenden kennengelernt, Berlin-Kladow, Sacrow und sie erkundet. Eine weitere, zusätzliche freiberufliche Tätigkeit in einer Waldorschule begonnen (das war eine innere Stimme, die mir das sagte). Ich war in Parin und am Chiemsee, in Rosenheim, in Thüringen, Bremen, Lüneburg, Wendland … immer wieder auf Sizilien. Und das sind nicht nur äußere Orte.
Es sind mir meist auch Schreiborte. Orte der Kreativität. Der Präsenz.

Ja, ich entdecke unglaublich gerne und ich bin da auch sehr neugierig und leicht wie ein Schmetterling!

Auf meine Art. Zu Fuß, mit Bus oder Rad. Schwimmend. Mit der Bahn bin ich zweimal nach Sizilien in diesem Jahr. Nochmal den Weg bewusst wahrnehmen, die Landschaften, die die Menschen so formen. Den Brenner und Südtirol und immer wieder die Meeresenge von Messina, wo der Zug in den Bauch eines Schiffes fährt und auf Sizilien wieder heraus. Und mein Büro habe ich dabei, denn ich bin ja immer noch keine Millionärin (hahaha) und meine Angebote wachsen aus diesen Bewegungen und Begegnungen heraus. Ja, sie sortieren und verändern sich.
Wachsen heißt für mich: wahrhaftig zu sein. Was nicht mehr zu mir gehört, das fällt auch von sich aus weg oder strengt mich so an, dass ich es nicht wiederhole. Und langweilen darf es mich auch nicht …!

Freude, Begeisterung, Offenheit – das sind die tiefen, sprudelnden Quellen der Kreativität!
Genau das ist meine tolle, neue Erfahrung! 

Früher, vor 2009, hatte ich auch manchmal aus Not geschrieben. Der Antrieb war Entlastung. Das war auch okay. Doch frei machte es mich nicht. Es blieb irgendwie eng, fühlte sich vielleicht etwas weniger schwer an. Schreiben aus Seh nsucht heraus bekam dann später schon eine andere Qualität. Da ging langsam ein Samen auf, öffnete sich der Himmel. Vorsichtig, aber doch! Ich holte langsam Luft, ich schrieb von einer Nomadin, ohne es bewusst wahrzunehmen. Bis mich das Leben ganz heftig stuppste – ja, ich sehe es heute als Geschenk, dass ich mit 50 Jahren eine handfeste Trennungs-Krise erlebte – und dann mutig und mit Unterstützung das Offene, ganz Neue, ganz Ungewisse und damit das Liebevolle und Leichte und Friedvolle wählte und einfach losging.
Da hatte es nochmal ordentlich gekracht und
das Leben gab mir einen Ruck und ich mir die Erlaubnis loszugehen.
Meine Bücher geben poetisches Zeugnis.

Ich erlaube mir das Offene, die Freude, die Lebensbegeisterung. Ja! Ich brauche sie.

Ja, ich gebe mir das Versprechen und ich gab es mir schon einige Male. Ich bleibe mir treu! Wer einmal Schmetterling war und ist, der lässt sich nicht mehr einfangen. Auch wenn es immer wieder der Wandlungen bedarf. Ich “weiß” nun ungefähr, wie es sich wandelt und erfahre immer mehr davon.

Ich traue meiner Intuition.
Ja. Sie führt mich, meine Wahrheit zu leben und in die Wirklich keit zu geben.

Das ist die Auf-Gabe nun. Kraftvoll mit Worten berühren und die Menschen schreibend, reisend ins Offene und Freie und Kreative führen. Das ist mein “Kulturbeitrag”.
Ich schreibe hier viel von mir und mancher mag vielleicht sagen: “Man, nimmt die sich wichtig!”
Und ja, ich nehme mich wichtig, weil ich wie jedes Wesen auf diese Erde mit einer Bestimmung gekommen bin. Sinnvoll sein möchte. Meine Gabe erkennen und in das Große einspeisen möchte. Mein Licht nicht mehr unter den Scheffel stellen möchte. Mich noch mutiger und präsenter zeigen möchte mit

