DAS LÄCHELN VON MARCO UND ANDERE SCHÖNHEITEN | ÄTNA

kreatives Schreiben, Im KUSS DES Lichts, Heidrun Adriana Bomke

DAS LÄCHELN VON MARCO UND ANDERE SCHÖNHEITEN | ÄTNA

Es war wirklich ein sehr besonderer Tag, dieser  26. Februar 2024.
Schon am frühen Morgen lief ich zu meinem kleinen Leihauto und fuhr vom Grundstück meiner Freundin Petra am Südhang des Ätna. Nichts hätte mich davon abgehalten. Ich spürte ganz stark, dass dieser Tag uns gehört: dem Vulkan Ätna in seiner kosmischen Weite und mir. Immer hinauf zu “meinem” Berg, der sich auf jedem Meter mehr zeigte in seinem weißen Schneekleid über der schwarzen Lava. Ein weiter blauer Himmel lag über allem an diesem strahlenden Morgen.

Wie jedesmal auch an diesem Montag das Empfinden:

So schön habe ich den Vulkan noch nie gesehen!

Ein Zauber ergreift mich von einer Minute auf die andere. Ja, es ist ein Zauber, der meine Seele weitet, meinen Geist fliegen lässt und meinen Leib in jeder Faser durchströmt! In jede einzelne Zelle strömt ETWAS ein, das mich von einem Augenblick auf den anderen hüpfen, tanzen, Purzelbäume schlagen und gleichzeitig völlig still und weit werden lässt: Reine Schönheit!

Wir haben eine lange, stille Geschichte miteinander, la Maga Etna und ich.

Und wie ich das schreibe, muss ich lachen, denn ganz so still war die Geschichte doch nicht. Am Tag 2 meiner neuen Zeitrechnung, am 6. April 2011, donnerte er so richtig los! Er gab mir seine Rauchzeichen und begrüßte mich! Ich lief ihm zu Füßen auf 1.400 m Höhe und bestaunte ihn. Täglich schauten wir uns über Jahre an. Ich war zu Hause im Licht des Vulkans Ätna. Das kosmische Feuer breitete sich um mich aus und ich würdigte es mit vielen Versen wie “Das Donnern des Vulkans oder ein Moment Ewigkeit”. Langsam näherte ich mich dieser majestätischen Kraft. Und es war erst im August 2014, dass ich “ganz oben” den Sonnenaufgang erlebte.  Noch etwas über mir, auf 3.334 Meter Höhe, donnerte einer der Hauptkrater.

Auf meinem Blog habe ich mehrmals über meine Begegnungen mit dem Feuerberg geschrieben, beispielsweise 2021:
Mein feuriges Leben am Vulkan.

Und nun noch das Lächeln von Marco!

Ja, auch Marco und mich verbindet eine besondere Geschichte, eine Liebesgeschichte. Es ist nichts Geringeres als die Liebe zur sizilianischen Erde und dem feurigen Stück Land im Ätnapark, der ein UNESCO-Weltnaturerbe ist .Ich traf Marco irgendwann bei einem meiner wunderbar stillen täglichen Spaziergänge in den südlichen Ätnahängen von 2011-2017 an einem frühen Frühlingsabend. Es erscheint mir ewiglich, dass wir uns kennen.

Ihr kennt das? Man trifft jemanden und weiß voneinander.

