Du zeigst, wie man Wandel leben kann! – Feedback einer Teilnehmerinn

Meer der Odyssee

Das folgende Feedback kommt von einer jungen Frau, einer Ärztin, die ihren 40. Geburtstag im Mai 2018 unterwegs auf Sizilien am Meer feierte. Vier Tage begleitete ich sie schreibend in Punta Secca, Randello, Kamarina, Caucana, Donnafugata.
Eine Einzelbegleitung

  • für Menschen, die wahrhaft Wandlung wagen und sich spüren möchten
  • für Menschen, die noch Angst spüren vor dem Neuen, Offenen und gleichzeitig Sehnsucht danach haben
  • für Menschen, die für Übergänge (ob beruflich, privat) eine hilfreiche ganzheitliche und kreative Begleitung wünschen
  • für Menschen, die das Abenteuerliche lieben: im Innen und Außen
  • für Menschen, die sich schreibend entdecken und wachsen möchten

Mein Angebot: WANDLUNG WAGEN – Gehe auf die Reise zu dir!
Aus der Enge ins Offene – Schreibend zu sich selbst.

„Du zeigst, wie man Wandel leben kann! (das Feedback)

Ich bin hierher gekommen und wusste nicht, was geschieht. Was auf mich zukommt …

Ich habe eine tiefe Berührung erfahren – ich habe mich selbst hier so sehr spüren können, habe einen offenen Zugang zu mir gewonnen!

Deine Verbindung zu mir:

Du hast mit deiner Begleitung eine unglaubliche Gabe, im Reisen nach außen die Reise zu sich selbst zu machen!

Im Alltag bin ich abgelenkt von mir, entferne mich immer wieder von mir … – es passiert so oft!

Mit den Themen, die du vorgibst, mit deiner intuitiven und hellfühligen Art und Gabe, geht man tief auf eine tiefe Reise.

Man nimmt die Impulse auf oder spürt selbst, was einen öffnet – das ist sehr heilsam.

Auch dass du mich zum Schreiben hinbewegst – mit Atem- und Körperübungen, das ist achtsam und fein.

Ich bekomme das Gefühl: ES GEHT NUR UM MICH!

DU HAST EIN UNGLAUBLICHES GESPÜR FÜR INNERE PROZESSE.
(Ja, ich bin auch Biografieforscherin und Biografin)

DU ZEIGST, WIE MAN WANDEL LEBEN KANN.

ES IST ECHT, WAS DU ZEIGST, WEIL DU ES LEBST!

DU TRÄGST DIE ELEMENTE IN DIR!

DU ZEIGST AUF, DAS POLARITÄT ZUSAMMENGEHÖRT.

EHRLICH GESAGT, WAR DIESE REISE EIN WIEDERGEBURT!

DAS SEIN AM MEER BIETET ÖFFNUNGSMÖGLICHKEITEN.

Eine Kostbarkeit für Menschen mit hoher Sensitivität, die Öffnung suchen. Freude, Leichtigkeit und Wohligkeit entfalten sich. Entspannung. Totale Öffnung –

Ich bin in die Freiheit gegangen und habe mich hineingeschrieben!

Es ist auch eine Erweckung des Herzens – das seelische Potential wird erfasst.

ES GEHT NUR UM DICH! – GEHE AUF DIE REISE ZU DIR SELBST
Aus der Enge ins Offene – Schreibend zu sich selbst!“

Wandlung wagen - Ins Offene
Aus der Enge ins Offene

 

Fragen Sie sehr gerne nach.

Diese besondere Schreibbegleitung für Einzelpersonen auf Sizilien (und an ausgewählten anderen Kraftorten) sind ab 3-7 Tage buchbar.

WANDLUNG WAGEN – Gehe auf die Reise zu dir selbst! Aus der Enge ins Offene!
Schreibend zu dir.

Heidrun Adriana Bomke · Poesie des Lebens-Lebendig schreiben

Advent in Bremen

Bremer Dom

Mittagsgebet im Dom zu Bremen, 1.12.18 – Advent

Gott, dir vertraue ich. Hilf mir, dass ich nicht verloren gehe.

Diesen Worten lausche ich zum Mittagsgebet im wundervollen Bremer Dom. Der Advent beginnt.

Das Wort „Advent“.
Welche Bilder tauchen auf?
Welche Worte steigen vom Herzen in die Hand?

Gleich den Stift in die Hand nehmen und aufschreiben!

