Frei ! – Sommererlebnis

 

 

Das ist ein Auszug aus dem Hörbuch

Heidrun Adriana Bomke, Übermut tut gut! Hörbuch unterwegs in den Süden

EIN BESONDERS FREIES UND NATÜRLICHES SOMMERERLEBEN ! an der Südküste Siziliens, gemeinsam mit meiner Freundin Petra im Sommer 2012. Unvergesslich und essentiell für immer.

Heidrun Adriana Bomke

DIE SCHÖNE EINFACHHEIT DES SEINS!

Hier erfahren Sie mehr über das HÖRBUCH!

Heidrun Adriana Bomke · Poesie des LebensEinen frohen Sommer weiterhin,

 

Herzlichst
Heidrun Adriana Bomke, die Frau mit dem Übermut! – KONTAKT · TERMINE

Übermut tut gut! – Im Interview mit Karen Christine Angermayer

Heidrun Adriana Bomke, Übermut tut gut! Hörbuch unterwegs in den Süden

Viel Freude beim Zuhören von “Übermut tut gut”:
Karen Christine Angermayer im Gespräch mit Heidrun Adriana Bomke

“Übermut tut gut! Unterwegs in den Süden” ist der Titel meines Hörbuchs, das im Sorriso Verlag 2017 erschienen. Karen Christine Angermayer ist Geschäftsführerin der Sorriso Verlags GmbH.  Am 28. Juni 2019 interviewte mich die Verlegerin. Wir sprachen über mein Buch, Sizilien, den Übermut, den Mut zum wandelnden Leben … Danke, liebe Christine Angermayer, für die wertvolle Begegnung.

Geben Sie den Link auch gerne weiter!

Ihre Heidrun Adriana Bomke, die Frau mit dem Übermut!

Heidrun Adriana Bomke, Autorin
Heidrun Adriana Bomke

Heidrun Adriana Bomke-Hörbuch Übermut tut gut

Puntaseccaglück – Rückblick auf die Mai-Schreibreise in Sizilien

Scheibparadies Sizilien mit Heidrun Adriana Bomke

Puntaseccaglück

Im Hier und Jetzt sein
Auszeit vom Alltag
Puntaseccaglück

Schreibreise Sizilien-Heidrun Adriana Bomke
Bootstour um Punta Secca

So schreibt Ulli, eine Teilnehmerin der Mai-Schreibreise am Meer von Punta Secca, im Süden Siziliens.

Und Lydia, 63 Jahre:

Drei Frauen im Wind
wir schreiben Morgenhaikus
lüften unser Herz

Schreibreise Punta Secca_Heidrun Adriana Bomke
gewischter Himmel mit Meer

Das Herz lüften – welch wunderbares Bild, nicht?

Schreibreise_Punta Secca_Heidrun Adriana Bomke
Corona über dem Meer

 

Tutto dolci – so heißt der Reiserückblick von Lydia. Hier zu lesen.

Tutto dolci – meine Schreibwoche auf Sizilien

Ein kleiner weißer Lieferwagen mit dieser Aufschrift fuhr vor dem Bus her, der mich von Catania nach Ragusa brachte- in die Schreibwoche nach Punta Secca mit Adriana.

„Tutto dolci“ dachte ich, das ist ein gutes Motto für alles, was mich auf Sizilien erwartet.
Und es waren nicht nur die leckeren Süßspeisen, in ihrer unglaublichen Vielfalt, die mir das Leben versüßten. Auch die Begegnung mit Adriana und unserer kleinen Schreibgruppe, dem Meer, dem „sempre verde“ unserer Pension und ihren freundlichen Betreibern waren bereichernd.

Schreibreise Punta Secca_Heidrun Adriana Bomke
Frühstück auf der Terrasse
Schreibreise nach Punta Secca-Heidrun Adriana Bomke
Picknick unter einem Olivenbaum

 

 

 

 

 

 

Adrianas leitende Schreibworte für die Reise:
„Sizilien entdecken- die ureigenen Worte wecken“ führten uns durch die Woche.

Ja, in der Morgensonne Haikus schreiben, am Meer sein, schreibend Eindrücke sammeln wie Muscheln am Strand,

Schreibreise Punta Secca_Heidrun Adriana Bomke
Schreiben am Meer von Punta Secca

mir selbst begegnen auf der Insel des Lichts, mit einem reich gefüllten Tagebuch nach Hause kommen.

Schreibreise Punta Secca_Heidrun Adriana Bomke
Schreiben unter der alten Olive

 

 

 

 

 

 

Schreibreise_Punta Secca_Heidrun Adriana Bomke
Mein süßes Leben

Diese Schreibreise_Punta Secca_Heidrun Adriana BomkeReise habe ich mir geschenkt,

meine inneren Widerstände überwunden, zu weit, zu teuer, zu …… ach, was weiß ich,

ich hatte viele „zus“ .

Und dann den Mut, sie alle wegzuschieben und das Abenteuer wagen und Tutto dolci mit nach Hause bringen!

Schreibreise Heidrun Adriana Bomke
sizilianische dolci

Danke, liebe Lydia, du mutige Frau! Danke an euch, ihr Teilnehmerinnen der Mai-Schreibreise an der Südküste Siziliens mit viel Licht, Meer, Leuchtturm, mit alten Olivenbäumen und Caruba und Dünen und den spätbarocken Städten Modica und Scicli!

Mit viel Poesieund Leichtigkeit und Liebe!

