“Ich hatte Scheu, mich weich und berührt zu zeigen” – Reise zur Lyrik und zum Schreibritual

SCHREIBRITUAL_Heidrun Adriana Bomke_ SEMPREVERDE_PUNTA SECCA

“Ich hatte Scheu, mich weich und berührt zu zeigen” – Reise zur Lyrik

Seit einiger Zeit bin ich mit Stephanie im Gespräch. Wir lernten uns in der Ausbildung zur Beraterin für Selbstrealisation und Bewusstseinsentwicklung bei Dr. Christina Kessler von 2019-2022 kennen und schätzen. Nun hat sich Steffi, wie ich sie nenne, zum SCHREIBRITUAL SCHÖPFEN am Meer von Punta Secca (Sizilien) angemeldet. Wie sagte sie dabei etwas verschmitzt:

“Wir wussten es ja beide, dass ich irgendwann nach Sizilien zum Schreiben komme. Und nun ist es soweit.”

Ja, Stephanie, 59 Jahre, ist nun bereit für diese Erfahrung. Sie ist biografisch an dem Punkt, wo sich ihr Leben noch einmal weit öffnet und wo sie Wandel zulässt: Bewegung hin zu Wahrheit, mehr Freude und Liebe in jeder Hinsicht! Das ist in diesem Alter – und vielleicht in keinem Alter – eine Kleinigkeit. Es war für sie ein langer und zeitweise auch sehr anstrengender Prozess. Wir waren oft im Gespräch. Steffi kaufte meinen Poesieband “Wo das Licht wohnt”. Sie lauschte meinen Gedichten. Wir unterhielten uns darüber. Sie breitete während der Ausbildung selbst ihre ganz schöpferische und so verspielte Gabe im Improvisationstheater aus. Die Künste berühren sich. Etwas Neues entfaltet sich. SCHÖPFERKRAFT IM MITEINANDER!

Stephanie ist nun auch bereit, sich von der Lyrik berühren zu lassen ❤️

Stephanie hat sich verbindlich angemeldet und gestern voller Leichtigkeit auch die Flüge gebucht und das rechte Zimmer im “Sempre Verde”, unserem Schreibzuhause in Punta Secca, ist auch für sie reserviert. Und hier ist der ganze Wortlaut aus der gestrigen Unterhaltung, als wir über “SCHÖPFEN – Schreibritual am Meer von Punta Secca” (5.-12-Mai 2024) sprachen.

“Meine persönliche Reise mit der Lyrik

Als wir uns vor vier Jahren kennengelernt haben, hatte ich nicht sofort einen Zugang zu Deiner Lyrik, liebe Adriana, da gab es anfangs sogar so etwas wie eine innere Abwehr. Im Alltag war ich ja viele Jahre sehr praktisch orientiert und im Erledigungsmodus unterwegs. Mit der Zeit habe ich gemerkt, wie Deine Gedichte eine Saite in mir zum Klingen bringen, die eigentlich schon immer da war, aber lange im Verborgenen. Ich hatte Scheu, mich weich und berührt zu zeigen, wenn ich die Worte deiner Gedichte in mein Herz lasse. Tief berührt zu werden, kann mitunter Angst machen, wenn man dabei erkennt, dass es Veränderung braucht, dass ich in meinem Leben etwas ändern möchte.

Heute bin ich der Überzeugung, dass wir die Schönheit, die Lyrik, die Kunst überhaupt um so dringender brauchen, je rauer die Zeiten und Umstände sind, damit wir menschlich, weil berührbar, bleiben. Wie schön und wertvoll ist es da, dass sich Adriana mit ihrer Lyrik hingebungsvoll dieser Aufgabe widmet.“ –
Stephanie Prechtl, 59 Jahre, München; Projektassistentin in der Automobilbranche, 24.3.2024

Danke, liebe Steffi, danke für den Austausch und deine Offenheit! Sie hilft bestimmt auch anderen, den Weg zur Lyrik, zum Sich-berühren-Lassen, zu finden.

Nur Mut! Ich bin eine hingebungsvolle Begleiterin auf diesem Weg der Berührung!