Marco hat vom Großvater ein Stück alter, kultivierter Ätnaerde am Hang geerbt. Eine alte Zisterne ist da, dann eine Lavasteinschutzhütte, gebaut ohne Mörtel im 18. Jahrhundert. Sie steht noch immer und kein Tropfen Regen dringt ein. Ich saß da öfter und schaute in die grenzenlose Weite bis zum Meer. Manche meiner Leserinnen und Leser werden sich erinnern, dass sie da mit mir gesessen und ich las. Im weiten, blühenden Ätnagarten.
An dem besagten Abend stand da eben überraschenderweise Marco und erzählte mir von seiner Vision, dort Menschen zu beherbergen, die die Stille suchen. Ich war begeistert und versprach ihm sofort, poetische Meditationen und Spaziergänge einzubringen. Noch wartet diese Vision … Marco sagte mir auch, dass das praktisch schwerlich umzusetzen ist. Er lud mich ein zur “Terrazza dell’Etna” an der Rifugio Sapienza, wo die Familie eine Bar/Ristorante führt und er auch als Wanderführer arbeitet. Dort trafen wir uns wieder. Er war auch begeistert, meine Poesiekarten “Al lume di Vulcano/Im Licht des Vulkans” mit in sein Souvenirsortiment aufzunehmen. “Die sind anders, feiner. Sie werden ihre Interessenten über die Jahre finden.” So geschah es! Ich beobachtete auch, wie er mit seinem Sohn in der Natur unterwegs war, wie er dem Jungen die Gräser zeigte. Ich schätze seine Liebe zur Natur, seinen sehr bewussten Wandertourismus. Da geht es nicht um einen Hype. Und er erkennt wohl, welche Art von Poesie ich in die Welt gebe.
Immer bekomme ich etwas serviert, wenn ich in der “Terrazza” bin. Ein Mensch voller Freundlichkeit und Wertschätzung! Danke.

Und nun war es der 26.2.2024 – Zeit war vergangen.

Ich sah Marco mit einer kleinen Touristengruppe an den Crateri Silvestri. Er war ein reifer Mann geworden. Mit seiner Ruhe und Präsenz zeigte er den Menschen als “Guida Vulcanologica” die Lavaerde. Ich saß dort schon lange lange einfach auf dem Lavagestein und schaute in die Weite. In den Kratern hier habe ich oft gelesen, mit Gruppen. Und wir haben sogar einmal im Krater getanzt! Piry, erinnerst du dich?
Das Meer vor mir war in Gold getaucht. Der Berg, la Montagna, würdevoll in Weiß.

Und ich mittendrin, im Herzen der Erde. Genau so fühlte ich mich.

Ich atmete die Schöpfung ein und beschloss, mit der Seilbahn hochzufahren auf 2.600 m.
Was ich dann spürte, entzieht sich der Alltagssprache und floss als Poesie in mich ein und hinaus:
Begegnung mit der Zauberin – Maga Etna
Du
meine Zauberin
wilde Weltenwandlerin
Still gabst du deine Feuerzeichen mir […] ©

Ich schrieb mich ins Ewigliche. In den lebendigen Geist. Und er sprach zu mir.

Als ich wieder mit der Seilbahn unten – Stunden waren vergangen – hatte ich richtig Hunger und nahm meinen Weg zur “Terrazza dell’Etna”. Da stand Marco hinter dem Tresen und sah mich mit einem so strahlenden Lächeln an! Alles an ihm lachte!
Ich möchte es fast erleuchtet nennen. Vielleicht war das ein erleuchteter Tag, der 26. Februar 2024, und wir konnten es spüren: Schöpferkraft.
Marco ist ein glückvoller, wahrhaftiger, lebendiger  Mensch und strahlt genau das aus. Wie gut das tut! Schön, dass ich ihn kenne. Da oben bei der Zauberin Ätna, wo ich bald wieder sein darf.

Am Schluss, als ich am 26.2. hinabfuhr, erschien das Himmelsherz über allem – ich staunte über die Magie. Mir schien, als sei alles in der rechten Ordnung.

 

kreatives Schreiben, Sizilien, Heidrun Adriana Bomke
Kreatives Schreibren, Heidrun Adriana Bomke, www.heidrunbomke.de

ES LAG EIN GOLDENES LICHT ÜBER ALLEM AN DIESEM 26. FEBRUAR 2024.

© Heidrun Adriana Bomke ∙ Lebensreisebegleiterin, Dichterin, Literaturwissenschaftlerin

Kommen Sie mit nach Sizilien, um auch wieder zu staunen und Lebendigkeit zu schöpfen!
NÄCHSTE MÖGLICHKEIT vom 5.-12. Mai 2024: SCHÖPFEN – EIN SCHREIBRITUALAM MEER VON PUNTA SECCA (noch 1 freier Platz)

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LICHTUNG 🌅 Februarpoesie

Lichtung_Februarpoesie_Heidrun Adriana Bomke

Das Gedicht “LICHTUNG”
wurde am 6. Februar 2016 auf dem Waldboden unter Kiefern in der Nähe von Hitzacker/Elbe geboren.