Bei mir ist es das Christkind, das ich wahrhaftig gesehen habe. Dann die Glöckchen der kleinen sich drehenden Pyramide, die mit jeder Kerze schneller und lauter wurde! Wie der Schnee fällt und alles still wird. „Das Mädchen mit den Schwefelhölzchen“ sehe ich auch stehen. Frau Holle lässt es schneien. „Leise rieselt der Schnee“. Und den kleinen Fleischwolf sehe ich, mit dem wir den Butterplätzchenteig drehten zu Keksen.
Und dann wieder das Christkind aus dem Himmelstor. „Vom Himmel hoch, da komm ich her“

Nein, ich bin im strengen Sinne nicht „gläubig“. Doch glaube ich tief an die Liebe und das Heilige im Leben. An eine ganz starke Kraft, mit der ich oft verbunden bin. Vor allem in der Natur. Ich vertraue und lächle. Hier, wie ich gerade in ein anderes Stück Bremer Himmel schaue – silbrig glitzernd.

Tret ich in mein Zimmer ein
Seh ich einen hellen Schein
Frage nun mein Herz ganz still
Lausche tief
Was es mir sagen will.

Advent – die Ankunft.

Die Ankunft Christi im großen Reigen des Lebens. Die Möglichkeit der Lebendigkeit tut sich auf. Immer wieder neu, immer wieder anders. Öffnung zum Lebendig-Sein aus dem Schicksal heraus. Auch zum Miteinander. Immer wieder fühle ich hin: Die Menschen in den Herbergen wiesen Maria und Josef ab. Bei den Hirten und Schafen fanden sie Geborgenheit, um ihr Kind in die Welt zu geben. Ein Lebenslicht, das weit leuchtete.

1. Advent
Heute bin auch ich ein bisschen angekommen – anders. Über den Marktplatz gegangen mit dem Weihnachtsmarkt. Domsheide. Der St. Petri Dom. Die Mittagsandacht. Lange habe ich gesessen in dieser großen Stille. Tränen rollten mir über die Wangen. Berührung. Ich lasse sie zu. Es tut gut. Tränen sind der Regen der Seele, so spüre ich für mich. Auch gestern Abend bin ich durch die Menschenmengen des Weihnachtsmarktes gegangen. Plötzlich fühlte ich, dass alle diese so vielen verschiedenen Leute Sehnsucht haben. Mitten im Leben sein möchten. Miteinander sein möchten. Auch wenn sie es nicht zeigen oder vielleicht fast vergessen haben. Wenn das Kaufen und Essen und Trinken das Hinausgehen scheinbar motiviert.

Ist es im Grunde des Herzens nicht die Sehnsucht nach Liebe und Miteinander?

Was meinen Sie dazu? Was fühlt Ihr Herz im Advent?
Schreiben Sie es einfach einmal auf!

Das geht nicht gut? Eine Blockade vor dem Herzen? ich helfe Ihnen mit meinem

E-Mail-Fernschreibkurs „Das Herz in die Hand nehmen“

Schauen Sie einmal und fragen Sie gerne nach! Bis zum 23.12. gibt es „Christkindrabatt“!

Ihre und eure Heidrun Adriana Bomke · gerade in Bremen

Impressionen zu den Schreibkunsttagen in Bremen & Fischerhude

Schreiben im Paula Modersohn-Becker-Museum
Augen-blinder Wortwechsel
Augen-blinder Wortwechsel

Impressionen zu den Schreibkunsttagen in Bremen & Fischerhude

schreibend im Paula-Modersohn-Becker-Museum – Gespräch mit einem Bild
Paula Modersohn-Becker-Museum
dav
unterwegs bei den Stadtmusikanten
schreiben im Bremer Dom – Mein Hier-Sein
Böttcherstraße Bremen
schreiben an der Wümme in Fischerhude – mein Herbstblatt

 

Mein Herbstblatt

Kranichschrei

Wolkenhimmel, klarstes Blau

feine Kälte, Atemhauch

Blätterwirbel im Hümme Wasser

HerbstSONNtag in Fischerhude

 

Blondes Mädchen ein Rondell

blondes Mädchen im roten Kleid

da sitzt du, an den Birkenstamm gelehnt

du träumst

blondes Mädchen im roten Kleid

dunkel das Wasser

doch hell der Horizont

blondes Mädchen im roten Kleid

da sitzt du, an den Birkenstamm gelehnt

Gelber Mantel HAIKU

leise Stimmen dort

ein gelber Mantel leuchtet

Efeu umrankt den Baum

Mein Sizilien · Fotografien von Heidrun Adriana Bomke – Ihr Weihnachtsgeschenk?

