Bremen im Advent

Advent im Dom zu Bremen

Bremen im Advent

Heute bin auch ich ein bisschen angekommen – einfach anders. Avenire – ankommen. Über den Marktplatz mit dem Weihnachtsmarkt. Domsheide. Das leuchtende Rathaus.

Die Mittagsandacht im St. Petri Dom. Lange habe ich gesessen in dieser großen Stille. Die Sätze der Pfarrerin angehört:

Gott, dir vertraue ich. Hilf mir, dass ich nicht verloren gehe.

Tränen rollten mir über die Wangen. Berührung. Ich lasse sie zu. Es tut gut. Tränen sind der Regen der Seele, so spüre ich immer wieder. ich bin berührt vom Leben. Von den Worten der Pfarrerin, von der stillen Andacht, von den Kerzen, die leuchten.

Advent im Dom zu Bremen
Advent im Bremer Dom

Advent – die Ankunft.

Die Ankunft Christi im großen Reigen des Lebens. Schicksal und Möglichkeit zum Lebendigsein. Immer wieder neu, immer wieder anders. Nein, ich bin im strengen Sinne nicht religiös. Doch glaube ich tief an die Liebe und das Heilige im Leben. An eine ganz starke Kraft. Ich vertraue und lächle. Hier, wie ich gerade in ein anderes Stück Bremer Himmel schaue – silbrig glitzernd.

Auch gestern Abend bin ich durch die Menschenmengen gegangen. Plötzlich fühlte ich, dass alle diese so vielen verschiedenen Leute Sehnsucht haben. Mitten im Leben sein möchten. Miteinander sein möchten. Auch wenn sie es nicht zeigen oder vielleicht fast vergessen haben.

Das erfüllte mein Herz. Und unerwartet tauchten in dem ganzen Weihnachtsrummeltreiben engelhafte Gestalten auf. Die Menschen strömten hin. Ich winkte ihnen zu. Ankommen – Advent.

Weihnachtszauber in Bremen
Weihnachtszauber in Bremen

 

 

 

Advent in Bremen

Bremer Dom

Mittagsgebet im Dom zu Bremen, 1.12.18 – Advent

Gott, dir vertraue ich. Hilf mir, dass ich nicht verloren gehe.

Diesen Worten lausche ich zum Mittagsgebet im wundervollen Bremer Dom. Der Advent beginnt.

Das Wort „Advent“.
Welche Bilder tauchen auf?
Welche Worte steigen vom Herzen in die Hand?

Gleich den Stift in die Hand nehmen und aufschreiben!

Bei mir ist es das Christkind, das ich wahrhaftig gesehen habe. Dann die Glöckchen der kleinen sich drehenden Pyramide, die mit jeder Kerze schneller und lauter wurde! Wie der Schnee fällt und alles still wird. „Das Mädchen mit den Schwefelhölzchen“ sehe ich auch stehen. Frau Holle lässt es schneien. “Leise rieselt der Schnee”. Und den kleinen Fleischwolf sehe ich, mit dem wir den Butterplätzchenteig drehten zu Keksen.
Und dann wieder das Christkind aus dem Himmelstor. “Vom Himmel hoch, da komm ich her”

Nein, ich bin im strengen Sinne nicht “gläubig”. Doch glaube ich tief an die Liebe und das Heilige im Leben. An eine ganz starke Kraft, mit der ich oft verbunden bin. Vor allem in der Natur. Ich vertraue und lächle. Hier, wie ich gerade in ein anderes Stück Bremer Himmel schaue – silbrig glitzernd.

Tret ich in mein Zimmer ein
Seh ich einen hellen Schein
Frage nun mein Herz ganz still
Lausche tief
Was es mir sagen will.

Advent – die Ankunft.

Die Ankunft Christi im großen Reigen des Lebens. Die Möglichkeit der Lebendigkeit tut sich auf. Immer wieder neu, immer wieder anders. Öffnung zum Lebendig-Sein aus dem Schicksal heraus. Auch zum Miteinander. Immer wieder fühle ich hin: Die Menschen in den Herbergen wiesen Maria und Josef ab. Bei den Hirten und Schafen fanden sie Geborgenheit, um ihr Kind in die Welt zu geben. Ein Lebenslicht, das weit leuchtete.

1. Advent
Heute bin auch ich ein bisschen angekommen – anders. Über den Marktplatz gegangen mit dem Weihnachtsmarkt. Domsheide. Der St. Petri Dom. Die Mittagsandacht. Lange habe ich gesessen in dieser großen Stille. Tränen rollten mir über die Wangen. Berührung. Ich lasse sie zu. Es tut gut. Tränen sind der Regen der Seele, so spüre ich für mich. Auch gestern Abend bin ich durch die Menschenmengen des Weihnachtsmarktes gegangen. Plötzlich fühlte ich, dass alle diese so vielen verschiedenen Leute Sehnsucht haben. Mitten im Leben sein möchten. Miteinander sein möchten. Auch wenn sie es nicht zeigen oder vielleicht fast vergessen haben. Wenn das Kaufen und Essen und Trinken das Hinausgehen scheinbar motiviert.

Ist es im Grunde des Herzens nicht die Sehnsucht nach Liebe und Miteinander?

Was meinen Sie dazu? Was fühlt Ihr Herz im Advent?
Schreiben Sie es einfach einmal auf!