Ich lebte gerade für drei Monate in dieser niedersächsischen Kleinstadt an der Elbe und war zu einem Spaziergang unterwegs. Es ist ein Gedicht, das vom Unterwegssein, von Einsamkeit und Heimkommen, von der Geborgenheit in der kosmischen Weite und von Öffnung spricht. Es gibt eine natürliche Orientierung. Ich kann mich noch heute, nach acht Jahren, genau an diesen Augenblick erinnern, der – wie auch andere ähnliche Lebensmomente – mein Vertrauen in meinen eigenen Weg stärkte. Dieses Liegen auf einer Lichtung, unter Bäumen, mit den ersten sehr zaghaften Sonnenstrahlen im Gesicht, das wohnt in mir. Es lässt mich lächeln. Lächeln, innehalten und vertrauen. Es gibt eine Kraft, die mir Urvertrauen schenkt, immer wieder.
Die Poesie habe ich im Tonstudio von Patrick Penot in Wiesbaden eingelesen. Nun können Sie es hören. alle Rechte liegen bei mir. Vervielfältigung ist nicht erlaubt.
Viel Freude und Inspiration beim Hören von

LICHTUNG

© Heidrun Adriana Bomke, Berlin am 8. Februar 2024

Manchmal gibt es solche symbolischen “Meilensteine” auf dem eigenen Weg. Für mich war dieser MEILENSTEIN wirklich Anlass zu tiefer innerer Einkehr, der eine Entscheidung folgte. Das Foto erinnert mich daran. Und sehe ich solche Meilensteine in der Natur, dann halte ich kurz inne: Wo und wie bin ich unterwegs?

Und wie ist es mit “Lichtungen und Meilensteinen” auf  Ihrem Lebensweg?
Das wäre doch eine schöne Schreibanregung …

 

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Poesie zur Weihnacht ⭐️ Heiliges

Weihnacht, Heidrun Adriana Bomke

Weihnacht … Weihnachten … die Heilige Nacht … der Heilige Abend … das Christkind …

Weißt du noch?
Weißt du es noch aus deiner Kindheit? Fühlst du es noch heute? Wie ein Schein dein Herz berührt? Wie du eine besondere Stille und Weite spürst? Kennst du diesen heiligen Moment?

Wie etwas Heiliges kommt zu dir?
Ja, ich spüre es tief in mir. Bin sehr verbunden mit dieser “weiten inneren Tür”.
Heute weiß ich, dass auch sie mir das Wissen vom wahren Leben gab, weil ich die Magie des Lebens und tiefe Liebe spürte und spüre. Auch sie gab mir das große Staunen mit auf den Weg sowie Schutz und Vertrauen.
Heute weiß ich, dass ich mich als ein geistiges Wesen unter vielen Wesenheiten empfand, ohne es als Kind so benennen zu können. Und das ist so geblieben. Nun ist es mir bewusst.
Es ist wunderbar, denn es gibt mir die schöpferische Freude im Sein und im Tun. Und es gab mir auch die heilende Kraft in der Beziehung zu meiner Mama, die heute glücklich ist. Dafür bin ich sehr dankbar. Ich bin auf der Erde angekommen.

Ich schrieb diese Erfahrung auch als Gedicht auf. Es heißt:

Weißt du noch?

Weißt du noch, spricht das Kind in mir
Wie es Weihnachtsabend war und ein Engel tritt durch die kleine Stubentür?

Ja, sage ich, ich fühl ihn noch immer in mir.

Weißt du noch, spricht das Kind in mir
Wie er aussah, der Engel, der trat durch die kleine Stubentür?

Ja, sage ich, ich sehe ihn noch immer vor mir.
Sehe sein ganz weißes strahlend Gewand.

Weißt du noch, spricht das Kind in mir
Was er dir gab, der Engel, der trat durch die kleine Stubentür?

Ja, sage ich, ich nehme es noch immer aus seiner meiner Mutterhand.
Nehme die Puppenstube klein mit Herdchen und Töpfchen, mit Bettchen und Kindlein so fein.

Weißt du noch, spricht das Kind in mir
Wie es Weihnachtsabend war und ein Engel tritt durch die kleine Stubentür?

Ja, sage ich, ich fühl ihn noch immer in mir.
Etwas Schützendes, ewig Heiliges schenkt er dem Mädchen
in mir.