Schneerose_Heidrun Adriana Bomke

Mein Sizilien · Fotografien von Heidrun Adriana Bomke

Mit meiner Seele bin ich verbunden mit den Kräften und Wundern der Natur. Meine Fotografien aus Sizilien strahlen dies aus. Sie führen in die Elemente Feuer, Erde, Wasser, Luft, Holz. Sie verlebendigen Stille, Urkraft, Tiefe, Freude, Erwachen, Sanftheit, Liebe und Vertrauen in die wandelnden Rhythmen des Lebens . Sie können diese Fotografien auf Leinwand kaufen.

Ihr Weihnachtsgeschenk?!

Seelensamt_Heidrun Adriana Bomke
Seelensamt · 40×60 · Leinwand
Erwachen_Heidrun Adriana Bomke
Erwachen · 40×60 · Leinwand
Schattentänzerin_Heidrun Adriana Bomke
Schattentänzerin · 45×45 · Leinwand
Lebenskraft_Heidrun Adriana Bomke
Lebenskraft · 45×45 · Leinwand
Urfeuer_Heidrun Adriana Bomke
Urfeuer · 40×45 · Leinwand
Lavatürkismeer_Heidrun Adriana Bomke
von weit · 45×45 · Leinwand
Blauer Winterblick_Heidrun Adriana Bomke
Blauer Winterblick · 40×60 · Leinwand
Stiller Weg_Heidrun Adriana Bomke
Stiller Weg · 40×60 · Leinwand

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schneerose_Heidrun Adriana Bomke
Schneerose · 45×45 · Leinwand
Wiege des Lichts
Wiege des Lichts · 40×60 · Leinwand

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Formate 40×60 kosten 130 € und die kleineren 90 € plus Versand. Fragen Sie einfach nach. Ich schicke Ihnen das Bild nebst Rechnung zu. Vielleicht ein schönes Geschenk für einen lieben Menschen oder für sich selbst im lichtvollen Weihnachtsmonat.

Kontakt: +4917638091094
info@heidrunbomke.de

Novembergedichte

Novermbergedichte

Novembergedichte

Der November bezaubert uns in diesem Jahr. Er dichtet mir solch schöne Verse vor! Der November, der so viel gefürchtete, er ist so mild noch und bunt. Für mich ist er der mäßige Vorbote des Advents mit seinem goldenen Glanz. Ja, auch mit seinem Grau, seiner so großen Genügsamkeit, seiner Leere bereitet er das Folgende vor. Über Jahre, merke ich gerade, habe ich Novembergedichte geschrieben. Ich spüre, wie unterschiedlich die Situationen waren. Wie die Stimmung des lyrischen Ich immer anders und so offen. Hier gibt es ausgewählte

 N o v e m b e r g e d i c h t e

AM WERDERSEE

So hell noch leuchten die bunten Blätter
Der November beschenkt uns mit Sommerwetter

Wir spazieren so freudvoll am See
Das Herbstherz hüpft noch ohne Weh
Kinder spielen mit Eimerchen am kleinen Strand
Andere gehen schon mit Laternen in ihrer Hand

So hell noch leuchten die bunten Blätter
Der November beschenkt uns mit Sommerwetter.

7.11.18, Neumond, Bremen

DER NOVEMBER LEGT SICH SANFT ZUR RUH
Für Beata

Meine ruhigen Schritte auf dem nassen Herbstlaub.

Fast tonlos mein Gehen.

Ich verweile.

Lausche dem leisen Tropfen des Novemberregens.

Das aufgeschreckte Flattern eines Vogels neben mir.

Am Himmel küssen sich die Abendwolken.

Da ist er auch schon.

Der erste Stern leuchtet ohne Laut.

Feierlich am Neumondtag unter dem Vulkan.

So still sein ewig Feuer in der blauen Stunde.

Nur im Kamin jetzt züngelt das Holz.

Heult eine ferne Stimme mir zu.

Seelige Dunkelheit fällt herab.

Der November legt sich sanft zur Ruh.

