Wie ich saß und weinte … ein Moment von größter Schönheit

Zyklopenküste in Aci Trezza, Heidrun adriana Bomke

Wie ich saß und weinte … ein Moment von größter Schönheit

Es war an einem Februarmorgen im Jahr 2011.
Vielleicht war es der 11. Ja, es könnte sein.

Am 8. Februar, drei Tage vorher, war ich in Dannenberg beim Notar gewesen. An einem nassgrauen Tag. Ein Haus zu verkaufen. Das Haus, in dem ich ein Familienleben verbracht. In dem ein Familienleben so, wie es einmal war, auch geendet. Die Zeiten wandeln sich. Die Menschen mit. Schulden werden getilgt sein. Verletzungen langsam heilen. Vergebung geschieht. Ich höre gerade noch einmal die Stimme des Notars, sehe seinen Blick: “Wollen Sie den Kaufvertrag wirklich so unterzeichnen?” Ja, ich wollte. Ohne zu zögern. Das sagte mir meine innere Stimme. Auch wenn ich Geld verlor, weil der andere Mensch, der da noch mit mir saß, es zu diesem Zeitpunkt nicht besser vermochte: gerecht zu teilen. Ich sah seine Unfähigkeit, seine Angst. Wovor auch immer. Sah sogar sein schlechtes Gewissen.

Und saß nun auf der Terrasse des kleinen Hotels “Eden Riviera” an der Zyklopenküste Siziliens, oberhalb des ehemaligen Fischerortes Aci Trezza. Am 11. Februar 2011

Eine so freundliche Frau brachte mir einen Cappuccino. Ich schaute in die Morgensonne. Schaute auf die Küste. Ich sah diese Steine im Meer. Sah diesen einen, den ich später in einem Gedicht den “Weisen Hüter der Küste” nennen sollte. Doch jetzt sah ich ihn zum ersten Mal. Und weinte. Weinte und weinte. Ein Mensch fragte mich, was sei. Ob es mir nicht gut ginge? Unter meinen Tränen lächelte ich aber. Ganz tief von unten stieg etwas auf. Das sah er vielleicht auch. Ich sagte mit sehr leiser Stimme:
Nein, ich bin sehr glücklich.

Ich weine vor unendlicher Schönheit.

Es ist kaum zu beschreiben und schon gar nicht zu analysieren, was mir geschah. Und das soll es auch nicht. Auszusprechen ist es nun schon. Mit der Poesie des Herzens, aus meiner Seele. Mein ganzes Alles und alles Ganze, dies Alles floss zusammen in dieser unendlichen Schönheit dieses großen einfachen Augenblicks.

Ich fühlte die Schönheit des Lebens.

Und fühlte tief befreiend und dankbar:
Sie war für mich da! Eine große Freude durchfloss mich.
Und die Schönheit war auch in mir.

Eine große Möglichkeit offenbarte sich mir.

27. Januar 2020, Berlin-Kladow · www.heidrunbomke.de

Poesie des Lebens-Lebendig schreiben
Heidrun Adriana Bomke

Berliner Sommer 2019

Sacrower Sommer, Heidrun Adriana Bomke

Als der Sommer begann, da war ich in Berlin. Berlin-Wannsee.
Seltsam – wie kam ich plötzlich dahin – ich war doch gerade noch auf Sizilien?

Aber, warum auch nicht Berlin? Alle gehen dahin.
Warum nicht Wannsee? Ich lass das Fragen. Da gibt’s nichts zu sagen.
Endlich konnte ich hier singen: “Pack die Badehose ein …”
Und ich ging gleich ohne hinein! In den Wannsee und den Sacrower See.

Das Berlin-Potsdamer Sommersein legte sich ganz wohlig in Seele und Leib hinein.

Schiffchen fahren auf sieben Seen, Freundinnen, neue Menschen, alte Bäume und meine Söhne sehen ..

Und einmal, da war ich ganz allein – da sah ich in das “Herz der Erde” hinein:
Ich sah es nicht nur im Sacrower See fröhlich schlagen. Ich spürte den großen Lebenspuls schlagen. Schließ ich die Augen, dann kann ich es hören. Dieser Herzschlag, der wird mich führen.