NÄCHSTER TERMIN für die Schreibreise nach Punta Secca:
19.-26.10.19 – bitte für weitere Informationen klicken.

Mit einer herzlichen Einladung von Dr. Heidrun Adriana Bomke
© Fotos und Text

 

Ein Sonntagmorgen in Punta Secca / Sizilien

Leuchtturm von Punta Secca

Ein Sonntagmorgen in Punta Secca / Sizilien

Seit zwei Tagen bin ich wieder hier an der Südostküste Siziliens. Am Meeresfleckchen Punta Secca in der kleinsten der sizilianischen Provinzen, der Provinz von Ragusa. Seit zwei Jahren weile ich nach fünf Jahren am Vulkan Ätna öfter hier am Afrikanischen Meer, dem Canale di Sicilia. Schreibe und begleite Schreibgruppen unter dem Thema:

Sizilien und sich selbst entdecken, die ureigenen Worte wecken!

Lesen Sie gerne mehr über diese sizilianischen Schreiberkundungen und Auszeiten !

“Du zeigst, wie man Wandel leben kann, weil du es lebst!”

(Katrin, Ärztin aus Hamburg, Einzelschreibbegleitung Mai 2018)

Sizilien und sich selbst entdecken - die ureigenen Worte wecken

So komme ich also heute, am 28. April 2019, wieder neu in Punta Secca an. Denn man kommt ja immer wieder anders an einem bekannten Ort an.

Ich gehe sehr früh aus meinem kleinen appartamento, das ich gemeinsam mit zwei Freunden und drei Hunden bewohne. Circa 100 Meter bis zum Meer, an den Weststrand des 200-Seelen-Ortes. Warm ist es, aber der Wind bläst – ein venticello, wie die Sizilianer sagen. Vor mir liegt das weite Meer, blau mit braunen Einsprengseln – es ist bewegt vom Sand. Am Horizont fährt ein Frachtschiff. Ich gehe, bekleidet wie eine Sizilianerin mit Jacke und Schal, durch den Sand in Richtung “Torre Scalambri”. Über allem, als Wahrzeichen von Punta Secca, der weiße Leuchtturm aus dem Jahre 1858. Er zeigt mit seinen Signalen den Schiffen den Weg.

Punta Secca an der Südküste SiziliensPunta Secca, Weststrand

Der “Torre Scalambri” ist einer der vielen alten Befestigungstürme gegen die Angriffe der Piraten entlang der Südküste über die Jahrhunderte.

Für mich wird er diesen Morgen zum Früh-Cafe-Ort. Der Turm ist nämlich eine Bar mit weißen Tischen und Stühlen, geführt von den Schwestern Celia und Carmen. Die eine hat knallrote Haare im Pagenschnitt und dazu einen knallroten Mund. Die andere cappelli ricci, natürlich wild gelocktes Haar und ist ganz ohne Schminke.  Ich freue mich spazierend schon auf die Morgenfrauen. Während ich so gehe, da kommt ein junger Mann mit einem sehr schönen Schäferhund. Sie drehen ihre Morgenrunde und er darf zu mir kommen, um gestreichelt zu werden. Igon, so heißt er. Ich freue mich immer an den Tieren und den Menschen, die sie so liebevoll behandeln. Igon hat wohl ein Morgenbad genommen.

Hier sollte man nicht baden. Es gibt viele Strömungen am Weststrand von Punta Secca.

Das sagten mir die Einheimischen. Ich schlendere, irgendwie bin ich müde. Die Nacht war traumreich und etwas schlafarm. Was steigt mir nicht alles in meine Träume! Doch nun komme ich am Turm, am Torre, an. Es sitzen wenige Menschen da, in der windigen Morgensonne. Hier ist es oft sehr windig. Heute eben ein Venticello, ein kleiner Wind. Kühl. Ich setze mich auf einen weißen Hocker, lehne meinen Rücken an die morgenwarme Kalksteinwand. Habe meine blaue Wolljacke an und das tut irgendwie richtig gut. Ich bestelle einen Cappuccino und mein Cornetto con frutti di bosco, mit Waldfrüchten. Doch die gibt es heute nicht. Ich nehme mit lamponi, Himbeeren, und Yogurt.

Wie ich so sitze und in die Morgensonne schaue, da muss ich weinen.

Ich bin berührt von etwas, was noch irgendwie unaussprechlich. Die Tränen zeigen es an. Berührung geschieht. Manchmal frage ich mich, ob auch andere Menschen diese Momente kennen, wo plötzlich etwas “hochsteigt”, das man noch gar nicht benennen kann???
Ich weiß von meiner Reise, dass es immer bedeutsame Augenblicke der inneren Reise sind. So saß ich mehrmals in den Ätnawiesen, dann im kleinen Hafen von Procida, Procida-kleiner Hafenauch aus Leipzig und vom Elbenstrand kenne ich das Weinen, das mich “überfällt” und nicht zu stoppen ist ♥… ich habe einen Text begonnen mit dem Titel “Wo ich weinte”. Doch jetzt sitze ich hier am “Torre Scalambri” und wische mir die Tränen weg – es könnte ja auch eine Erkältung werden …

Schreiben am Meer von Punta Secca

Andrea Camilleri
Casa di Montalbano

 

Mir gegenüber ein Haus, ein Bed&Breakfast. Die Casa di Montalbano.

Die filmberühmte “Casa di Montalbano”in Punta Secca.

