Wahre Liebe

Schreibreise Sizilien

“Wahre Liebe ist wie die Sonne, die ihr eigenes Licht aussendet und es gleichermaßen auf alle erstrahlen lässt.”

Thich Nhat Hanh

In den letzten Wochen begegneten mir immer wieder diese Worte des vietnamesichen Zenmeisters Thich Nhat Hanh. Auf einer Postkarte, auf einem Zettel, der aus meinem Kalender fiel. Ich mag diese Zetteleien, die sich mir dann im rechten Augenblick neu offenbaren. Mir Mitteilung geben. Meine Aufmerksamkeit vertiefen.

Wahre Liebe

Ich lausche den Worten. Immer tiefer legen sie sich in mich hinein. Ganz tief, ganz tief in mir beginnt eine große Ahnung Raum zu greifen. Immer ist sie mit einem Lächeln verbunden. Bereits 2011 und 2012 hatte ich in der alten Stadt Syrakus am Meer Sonnenaufgangsgedichte geschrieben. “Wo das Licht wohnt” – damals begann das Staunen und Ahnen einer wundervollen Verbindung. Kontemplation gepaart mit tiefem Erkennen. Eine Anbindung an “etwas”. Es gab mir Zeichen. Ich konnte sie einatmen, fühlen, sogar hören und aufschreiben. Eine Offenbarung, so scheint mir.

Wie die Sonne

Schreibreise Syrakus
© Sonnenaufgang in Syrakus am 20.10.2019 – ich stehe lange am Ufer der alten Stadt an der Ionischen Küste. Meditiere, fotografiere.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Vergleich ist sinnbildlich. Ich habe im Oktober sehr oft am Meer von Punta Secca und Syrakus auf Sizilien dem Sonnenaufgang zugeschaut. Von der ersten zarten Morgenröte über das Ausbreiten des Lichts bis hin zum Aufsteigen des Sonnenballs. Es dauert ca. eine halbe Stunde. Und dann erlebe ich das Gold, das alles überflutet. Und ich erlebte es als Wunder. Ja, das Wort ist treffend.

Ihr Licht aussendet

Mich erfasste das wahrhafte Gefühl, dass es eine liebevolle Kraft ist, ein liebevoller Kosmos, der uns so beschenkt. Unglaublich schön, magisch, bestaunenswert. Und ich mitten darin. Welch Glück! Wir alle inmitten des Wunders. Ich werde beschenkt. Jeden Tag. Immerzu. Und nicht nur ich.

© Corona am 8.5.19 über Punta Secca. Während einer Bootsfahrt mit Schreibenden im Mai 2019 war der Strahlenkranz plötzlich über uns. Und blieb eine ganze Weile da. Ich sah es als Zeichen. Schon einmal, 2015 im April, hatte ich mit einer anderen Gruppe die Corono gesehen, auf dem Kultfelsen der Demeter in Enna.

Und es gleichermaßen auf alle erstrahlen lässt

Das klingt selbstverständlich und einfach. Natürlich. Die Sonne sendet ihr Licht auf alles, auch wenn wir nicht immer ihre volle Kraft sehen und spüren. Die Sonne wertschätzt alles und alle. Sie ist bedingungslos.

Auf alle

Ich spüre so viel Frieden in diesen beiden Worten, die nicht trennen. Die herabfallen wie Gold. Warm und schön. Gnade.

Und ich möchte es weiter versuchen und von der Sonne lernen.

Eure Heidrun Adriana Bomke · 5.11.19 Posie des Lebens-Lebendig schreiben

Wandlung wagen!
Junger Fischer in Punta Secca. Ich traf ihn oft mit einem alten Holzboot dort, wo auch die grünäugige Meeresfrau Gabriela wohnt. Wir wechselten immer ein paar liebevolle Worte am frühen Morgen.

 

 

 

Luzern – Richard Wagner und die Erbfolgen

Luzern-Tribsche terrasse

Luzern – Osterspaziergang und Richard Wagner

Ostersamstag, den 20.4.19, Tribsche Terrasse – Richard-Wagner-Museum Luzern

Ich gehe aus dem Tribschen Haus auf der Höhe über dem Vierwaldstetter See in Luzern.