Ich war einfach da, ganz und gar, im Berliner Sommer im 2019er Jahr!
Nun leb ich mich hier in den Herbst und so weiter hinein …

Wie lang das dauert? Wer weiß das schon?
Lebendigkeit ist mein wahrer Lohn.

© Heidrun Adriana Bomke · Lebensreisende Autorin mit Übermut  & Lebensreisebegleiterin · TERMINE

 

Novembergedichte

Novembergedichte

Novembergedichte

Meine Novembergedichte laden ein, den eigenen inneren Raum zu betreten.
Leer wird es um uns.

Wir sind in der Zeit des stillen Wandels. Die Blätter, die so lange sich noch am Ast halten, fallen nun langsam wie müde goldene Herzen. Schweben ins Irdische hinab. Die Tage werden kühler und das Dunkel umfängt uns nachmittags immer früher. Ich mag diese unaufgeregte Zeit des Dunkels als Raum der inneren Einkehr.

Novembergedicht_Rilke_Hölderlin
Silberlicht an meinem Fenster. Eigenartig und magisch zieht es mich an.

Fast unwirklich manchmal befinde ich mich in einem magischen Seelenzustand.

Die Grenzen verschwimmen im großen kosmischen Raum. Der November ist eine poetische Einladung, mich selbst in diesen Übergängen zu erleben und zu fühlen. Das Vergehen geht bildhaft mit mir mit. Der Tod ist an meiner Seite. Ich kann es spüren. Fahr ich manchmal über’s Wasser, dann ist es wie eine Überfahrt ans andere Ufer. Es hat eine anmutige Schönheit. Führt mich auch zum Gebet. Eine Demut vor dem Sein. Rilkes Texte über den Tod, Hölderlins “Hälfte des Lebens” sprechen zu mir.

Meine Novembergedichte kommen aus dieser seligen Dunkelheit, den stillen Übergängen.

Ich wünsche Ihnen und euch Verbundenheit beim Lesen meiner Novembergedichte aus den Jahren 2009 bis 2019. Vielleicht auch Inspiration zur schreibenden Einkehr.
Herzlich
© Heidrun Adriana Bomke

NOVEMBERBILD I

Glasperlenspiel

ein Silberlicht auf Fäden gezogen

ein stilles Mosaik

Himmelsfenster.

NOVEMBERBILD II

Ich schaue den tänzelnden Blättern zu

sie schweben schweben schweben

langsam

vom Himmel

herab

Müde goldene Herzen

finden mühelos

ihr irdisch Grab.

© Kladow, Berlin am 16.11.19

SANFTGRAUER NOVEMBERMORGEN

Ich mag diesen sanftgrauen Morgen

Wenn das Licht kaum scheint aus der Nacht hervor

Wenn Apollon nicht öffnet das große Tor

Ich mag diesen sanftgrauen Morgen

Meine ruhigen Schritte im Sand

Ohne Hast gehe ich am Strand

Ich mag diesen sanftgrauen Morgen

Eine kleine Möwe noch schaukelt auf ihrem Wellenbett

Eine andere findet das leichte Himmelssegeln sehr nett

Ich mag diesen sanftgrauen Morgen

Meine Seele schmiegt sich süß hinein

Ein Novembertag lässt mich geborgen sein.

© 29.11.17, am Strand von Puntasecca

DER NOVEMBER LEGT SICH SANFT ZUR RUH
Für Beata

Meine ruhigen Schritte auf dem nassen Herbstlaub.

Fast tonlos mein Gehen.

Ich verweile.

Lausche dem leisen Tropfen des Novemberregens.

Das aufgeschreckte Flattern eines Vogels neben mir.

Am Himmel küssen sich die Abendwolken.

Da ist er auch schon der erste Stern.

Leuchtet ohne Laut.

Feierlich am Neumondtag unter dem Vulkan.

So still sein ewig Feuer in der blauen Stunde.

Nur im Kamin jetzt züngelt das Holz.

Heult eine ferne Stimme mir zu.

Seelige Dunkelheit fällt herab.

Der November legt sich sanft zur Ruh.

© 29.11.16, 17.25 Uhr, Contrada Monte Arso nr. 2, am Ätna Süd

MEIN BUNTES SOMMERKLEID

Das Jahr geht den Novemberweg.