Der Commissario Montalbano ist eine Figur aus den sizilianischen Kriminalromanen von Andrea Camilleri, der an der Südküste in Porto Empedocle 1925 geboren. Dieses Hotel ist mehrmals im Jahr Filmkulisse, denn dann wohnt er dort, der Krimiheld. Schwimmt, geht spazieren in den Sonnenuntergang, vermählt sich, schläft, empfängt Geliebte … jagt die Mafia  – eben alles, was so ein sizilianischer Commissario zu tun hat. Andrea Camilleri entwirft mit seinen Krimis wirklich ein Alltagsbild des sizilianischen Lebens, auch wenn die Filmkulisse vom Regisseur an andere Plätze versetzt wurde, um die schönen Strände und Barockstädte des Südostens der Insel zu zeigen. Manchmal sitze ich auch dort mit Gruppen und lese vor. Beispielsweise aus “Die Frau aus dem Meer” – eine sehr feine Liebes – und Sirenengeschichte. Und einmal kam es schon vor, dass zwei Frauen, die ich 10 Tage in die Poesie der Insel Siziliens begleitet, für wenige Zeit ihre Ferienwohnung im Erdgeschoss des Hotels verlassen mussten, da überraschend gedreht wurde!

Ich überlege, ob ich noch einen Cappuccino nehme – entscheide mich dagegen und bezahle meine 3 Euro für Getränk und Cornetto. Das ist schon relativ teuer – der Durchschnittspreis liegt bei 2,50 €.

Ich kenne alle Caféorte in Puntasecca, da ich eine Cafeschreiberin bin.

Schreibend am Torre Scalambri in Punta Secca

Punta Secca-Schreiben am Meer

Dieses Vergnügen kommt aus dem Moment heraus. Oft schreibe ich zur Hand, dann manchmal mit dem Laptop. So sind meine Reisetagebücher entstanden – eine Sammlung von Augenblicken!

Ist nicht das ganze Leben eine solche Sammlung von Lebensmomenten?

Für mich: Ja!
Es ist eine Reise. Eine Aneinanderreihung von Erfahrungen. Und aus dieser Sammlung, die manchmal ganz unverhofft entsteht und manchmal über Jahrzehnte sehr geordnet daher kommt, kommt die Lebendigkeit, kommt das eigenen gelebte Leben! Wenn es uns gelingt, es zu leben und nicht in der Vergangenheit, beständiger Erinnerung, in Drama und Starre zu verharren! Als Biografieforscherin durfte ich das immer wieder sehen – diese Formung von Lebenslinien und Wendepunkten, die man auch schreibend vor sich hinstellen kann.

Ich gehe heute weiter, ohne zu schreiben, und treffe Irene und Filippo mit ihren beiden Hündchen. Wir sprechen über das Auto, das sie mir geliehen und das ich am 12.5. zurückgeben werde. Dann gehe ich weiter zum porticello, dem kleinen Hafen von Punta Secca. Wie erwartet treffe ich Giuseppe und den Hund Leo und andere Männer, die ich kenne. Sie fragen mich nach meiner Hündin Neringa, die alle mochten und ich erzähle die berührende Geschichte … – und dass sie nun bei den Stadtmusikanten in Bremen wohnt!
Sie sitzen jeden Morgen und jeden späten Nachmittag hier und öfter sehe ich meinen Vater unter ihnen – er täte ihm gut, dieser kleine Hafen mit seinen vielen Geschichten und Gerüchten …!

Come stai? Wie geht es dir? Perchè sei vestita cosi? Warum bist du so angezogen?

Ja, ich bin wirklich eingehüllt in viel Kleidung bei der Sonne. Noch vor einem Jahr war ich bei diesen Temperaturen sommerlich gekleidet. Mein Körper hat sich so schnell umgewöhnt.
Bald beginnt die Thunfischperiode. Ich erinnere mich, wie ich bei Silvia und Giuseppe den Tonno gegessen habe und auch die Ricci del mare, die Seeigel mit pasta. Pures Meer im Mund, das war das Grundgefühl. Und dann die Tintenfische! Ich habe sie selbst zubereitet. Viel durfte ich lernen von den Sizilianern.
Ich gehe weiter, den Weg, den ich immer mit Neringa von Caucana gekommen. Hier begegnet mir niemand. Ich weiß auch gar nicht, wie spät es ist … ichPunta Secca am Südstrand komme vorbei an den Kalksteinen, wo wir immer gespielt und gehe bis zum Ende, zu der Bucht, wo ich gebadet. Die Hündin kam immer ein kleines Stückchen mit, erinnere ich mit einem Lächeln. Dann lief sie am Strand entlang und erwartete mich. Heute setze ich mich auf einen großen Stein am Ufer und mache etwas Yoga. Aus Richtung Casuzze kommen um die Meeresecke wenige Menschen. Freundlich gestimmt.

Bei der Meeresfrau vorbei

auf dem Rückweg. Oben der alte Stuhl, wie ein Meeresbalkon. Ich setze mich, lege die Beine auf das Geländer. Schaue in die Meeresweite. Sehe die Augen der Frau vor mir, die hier mit Mann und zwei Kindern und dem kleinen Hund wohnt, der so genüsslich vor sich hin badet. Valeria ist nicht nur von dieser Welt und sie spricht immer von der Freiheit, die sie hier gewonnen, am Meer! Wir sind uns ähnlich … Wie das leben enen sowieso zu den Begegnungen führt, die man braucht, um weiterzugehen …

Unter dem freien Himmel in mir!