Heidrun Adriana Bomke · Lebensreiseblog

Und das habe ich mir versprochen und tue etwas dazu! Eine neue Ausbildung habe ich mir erlaubt (auch sie habe ich durch Intuition gefunden), die mich auf diesem meinen Weg begleitet von 2019 bis 2021. Meine Lehrerin ist Dr. Christina Kessler, eine Ethnologin, die seit 40 Jahren die Weisheitslehren der Ureinwohner erforscht und daraus wesentliche Erkenntnise für Theorie und Praxis unseres bewussten Lebens gefunden hat: den universellen Prozess der Lebensintelligenz. Ein großes Bewusstseinstraining mache ich bei ihr und wie beglückt mich das, mit Gleichgesinnten vereint zu sein!
“Dient es dem Leben? Was will das Leben von dir?”, so die Fragen. Das schließt natürlich auch ein, dass es zunächst mir selbst dient! Um Aufopfern geht es gar nicht. Aber darum, den Blick von innen nach außen zu richten und umgekehrt, wenn Entscheidungen zu treffen sind. Und das ist täglich!!!

Dieser eigene Weg, diese eigene Wahrheit ist das Schatzkästlein des Seins.

Und hier setze ich mal den Schlusspunkt für jetzt. Das wollte alles hinaus. Mein Schatzkästlein ist gut gefüllt. Randvoll. Liebevoll. Herzvoll.
Mein Schreibmotto habe ich gefunden:

Heidrun Adriana Bomke · Poesie des LebensDie beste Art zu schreiben ist mit den ureigenen Worten und diese fließen unmittelbar aus dem Herzen in die Hand!

So inspiriere ich Menschen, sich kreativ zu öffnen und sich an licht- und kraftvollen Orten noch mehr ins eigene Licht zu schreiben.

Ich inspiriere dazu und begleite dabei, sich die Erlaubnis zu geben (!), offener, freier und damit ureigen kreativer und menschlicher zu leben. Probieren Sie es doch einmal aus!
SCHREIBREISENHeidrun Adriana Bomke · Poesie des Lebens

Ich bin dankbar für all das Erlauben und die Lebendigkeit, die in mein Leben kam. Für das Spüren einer tiefen Lebensquelle, die für uns alle da ist: Eine große Lebensenergie! Hier, in meinem Geburtsort, sehe ich sie immer an einer Quelle, die neben einer großen Linde fließt, fließt, fließt … Das Leben hat viele Bilder, die uns den Weg weisen. Das Leben schenkt mir wirklich viel und ich möchte ihm noch viel Schönes geben.

Ja, ich erlaube es mir! In Berlin, Sizilien … wo auch immer mich das Leben hinführt!
Ich bin bereit. Ich bleibe mir treu.

Fambach, den 15. Janaur 2020, Dr. Heidrun Adriana Bomke, die Frau mit dem Übermut!

Sacrower Heilandskirche
Ein Baumherz schaute mich im Herbst 2019 an am Sacrower See.
Heidrun Adriana Bomke
Zwischen Vollmond und Sonnenaufgang ging ich am Meer in Punta Secca am 14.10.2019. Ein magischer Morgen.
Heidrun Adriana Bomke

Die Farben des Südens – Gedicht

Punta Secca

Die Farben des Südens

Eine Angel flattert gebogen im leichten Morgenwind
zum nimmermüden Wellenrauschen neigt sie sich hin.

Sonntag ist’s unter dem Leuchtturm in Punta Secca
wo ich bin.

Ich schaue hinaus in die Farben des Südens
hellblausmaragd mit hüpfend weißen Krönchen und dunkelblauen Tiefen.

Ein Tag zum Verlieben
Ich werd ihn genießen.

© 5. Januar 2020, Heidrun Adriana Bomke, Punta Secca, Sizilien

Zu den Farben des Südens, ins äußere und innere Licht, führen meine besonderen Schreibreisen nach Sizilien. Dass eigene Licht leuchten zu lassen.
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