Im Hof und Garten ein Ausflugscafé. Einfache Holztische. Holzstühle mit originellen runden Kissen. Ich sitze auf einer Limone. Kleine Kiesel unter den Fußen. Man hört alle Schritte. Die Bedienung ist freundlich, jung und unkompliziert. Über uns hellgrün blühende Bäume und die Pracht der Magnolien – der leichte Wind bläst die Magnolienblätter herab.

Das Schwyzerdütsch gleitet an meinen Ohren vorbei.

Mir gegenüber ein älteres Ehepaar mit einem Eis. Ich verstehe „genau“ nur „nein“ und mehr nicht. Am Nebentisch ein junges Paar mit einem Baby. Der Papa hat es liebevoll in einem Brusttuch auf seinem nackten behaarten Oberkörper. Ich muss immer wieder hinschauen. Es berührt mich. Vorhin wurde mir auch klar, wie gut es ist, die kleinen Menschenkinder so mit sich zu tragen. Sie sind ja die Bewegung und menschliche Wärme gewohnt von ihrer Zeit im Bauch. Wusste ich das, als ich meinen 1. Sohn mit 27 Jahren bekam? Doch Wissen und Tun sind nicht immer deckungsgleich. Es gibt noch den Instinkt und die Intuition.

In mir wogen noch die Eindrücke des Museums – Richard Wagner gewidmet, der hier in der Tribschen Villa von 1866-1872 wohnte.

Wagner ist mir bis heute fremd. Manchmal fühlte ich den Bann dieser gewaltigen Zyklen und gerade weil sie so gewaltig für mich waren, konnte ich nicht hinein. Ich blieb eher abgeschreckt oder erschreckt davor. Vielleicht fehlt mir einfach der Zugang zu seiner Genialität. Denn genial muss er gewesen sein für solche Musik.

Nun ging ich durch die Räume. Viel Wille und viel Größe und viel Musik und auch Zartheit, wenn ich List anschaute und die Darstellung der Brünhild aus der “Wallküre” – solch eine Enttäuschung im Gesicht.

In der Sonderausstellung zu Siegfried Wagner dann die aufgereihte Ahnenreihe – da gehe ich hinaus.

Dynastien, welcher Art auch immer, sind nichts für mich. Dafür habe ich keine Anlage. Noch nicht einmal für kleinere Familiendynastien. Nie hat mich mein Stammbaum interessiert. Vielleicht ein Mangel. Ich habe kein Standesbewusstsein. Hat das etwas mit Selbstbewusstsein zu tun? Neiin, für mich nicht. Mir mangelt nichts bis heute. Wie ich hier sitze in der Natur als Schreibende bin ich schon ahnungsvoll.
Immer wieder scheint mir bei solchen Überanstrengungen hervor, wie schnell eine Überhöhung zu Machtwillen deformiert und dann möglicherweise zu Druck, Zwang, Abwertung, gar Gewalt.
Wagner als Nationalheld – „Der Ring der Nibelungen“ als Nationalmythos. Die Nähe Siegfrieds und seiner Frau zu Hitler. Woher kommt das alles, dieses größenwahnsinnige Beladensein?

Das „Darstellenwollen“ und das „Darstellenmüssen“.

Die Villa „Wahnfried“, der Nationalismus, der Anti-Semitismus, der Anti-Feminsimus. Die Überhöhung der Mutter, der göttlichen Liebe als Mythos, der Nibelungentreue.

Ludwig der II. fühlte sich als Regent genau davon gerufen. Mäzenatentum.

Als ich im ehemaligen Kinderzimmer von Siegfried stehe, da erschrecke ich doch. Dunkel muss es hier gewesen sein für den endlich männlichen Nachfolger. Ein traurig-zusammengekniffenes, fast abwesendes Gesicht sehe ich neben dem stolzen Vater.

Siegfried lebte als hochbegabter Mensch das Künstlertum und die Homosexualität und seine Rolle als Erbfolger auch. 1930 bewahrt ihn der Herzinfarkt vor dem Machtantritt der Nationalsozialisten? Was wäre aus ihm als Homosexueller geworden? So viel Ambivalentes. Fassade und Essenz.

Die „Siegfried-Idylle“ erreicht mich beim Hören in ihrer Zartheit. Da fühle ich verspielte Liebe.

Dann hinaus aus dem irgendwie machtvoll engen Haus.

In die Weite des Gartens, der Wiesen. So blau ist der Osterhimmel und so viele Osterspaziergänger schmücken die grüne Landschaft mit dem See.