Mein buntes Sommerkleid

zerschlissen

hängt am Schrank.

Ich schneide es in Fetzen

winke der Sonne zu

und mache mich auf

die Reise.

NOVEMBERHERZEN

Die grauen Wolken tropfen.
Auf den Steinen spielt das Wasser.

Ein Eichelhäher sitzt in der Weide.
Er zählt die fallenden Blätter und ruft

Die Zeit aus wie der Kuckuck im Frühling.

Ich betrachte die gepflanzten Herzen im Garten und verbrenne noch einen Brief.

© Breselenz, Wendland 3./4.11.09

Poesie des Lebens-Lebendig schreiben
Heidrun Adriana Bomke · www.heidrunbomke.de

 

 

INTUITION – Ferragosto – Heiliger Sommer am Ätna!

Heidrun Adriana Bomke · Blog

INTUITION – Ferragosto – Heiliger Sommer am Ätna!

Das ist ein Reisetagebuch-Auszug aus meinem Hörbuch
“Übermut tut gut! unterwegs in den Süden.

Noch heute, sieben Jahre später, bin ich begeistert!

Heidrun Adriana Bomke-Ätna-Blog
Dreifaltige Göttin

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ich erzähle voller Staunen und aus dem Augenblick heraus von einem Hochsommerabend am Vulkan Ätna, wo ich lange lebte. Die Zeit um Ferragasto am 15. August ist immer ein Höhepunkt im sizilianischen Leben. Das tägliche Leben ruht und man feiert den Sommer! Ziemlich genial.
Diese Erfahrung am 14.8.12 hat mir ins Fleisch geschrieben, was es heißt,

DER EIGENEN INTUITION FOLGEN – VERTRAUE IN DEN EIGENEN WEG!

Ätna-Heidrun Adriana Bomke

Und Sie – kennen Sie das? Schreiben Sie gleich einen Text:

Wie ich meiner Intuition gefolgt bin!

Ich gebe Ihnen noch mein Schreibmotto mit auf den Weg:

Heidrun Adriana Bomke-Hörbuch Übermut tut gutDIE BESTE ART ZU SCHREIBEN IST MIT DEN UREIGENEN WORTEN UND DIESE FLIEẞEN UNMITTELBAR AUS DEM HERZEN IN DIE HAND.

Viel Freude beim Schreiben!

Folgen Sie gerne den Schreibentdeckungen nach Sizilien und erleben Sie selbst die Magie des Lichts, des Meeres, der Mythen …!

TERMINE Heidrun Adriana Bomke-Hörbuch Übermut tut gut

© Foto/Text
Ihre Heidrun Adriana Bomke, die Autorin mit dem Übermut! – KONTAKT

Heidrun Adriana Bomke

unterwegs im Mai & Juni & Juli 2019

Heidrun Adriana Bomke

unterwegs im Mai & Juni & Juli 2019

Wie ich hier so an meinem kleinen Schreibtisch sitze – heute, an einem so blauen Juli-Sommertag – fliegen viele Begegnungen und Bewegungen der letzten beiden Monate noch einmal an mir vorbei. Von Punta Secca an der Südküste Siziliens nach Berlin und Thüringen und ins Wendland; von da an die Ostsee nach Stellshagen und Parin und wieder nach Berlin und nach Westfalen und von da nach Bremen und Thüringen zu meinen Eltern und weiter zum Feiern nach Lostau und dann nach Lüneburg und wieder nach Thüringen und nun an den Chiemsee und wieder nach Berlin … doch das kommt ja erst … und in all der äußeren Bewegung so viele Begegnungen mit Menschen und Wesen. So viel Fülle und Freude. Lesungen und Schreibkunsttage, Buchpremieren und Fernschreibkurse und Arbeit an meinen Konzepten … und ja: Inneres Wachsen ist da – es “rundet” sich etwas. Ich lächle vor mich hin.

Ich höre mein Herz sagen: Wie reich doch mein Leben ist! Notizen und Bilder wandern an dieser Stelle in den Lebensreiseblog.

5.5., Elfchen aus Punta Secca

Blaufrau
am Meeresort
lässt es fließen
möge alles sich weiten
erblaut!