Dr. phil. Heidrun Adriana Bomke ∙ Lebensreisebegleiterin, Dichterin, Literaturwissenschaftlerin
25. März 2024

 

MEIN LIED ❤️ LESUNGEN zum WELTTAG DER POESIE via zoom

Lesungen zum Welttag der Poesie, Heidrun Adriana Bomke, www.heidrunbomke.de

21. März 2024, 10 Uhr  & 21. März 2024, 20 Uhr
jeweils 30 min

MEIN LIED ❤️ Lesungen zum Welttag der Poesie via zoom

Der 21. März ist jedes Jahr zum Frühlingsbeginn auch der

W E L T T A G   D E R   P O E S I E !

Und was macht eine Dichterin an diesem Tag?
Sie lässt die Worte wie Granatäpfel fallen! Sie bereitet der Poesie den Tisch, an dem alle Platz nehmen können. Sie lässt die Verse fliegen 🦋 und singt ihr Lied, das Lied der Poesie:
 Liebevoll, offen, zuversichtlich, natürlich, frei, heiter und von Herzen!
Zur Einstimmung in den Tag um 10 Uhr und zum Tagesausklang um 20 Uhr.

MEIN LIED ❤️ Lesungen zum Welttag der Poesie via zoom

21. März 2024, 10 Uhr ➡️ LINK ZUR ZOOMLESUNG

21. März 2024, 20 Uhr ➡️ LINK ZUR ZOOMLESUNG

MEIN LIED

Ich wär so gern
ein erster zarter Frühlingshauch

ein blühender Mandelstrauch
der wär ich auch! …

Man darf sich gerne anmelden: info@heidrunbomke.de 
oder spontan Platz nehmen.

HERZLICH WILLKOMMEN ZUM POETISCHEN MITEINANDER AM WELTTAG DER POESIE!

In Liebe, Heidrun Adriana Bomke ❤️ Dichterin, Lebensreisebegleiterin, Literaturwissenschaftlerin

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SANFTHEIT – Miniatur

Sanftheit-Blog_Heidrun Adriana Bomke_www.heidrunbomke.de

SANFTHEIT

Dieser Hauch
der mein Herz streift
ewiglich

SANFT

berührt mich ein stiller Hauch.
Nimmt still Platz in mir.
Ganz tief verborgen.
Schattierungen.
Herzkinder.

SANFT

Berührung-Syrakus-Dom
Heidrun Adriana Bomke_Herzgewächs
Heidrun Adriana Bomke_Kreatives Schreiben

© Heidrun Adriana Bomke, Berlin am 7. Februar 2024

Weihnachtsworte ⭐️ Ja zum Leben

Weihnachtslichter Heidrun Adriana Bomke

WEIHNACHTSWORTE

Liebe Menschen, liebe Leserinnen und Leser, liebe Schreibende !
 
Wir schreiben den 17. Dezember 2023.
Weihnachtsworte möchte ich auf die Reise zu Ihnen und Euch allen schicken.

Wieder sitze ich an meinem Schreibplatz in “meinem Nest” am Rande Berlins.
Ja, der 3. Advent ist schon da, die Adventslesung via Zoom ist schon zwei Wochen her und ich danke allen, die während der Poetischen Besinnungdabei waren. Es war eine gelungene Einstimmung auf die Adventszeit.

Schon in wenigen Tagen wird Weihnachten gewesen sein.

Ich komme heute von einem langen Fahrradausflug zurück, der mich in den Sacrower Park geführt hat. Es war wunderschön und erholsam im Nachmittagslicht unter den alten Platanen, Linden und Eichen, an der Havel mit dem Blick ins Weite. Ich merke, wie mir hier im Norden, in diesem Drinnensein, oft “die Welt zu eng wird”. Ist sie ja auch! Ich brauche nicht nur den herzvollen Kontakt zu Menschen, sondern auch die unmittelbare Verbindung zu den Elementen, möchte ihre strömende Kraft einatmen und so unter ihnen leben. Ein Wesen unter anderen Wesen. Neun Jahre habe ich auf Sizilien fast nur die Nächte drinnen verbracht und gemerkt, dass genau dieses Sein in der Natur auch zu meinem Wesen gehört, mich frei, schöpferisch und damit glücklich und froh macht. Und das steckt ja bekanntlich an und fügt sich organisch in mein poetisches Wirken ein. Es gibt also meinem und dem Leben Sinn. Es wärmt das Herz. Das war schon als Kind so. Wie auch das Tanzen, das Radfahren, das Schreiben, das Baden, das Hütetragen, das Lesen, das Vortragen …

Die letzten Tage habe ich mich erinnert, was mich als Kind glücklich gemacht hat.