Die junge Kellnerin meint, dass ich höchstens drei Wochen brauche zum Schyzerdütsch und dann hab ich es kapiert. Ich bin nur eine Woche hier und werde immer wieder fragen: Wie bitte?

Unten das Tönen des Dampfschiffs, das gerade ablegt.

Heidrun Adriana Bomke, die reisende Autorin mit dem Übermut · 20.4.19, Luzern

Zum Beispiel Christa Wolf — literarisches Kalenderblatt

Heidrun Adriana Bomke-Hörbuch Übermut tut gut

Zum Beispiel Christa Wolf

Gestern, am 18.3., dachte ich einmal wieder an die Autorin Christa Wolf. Es war ihr Geburtstag – am 18.3.1929 ist sie in Wartenberg geboren – und irgendwie hat es sich mir tief eingeprägt, dieses Datum.
Mir, dem Thüringer Kind, dem Mädchen aus Ostdeutschland, der DDR-Frau- und späteren Literaturwissenschaftlerin, Biografieforscherin, heutigen Autorin und Lebensreisebegleiterin.
Ich habe meine literarische Sozialisierung genauso mit Christa Wolf erlebt wie mit Grimms Märchen und Tolstois Anna Karenina und Zolas Nana und Ditte Menschenkind und dem Meininger Theater und Tschingis Aitmatow … den Volksliedern meiner Vorfahren, den Weihnachtsliedern und den kleinen Gebeten am Abend, Goethes Osterspaziergang und Scholochows Menschenschicksal … – und eben sie.

Christa Wolf – Berührung

Ja, es berührt mich etwas im Innern, wenn ich an die Autorin denke, die ich auch persönlich kannte. Sie hatte eine Eigenschaft, die ich sehr schätze: Wahrhaftigkeit. Die Suche nach Authentizität in ihrem Schreiben – sie sprach von “subjektiver Authentizität”. Ein Jahrzehnt schon habe ich ihre Bücher nach Jahren der Vermittlung in Lehre und Forschung zur Seite gelegt, verschenkt …, doch ein paar sind noch in meiner Reisebibliothek. Letztmalig sprach ich zu ihr an der Universität von Catania (Sizilien) – es war im Juni 2012. Da war sie bereits ein halbes Jahr tot, die weltbekannte deutsche Schriftstellerin Christa Wolf.  Wer mag, schaue einmal auf meine Vortragstätigkeit. Manchmal braucht es Pausen. Auch das Vergessen. Neues nimmt Platz, so viel Südliches, Italienisches, Sizilianisches … – und ich spüre, dass auch sie nochmal und anders Platz nehmen wird in meinem eigenen Schreiben, das auch ein Erinnern einschließt. Ein Neu-Sehen.
Ich erinnere heute vor allem ein Buch, das mich sehr früh berührt hat:

Nachdenken über Christa T.

Eigentlich ein melancholisches Buch, wie viele ihrer Bücher, die sie im Balanceakt zwischen eigenen Erfahrungen und eigenem Erkennen sowie einer großen Utopie geschrieben hat.
Christa T. – da bläst eine junge Frau Trompete, findet ihren Ton. Entdeckt sich als einzeln, besonders – sie wird krank werden und sterben. Doch man vergisst sie nicht, wenn man das Buch einmal gelesen.
Ich war Studentin der Germansitik und Slawistik. Da klang etwas in mir an, das gesellschaftlich nicht verordnet war – dieses individuelle Lebensgefühl. Es gab im philosophischen Wörterbuch der DDR das Wort Individualität zu dem Zeitpunkt nicht. Da keimte etwas in mir auf … heute steht es in voller Blüte:

Das Eigene – Die Poesie des eigenen Lebens

Und ich entdeckte gestern beim Blättern in meinen eigenen vielen Texten, dass ich seit 2004 einen Text zu Christa Wolf geschrieben – eine Collage, wenn man so will – eine Textmontage aus vielen ihrer Bücher, aus eigenen Gedankenfetzen. Und ich habe sie sogar in Sizilien 2011 ergänzt und bin Christa Wolf in Gestalt einer Ausstellung vn Arbeiten der Künstler, die ihre Werke illustrierten oder Eigenes dazu schufen, dann 2015 im Tucholsky-Museum in Rheinsberg wieder begegnet. Unverhofft.
In Erinnerung blieb mir das Gefühl, dass Wolfs Bücher und diese Kunstwerke zu meiner Geschichte gehören. Sie beschweren mich nicht mehr – sie sind.
Und ich habe die Illusion der Vollendung abgelegt, dieses Große, Allwissende, auch Dominante, Bessere … – alle Utopien. Nein, danke!, das sage ich laut und deutlich.