Schreibreise Punta Secca_Heidrun Adriana Bomke
gewischter Himmel mit Meer

9.5., Modica – Tagebuch
Ich möchte einmal einen Monat in Modica wohnen. Vielleicht im nächsten Mai. Der Mai, der schöne Mai. Sizilien mit deinen Kräften – du wohnst in mir. Ich sehe Modica, die Silhouette einer Stadt in den Monte Iblei – wie ich ganz oben bei “San Giorgio” bin und die Schokolade bei Bonaiuto koste. Bei Quasimodo wieder das “Herz der Erde” vorlese und den “Brief an die Mutter” … und Mariella, die Schöne uns führt … und dann werde ich auch Alessandro kennenlernen, den Sohn von Salvatore Quasimodo. Du musst kommen, wenn er da ist!, sagt Mariella. Das werde ich, ganz bestimmt.
“Wir haben Platz genommen in einer unglaublichen Unendlichkeit bis zum Horizont – nur – wir fühlen es nicht.”
Irgendwo las ich das auch und schrieb es auf. Ich fühle es oft, immer wieder …

Schreibreise - Modica_Heidrun Adriana Bomke11.5., Punta Secca
UNABHÄNGIG!
Nur dieses Wort steht da.


17.5., Schlachtensee, Berlin

Fremd bin ich hier
doch ich bin bei mir:
So bleibe ich beschützt.

Traum am 29.5., Fambach/Thüringen

Von allen Seiten das Meer, heller Sommer, Wellen. Ich bin da mit einem Mädchen, so um die 5 Jahre. Dabei ein jüngerer Mann, wir spielen alle!

Heidrun Adriana Bomke13.6., Teplingen, Schreibkunsttage “Mein Arkadien” –
Sehnsucht nach dem Weiß oder Verlockung

Du, weißes Bild, so leer und so einladend, bist mein Arkadien. Jungfräulich schaust du mich an – möchte mich mit dir vermählen – mit dir, du unbemaltes Blatt. Dann, vielleicht verwandeln wir uns gemeinsam.
Was meinst du?
Nein, wir können es noch nicht genau wissen – ich lade dich einfach ein und du lädtst mich ein – offen und frei und froh wollen wir sein!

17.6., Parin, Tagebuch

Heidrun Adriana BomkeIch schaue aus dem Fenster in hohe alte Bäume und auf den kleinen Teich hier in Parin. Gegenüber auch der Hengst, der wohl eine Frau sucht? Es sieht ganz so aus. Ihm liefen gestern Tränen aus den Augen. Sein Glied war riesig – ob er wohl alleine ist, denke ich bei mir? Da sehe ich ein Schild. Er ist ein Zuchthengst und muss deshalb alleine stehen. Ich weiß nicht, mir kommt das traurig vor.
Seit heute habe ich gar keine Kopfschmerzen mehr, die mich die ganze Zeit in Deutschland begleiteten! Die Ostsee, der Sand – ich war wieder Kind – einfach so in der Sonne.

Heidrun Adriana BomkeDa verwandle ich mich augenblicklich und das schwere Land hier fällt von mir ab …. mir tut die Zeit hier gut und vor allem die Klarheit, mir meine alleinige Zeit zu gönnen.

19.6. Zugfahrt von Grevesmühlen nach Berlin

Mit der ODEG fahre ich, aus Mecklenburg durch den Osten hin nach Berlin. Die Ostdeutsche Eisenbahngesellschaft – ich rolle dahin und freue mich. Erinnerungen … – im November 2010 habe ich im Auftrag der Geschäftsführung der ODEG eine Literaturwoche gestaltet; in den Zügen gelesen, einfach mitgefahren mit einem kleinen Lautsprecher und Gedichte gelesen,  Bahngeschichten – das war eine Freude! Die fahrgäste interviewt, wohin sie fahren … dann mit alten Eisenbahnern eine Stellwerkslesung; eine Sonderfahrt gab es auch im alten Mitropa-Wagen … – das war ganz meins!
Nun gehts nach Berlin hinein … mit Aufenthalt in Bad Kleinen. Da wachsen die Malwen ..