Irgendwie ist doch diese Adventszeit dem Geborenwerden, den Kindern, der Kindheit gewidmet. Besser gesagt: Es geschah vor allem in den letzten Nächten. Sie scheinen mir fast schon wie Rauhnächte, führen in Zwischenreiche und lassen mich seit dem Neumond auch nicht recht schlafen. Dann öffne ich weit meine Balkontür, atme tief die frische Luft ein, lausche in die Stille, höre manchmal das Käuzchen, träume im Halbschlaf, schreibe im Dunkeln Gedichte auf, koche manchmal nachts Kakao, lese “Nussknacker und Mausekönig” von E.T.A. Hoffmann – eine geheimnisvolle Atmosphäre hat sich in mir ausgebreitet.

Engel, Heidrun Adriana Bomke
Weihnacht, Heidrun Adriana Bomke

 Mir scheint, es offenbart sich mir gerade auf diese Weise der Sinn der Heiligen Zeit:

Räume, die eine leuchtende Ahnung, die Anbindung an eine liebevolle, friedliche Ordnung ermöglichen. Und das sind zuerst innere Räume. Räume, die das HERZ öffnen und erwärmen, die Berührung ermöglichen. Und wenn mein Atem da tief im Herzen ankommt, da gibt es eine so liebevolle Kraft, die wie ein inniger Kuss ist.

Als ich heute dann während meines Spaziergangs auch in die Sacrower Heilandskirche trat und eine ganze Weile dort saß und schaute, eine Kerze anzündete, fiel mein Blick auf den Adventskranz und das Altarbild und dort genau auf die Aussendung des Heiligen Geistes. Diese leuchtend geistige Kraft, dieses fühlbare Walten einer liebevollen Vorhersehung – sie schien mir ganz gegenwärtig. Sie scheint mir hier auf Erden möglich. In jedem von uns. Im Miteinander. In Hingabe und Schöpferkraft.

Ja, darauf sollten wir uns einigen: Auf das Ja zum Leben! 

Ich schreibe das so deutlich, weil auch mich in diesem Jahr die zehrenden äußeren Energien bewegt, mich manchmal traurig gemacht haben. Und ich mache da nicht mit! Nicht mit beim trennenden Werten, nicht mit beim ständigen Zweifeln und Beurteilen; nicht mit beim Kritisieren und Schuldzuweisen; nicht mit beim ständigen Schauen auf das Negative – nicht mit bei Angstmache und Verunsicherung. Ich versuche, diese Räume zu meiden. Ich verabschiede mich auch von Menschen. Ich schütze mich auch. Ich gebe ermutigende Poesie, gebe kraftvolle Impulse in die Welt.

Ja, vielleicht haben viele es vergessen, das Ja zum Leben? Ist es unter den unzähligen Reizüberflutungen verlorengegangen? Wollen wir uns gegenseitig daran erinnern, an das Menschsein, an das Ja zum Leben. Schenken wir uns Freude. Reichen wir uns einfach die Hände. Nehmen wir uns in die Arme. 

Und wenn ich, wie heute, in die Weite des Himmels gehe, dann reinige ich mich, dann tanke ich auf und danke den Elementen für ihre Kraft, die mich nährt und inspiriert.

Ich glaube unbeirrbar an das Licht in uns und an die waltende Kraft der Liebe.

Und ich vertraue und übe mich. Denn es ist der wahre Weg: die Liebe. Unbeirrbar.
Geborenwerden bedeutet für mich Mensch- und Weltwerdung.

Darauf richte ich mich aus und dabei begleite ich Menschen. Und diese poetischen Begegnungen sind berührend und wertvoll. Gerade gebe ich in einer Schule einen Schreib-Kurs: “Entdecke dich – Lebe frei und mutig!” Eine so herzerwärmende Begegnung.
⭐️
 
Und wie ich so sitze, diesen “Weihnachtsgranatapfel” schreibe, stelle ich mir vor, was wohl alle meine Leser*innen gerade machen, wie sie sich fühlen, was sie bewegt?