29.11.16, 17.25 Uhr, Contrada Monte Arso am Etna sud

WO DAS LICHT WOHNT
Sonnenaufgang in Siracusa

Jetzt weiß ich
Wo das Licht wohnt
Es gibt nicht nur eine Tür
zwischen Wolkenhäusern und Schneegebirgen
zwischen blauer Morgenluft und weißbrausendem Meer

Ich sehe drei Pforten
Und das Licht findet den Eingang
da oder dort oder auch hier

Heute hatte es sich hinter einer kleinen Dali-Wolke versteckt
kommt auf einem Fischerboot daher zu mir.

24.11. 2012, Syrakus


Mein buntes Sommerkleid

Das Jahr geht den Novemberweg.
Mein buntes Sommerkleid
zerschlissen
hängt am Schrank.

Ich schneide es in Fetzen
winke der Sonne zu
und mache mich auf

die Reise …

8.11. 2012, Contrada Monte Arso, Ätna

(PS: Eine Freundin sagte damals: „Das musst du doch nicht zerschneiden, ist doch eine Erinnerung.“ Doch ich habe es ganz froh zerschnitten, es hatte ja seine Zeit … )

Novemberherzen

Die grauen Wolken tropfen.
Auf den Steinen spielt das Wasser.

Ein Eichelhäher sitzt in der Weide.
Er zählt die fallenden Blätter und ruft
Die Zeit aus wie der Kuckuck im Frühling.

Ich betrachte die gepflanzten Herzen im Garten und verbrenne noch einen Brief.

3./4.11. 2009, Breselenz

Voilà, Zeit vergeht wirklich. Gedichte entspringen als poetische Form so dem Augenblick, sind besonders tief verwurzelt in unseren Seelen und Herzen.

Probieren auch Sie es. Finden Sie Ihre ureigenen Poesie, Ihre Worte!
Ich helfe Ihnen gerne dabei. Mit Fernschreibkursen, oder unterwegs auf Reisen. Hier die nächsten Termine.

Heidrun Adriana Bomke, die Poetin mit dem Übermut,

Poesie des Lebens-Lebendig schreiben

 

 

Video: ÜBERMUT TUT GUT! Aus meinem wandelnden Leben – Vortrag am 30. September 2018

ÜBERMUT TUT GUT! Aus meinem wandelnden Leben –
Video meines Vortrags zum Impulstag des Sorriso Verlages in Radolfzell am 30.9.2018

Viel Freude mit meinem Vortrag, der so viel und berührend erzählt aus meiner Lebensgeschichte, von meinem Wandeln und Wandel. Stille, Lebendigkeit, Berührung, Bewusstheit, Poesie …

Von Herzen
Heidrun Adriana Bomke · Poesie des Lebens-Lebendig schreiben

Herbstzeitlosen — Hilde Domin und ich

Herbstzeitlosen am Ätna

Herbstzeitlosen — Hilde Domin und ich

Hilde Domin (1909-2006) ist mir eine poetische Vorgängerin. Eine Ermutigerin. Nie habe ich sie getroffen – es wäre ja möglich gewesen. Erst um das Jahr 2004 nahm ich ihre so tiefen anderen sinnlichen Liebes- und Naturgedichte genau wahr. Und ihre Auffassungen von Poesie, die sie als magische Gebrauchsartikel bezeichnet. Ihre Poetologie ist mir nahe. Dass sie als Dichterin noch einmal neu geboren! „Mein 1. Gedicht, das war schon mein Leben“, so schreibt sie. Und sie kam mir sehr nahe. Mit ihren Gedichten. Und ich ihr. In meinen Träumen begegnete sie mir mehrfach. Ich kreierte sogar 2009 ein literarisch-musikalisches Programm für sie gemeinsam mit der Akkordeonspielerin Britta Stützer, das wir vielfach bis 2012 mit Begeisterung und viel Erfolg draußen und drinnen aufführten:

DAS ZWEITE PARADIES

Hilde DominHilde DominHilde DominZahllose Bilder berühren mein Herz. Einige davon nahm ich in eigenen Gedichten als Motiv auf. Die „Herbstzeitlosen“, „Worte sind reife Granatäpfel“, „das Klicken des Riegels, der die Stalltür leise schließt“ … Es ist wundersam, wie Worte durch die Seelen ziehen … wie wir scheinbar Lebensthemen haben, die ähnlich, obwohl die konkreten Leben ganz anders.
Heute, wo der Herbst so spürbar und die Herbstzeitlosen ihre Köpfe neigen, da denke ich wieder an sie. Lese meinen Traum, den ich hier noch einmal zitiere aus:

„Neumond in Syrakus. Reisetagebuch, 2015“

5. zum 6. April 2011, erste Nacht am Vulkan

Nächtliche Begegnung mit Hilde Domin

Hilde Domin begegnete mir heute im Traum. Die Dichterin, die mich seit Jahren berührt mit ihren Worten. Eine Vorgängerin. Ich trat seit drei Jahren erfolgreich mit einem poetischen Programm auf, begleitet von einer Musikerin: „Das zweite Paradies.“
Letztendlich war es ihr Lebensentwurf, ihre Lebensrettung durch das eigene Schreiben, die mich genauer schauen ließen. Sie lebte an der Seite eines Mannes, dem sie jahrelang diente. Sie, eine so talentierte und für ihre Zeit äußerst fortschrittliche Frau, unterwarf sich einem Mann, legte ihm gar ihr Leben zu Füßen: „ … wenn du nur willst!“ Faszinierend leichte Liebesgedichte! Ihre Ermutigung: „Nicht müde werden, sondern dem Wunder leise wie einem Vogel die Hand hinhalten“. Da sprach mich wohl ihre Seele an in diesen Liebesgedichten und den archaisch alltäglichen Bildern vom „Ziehenden Landschaften“.

Die Dichterin gab mir heute Nacht ein Zeichen. Spazierte in meinen Traum. Kam lächelnd direkt auf mich zu nach einer Lesung. Ich hatte keine Lust auf diese Lesung. Machte sie aber doch, artig wie ich war. Die Menschen waren zufrieden. Klatschten. Freuten sich. Ein Herr gab mir einen Strauß.

Dann kam sie. Tänzelnd. Und lachte mich an!

Sagte sie etwas? Das weiß ich nicht. In meinem Gefühl gab sie mir die Ermutigung, meinen eigenen poetischen Weg zu gehen. Was man in der ersten Nacht träumt …

Ja, und dann schrieb ich im Herbst 2011 in den Wiesen am Ätna Süd, am Vulkan, das gedicht von den

„Herbstzeitlosen am Ätna“
Mit einem Motiv von Hilde Domin

Jetzt

wo die Herbstzeitlosen aufstehen

in den müden Gräsern des Sommers

Jetzt seh ich dein Gesicht

Seh dein Lachen zwischen den blauen Trauben

Jetzt

wo auch hier die Hagebutten rot am Strauch

und die braunen Maroni warten auf das Feuer

Jetzt

wo die Herbstzeitlosen ihr lila Haupt langsam neigen

Schau auch ich demütig in den Spiegel

Jetzt ist es Zeit

Dass ich um die Ankunft weiß.

Das Gedicht spricht vom Ankommen.

Wo? Was meinen Sie? Schauen auch Sie manchmal in den Spiegel und fragen sich danach? Gerade jetzt im Herbst? „Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr …“, so schrieb Rilke melancholisch.

Eine Schreib-Anregung für Sie und dich:

Schauen Sie auf den bunten Blätterfall. Vielleicht machen Sie einen raschelnden Spaziergang. Nehmen Sie sich dann ein bisschen Zeit, so eine kleine stille halbe Stunde. Einfach ein leeres weißes Blatt. Und dann schreiben Sie einfach los:

Mein Ankommen (?)

Ich erinnere an mein Schreibmotto:

Die beste Art zu schreiben ist mit den ureigenen Worten und diese fließen unmittelbar aus dem Herzen in die Hand.

Viel Schreibfreude! Und schaut doch mal bei meinen Fernschreibkursen vorbei – Anregungen gibt es genug – vielleicht auch für ein Geschenk!

Aus dem Blätterwirbel grüßt poetisch

Heidrun Adriana Bomke · Poesie des Lebens-Lebendig schreiben

Ein Kleidchen, ein Höschen — Eine Sommergeschichte

Sommergeschichte

Ein Kleidchen ein Höschen … – Eine Sommergeschichte

Adriana stand im weißen Sand und lachte.

Sie lachte über die ganze südliche Küste hinweg. Sie lachte so hell, dass der alte Sizilianer sich umdrehte. Er stand schon bis zur Brust im Meer. Jeden Tag ging er durch das flache Wasser bis zur Tiefe hin. Da, wo das Meer ganz blau wurde oder türkis ohne braunen Grund. Er schwamm. Kehrte dann langsam zurück. Ging nass davon. Nur mit einer blauen Badehose bekleidet. Sein Fleisch hing schon etwas müde herab. Die Brust war weiß behaart. Er war mager für einen von hier. Unter dem Arm trug er so etwas wie ein Schlauchboot. Jeden Tag.