Und letzten Somemr sah ich sie mit dem alten Holzboot hinausfahren, mit ihrem Mann, den Pizzaiolo. Wie sie da im Boot waren, da dachte ich an Philemon und Baucis, die Alten aus dem “Faust”.

Morgenmeer in Punta Secca_SizilienHeidrun Adriana Bomke in Punta Secca, SizilienDann der Weg am Strand zurück zum Leuchtturm, zum kleinen Hafen. Vorbei am “Sand”, wo mir Antonio zuruft:

Ciao Adriana, ben tornata!

Willkommen Adriana!

Und dann sehe ich endlich Silvia sitzen und neben ihr der Straßenhund Pecorella, um den sie sich so liebevoll kümmert. Das erwärmt mich richtig. Wir sprechen darüber, was wir erlebt: ich in Deutschland und der Schweiz an acht verschiedenen Orten; sie vor Ort in Punta Secca. Eine herzliche Umarmung – ci vediamo – wir sehen uns.

Ich gehe über die neue weiße Meeresterrasse. Nun tummeln sich schon Familien. Stände sind aufgebaut. Ich sehe den alten schmalen Tunesier mit seinen Kleidern, aber Anna aus Modica fehlt – es ist noch zu früh. Doch nicht für

Il bacio di Zefiro

Image result for Il bacio di Zefiro, Punta Secca

Mein 1. Eis in Punta Secca kaufe ich mir in dem kleinen Eisladen, der den geheimnisvollen Namen hat:
IL BACIO DEL ZEFIRO. Ich weiß, was er bedeutet. Dahinter versteckt sich eine Legende vom Westwind, die mir der Besitzer erzählte. Heute sieht er müde aus und ich kaufe mir ein kleines Pistazzieneis. Ganz grün. Auf dem Rückweg schleckere ich das Eis … setze mich noch etwas in den Sand und gehe nach Hause in die Via Antonio Segni. Beim nächsten Mal genieße ich eine Granita. Was das ist???

Wollen Sie vielleicht auch an diesen schönen Orten schreiben, Augenblicke sammeln?

Sizilien und sich selbst entdecken und die Geschichte von der Meeresfrau, der Granita und vom Westwind hören … sich selbst erkunden,

Dem bisherigen LEBEN EINE AUSZEIT GEBEN, ein Aufatmen, Leichtigkeit erleben.
Kraft tanken und Öffnung finden!

Heidrun Adriana Bomke · Poesie des Lebens

Regenbogen in Punta Secca
Foto: Peppe

Kommen Sie einfach mit – die nächste Schreiberkundung wartet schon vom 19.-26.10.2019

Sizilien und sich selbst entdecken – die ureigenen Worte wecken!

Ihre Heidrun Adriana Bomke, die Autorin mit dem Übermut!

©Text & Fotos, Heidrun Adriana Bomke

 

 

 

“Übermut tut gut” in Bremen!

Heidrun Adriana Bomke, Übermut tut gut! Hörbuch unterwegs in den Süden

“Übermut tut gut” in Bremen!

Ein besonderer Leseabend endete für mich am 4.4.19 um 22 Uhr in der Bremer Neustadt in der Buchhandlung Buntentor .

Die ehemalige Drogerie, die durch Sven Odens und sein Team seit zwei Jahren ein frischer Buchraum geworden ist, war gut gefüllt zur Frühlingslesung “Übermut tut gut!”. Wein, Bier und Wasser standen auch bereit und ich freute mich auf die Begegnungen mit den Menschen. Ernste Gesichter kamen herein, wie meist.

Was mag so ein Zuhörer denken? Vielleicht: Was erwartet mich da?

Ich schaue die Menschen an, die vor mir sitzen. Eine Frau sieht sehr traurig aus. Eine andere eher resigniert. Wieder eine andere sehr gefasst. Dazwischen ein älterer Herr mit lebendigen Augen. Sie lachen mich an. Die Distanz ist mit dem 1. Gedicht überwunden, das ich auf dem Fußweg zur Lesung geschrieben:

Silbergrauer Abend
Zwitschernd kühle Luft
In den knospenden Zweigen träumt schon
der Frühlingsduft.

Poesie ist Magie! Wie auch die Reisebeschreibungen in meinem Hörbuch: Authentisch und pur.

Unter dem freien Himmel in mir

So heißt es an einer Stelle meines Reisetagebuchs und Hörbuchs. Ich gebe dieses Sprachbild in die Runde. “Totale Öffnung”, so sagt der Herr mit den lachenden Augen und breitet die Arme aus. “Aufatmen”, so traut sich eine fein gekleidete Dame. Ja, davon erzählt mein Buch – vom Weg in die Freiheit, in den Augenblick des Atmens, des Seins. Von den Urelementen des Lebendigen!

mein Weg am Strand von Punta Secca

Ich bin sonst ein nüchterner Mensch

sagt eine Frau mit schöner Haartracht am Ende der Lesung – eher des Vortrags, der performance. Denn ich spreche frei, binde Gedichte und Hörbuchauszüge ein, Stille und Atem und auch die Zuhörerinnen. So verlebendigen sich die Ereignisse noch einmal.
“Ich bin sonst ein so nüchterner Mensch, doch mir kamen bei Ihrer Lesung die Tränen. Das ist sehr besonders für mich.”
Ich danke der Frau, dass sie darüber spricht. Von sich erzählt. Wir reden von äußeren und inneren Bewegungen. Vom Wachsen. Eine Frau spricht von ihrer Tochter, die bei Catania lebt. Für sie war der Abend eine Wiederbegegnung mit der wundervoll kraftvollen und lichten Insel.
Eine andere stimmt ein.
Und so kommen wir ins Gespräch über unsere Leben, unsere Erfahrungen und unsere Gefühle.