Vielleicht Weihnachtsbriefe schreiben? Vielleicht still in die Dunkelheit schauen? Vielleicht die letzten Arbeitstage vorbereiten? Vielleicht schon die Weihnachtsgeschenke einpacken, über das Weihnachtsmenü nachdenken, bald zur Familie fahren, Menschen helfen, gar Gedichte schreiben, die Kerzen anzünden  ?  ⭐️ 

Wie es auch sei. Die Lichter strahlen.

Heiliges, Heidrun Bomke
© Lichter vor einer dorischen Säule im Tempel von Syrakus

Ich verlinke noch zu einem Blogbeitrag mit Weihnachtsgedichten. Ich hoffe, sie bringen Weihnachtspoesie und eine heilige Stimmung in jede Stube.
 
POESIEN ZUR WEIHNACHT

Ich wurde in letzter Zeit mehrmals gefragt, ob man meine künstlerische Arbeit auch durch Spenden unterstützen kann. Ja, sehr gerne. Ich freue mich darüber und bin dankbar. Danke an die Menschen, die das schon getan haben. Alles kommt der schöpferischen Arbeit und wertvollen Angeboten zugute. Unter jedem Blogartikel hier im LEBENSREISEBLOG gibt es dafür einen Spendenbutton (siehe unten)

 Mit meinen
WEIHNACHTSWORTEN

wünsche ich allen meinen Leserinnen und Lesern eine
Heilige Zeit und

FRIEDVOLLE WEIHNACHTEN 

⭐️

Mit poetischen Wünschen
©  Heidrun Adriana Bomke (Text und Fotos)
Berlin am 17.12.2023

T E R M I N E 

Gerade ist wieder ein Platz im SCHREIBRITUAL ZUM ÜBERGANG am 29.12.2023 freigeworden.

EINE LATERNE AM WEGRAND – Worte, die die Herzen wärmen

Lebensberatung, HEIDRUN ADRIANA BOMKE

EINE LATERNE AM WEGRAND

Liebe Menschen, liebe Leserinnen und Leser, liebe Schreibende !

O glückselige Dunkelheit des Friedens!

Das war einer der Verse aus dem Gebet der Ureinwohner an den Herbst, den ich mit dem Oktobergranatapfel am 30. Oktober aus Punta Secca geschickt habe. Nun geht das Jahr den Novemberweg. Ich bin seit dem 31. Oktober wieder in meinem Berliner Nest und spüre es in meinem Alltag hier, bei meinen täglichen Spaziergängen in der noch bunten Natur an der Havel, spüre es bei meinen Eltern in Thüringen, in meiner schöpferischen Begleitung von jüngeren und älteren Menschen, erlebe sie mit Sterbenden, diese Zeitbetrachtung:

O glückselige Dunkelheit des Friedens!

Kann Dunkelheit glückselig und friedvoll sein? Liegt im Frieden das glückselig Dunkle? Ist es nicht paradox?

Was verbinden Sie damit?
Was verbindet ihr mit diesem Bild der “glückseligen Dunkelheit des Friedens”?
Ein Innehalten, ein Besinnen, ein In-sich Gehen?
Ein Einverstandenen-Sein mit diesem Rhythmus und ein friedvolles Dasein im ruhigen Innern, durch das ruhige Innere?
Das ist eine Schreibstunde wert: Glückselige Dunkelheit des Friedens.
Zu all dem lädt die Dunkelheit ein. Wie eine Einladung zu einer heiligen Feierstunde 🙏.

Als ich letztes Wochenende viel Zeit im Hospiz verbrachte, als ich diesen Freitag junge Leute bei mir begrüßt habe, um sich schreibend zu verbinden, den Weg zu finden in dunklerer Zeit, immer wieder ging dieses Bild mit. Und immer mehr legt sich, trotz vieler vieler Aufgaben, eine schöne Ruhe in mich hinein und eine friedvolle Gewissheit:

Glückselige Dunkelheit des Friedens.