Machen wir menschliche Entwürfe von uns selbst – wagen wir lebendig und friedvoll zu sein

Hier könnt ihr ihn lesen, meinen Text zu Christa Wolf (einfach klicken):

begreifen, dass wir ein entwurf sind – für christa wolf

Heidrun Adriana BomkeVon Herzen

Heidrun Adriana Bomke, die Frau mit dem

Wind im Haar

Hier geht es zu meinen Büchern.

Nächste LESUNG am 4.4., 20 Uhr in Bremen

 

Meine 13 magischen Wortweisheiten für das Jahr 2019

Magie

Meine 13 magischen Wortweisheiten für das Jahr 2019

All mein Schreiben und zunehmend mein Leben durchzieht die tiefe lebendige Verbindung mit dem Kosmischen, dem Großen und Ganzen. Spiritualität sagt man auch dazu. Eine andere Dimension der Liebe

Lebensliebe, die Magie und meine ureigene Poesie in sich birgt.

Essenzen daraus sind mir zugefallen, durfte ich auf den Punkt bringen. Ich gebe sie weiter als

13 Magische Wortweisheiten für das Jahr 2019

Öfter einmal “Wind im Haar” macht leicht und froh dich Jahr um Jahr!

Geh, wohin deine Sehnsucht dich findet.

Lausche lange deiner ureigenen Stimme und dann: Folge ihr!

Lebe mit einem Lächeln und du wirst Freude und Liebe entdecken!

Schenke der Welt deine Gaben, sie wird sich daran laben.

Geh in die Stille, wenn sie dich ruft.

Springe in die Fluten, wenn du sie brauchst.

Lebe mit viel Leichtigkeit! Das Leben ist schon schwer genug.

Feuer, Wasser, Erde, Luft – Natürlichkeit bringt Lebensduft!

Wenigstens einmal im Leben darfst du eine ganz neue Chance dir geben!

Öfter im Leben darfst du dir die Erlaubnis geben!

Mensch sei weise, geh auf deine ureigne Lebensreise!

Übermut tut wirklich gut!

Finde deine Zauberformel! Wie heißt sie?:

Du willst mehr über die Magie der Worte erfahren, sie in dir selbst erleben? Dann empfehle ich meine Frühlingsschreibreise vom 20.-24.3.2019 in die Mark Brandenburg:

“Die Magie der Poesie”– Schreibend Frühlingskraft wecken

Heidrun Adriana Bomke, die Frau mit dem Wind im Haar

 

 

 

Was mir wirklich wichtig ist – liebevoll sein

Weihnachtslichter

Was mir wirklich wichtig ist – liebevoll sein

Wissen Sie genau – und wissen meint hier die Herzweisheiten – was in Ihrem Leben wichtig und wertvoll ist? Was für Sie zählt? Was sofort als innere Stimme in Ihnen und dir aufsteigt bei dieser Frage?

Ich habe es für mich einmal gesammelt – seit Monaten bewegt mich die Frage.
Sicher ist meine Herzensaufzählung nicht vollständig – ich werde sie laufend ergänzen.

· Mit dem ganzen Herzen sein – aus dem vollen Herzen tun.

Nur so fühle ich tief, was wesentlich ist. Das ist eine Übung, in jedem Moment.
Und da tauchen vor meinem inneren Auge Bilder auf: meine Söhne, meine Eltern, der Himmel und das Meer, meine Begegnung mit dem Kosmischen, die Poesie des Lebens, die ich spüre, schreibe und weitergebe; meine Klientinnen und Klienten, die ein wertvoller Teil davon sind.

· Das Leben ist für mich eine Reise mit vielen Stationen.
In meinem Hörbuch “Übermut tut gut!” erzähle ich davon.

Ich versuche diese Reise mit Hingabe und in Offenheit lebendig zu leben. Auch die Untiefen, das Dunkle – ich habe auch davon schon einiges erfahren – Es geht darum, alles zu leben!, so sagt Rainer Maria Rilke, mein poetischer Begleiter in allen Lebenslagen.