Adrianas Lachen ließ ihn heute Mittag innehalten. Er winkte ihr zu und tauchte ins Wasser ein. Fresco oggi, hörte die Frau ihn sagen. Sie hüpfte im flachen Sonnenwasser herum und lachte. Ihr war soeben aufgegangen, wie schön doch ihr Leben ist! Als sie sich umgedreht hatte zum kleinen Ort, zum Leuchtturm. Sie sah ihr altes Rad an der weißen Kalksteinmauer lehnen. Darauf der kleine Rucksack mit ihrem Computer. Darauf noch die schönen Riemchensandalen. Das bunte Kleidchen mit Ausschnitt. Sie hatte es vor zwei oder drei Jahren in Vittoria gekauft. Immer trug sie die neuen Kleider dann tagein tagaus. Bis sie irgendwann zerfielen. Unter dem einfachen blau-rosa Kleid lag der weiße Spitzenslip.

Adriana betrachtete dieses Stillleben mit Fahrrad und fühlte plötzlich, dass sie hier angekommen ist. Solch eine Freude stieg in ihr hoch! Sie schloss die Augen. Da sah sie ein spielendes Mädchen mit leichtem Kleidchen und Rüschenschlüpfer darunter. Einen kleinen Sonnenhut hatte die Kleine auf dem Kopf. Später war das Hütlein groß und glockig geworden. Mit 15 Jahren hörte sie die Wellen des Schwarzen Meer. War so herrlich braun und schwamm schwamm schwamm.

Wärme stieg in ihr hoch. Sie kam von damals und vermischte sich mit der heißen sizilianischen Sonne. Es war Mai. Genauer: Es war der 18. Mai. Sie war angekommen. Es gab keine Zweifel mehr. Nein, sie hatte auch keine. Noch nicht einmal einen klitzekleinen.

Sie war angekommen im langen Sommer ihres Lebens.

Punta SeccaText und Fotos: Heidrun Adriana Bomke

Blätterbetrachtung – ein Herbstgedicht · 9.10.18

Novermbergedichte

Als ich heute an der Weser langsam ging, sah ich so viele einzelne Blätter vor meinen Füßen. Jedes so für sich. Und so schrieb ich beim Gehen das Herbstgedicht „Blätterbetrachtung“.

Blätterbetrachtung – ein Herbstgedicht

Ich betrachte die gefallenen Blätter vor meinen Füßen
Müde ruhen sie im noch grünen Gras

Manche ganz trocken schon
Andere noch leuchtend ocker

So lose Blatt für Blatt herabgeweht
So allein nun ohne Ast und Stamm und Baum

Träumen sie ihren Herbsttraum
Da vor meinen Füßen?

Wie sie mich grüßen
Grüß ich zurück

Ich spüre im sachten Gehen
Dass irgendwann kein Blatt ist mehr zu sehen
Hinweggeweht dann für immer

Mir bleibt im Herzen ihr zarter Schimmer.

— Bremen an der Weser am 9. Oktober 2018

Poesie des Lebens-Lebendig schreibenHeidrun Adriana Bomke

Oktobergedichte aus Bremen

Herbstblatt

Oktobergedichte

Als ich heute am Werdersee in Bremen spazieren ging, da fielen mir die Blätter vor die Füße und die Worte ins Herz. Zwei Gedichte schrieben sich mir ein und aus dem Herzen heraus.

Im Kreis der Sonne

Ich stehe im Kreis der Sonne
Atme mich ins Licht

Ich bete leise
Dass mir die Liebe im Herzen

Niemals gebricht.

Kranichtag

Ich höre heute lange eure Rufe
Immer wieder fliegt ihr am hohen Himmel ins Licht

Davon wohl …

Im Schwarm im Pflug
Gebt ihr das Zeichen

Tönt klar der Wechsel
Der milde Herbst wird bald weichen

Die Kühle kommt
Der Wind dann wirbelt erbarmungslos die bunten Blätter

Wir reden wieder über das kalte Wetter

Doch ihr seid lang lang
Davon wohl …

Oft werde ich hinaufschauen
Die Augen schließen

Euren so leichten Flug
In meinem Herzen genießen.

Bremen am 7.10. 2018 · Heidrun Adriana Bomke · Poesie des Lebens-Lebendig schreiben