Und es es gibt sie ja, die Laternen am Wegrand, die ein Licht in der Dunkelheit sind: ein Trost, ein Wegzeichen, ein Zukunftsleuchten: Wie die Martinslaternen vor einer Woche den abendlichen Weg erleuchteten. Wie der Sonnenuntergang den Übergang in die Nacht begleitet und der Sonnenaufgang die Nacht verabschiedet, können wir Menschen uns auch gegenseitig Lichter sein, uns die Hand reichen. 🙏 Auch im größten Dunkel, auch am Sterbebett. Das ist gelebte Menschlichkeit. Das ist Schöpferkraft. Das ist Liebe.

Schreibritual am Meer von Punta Secca, Heidrun Adriana Bomke
Sonnenuntergang in Punta Secca, Sizilien

Nun frage ich: Welches Licht leuchtet aus mir? 

Welches Licht leuchtet aus Dir?
Welche Zeichen gibst Du in die Welt? Hin zu Deinen Nächsten?
Hin zu fremden Menschen, Wesen, hinaus in den Kosmos?
Ist Dein Licht im Dunkel überhaupt sichtbar und von Bedeutung?

Als ich mir diese Fragen stellte, kam aus meinem Herzen eine poetische Antwort mit einem Gedicht von Hilde Domin: Wie wenig nütze ich bin

Ich kannte es noch aus dem Gedächtnis, es wohnt in mir. Oft sagte ich es in meinem Hilde-Domin-Programm “Worte sind reife Granatäpfel”. Und in der letzten Strophe heißt es dort:
[..]
ich gehe vorüber –
aber ich lasse vielleicht
den kleinen Ton meiner Stimme,
mein Lachen und meine Tränen
und auch den Gruß der Bäume am Abend
auf einem Stückchen Papier.
Und im Vorübergehen
ganz absichtslos,
zünde ich die ein oder andere Laterne an
in den Herzen am Wegrand.

Eine Laterne anzünden in den Herzen am Wegrand.

Mit Worten, mit poetischen Bildern berühren. Was kann da nicht alles in den Herzen aufleuchten?
In den Herzen, die noch gerade mutlos, zögerlich, traurig, zweifelnd. Ich habe es in diesem Jahr intensiv und sehr dankbar erleben dürfen. Plötzlich zeigt sich Überraschung, Ahnung, Tränen strömen, gar ein zögerliches Staunen und Lächeln wird geboren!

Ja, sage ich zu mir, das ist meine Laterne.

Mit der ich kleine Lichter am Wege aussende und Seelen berühre, Menschen begleite und inspiriere. Getreu meinem Motto: Auge in Auge mit dem Licht!
Ja, dahin geht mein Blick.

Ich bin unbeirrbar vom Licht beseelt. 

Als ich letztens geflogen bin, habe ich in der kosmischen Weite, in all den Wolken, so viele Lichtwesen gesehen!
Laternen, die zu mir her leuchteten. Licht-Signale.

© Lichttänzerin in den Wolken

Ganz in diesem Sinne schicke ich heute ein

Leuchtendes DEZEMBERANGEBOT
auf den Weg:
Freitag, 29. DEZEMBER, 11-16 Uhr, in meiner Schreibstube:

DAS JAHR, ES GEHT …
SCHREIBRITUAL ZUM ÜBERGANG
für drei (!) Personen

Stille. Tief durchatmen. Fürsorglich sein. Sich im Schreiben verankern:
Wo befinde ich mich am Ende des Jahres 2023? Was sagt meine “innere Uhr”? Wie spricht meine Seele? Wonach ruft sie? Welchen Rufen möchte ich ge-horchen? Dazu im meditativen Waldspaziergang, am Havelufer in die Welt lauschen, in die Weite schauen. Den Lebensatem intensiv und liebevoll spüren. […]

Und weitere wärmende Nahrung aufnehmen: 
Eine von mir liebevoll bereitete vegetarische Suppe, würzigen Tee, Kekse. 
Alles im rechten Licht. Zum Übergang.

Vielleicht ein Weihnachtsgeschenk für sich selbst oder einen geliebten Menschen? Heilsame Selbstfürsorge und kraftvolle Inspiration pur. HIER geht es nochmal zur Ausschreibung.
 