· Ich schätze den Augenblick und bin eine schreibende Sammlerin von Augenblicken.

Leben ist der freie Atem, in jedem Augenblick. Das ist für mich die Wahrheit geworden. Im Unterwegssein die letzten sieben Jahre habe ich genau das erfahren! SEIN im AUGENBLICK – ÖFFNUNG FÜR DEN MOMENT, egal wo. So habe ich so viel Schönes und Neues erleben dürfen.

UNTER DEM FREIEN HIMMEL IN MIR!,
das ist ein Lebensmotiv für mich.

· Ich spüre mit zunehmenden Alter, dass Leben und Tod zusammengehören.

Zwei Pole des Seins, die ein Gleichgewicht möchten. Da verstehe ich Rilke immer ebsser, der sagte, dass es die Anforderung des Todes an uns ist, das Hiersein ganz auszuschöpfen.

· Selbstliebe und Liebe gehören für mich fest zusammen.

Ich lerne es, gut für mich zu sorgen: Was brauche ich? Womit geht es mir gut? Nur dann kann ich gut und liebevoll für andere dasein. Bin ich selbst nicht gut gefüllt, dann kann ich schlecht geben. So lerne ich auch

· Grenzen zu setzen und ich mache mich nicht mehr zum Opfer.

Ich sage auch einmal Nein oder: Jetzt nicht, später vielleicht.

· Ich lerne immer mehr, meiner sehr feinen Intuition und Hochsensibilität zu vertrauen.

Ich entwickle sie weiter. Mein Schreiben, das unbedingte Sein in der Natur, in Stille und Natürlichkeit, der Austausch mit Seelenverwandten, die Beachtung meiner Träume, mein poetisches Schatzkästlein, kleine Rituale und Begleitungen (Yoga, meditation, Spaziergänge, Stille, Astrologie, Tarot, Engel und Gött*innen, Märchen) pflege ich.

· Ich begegne allen Wesen respektvoll, friedlich und freundlich – ich versuche es wirklich:

Den Menschen jeden Tag, den Tieren, den Bäumen, den Blumen, meinen Klienten … – ich übe mich in Toleranz und versuche nicht zu werten. Es so stehen lassen und meine Ansicht hinzufügen.

· Ich diene dem Leben da, wo es mich um Hilfe bittet.

Das geschah beispielsweise, als mein Vater sehr krank wurde und ich die Chance hatte, ihn wirklich über einen langen Zeitraum zu begleiten. Oder als mir in den Ätnawiesen eine kleine Hündin nachlief – ich konnte irgendwie gerade keinen Hund gebrauchen, doch ich nahm die Aufgabe und das kleine Wesen an. Und das Leben hat mir geholfen, sie zu hüten und weiterzugeben!

· Ich bin davon überzeugt, dass das Leben mich liebt!

Und ich hier bin, damit auch ich es wahrhaft lieben und leben lerne – mit all seinen Seiten.

· Ich schätze und achte mich selbst.

Ich bin es wert, mich selbst gut zu behandeln und gut behandelt zu werden. Ich beende alle Beziehungen etc., die mir nicht mehr guttun und pflege alles, was meinem inneren Wachstum dient.

· Ich liebe und gestalte meine Arbeit als Freiberuflerin und Gründerin von Poesie des Lebens-Lebendig schreiben

 

· Ich gestalte meine besondere künstlerische Arbeit mit all den Gaben und den Professionen,

die ich als Basisausbildungen habe (Lehrerin, promovierte Literaturwissenschaftlerin, Biografieforscheriin mit Ausbildung in Poesietherapie). Ich habe herausgefunden und finde heraus, was genau meine Besonderheiten und Kostbarkeiten sind: lebendige Lesungen, sehr individuelle Schreibreisen zum Entdecken im Außen und Innen, biografische Arbeit und Schreibbegleituung, Begleitung von Wandlungsprozessen, die Arbeit mit Kleinstgruppen bis 7 Personen.

· Ich kreiere und inspiriere zu Leichtigkeit, Schöpferkraft und Muße.

Das ist eine wahre Kostbarkeit, die auch ihren Preis verdient. Ich arbeite sehr individuell, meine Klienten haben meine volle Hingabe in der Zeit der Begegnung.

· Ich inspiriere Menschen, ihre eigene Schöpferkraft immer tiefer zu entdecken,

um sich als Wesen liebevoll und lebendig zu entfalten und mit der Schönheit des Lebens zu verbinden. Ich nenne das die “Poesie des Lebens” entdecken!