Zwischen Etna und Meer

Wie schön ist es sich zu fühlen?!

Berührung, nenne ich es. Berührung mit dem Herzen. Die Kruste fällt ab. Der Zensor, der uns auf unsere ratio reduziert. Die soll ja auch nicht abgeschafft werden. Verstand und Herz gehen Hand in Hand. Geist, Körper und Seele vereinen sich. Doch mir scheint, dass die Krusten über den Herzen fest sind. Schutz, Angst, Notwendigkeit? Ungewöhnlich ist es wohl oft sich vom Gefühl her als Mensch zu offenbaren. Doch da fragt mich der ältere Herr mit den lachenden Augen:

Darf ich Sie umarmen?

Die Frage kenne ich nur aus Italien. Da heißt es “Posso baciare?” – Darf ich küssen?
Dieser Mann umarmt mich fest und herzlich. Er teilt seine Gedanken:

“Es ist gut, dass Sie uns Ihre Erfahrungen erzählen und uns ermutigen, Übermut zu haben. Ich las den Titel und wusste, dass ich komme. Wie kenne ich die Umkehr: Übermut tut selten gut! Wissen Sie, ich bin so ein Hanseat, so gefasst. Vielleicht schaffe ich es nicht mehr, doch dieser Abend hat mir gutgetan.”

Und Herr K. gibt mir auch noch einen Kuss auf die rechte Wange. Ich erzähle ihm vom italienischen Brauch mit den beiden Küssen. Er sagt: “Nein, das kenne ich nicht.” Ja, klar, das ist zu viel des Guten!

Wie funktioniert solch eine Schreib-Reise mit Ihnen?

Das wollen einige wissen. Ich erzähle vom schreibenden Unterwegssein, von der Vielfalt des Entdeckens:

SIZILIEN UND SICH SELBST ENTDECKEN – DIE UREIGENEN WORTE UND LEBENSKRÄFTE WECKEN! (bitte klicken)

Und manchmal braucht es einfach den MUT, etwas Neues zu beginnen – es gibt immer den berühmten 1. Schritt! Eine AUSZEIT.
Damit fing es bei mir genau vor 8 Jahren an! Da landete ich am 5.4.11 52-Jährig in Catania und etwas ganz Offenes, Ungewisses, Abenteuerliches, Unsicheres, Wunder-volles, Gewandeltes … nahm seinen Lauf!

ÜBERMUT TUG GUT! – WANDLUNG WAGEN!

Ich kann es gar nicht genug sagen. Denn dann wirken die Kräfte der Liebe, der Schöpfung!
Und an diesem besonderen Begegnungsabend in der Buchhandlung “Buntentor” in Bremen, da passiert auch noch etwas Einzigartiges. Das Leben zeigt allen, wie gut es ist, Mut zur Veränderung zu haben. Sich ein Herz zu fassen. Dass es einem hilft, das Leben, wenn wir auf dem Pfad der Liebe sind, des Wachsens.

Schreiben am Meer

Unter den Gästen ist die sizilianische Hündin Neringa

Sie kam mit ihrer Familie, die um die Ecke in der Möckernstraße wohnt. Ich begrüße Sie berührt und von Herzen. Wir haben eine gemeinsame Geschichte. Neringa lief mir am 4.12.16 in den Ätnawiesen auf 1.500 m Höhe hinterher. Sie war winzig klein. Kaum 2 Monate. Ich nahm sie an, obwohl ich in diesem Augenblick gar nicht wusste, wie ich das machen sollte! Das Leben und liebe Menschen halfen mir. Über 2 Jahre hinweg. Wir lebten lange zusammen und dann reisten wir gemeinsam mit Schiff und Bahn von Punta Secca an der Südküste Siziliens in Etappen bis nach Bremen! Diese besondere Reise wird immer in meinem Lebensgepäck sein wie auch diese Wiederbegegnung. Denn im November 2018 spürte ich, dass es so nicht mehr geht: nicht für sie und nicht für mich. Und ich bat um Hilfe, schickte meinen Wunsch in den Himmel … – und uns wurde geholfen. Natürlich tat ich etwas dafür, doch wesentlich war der innere liebevolle Entschluss und Wunsch, Veränderung zuzulassen und in Liebe loszulassen!

Liebe wirkt in allem – öffnen wir ihr unsere Herzen!

Was führt meine Hand
Spuren wie feinkörniger Sand
Schreibt es sich ein
Aus dem Leben ins Leben hinein

Heidrun Adriana Bomke · Bremen am 6.4.19 · Heidrun Adriana Bomke · Poesie des Lebens

Neringa und Adriana
Hundeliebe
Wiederbegegnung

Du zeigst, wie man Wandel leben kann! – Feedback einer Teilnehmerinn

Meer der Odyssee

Das folgende Feedback kommt von einer jungen Frau, einer Ärztin, die ihren 40. Geburtstag im Mai 2018 unterwegs auf Sizilien am Meer feierte. Vier Tage begleitete ich sie schreibend in Punta Secca, Randello, Kamarina, Caucana, Donnafugata.
Eine Einzelbegleitung

  • für Menschen, die wahrhaft Wandlung wagen und sich spüren möchten
  • für Menschen, die noch Angst spüren vor dem Neuen, Offenen und gleichzeitig Sehnsucht danach haben
  • für Menschen, die für Übergänge (ob beruflich, privat) eine hilfreiche ganzheitliche und kreative Begleitung wünschen
  • für Menschen, die das Abenteuerliche lieben: im Innen und Außen
  • für Menschen, die sich schreibend entdecken und wachsen möchten

Mein Angebot: WANDLUNG WAGEN – Gehe auf die Reise zu dir!
Aus der Enge ins Offene – Schreibend zu sich selbst.