Der Sonntag neigt sich. Regen wäscht die bunten Wege blank. Mein Windlicht flackert auf dem Balkon. Der Ginkgobaum hat noch ein einziges gelbes Blatt an der Spitze und trägt noch immer das Schild: Willkommen! Ich lächle ihm zu. Auch er hat mein Jahr beleuchtet, mich so erfreut, wie er unverhofft und sehr spät die ersten grünen Fächerblättchen Ende Juni ausrollte! Ein wundervolles Wegzeichen.Eine Laterne am Wegrand.

Ich wünsche allen – tief aus meinem poetischen Herzen –
die glückselige Dunkelheit des Friedens zu spüren und
tiefen inneren Frieden zu finden und zu leben.

© Heidrun Adriana Bomke, 19.11.2023

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BERÜHRUNG 💚

Heidrun Adriana Bomke, Welttag der Poesie 2024, Lesung

BERÜHRUNG

Schon auf der Heimfahrt von Thüringen nach Berlin setzte sich das Wort BERÜHRUNG zu mir und ich schrieb in mein Reisetagebuch: “Aus all der Dichte der letzten Tage geht mir das Wort BERÜHRUNG nach. Die Berührung, die ich selbst oft in einer Tiefe erfahre, die mich regelrecht “durchschüttelt” und mich schreibend Zeugnis ablegen lässt, wie ich mich in dieser Welt befinde, worüber mein Herz spricht. Es ist auch die BER-RÜHRUNG, die ich “sehe”, empfinden und mitempfinden darf, wenn ich spreche und meine Gedichte in die Welt gebe.
Und so durfte ich das Gedicht BERÜHRUNG am 16.8. in Berlin “schöpfen”:

Berührung

Meine Worte
Mir geschenkt
Sie berühren

Ganz leicht rühren sie
An ungeahnt tiefe Quellen
Kleine Sprudel quellen aus dem Dunkel hervor
Schaffen sich Raum
Finden das Licht

Tränen erlösen das stockende Herz
Worte werden geboren
Liebe durchströmt das All

© Heidrun Adriana Bomke, 16. August 2023, Berlin


Und Feedbacks sprechen ihre eigene Sprache:

 

“Nun liegt unsere Muße-Reise schon einige Tage hinter uns, und dennoch bin ich in Gedanken noch oft in Weimar und an den vielen schönen Orten, zu denen Du uns geführt hast. […] Du hast das alles mit viel Liebe vermittelt.  […] Die Zeit unserer Reise war für mich eine sehr intensive, weil berührende und bewegende. […]”, Claudia im August 2023

Und eine andere Frau fühlte sich während der Tage in Weimar unter dem Motto “Gefunden-Mußereise in Weimars Natur und Kultur” vor allem berührt von meinem Gedicht “Mein plätscherndes Leben” und schrieb dazu eigene Verse:

“Mus(ß)e im Tiefurter Park

Die Ilm plätschert
Die Seele baumelt
Zwischen Blumen und Wolken.
Worte fließen tatsächlich
aus lang verschütteter Quelle.”

Danke für die berührenden Begegnungen bei Goethe, Christiane, Anna Amalia, in allen Weimarer Parks, von Angesicht zu Angesicht, im Miteinander. Es ist für mich unendlich schön mitzuerleben, wie sich das Herz öffnet, wie Freude einströmt und ein schöpferischer Raum Gestaltung im Wort gewinnt. Wandlung darf sein! Ob in Weimar, Berlin, auf Sizilien … 

Herzlich Willkommen!
Heidrun Adriana Bomke, Dichterin & Lebensreisebegleiterin, 29.8.23

TERMINE

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Der kleine Erdhügel 🙏 Eine Berührung

Kleve_Friedhof

Der kleine Erdhügel

Ich gehe gerne auf Friedhöfen spazieren. Auf Friedhöfen, die wie Ewigkeitsparks wirken. Ewigkeitsorte. Manchmal sind sie heilig. Jüngst war ich in Kleve zu einer Lesung. Dem Lesungsort mit dem Namen “Wandelhaus” gegenüber liegt der Friedhof. Ich habe ihn dreimal besucht. Er ist weitläufig. Geordnet irgendwie in Grabfelder. Bänke dazwischen. Grünflächen, Wiesen.
Ganz an einer Seite, ich hätte den Erdhügel vermutlich gar nicht wahrgenommen, wäre nicht der Stofflöwe gewesen, ein Kindergrab. Der Löwe, das Plüschtier eines Kindes, saß rittlings obenauf. Er schien herbeigezogen, um den kleinen Erdhügel zu bewachen. 30.6.2021-18.1.2023 las ich auf dem winzigen Holzkreuz. Ich blieb stehen. Mein Herz war in diesem Moment erschüttert.