Heidrun Adriana Bomke

Heidrun Adriana Bomke

22.6., Berlin, Morgen, Nibelungenstraße

Kiefer im Garten
Still heute dein zartes Haupt
Efeu umrahmt deinen Stamm

Saxophonmusik, die S-Bahn rollt und getaktet das rollende Leben. Berlin ruft!
In allem ein Leuchten
Sommer ist’s und das Feuer des Lebens strahlt!

22.6., 11 Uhr, 7-Seen-Tour ab Berlin Wannsee

Fahrkarte 60+ – ich bekomme jetzt Ermäßigung! – Und ab geht es in neue Fahrwasser über 7 Seen. Der Käptn gefällt mir, sabbelt nicht so viel und erzählt pointiert. Strandbad Wannsee seit 1907 – vorher durfte man bei preußens nicht in Flüssen baden; 1,5 km lang und damit das größte Strandbad Europas. Der Glienicker See. Die Glienicker Brücke auf der einen Seite NATO-Grün und auf der anderen NVA-Grün … und so viele kleine Wunder an den Ufern; Kälberwerder, Pfaueninsel und Schloss Babelsberg auch, und dann auch über den Griebnitzsee – in der Mitte, wo ich unbegrenzt fahre, da war die Grenze mal und dort die “Churchill-Villa” so viele Seen aber auch! Mein Herz hüpft, hier gibt es viel zu sehn! Jungfernsee, Tiefensee, Stölpchensee, Pohlesee und dann der kleine Wannsee. Heinz Rühmann wohnte in einem alten Blockhaus da … und ja dann land ich wieder an. Man, vielleicht fang ich doch noch mit dem Rudern an!

Heidrun Adriana Bomke22.6., 15 Uhr, Mit Sophie schreibend über den Wannsee!
Sophie ist 18 Jahre und zeigt mir ihren Lieblingsplatz in Kladow an der Havel. Und wir schreiben. Sie schreibt über ihre Visionen. Klar und beschützt. Wir machen gemeinsam Picknick! Sie hat von allem doppelt dabei … – solch Freude aber auch!

Heidrun Adriana Bomke25.6. – Sacrower See, abends

Ein Abendbadewunder. Geradelt von Alt- Kladow nach Sccrow, mitten über die ehemalige Grenze in den Osten! Heiß, heiß, heiß! Einen Mann am Weg nach dem Weg gefragt. “Nach Sakrow möchte ich zum Baden!” “Oh ja, das machen Sie gut, zum Baden!”
Charmanter Typ. “Rechts zum Rittersaal dann …”
Ein einziges Staunen, ein einziges Lachen … – auf der ganzen Fahrt. Und eine Gärtnerei mit lauter Rosen am Weg! Und am Sacrower See eine Dame mit Hund, der ist schon alt. Ich nicht, ich springe in den märchenhaften See und schwimme auf die Mitte – ind dann ein Abendwunderbild. Und die Dame sagt:
“Ja, das war hier mal Osten, deshalb ist es auch noch so schön … ”
Dann kommen Menschen mit irgendwelchen Rettungsballons um die Taille, falls man sich in den Algen verfängt und dann … – ich radle davon und beschließe: Beim nächsten Mal kehre ich im “Rittersaal” ein, kleine Gaststätte so am Weg …

1.7., Dom zu Bremen – Mittagsgebet

Alles hat seine Zeit. Das Geborenwerden hat seine Zeit. Das Sterben hat seine Zeit.

Wie die Pastorin aus dem alten Testament liest und erzählt, das berührt mich in der Tiefe. ich fühle das Geborenwerden und ich denke an meine alten Eltern … – ich sitze lange.

Advent im Dom zu Bremen
Advent im Bremer Dom

7.7., Strandbad Breitungen, Kindersommertag

Heidrun Adriana Bomke14.7., Lüneburg

Ich lese bei Christina Kessler:
Eine echte Beziehung zu sich selbst und durch sich zur Welt will sich voller Freude entfalten … doch ist ihre typische Aktivität nicht als bloße “Arbeit”, als Muss zu verstehen. Es ist ein DÜRFEN:  die Erlaubnis und das Versprechen an sich selbst, das zu leben, WAS DURCH MICH SEIN UND WERDEN WILL. MEINEM WILDEN HERZEN AUSDRUCK ZU VERLEIHEN. OHNE WENN UND ABER.
Eine neue Lebens-Reise-Begegnung!
DA GEHTS LANG, LIEBE HEIDRUN, LIEBE ADRIANA!
Wir wissen das ja und üben weiter!