“Du zeigst, wie man Wandel leben kann! (das Feedback)

Ich bin hierher gekommen und wusste nicht, was geschieht. Was auf mich zukommt …

Ich habe eine tiefe Berührung erfahren – ich habe mich selbst hier so sehr spüren können, habe einen offenen Zugang zu mir gewonnen!

Wandlung wagen
Südküste Siziliens

Deine Verbindung zu mir:

Du hast mit deiner Begleitung eine unglaubliche Gabe, im Reisen nach außen die Reise zu sich selbst zu machen!

Im Alltag bin ich abgelenkt von mir, entferne mich immer wieder von mir … – es passiert so oft!

Mit den Themen, die du vorgibst, mit deiner intuitiven und hellfühligen Art und Gabe, geht man tief auf eine tiefe Reise.

Man nimmt die Impulse auf oder spürt selbst, was einen öffnet – das ist sehr heilsam.

Auch dass du mich zum Schreiben hinbewegst – mit Atem- und Körperübungen, das ist achtsam und fein.

Ich bekomme das Gefühl: ES GEHT NUR UM MICH!

DU HAST EIN UNGLAUBLICHES GESPÜR FÜR INNERE PROZESSE.
(Ja, ich bin auch Biografieforscherin und Biografin)

DU ZEIGST, WIE MAN WANDEL LEBEN KANN.

ES IST ECHT, WAS DU ZEIGST, WEIL DU ES LEBST!

DU TRÄGST DIE ELEMENTE IN DIR!

DU ZEIGST AUF, DASS POLARITÄT ZUSAMMENGEHÖRT.

EHRLICH GESAGT, WAR DIESE REISE EINE WIEDERGEBURT!

DAS SEIN AM MEER BIETET ÖFFNUNGSMÖGLICHKEITEN.

Eine Kostbarkeit für Menschen mit hoher Sensitivität, die Öffnung suchen. Freude, Leichtigkeit und Wohligkeit entfalten sich. Entspannung.

Totale Öffnung …

Ich bin in die Freiheit gegangen und habe mich hineingeschrieben!

Es ist auch eine Erweckung des Herzens – das seelische Potential wird erfasst.

ES GEHT NUR UM DICH! – GEHE AUF DIE REISE ZU DIR SELBST
Aus der Enge ins Offene – Schreibend zu sich selbst!”

Wandlung wagen - Ins Offene
Aus der Enge ins Offene

Fragen Sie sehr gerne nach.

Diese besondere Schreibbegleitung für Einzelpersonen auf Sizilien (und an ausgewählten anderen Kraftorten) sind ab 3-7 Tage buchbar.

WANDLUNG WAGEN – Gehe auf die Reise zu dir selbst! Aus der Enge ins Offene – Schreibend zu dir.

Heidrun Adriana Bomke · +49 176 380 910 94Poesie des Lebens-Lebendig schreiben

Mein Sizilien · Fotografien von Heidrun Adriana Bomke – Ihr Weihnachtsgeschenk?

Schneerose_Heidrun Adriana Bomke

Mein Sizilien · Fotografien von Heidrun Adriana Bomke

Mit meiner Seele bin ich verbunden mit den Kräften und Wundern der Natur. Meine Fotografien aus Sizilien strahlen dies aus. Sie führen in die Elemente Feuer, Erde, Wasser, Luft, Holz. Sie verlebendigen Stille, Urkraft, Tiefe, Freude, Erwachen, Sanftheit, Liebe und Vertrauen in die wandelnden Rhythmen des Lebens . Sie können diese Fotografien auf Leinwand kaufen.

Ihr Weihnachtsgeschenk?!

Seelensamt_Heidrun Adriana Bomke
Seelensamt · 40×60 · Leinwand
Erwachen_Heidrun Adriana Bomke
Erwachen · 40×60 · Leinwand
Schattentänzerin_Heidrun Adriana Bomke
Schattentänzerin · 45×45 · Leinwand
Lebenskraft_Heidrun Adriana Bomke
Lebenskraft · 45×45 · Leinwand
Urfeuer_Heidrun Adriana Bomke
Urfeuer · 40×45 · Leinwand
Lavatürkismeer_Heidrun Adriana Bomke
von weit · 45×45 · Leinwand
Blauer Winterblick_Heidrun Adriana Bomke
Blauer Winterblick · 40×60 · Leinwand
Stiller Weg_Heidrun Adriana Bomke
Stiller Weg · 40×60 · Leinwand

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schneerose_Heidrun Adriana Bomke
Schneerose · 45×45 · Leinwand
Wiege des Lichts
Wiege des Lichts · 40×60 · Leinwand

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Formate 40×60 kosten 130 € und die kleineren 90 € plus Versand. Fragen Sie einfach nach. Ich schicke Ihnen das Bild nebst Rechnung zu. Vielleicht ein schönes Geschenk für einen lieben Menschen oder für sich selbst im lichtvollen Weihnachtsmonat.