· Ich glaube an die Magie der Poesie und bringe sie als Dichterin in die Welt.

Da halte ich es mit Jean Paul und seinem Satz:
“Poesie ist wie ein Duft, der sich verflüchtigt ud in der Seele die Essenz der Schönheit zurück läßt.”

· Poesie macht reich – in jeder Weise!

· Ich liebe und schätze wahre Begegnungen:

Geben und nehmen, wirklichen Austausch. Auge in Auge, von Seele zu Seele. Flüchtigkeiten sind mir fremd. Ich entwickle und mag Verbindlichkeiten. Ich pflege meine familiäre Verbundenheit und meine Freundschaften.

· Ich bitte um Vergebung und vergebe anderen Wesen.

Alle kennen das sicher: Wir spüren im Nachhinein, dass wir jemanden verletzt haben, dass wir nicht da waren, als wir da sein sollten … Leider passiert das und es ist auch mir passiert. Ich kann nur eins tun: um Vergebung bitten, dass ich nicht geholfen habe, dass ich nicht im rechten Moment da war, dass ich unangemessen reagiert habe … Und andererseits werden auch wir selbst verletzt. Ich habe das mehrmals kräftig erfahren. Das hat natürlich auch seinen Grund – ich habe auch meinen Anteil daran. Mit einem Ritual vergebe ich den Menschen. Das dauert und gelingt doch gut. So entsteht zwischenmenschlicher Frieden, werden die störenden Energien und Knflikte aufgehoben, können sich ausgleichen.

· Ich traue meiner Wahrnehmung, dass alles mit allem verbunden ist.

und jeder meiner Gedanken, meiner Handlungen einfließt iin den großen “Lebensozean”. Mit meinen positiven, freundlichen, poetischen und Mut machenden Energien kann ich ganz viel tun!

· Ich darf um Hilfe bitten, wenn ich sie brauche.

Das übe ich! Und manchmal hilft mir das Leben auch einfach, gibt mir einen Hinweis. Und ich merke: Oh, du bist mal wieder total an deine Grenze gegangen.

· Ich gehe mit einem Lächeln jeden Tag hinaus.

Auch wenn es mir einmal vergeht, das kommt schon vor. Immer wieder den inneren Frieden finden – auf meine Weise. Achtsam und aufmerksam sein.

· Ich bin mutig und lebe meine Lebendigkeit!

Ich öffne mich jeden Tag dem Neuen, gehe auf, wie es auch die Sonne tut – schaue, was mir das Leben bringt, was gerade ich möchte und tun kann. Stillstand bringt Starre!
Damit ist nicht gemeint, dass ich nicht ausruhe, entspanne – nein. Das gehört sehr zur Lebendigkeit dazu.

· Ich lebe Leichtigkeit und lasse die Dramen sein!

Das ist etwas, das mit mir wächst. Früher habe ich gerne Drama gemacht – “Damendrama”, wie ich es in meinem Reisetagebuch “Neumond in Syrakus” nenne. “Ach ich Arme – was passiert mir da wieder …”
Langsam habe ich – auch durch Begleitungen – erfahren, dass ein Konflikt, ein Dilemma, ein ungutes Gefühl etc. eine wahre Chance ist. Annehmen. Durchleben. Schauen, was einem hilft, um wieder aus der Krise zu kommen. Entdecken, was sie mir sagen möchte.Leider ist es so, dass Dramen oft viel mehr Aufmerksamkeit bekommen als gute Nachrichten, Freude etc. Und Menschen, die ins Drama gehen, wie auch immer, bekommen sie auch. Das habe ich bei mir “durchschaut”.

Und dann konnte ich leichter werden – wirklich auch Ballast im Innen und Außen abladen – und loslassen. Auf meinem Blog erzähle ich, wie ich loslassen konnte … bis ich über Jahre hinweg erkannte:

Es darf mir so richtig gutgehn und ab, ja:

· Neu losgehen – mutig ins Offene!
Ja, Übermut tut gut! – mein Mut zum wandelnden Leben.