Danke an das Leben, das mir viel gibt! Grazie alla vita che mi da tanto! Ich fühle: … bewusst in die Welt leuchten … und sich ausbreiten … wo alles sich vereint …

Heidrun Adriana Bomke, 24.7.19 · TERMINE

Heidrun Adriana Bomke

 

 

Übermut tut gut! – Im Interview mit Karen Christine Angermayer

Heidrun Adriana Bomke, Übermut tut gut! Hörbuch unterwegs in den Süden

Viel Freude beim Zuhören von “Übermut tut gut”:
Karen Christine Angermayer im Gespräch mit Heidrun Adriana Bomke

“Übermut tut gut! Unterwegs in den Süden” ist der Titel meines Hörbuchs, das im Sorriso Verlag 2017 erschienen. Karen Christine Angermayer ist Geschäftsführerin der Sorriso Verlags GmbH.  Am 28. Juni 2019 interviewte mich die Verlegerin. Wir sprachen über mein Buch, Sizilien, den Übermut, den Mut zum wandelnden Leben … Danke, liebe Christine Angermayer, für die wertvolle Begegnung.

Geben Sie den Link auch gerne weiter!

Ihre Heidrun Adriana Bomke, die Frau mit dem Übermut!

Heidrun Adriana Bomke, Autorin
Heidrun Adriana Bomke

Heidrun Adriana Bomke-Hörbuch Übermut tut gut

Du zeigst, wie man Wandel leben kann! – Feedback einer Teilnehmerinn

Meer der Odyssee

Das folgende Feedback kommt von einer jungen Frau, einer Ärztin, die ihren 40. Geburtstag im Mai 2018 unterwegs auf Sizilien am Meer feierte. Vier Tage begleitete ich sie schreibend in Punta Secca, Randello, Kamarina, Caucana, Donnafugata.
Eine Einzelbegleitung

  • für Menschen, die wahrhaft Wandlung wagen und sich spüren möchten
  • für Menschen, die noch Angst spüren vor dem Neuen, Offenen und gleichzeitig Sehnsucht danach haben
  • für Menschen, die für Übergänge (ob beruflich, privat) eine hilfreiche ganzheitliche und kreative Begleitung wünschen
  • für Menschen, die das Abenteuerliche lieben: im Innen und Außen
  • für Menschen, die sich schreibend entdecken und wachsen möchten

Mein Angebot: WANDLUNG WAGEN – Gehe auf die Reise zu dir!
Aus der Enge ins Offene – Schreibend zu sich selbst.

“Du zeigst, wie man Wandel leben kann! (das Feedback)

Ich bin hierher gekommen und wusste nicht, was geschieht. Was auf mich zukommt …

Ich habe eine tiefe Berührung erfahren – ich habe mich selbst hier so sehr spüren können, habe einen offenen Zugang zu mir gewonnen!

Wandlung wagen
Südküste Siziliens

Deine Verbindung zu mir:

Du hast mit deiner Begleitung eine unglaubliche Gabe, im Reisen nach außen die Reise zu sich selbst zu machen!

Im Alltag bin ich abgelenkt von mir, entferne mich immer wieder von mir … – es passiert so oft!

Mit den Themen, die du vorgibst, mit deiner intuitiven und hellfühligen Art und Gabe, geht man tief auf eine tiefe Reise.

Man nimmt die Impulse auf oder spürt selbst, was einen öffnet – das ist sehr heilsam.

Auch dass du mich zum Schreiben hinbewegst – mit Atem- und Körperübungen, das ist achtsam und fein.

Ich bekomme das Gefühl: ES GEHT NUR UM MICH!

DU HAST EIN UNGLAUBLICHES GESPÜR FÜR INNERE PROZESSE.
(Ja, ich bin auch Biografieforscherin und Biografin)

DU ZEIGST, WIE MAN WANDEL LEBEN KANN.

ES IST ECHT, WAS DU ZEIGST, WEIL DU ES LEBST!

DU TRÄGST DIE ELEMENTE IN DIR!