Kontakt: +4917638091094
info@heidrunbomke.de

Herbstzeitlosen — Hilde Domin und ich

Herbstzeitlosen am Ätna

Herbstzeitlosen — Hilde Domin und ich

Hilde Domin (1909-2006) ist mir eine poetische Vorgängerin. Eine Ermutigerin. Nie habe ich sie getroffen – es wäre ja möglich gewesen. Erst um das Jahr 2004 nahm ich ihre so tiefen anderen sinnlichen Liebes- und Naturgedichte genau wahr. Und ihre Auffassungen von Poesie, die sie als magische Gebrauchsartikel bezeichnet. Ihre Poetologie ist mir nahe. Dass sie als Dichterin noch einmal neu geboren! “Mein 1. Gedicht, das war schon mein Leben”, so schreibt sie. Und sie kam mir sehr nahe. Mit ihren Gedichten. Und ich ihr. In meinen Träumen begegnete sie mir mehrfach. Ich kreierte sogar 2009 ein literarisch-musikalisches Programm für sie gemeinsam mit der Akkordeonspielerin Britta Stützer, das wir vielfach bis 2012 mit Begeisterung und viel Erfolg draußen und drinnen aufführten:

DAS ZWEITE PARADIES

Hilde DominHilde DominHilde DominZahllose Bilder berühren mein Herz. Einige davon nahm ich in eigenen Gedichten als Motiv auf. Die “Herbstzeitlosen”, “Worte sind reife Granatäpfel”, “das Klicken des Riegels, der die Stalltür leise schließt” … Es ist wundersam, wie Worte durch die Seelen ziehen … wie wir scheinbar Lebensthemen haben, die ähnlich, obwohl die konkreten Leben ganz anders.
Heute, wo der Herbst so spürbar und die Herbstzeitlosen ihre Köpfe neigen, da denke ich wieder an sie. Lese meinen Traum, den ich hier noch einmal zitiere aus:

“Neumond in Syrakus. Reisetagebuch, 2015”

5. zum 6. April 2011, erste Nacht am Vulkan

Nächtliche Begegnung mit Hilde Domin

Hilde Domin begegnete mir heute im Traum. Die Dichterin, die mich seit Jahren berührt mit ihren Worten. Eine Vorgängerin. Ich trat seit drei Jahren erfolgreich mit einem poetischen Programm auf, begleitet von einer Musikerin: „Das zweite Paradies.“
Letztendlich war es ihr Lebensentwurf, ihre Lebensrettung durch das eigene Schreiben, die mich genauer schauen ließen. Sie lebte an der Seite eines Mannes, dem sie jahrelang diente. Sie, eine so talentierte und für ihre Zeit äußerst fortschrittliche Frau, unterwarf sich einem Mann, legte ihm gar ihr Leben zu Füßen: „ … wenn du nur willst!“ Faszinierend leichte Liebesgedichte! Ihre Ermutigung: „Nicht müde werden, sondern dem Wunder leise wie einem Vogel die Hand hinhalten“. Da sprach mich wohl ihre Seele an in diesen Liebesgedichten und den archaisch alltäglichen Bildern vom „Ziehenden Landschaften“.

Die Dichterin gab mir heute Nacht ein Zeichen. Spazierte in meinen Traum. Kam lächelnd direkt auf mich zu nach einer Lesung. Ich hatte keine Lust auf diese Lesung. Machte sie aber doch, artig wie ich war. Die Menschen waren zufrieden. Klatschten. Freuten sich. Ein Herr gab mir einen Strauß.

Dann kam sie. Tänzelnd. Und lachte mich an!

Sagte sie etwas? Das weiß ich nicht. In meinem Gefühl gab sie mir die Ermutigung, meinen eigenen poetischen Weg zu gehen. Was man in der ersten Nacht träumt …

Ja, und dann schrieb ich im Herbst 2011 in den Wiesen am Ätna Süd, am Vulkan, das gedicht von den

“Herbstzeitlosen am Ätna”
Mit einem Motiv von Hilde Domin

Jetzt

wo die Herbstzeitlosen aufstehen

in den müden Gräsern des Sommers

Jetzt seh ich dein Gesicht

Seh dein Lachen zwischen den blauen Trauben

Jetzt

wo auch hier die Hagebutten rot am Strauch

und die braunen Maroni warten auf das Feuer

Jetzt

wo die Herbstzeitlosen ihr lila Haupt langsam neigen

Schau auch ich demütig in den Spiegel

Jetzt ist es Zeit

Dass ich um die Ankunft weiß.

Das Gedicht spricht vom Ankommen.

Wo? Was meinen Sie? Schauen auch Sie manchmal in den Spiegel und fragen sich danach? Gerade jetzt im Herbst? “Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr …”, so schrieb Rilke melancholisch.

Eine Schreib-Anregung für Sie und dich:

Schauen Sie auf den bunten Blätterfall. Vielleicht machen Sie einen raschelnden Spaziergang. Nehmen Sie sich dann ein bisschen Zeit, so eine kleine stille halbe Stunde. Einfach ein leeres weißes Blatt. Und dann schreiben Sie einfach los:

Mein Ankommen (?)

Ich erinnere an mein Schreibmotto:

Die beste Art zu schreiben ist mit den ureigenen Worten und diese fließen unmittelbar aus dem Herzen in die Hand.

Viel Schreibfreude! Und schaut doch mal bei meinen Fernschreibkursen vorbei – Anregungen gibt es genug – vielleicht auch für ein Geschenk!