Ein kleiner Erdhügel

Mein Herz
Es war berührt.
So unbehaust
fast verlassen
Ein Kindergrab
unterwegs
schnell an den Rand gelegt.
Dreimal ging ich an diesen Platz.
Eine weiße Taube einen Schutzengel gab ich hinein.
Sollen nun bei dem kleinen Jungen sein.
Da kam im Nachmittagslicht eine weiße Taube und gab ihren Segen.

Kleve am 23.7.23

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MEINE SCHREIBENDE HAND – Veröffentlichung in der “Erziehungskunst” 1/2023

"Entdecke Dich!"Kreatives Schreiben an Schulen, Heidrun Adriana Bomke

Wie kann man leben? Bin ich das Leben? Warum gibt es so viel Druck? Darf ich auch mal sorglos und leicht sein, obwohl alles um mich herum so belastend ist? Wer bin ich überhaupt? Wozu bin ich hier? Wohin geht meine Lebensreise? …
Viele Fragen stellen sich unsere junge Menschen, die während kreativer Schreibkurse den Weg aus dem Herzen in die Hand finden. Für mich ist jeder dieser Kurse in Schulen eine tiefe Erfahrung, da ich direkt mit dem Puls junger Menschen verbunden bin. Schreiben ist Sich-selber-Lauschen und Gehörtwerden, ist Entspannung im Miteinander von Herz und Hand, ist Selbstliebe, ist ein Tor zu einer neuen Kultur. Meine langjährigen Erfahrungen aus Schreibwerkstätten mit jungen Erwachsenen sind nun im Essay “Meine schreibende Hand – Kreatives Schreiben als Schöpferkraft im Unterricht” in der Zeitschrift “Erziehungskunst” Januar/Februar 2023 erschienen. Viel Freude beim Lesen von:

➡️MEINE SCHREIBENDE HAND

Schreibritual am MEER VON PUNTA SECCA_HEIDRUN ADRIANA BOMKE
Schreibspaziergang,Sacrow
Kreatives Schreiben mit jungen Erwachsenen, Heidrun Bomke
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Wie ich saß und weinte … ein Moment von größter Schönheit

Zyklopenküste in Aci Trezza, Heidrun adriana Bomke

Wie ich saß und weinte … ein Moment von größter Schönheit

Es war an einem Februarmorgen im Jahr 2011.
Vielleicht war es der 11. Ja, es könnte sein.

Am 8. Februar, drei Tage vorher, war ich in Dannenberg beim Notar gewesen. An einem nassgrauen Tag. Ein Haus zu verkaufen. Das Haus, in dem ich ein Familienleben verbracht. In dem ein Familienleben so, wie es einmal war, auch geendet. Die Zeiten wandeln sich. Die Menschen mit. Schulden werden getilgt sein. Verletzungen langsam heilen. Vergebung geschieht. Ich höre gerade noch einmal die Stimme des Notars, sehe seinen Blick: “Wollen Sie den Kaufvertrag wirklich so unterzeichnen?” Ja, ich wollte. Ohne zu zögern. Das sagte mir meine innere Stimme. Auch wenn ich Geld verlor, weil der andere Mensch, der da noch mit mir saß, es zu diesem Zeitpunkt nicht besser vermochte: gerecht zu teilen. Ich sah seine Unfähigkeit, seine Angst. Wovor auch immer. Sah sogar sein schlechtes Gewissen.

Und saß nun auf der Terrasse des kleinen Hotels “Eden Riviera” an der Zyklopenküste Siziliens, oberhalb des ehemaligen Fischerortes Aci Trezza. Am 11. Februar 2011

Eine so freundliche Frau brachte mir einen Cappuccino. Ich schaute in die Morgensonne. Schaute auf die Küste. Ich sah diese Steine im Meer. Sah diesen einen, den ich später in einem Gedicht den “Weisen Hüter der Küste” nennen sollte. Doch jetzt sah ich ihn zum ersten Mal. Und weinte. Weinte und weinte. Ein Mensch fragte mich, was sei. Ob es mir nicht gut ginge? Unter meinen Tränen lächelte ich aber. Ganz tief von unten stieg etwas auf. Das sah er vielleicht auch. Ich sagte mit sehr leiser Stimme:
Nein, ich bin sehr glücklich.