Das geht nicht gut? Eine Blockade vor dem Herzen? ich helfe Ihnen mit meinem

E-Mail-Fernschreibkurs “Das Herz in die Hand nehmen”

Schauen Sie einmal und fragen Sie gerne nach! Bis zum 23.12. gibt es “Christkindrabatt”!

Ihre und eure Heidrun Adriana Bomke · gerade in Bremen

3. Advent in Lüneburg

Herz

„Ehre sei Gott in der Höhe und Frieden auf Erden. Gott hat die Menschen lieb.“ (Lukasevangelium)

3. Advent 2017 in Lüneburg

Gegen 17 Uhr gehe ich aus der kleinen Gasse im Wasserviertel, wo mein schönes gemütliches „Lüneburg-Zuhause-Zimmer“ in Richtung Marktplatz. Das Gefühl, den Adventsabend zu beschauen. Zu lauschen in diese Zeit hier.

Klarer Abend. Sterne. Ich höre von weitem die Posaunenklänge. Die Blechbläser. Sie stehen auf der Treppe des Rathauses. Eine große Kapelle. Ich stelle mich sofort dazu. Ich Musikantentochter. Und nicht nur das. Ich lausche in den Advent mit diesen Klängen. Um mich herum Familien, ältere Ehepaare, junge Leute. „White Christmas“. Mein Herz lächelt. Schön, wenn sich Menschen versammeln, musizieren, singen. Einfach so. Wie es hier vor dem Weihnachtsmarkt geschieht.

Leuchten in den Gesichtern. Eine Frau moderiert. Erzählt, dass der Komponist mit dem Namen Berlin keine Noten lesen konnte – er konnte spielen und ein anderer schrieb die Noten auf. Und er sagte: „Das ist das beste Lied, was ich je geschrieben und es wird die bestverkaufte Single werden.“
Selbstvertrauen mangelte ihm nicht, sagt die Moderatorin.

Ich fühle: Klasse, dass er das so hatte und sich vertraute!

Und so kam es.
Die Sehnsucht nach einer weißen Weihnacht ist in uns. Das Weiße macht weich. Leuchtet. Lässt auch uns leuchten. Leicht sind sie auch, die Schneeflocken … zauberhaft. Engelsgleich.

Und dann singen wir alle zusammen oder wenigstens manche:

„O du fröhliche …“

Ja, die gnadenbringende Zeit. Gnade, welch schönes Wort. Wohlwollen, göttliche Gnade.

Gnade. Grazia.

Mir kommen wieder die Tränen von tief unten. Das geschieht immer in diesen Momenten der Berührung und Verbundenheit.

Ich freue mich. Gehe weiter. Stehe an einer der Vitrinen mit den Märchen. Neben mir eine Mutter mit einem kleinen Mädchen. Sie hält es lieb an den Schultern. „Rotkäppchen“: Was hast du für große Ohren … Was hast du für einen großen Mund??? … Und am Ende ist alles gut. Ja, das brauchen wir doch: Das ist gut ausgeht.

Komme zur Johanniskirche in Lüneburg, wo es Turmmusik gibt.

Ich stehe wieder zwischen Menschen und empfinde dieses Schöne, Weiche. Die Gesichter verlieren jegliche Anspannung, jegliche Hast. Frieden. Vor der Kirche der kleine Weihnachtsmarkt. Neben GlühweinGlühweinGlühwein auch eine Tafel mit der Weihnachtsgeschichte. Ich lese aus dem Lukasevangelium:

„Ehre sei Gott in der Höhe und Frieden auf Erden. Gott hat die Menschen lieb.“

Wie schön ist denn das, fühle ich. Gott hat die Menschen lieb.

Ich fühle mich geborgen unter dem großen Himmel. Ich lächle. Das sichere Zeichen, dass ich da bin, wo ich bin.

Gestern Abend kam ich aus Sizilien in Hamburg an. Fuhr mit der Bahn nach Lüneburg.
Die Menschenmassen unterwegs. Was suchen die alle hier?, so dachte ich. Und ich fühlte: Sie suchen Liebe! Irgendwas, was sich so anfühlt wie Liebe! Die Pommes, der Glühwein, die Bierflaschen … irgendeine Geborgenheit. Ich hatte plötzlich so ein Mitgefühl mit allem. Auch wenn ich betrunkene, Bier trinkende Männer zum Teufel nicht ausstehen kann! Nein, gar nicht. Sie torkelten in Lüneburg über den Bahnsteig, konnten nicht mehr gerade gehen. Und ich spürte: Sie suchen Liebe! Ja.

Und dann steht da mein Sohn, den ich lange und fest umarme. Wie schön. Wir gehen durch die Stadt. Der Fluss. Die Brücke. Ich mag Städte mit Flüssen. Wo ich doch am Meer bin.

O, das Meer von Caucana und Punta Secca mit dem Leuchtturm.
Ich habe es verabschiedet am – wann war das gleich? – am 14.12.17. Nochmal hinein in das Element des Lebens. Ja, es hat mich benetzt und immer reinigt es.

Und jetzt in Lüneburg. Anders als noch vor einem Jahr. Ganz anders als vor sechs Jahren.
O mein Gott. Ja. Ich möchte noch so viel Schönes geben!

„Ehre sei Gott in der Höhe und Frieden auf Erden. Gott hat die Menschen lieb.“