Aus dem Blätterwirbel grüßt poetisch

Heidrun Adriana Bomke · Poesie des Lebens-Lebendig schreiben

Ein Kleidchen, ein Höschen — Eine Sommergeschichte

Sommergeschichte

Ein Kleidchen ein Höschen … – Eine Sommergeschichte

Adriana stand im weißen Sand und lachte.

Sie lachte über die ganze südliche Küste hinweg. Sie lachte so hell, dass der alte Sizilianer sich umdrehte. Er stand schon bis zur Brust im Meer. Jeden Tag ging er durch das flache Wasser bis zur Tiefe hin. Da, wo das Meer ganz blau wurde oder türkis ohne braunen Grund. Er schwamm. Kehrte dann langsam zurück. Ging nass davon. Nur mit einer blauen Badehose bekleidet. Sein Fleisch hing schon etwas müde herab. Die Brust war weiß behaart. Er war mager für einen von hier. Unter dem Arm trug er so etwas wie ein Schlauchboot. Jeden Tag.

Adrianas Lachen ließ ihn heute Mittag innehalten. Er winkte ihr zu und tauchte ins Wasser ein. Fresco oggi, hörte die Frau ihn sagen. Sie hüpfte im flachen Sonnenwasser herum und lachte. Ihr war soeben aufgegangen, wie schön doch ihr Leben ist! Als sie sich umgedreht hatte zum kleinen Ort, zum Leuchtturm. Sie sah ihr altes Rad an der weißen Kalksteinmauer lehnen. Darauf der kleine Rucksack mit ihrem Computer. Darauf noch die schönen Riemchensandalen. Das bunte Kleidchen mit Ausschnitt. Sie hatte es vor zwei oder drei Jahren in Vittoria gekauft. Immer trug sie die neuen Kleider dann tagein tagaus. Bis sie irgendwann zerfielen. Unter dem einfachen blau-rosa Kleid lag der weiße Spitzenslip.

Adriana betrachtete dieses Stillleben mit Fahrrad und fühlte plötzlich, dass sie hier angekommen ist. Solch eine Freude stieg in ihr hoch! Sie schloss die Augen. Da sah sie ein spielendes Mädchen mit leichtem Kleidchen und Rüschenschlüpfer darunter. Einen kleinen Sonnenhut hatte die Kleine auf dem Kopf. Später war das Hütlein groß und glockig geworden. Mit 15 Jahren hörte sie die Wellen des Schwarzen Meer. War so herrlich braun und schwamm schwamm schwamm.

Wärme stieg in ihr hoch. Sie kam von damals und vermischte sich mit der heißen sizilianischen Sonne. Es war Mai. Genauer: Es war der 18. Mai. Sie war angekommen. Es gab keine Zweifel mehr. Nein, sie hatte auch keine. Noch nicht einmal einen klitzekleinen.

Sie war angekommen im langen Sommer ihres Lebens.

Punta SeccaText und Fotos: Heidrun Adriana Bomke

Haikur-Schreibreise in und um Punta Secca — Feedback

schreibend unterwegs in Sizilien mit Heidrun Adriana Bomke

Haikur-Schreibreise in und um Punta Secca — Feedback

Danke Dir, Adriana, für deine anregende, einfühlsame Schreibbegleitung diese Woche in und um Punta Secca.

Schreiben in Randello/SizilienIch liebte es, wie du uns immer wieder an stimmige Orte führtest, wie du deren Kraft untermaltest mit eigenen Gedichten und Texten von sizilianischen Literaten. Die Orte wurden oft zu Türöffnern, um meine ureigene Poesie in Worte zu fassen und damit wären wir beim Wort, das zu meinem Lieblingswort avancierte im Luafe der Woche, nämlich „fassungslos“.

Es war für mich immer wieder eine Entdeckungsreise, wie mich die Worte fanden,

sich verdichteten; zu merken, wie eine innere Klangmelodie ihnen Gestalt gab und mich an unbekannte Orte führte. Überraschungen zuhauf und die Befriedigung über einen gelungenen Text oder gelegentlich den Wunsch, auf dem Zimmer noch zu vollenden.

Wie spannend war es nach dem Schreiben zu hören, wie andere die Aufgabe lösen. Die Texte waren so verschieden wie die AutorInnen. Unvergleichlich!

Es war für mich eine Freude zu erleben, wieviele Wörter in meinem Innern nur darauf warten, in ihrer Bedeutung erkannt zu werden und wie froh meine Gefühle sind, Ausdruck zu finden.

Grazie Adriana! · 22.5.18, Beato aus Luzern

Hafen von Punta SeccaUnd vier Wochen später schrieb Beato über die “Nachwirkungen” der “Haikur”:

Das Schreiben mit dir war ein sehr intensives Erlebnis, war eine ganz tolle Selbsterfahrung, die du mit deinem großen Engagement ermöglicht hast! Grazie!

Du hast für mich neue Welten eröffnet!

Haikurschreibtreise -DonnafugataVon den eigenen Texten bin ich noch heute begeistert, was sich alles an Wörtern, Gedanken, Redewendungen versammelte auf meinen Blättern!

 

Danke, lieber Beat!

Und vom 13.-20. Oktober gibt es die nächste Haikur: Meersfrau und Westwind!
Fragen Sie gerne nach und erkunden Sie Punta Secca und sich selbst schreibend!
Lassen Sie sich inspirieren!

Heidrun Adriana Bomke · Poesie des Lebens
Meereslesung in Punta Secca_Sizilien