Ich weine vor unendlicher Schönheit.

Es ist kaum zu beschreiben und schon gar nicht zu analysieren, was mir geschah. Und das soll es auch nicht. Auszusprechen ist es nun schon. Mit der Poesie des Herzens, aus meiner Seele. Mein ganzes Alles und alles Ganze, dies Alles floss zusammen in dieser unendlichen Schönheit dieses großen einfachen Augenblicks.

Ich fühlte die Schönheit des Lebens.

Und fühlte tief befreiend und dankbar:
Sie war für mich da! Eine große Freude durchfloss mich.
Und die Schönheit war auch in mir.

Eine große Möglichkeit offenbarte sich mir.

27. Januar 2020, Berlin-Kladow · www.heidrunbomke.de

Poesie des Lebens-Lebendig schreiben
Heidrun Adriana Bomke

Die weißen Kühe von Fambach oder Von einem heiligen Moment

Heidrun Adriana Bomke_Lebensreiseblog

Die weißen Kühe von Fambach oder Von einem heiligen Moment
Fambach am 14. August 2019

Als ich heute mit dem Fahrrad am Nachmittag um 15 Uhr aus Fambach, meinem Geburtsort, Richtung Heßles fuhr – am Waldrand und an Wiesen entlang, da waren sie plötzlich wieder da: die weißen Kühe.
Ich staunte und mein Herz lachte vor Freude! Ich spürte das Besondere des Augenblicks.

Ich stieg vom Fahrrad und sah sie so friedlich gegenüber am Wiesenhang. Die weißen Flecken unter noch grünen Eichen und Ahorn, im so satten grünen Gras. Gerade liefen sie nach oben. Waren an der Tränke gewesen. Ja, da waren sie wieder, die Mutterkühe mit ihren Jungen. Und wie die Kälbchen gewachsen sind!

Ich freute mich so sehr über den Anblick, dass mir wieder die Tränen über die Wangen liefen.

Wann war es gewesen, dass ich sie bei meinen Fahrradausflügen im Frühsommer gesehen?

Wohl Ende Mai. Damals blühte der Ginster und alles war hellgrün.

Heidrun Adriana Bomke_Lebensreiseblog
Mai in Fambach

Schon damals war ich tief berührt von diesem friedlichen unerwarteten Anblick. Auch dass sie so weiß waren. Hier in Thüringen.  Damals war ich Zeuge des Geborenwerdens geworden. Die kleinen Kälbchen waren erst wenige Tage alt. Dicht bei ihren Müttern. Und eines war wohl gerade geboren.

Heidrun Adriana Bomke_Lebensreiseblog

Fast heilig erschien mir das Bild.

Ich weiß noch, wie ich auch einen kleinen Schreck bekam. Ich sah vom Weg aus, etwa 10 m entfernt, eine Kuh liegen und einen großen Blutfleck auch und etwas entfernt ein kleines Wesen. Beide unbewegt. Lebten sie? Die Herde war hundert Meter entfernt. Die Kuh hatte sich wohl zur Geburt abseits begeben. Am nächsten Tag fuhr ich damals wieder hin. Und welcher Anblick bot sich mir! Alle Kühe und Kälbchen lagen dicht beieinander. Der Geburtsfleck war schon von der Sonne getrocknet. Manche Kälbchen liefen schon freudig umher. Die Kühe leckten ihre Jungen ab. Ich mache viele Fotos.

Es war für mich ein Bild des gebärenden, natürlichen und beschützten Lebens.
Alles geschah mit einer Selbstverständlichkeit. Einfach so.

Darin liegt wohl das Wunder der Lebendigkeit.

Das sie ist. Sein darf. „Man“ sie gewähren lässt. Es braucht keine Erlaubnis. Keine Gedanken. Sie genügt sich selbst. Geschieht ohne Ansage. Lesen Sie mehr »