© Heidrun Adriana Bomke

Ich wünsche allen eine friedvolle, eine liebevolle Weihnacht!

Lasst das Licht mit dem Kerzenlicht, lasst die Liebe mit der Begegnung in den Familien, unter Freunden in eure Herzen strömen.
Öffnet sie mutig für BERÜHRUNG!

Wir sind Licht. Das Licht ist in uns. Geburt, Menschwerdung und Menschsein heißt für mich Licht-Werden.
Wir haben die Wahl! Licht oder Dunkel. Liebe oder Angst. Hoffnung oder Zweifel … Wir haben die Wahl.
“Ich entscheide mich für Wahrheit, Freude und Liebe” (nach Christina Kessler, Herzensqualitäten, Bejahung).

Wenn ich den Weihnachtsstern sehe, dann fühle ich mich immer inniglich mit einer strahlenden, liebenden Kraft verbunden, die das Dunkle erhellt und alle Wesen erreicht und verbindet.

Dezemberlichtlesungen, Heidrun Adriana Bomke

 

           

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Der Tod und ich – Zum Totensonntag

Garnisonsfriedhof Berlin, Heidrun Adriana Bomke

Der Tod und ich

Ja, er ist da und er hat mich auch besucht. Wir sind schon lange im Gespräch. Fast täglich denke ich an ihn, spreche sogar mit ihm. Schreibe ihm. Der Tod ist mir vertraut. Ich kam schon mit ihm auf diese Welt. “Wir dachten, du bist tot.” Der Atem wurde mir doch geschenkt. Ich war vorbereitet. Seit Kindesbeinen geht er also mit mir. Wie er meine geliebte alte Tante mitnahm. Ganz ruhig. Sie ging hinweg und ist doch noch bei mir. Er kam auch zu mir durch die Todesanzeigen, die zur täglichen Familienlektüre gehörten. “O Schicksal, wie bist du so hart”. Damals lag noch ein kleines Erschrecken darin, wenn ich es hörte. “Hart”. Nein, das Wort gefiel mir nicht. Es klang sogar böse in meinen Ohren.

Heute ist es anders. Unerklärbar anders. Ich bin ihm freundlich gestimmt, dem Gevatter Tod.
Ja, ich vertraue ihm sogar.

Im Mai 2015 hat er mich heftig an sich erinnert. Wollte er mich rütteln? Und ich spürte, dass er schnell kommen kann und … dass er, dass “es” mich weit führen kann. Ganz ohne Schmerz, ins Weite. Ich verlor die Angst. Mein Blitzgedanke: “Jetzt tut es gleich ganz weh”. Nein, es war wie eine große Leere. Stille. Weite. Bevor ich wieder heftig ins Hier geschleudert wurde. Auf der Autobahn.

Meine Erfahrng bei einem schweren Unfall, der mich wieder ins Leben führte.

Der Tod und ich. Seitdem ist er in mir und ich nehme ihn auf Schritt und Tritt mit. Noch immer ins Licht. In das schöne große Leben! Leben und Tod sind in eins. Er hat mich demütiger gemacht und dankbarer, der Tod. Er hat mich weiter schauen lassen. Ich bin ihm dankbar dafür und öfter lächle ich ihm zu, wenn er hinter einem Baum vorschaut oder aus einem Stein grüßt oder in meinem Herzen klopft.

In dem nachfolgenden Auszug aus meinem Hörbuch “ÜBERMUT TUT GUT!” bin ich mit ihm unterwegs, habe ihn bereits im Gepäck, am 11. Mai 2015 in meinem Flugtagebuch.

Tod, Heidrun Adriana Bomke
Lavawegegeist

Wer kennt ihn nicht, den Gevatter Tod?

 

Gedankensplitter 2014
“Dann werde ich die Natur genießen, ohne Druck auch nur « irgendwas tun zu müssen ». Einfach da sein … ich atme mich jetzt schon dahin … und unterbreche dieses Leben immer wieder von der Hast zu tun. Hast. Nur ein Buchstabe genügt und es wird zu Rast.       16. Juli 2014, Contrada Monte Arso, Sizilien

© Heidrun Adriana Bomke, 22.11.2010, Berlin