“Ich weiß es noch nicht”, das ist ein Satz geworden, den ich seit 2010 öfter gesagt habe. Und das war weder Koketterie noch Lüge, es war einfach so. ich wusste nicht, wo ich in eiinem Monat wohne oder wie ich auf Reisen auch meinen unterhalt verdiene (ich hatte wohl Ahnungen davon). ich weiß auch gerade jetzt noch nicht, wo ich im April wohnen werde. … und so ist so viel entstanden, von dem ich noch nicht einmal geträumt hatte! Drei Reisebücher beispielsweise in sieben Jahren. Ich habe italienisch gelernt und so viele neue Menschen kennengelernt. … – und diese kraftvolle Insel Sizilien!

· Ich kann mich erneuern und muss niemals perfekt sein.

Perfektionismus ist Angst vor dem Versagen. Ich schaue meine Ängste an und habe erfahren, dass ich sie verwandeln kann.

· Ich liebe das Leben und habe mich entschlossen, es tief und möglichst ganz zu entdecken!

Das war irgendwie schon immer so, bereits als Kind hatte ich dieses Gespür, und so möge es bleiben. Das Leben ist ein Geschenk für mich, das ich ein lebenlang auspacken kann! Und ich freue mich, dass ich wirklich die Schleife aufgemacht habe …!

· Ich lebe einfach und natürlich.

Das steht gerade jetzt im letzten Lebensdrittel als Wert für mich ganz oben. genau schauen, womit ich mich umgebe, wofür ich Geld ausgebe, was ich esse, wie ich reise, womit ich mich kleide. ich bin keiine Anhängerin der Konsumwelt und lebe mit wenigem. “Einfach und natürlich” ist mein Motto dabei.

· Die Natur ist meine Lehrerin. In der Kunst, im Schreiben, im täglichen Leben.

· Ich bin dankbar und übe mich wirklich jeden Tag darin.
Ich danke der Sonne und den Elementen, dass sie mir das leben ermöglichen . Ich danke und vertraue.

· Ich habe einen Schutzengel und bitte um Schutz für meine Familie, mich und dass alles natürlich und liebevoll bleibt, Konflikte sich auflösen etc. Ich vertraue, dass ich geleitet bin.

· Und ich habe eine Vision:

Lebendig, leicht und voller Kreativität älter zu werden und der Welt zu geben, was ich geben kann.

Heidrun Adriana Bomke · Poetin · Literaturwissenschaftlerin · Biografin · Lebensreisebegleiterinmit Leichtigkeit in Punta Secca

Heidrun Adriana Bomke
Heidrun Adriana Bomke

Bremen im Advent

Advent im Dom zu Bremen

Bremen im Advent

Heute bin auch ich ein bisschen angekommen – einfach anders. Avenire – ankommen. Über den Marktplatz mit dem Weihnachtsmarkt. Domsheide. Das leuchtende Rathaus.

Die Mittagsandacht im St. Petri Dom. Lange habe ich gesessen in dieser großen Stille. Die Sätze der Pfarrerin angehört:

Gott, dir vertraue ich. Hilf mir, dass ich nicht verloren gehe.

Tränen rollten mir über die Wangen. Berührung. Ich lasse sie zu. Es tut gut. Tränen sind der Regen der Seele, so spüre ich immer wieder. ich bin berührt vom Leben. Von den Worten der Pfarrerin, von der stillen Andacht, von den Kerzen, die leuchten.

Advent im Dom zu Bremen
Advent im Bremer Dom

Advent – die Ankunft.

Die Ankunft Christi im großen Reigen des Lebens. Schicksal und Möglichkeit zum Lebendigsein. Immer wieder neu, immer wieder anders. Nein, ich bin im strengen Sinne nicht religiös. Doch glaube ich tief an die Liebe und das Heilige im Leben. An eine ganz starke Kraft. Ich vertraue und lächle. Hier, wie ich gerade in ein anderes Stück Bremer Himmel schaue – silbrig glitzernd.

Auch gestern Abend bin ich durch die Menschenmengen gegangen. Plötzlich fühlte ich, dass alle diese so vielen verschiedenen Leute Sehnsucht haben. Mitten im Leben sein möchten. Miteinander sein möchten. Auch wenn sie es nicht zeigen oder vielleicht fast vergessen haben.

Das erfüllte mein Herz. Und unerwartet tauchten in dem ganzen Weihnachtsrummeltreiben engelhafte Gestalten auf. Die Menschen strömten hin. Ich winkte ihnen zu. Ankommen – Advent.

Weihnachtszauber in Bremen
Weihnachtszauber in Bremen