Das Nichts | 2. Januar 2021

Das Nichts|Heidrun Adriana Bomke

DAS NICHTS

Nichts.
Dieses unfassbare Nichts.
Es ist nicht zu denken. Es ist.
Das Nichts liegt im Nichts.
Es liegt in der Abwesenheit. Und doch ist es da.
Das Nichts ist.
Die Gedanken erreichen es nicht. Das Nichts weist sie ab.
Es ist einfach

NICHTS.

Das Nichts ist von schwebender Schönheit.
Das Nichts lässt mich lächeln. Es lässt mich sogar staunen.
Das Nichts streift mich wie der Hauch eines Flügels.
Das Nichts erscheint im Gewand der Leichtigkeit.

Das Nichts kann nicht gefüllt werden.
Die Türöffnerin des Nichts ist die Leere.
Das Nichts kann lediglich noch mehr Nichts werden.

Das Nichts ist nur Nichts ohne Angst.
Die Angst kann dort nicht wohnen.
Ins Nichts tritt unbemerkt die Demut ein.

Das Nichts ist die Schwelle.
Die Schwelle zum Leben
Die Schwelle zum Tod.

Dann und nur dann kommt ein Engel herein und spricht:

Nun gehst du nach Hause.
Nun bist du Zuhause.

© Heidrun Adriana Bomke

Heidrun Adriana Bomke,Poesie des Lebens-Lebendig schreiben
Heidrun Adriana Bomke

 

 

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NOVEMBERLICHT-POESIEN zum meditativen Lesen

Novembergedicht_Rilke_Hölderlin

MEINE NOVEMBERLICHT-POESIEN aus den Jahren 2016-2020

O große glückselige Dunkelheit des Friedens …

O Gold des Westens

O Gold des Sonnenuntergangs im Herbst

mein goldenes Strahlen des Meeres

kein Sternenfunkeln mehr

nein, eine große glückselige Dunkelheit

die kommt und ist

in meinem Sein

mein Bild

mein Widerschein der Seele

so still

ganz mein.

20.11.16, am Ätna

Der November legt sich sanft zur Ruh
Für Beata

Meine ruhigen Schritte auf dem nassen Herbstlaub.

Fast tonlos mein Gehen.

Ich verweile.

Lausche dem leisen Tropfen des Novemberregens.

Das aufgeschreckte Flattern eines Vogels neben mir.

Am Himmel küssen sich die Abendwolken.

Und da ist er auch schon.

Der erste Stern leuchtet ohne Laut.

Feierlich am Neumondtag unter dem Vulkan.

So still sein ewig Feuer.

Nur im Kamin jetzt züngelt das Holz.

Heult eine ferne Stimme mir zu.

Seelige Dunkelheit fällt herab.

Der November legt sich sanft zur Ruh.

29.11.16, 17.25 Uhr, Contrada Monte Arso am Ätna Süd

Sanftgrauer Novembermorgen

Ich mag diesen sanftgrauen Morgen
Wenn das Licht kaum scheint aus der Nacht hervor
Wenn Apollon nicht öffnet das große Tor

Ich mag diesen sanftgrauen Morgen
Meine ruhigen Schritte im Sand
Ohne Hast gehe ich am Strand

Ich mag diesen sanftgrauen Morgen
Eine kleine Möwe noch schaukelt auf ihrem Wellenbett
Eine andere findet das leichte Himmelssegeln sehr nett

Ich mag diesen sanftgrauen Morgen
Meine Seele schmiegt sich süß hinein
Ein Novembertag lässt mich geborgen sein.

29.11.17, am Strand von Puntasecca

Novemberlicht an der Havel

Ruhig plätschernder Fluss

Ich sitze auf den alten Wurzeln der Weiden

Novemberlicht durchströmt mein Gesicht.

15.11.2020 an der Havel, Kladow

© Heidrun Adriana Bomke · www.heidrunbomke.de

BÜCHER · ANGEBOTE

Montagsmotive

Franz von Assisi

Heute Morgen, am 14.9.2020, schlug ich ein Buch auf. Auf einer beliebigen Seite. Und ich weiß, dass es mir genau das Passende sagen wird. Das mache ich manchmal. So geschah es. Ich las meine Montagsworte wie eine Meditation für die Woche. Der Morgenspaziergang schenkte mir dann das obige Foto.

Herr, mach’ mich zu einem Werkzeug deines Friedens.
Wo es Haß gibt, laß mich Liebe sähen.
Wo es Unrecht gibt – Vergebung.
Wo es Zweifel gibt – Glauben.
Wo es Verzweiflung gibt – Hoffnung.
Wo es Dunkelheit gibt – Licht.
Wo es Traurigkeit gibt – Freude.

Oh Göttlicher Meister, gib mir, daß ich nicht
                                                       so sehr strebe,

Getröstet zu werden, sondern tröste;
Verstanden zu werden, sondern verstehe;
Geliebt zu werden, sondern liebe.
Denn, indem wir geben, empfangen wir.
Indem wir verzeihen, wird uns verziehen.
Indem wir sterben, werden wir zu ewigem Leben geboren.

Gebet des Hl. Franz von Assisi

Ich wünsche allen eine schöne Woche!

Heidrun Adriana Bomke,Poesie des Lebens-Lebendig schreiben
Heidrun Adriana Bomke