DU ZEIGST AUF, DASS POLARITÄT ZUSAMMENGEHÖRT.

EHRLICH GESAGT, WAR DIESE REISE EINE WIEDERGEBURT!

DAS SEIN AM MEER BIETET ÖFFNUNGSMÖGLICHKEITEN.

Eine Kostbarkeit für Menschen mit hoher Sensitivität, die Öffnung suchen. Freude, Leichtigkeit und Wohligkeit entfalten sich. Entspannung.

Totale Öffnung …

Ich bin in die Freiheit gegangen und habe mich hineingeschrieben!

Es ist auch eine Erweckung des Herzens – das seelische Potential wird erfasst.

ES GEHT NUR UM DICH! – GEHE AUF DIE REISE ZU DIR SELBST
Aus der Enge ins Offene – Schreibend zu sich selbst!”

Wandlung wagen - Ins Offene
Aus der Enge ins Offene

Fragen Sie sehr gerne nach.

Diese besondere Schreibbegleitung für Einzelpersonen auf Sizilien (und an ausgewählten anderen Kraftorten) sind ab 3-7 Tage buchbar.

WANDLUNG WAGEN – Gehe auf die Reise zu dir selbst! Aus der Enge ins Offene – Schreibend zu dir.

Heidrun Adriana Bomke · +49 176 380 910 94Poesie des Lebens-Lebendig schreiben

Impressionen zu den Schreibkunsttagen in Bremen & Fischerhude

Advent im Dom zu Bremen
Augen-blinder Wortwechsel
Augen-blinder Wortwechsel

Impressionen zu den Schreibkunsttagen in Bremen & Fischerhude

Paula Modersohn-Becker-Museum

Böttcherstraße Bremen
schreiben an der Wümme in Fischerhude – mein Herbstblatt

 

Mein Herbstblatt

Kranichschrei

Wolkenhimmel, klarstes Blau

feine Kälte, Atemhauch

Blätterwirbel im Hümme Wasser

HerbstSONNtag in Fischerhude

 

 

Blondes Mädchen ein Rondell

blondes Mädchen im roten Kleid

da sitzt du, an den Birkenstamm gelehnt

du träumst

blondes Mädchen im roten Kleid

dunkel das Wasser

doch hell der Horizont

blondes Mädchen im roten Kleid

da sitzt du, an den Birkenstamm gelehnt

Gelber Mantel HAIKU

leise Stimmen dort

ein gelber Mantel leuchtet

Efeu umrankt den Baum

 

Mit dem Hiersein als einer Seite des Seins, wie der Mystiker Rilke es ausdrückt, erlebten wir zwei Schöpfertage. Jetzt, im November, dem Monat, wo Tod und Leben sich so nahe. Ende und Anfang. Dann den “Bremer Stadtmusikanten” auch. Wir gingen zum 1. Museum für eine Künstlerin in der Welt, zum 1927 begründeten “Paula Modersohn-Becker” Museum

Vollmondmorgen in Sizilien am 29. Juni 2018

Verwandlung

Vollmondmorgen in Sizilien am 29. Juni 2018

Um 4.30 Uhr sitze ich im Garten des Häuschens in Caucana an der Südküste Siziliens. Ein Vollmondmorgen. Seltsames Wort. Vollmondmorgen. Meinen Rücken habe ich an die Stuhllehne vor dem Oleanderbusch mit den weißen Blüten gelehnt. Vor mir ragt der Granatapfelbaum hinauf, dessen dunkelgrüne verspielte Zweige sich abheben vor dem hellblaugrauen Himmelsdach. Die Engelskerze zeigt ihr sanftes Licht auf dem Gartentisch. Es mag 4.30 Uhr sein. Ich habe mir einen Tee und einen Kaffee gemacht. Honigbrötchen dazu. Manchmal habe ich sehr früh am Morgen Hunger.

Mein sizilianisches Tagebuch – Schöne sanfte Stille

Wenn die Stille kommt / höre ich nur mich …

Ich kann mich gut hören. Dieses Versinken in mir selbst und mit der Natur. Ich schreibe mein sizilianisches Tagebuch. Die Worte finden mich und so finden Heimat wir gemeinsam.
Meine Hündin liegt zusammengerollt auf ihrer Decke. Die Nacht ist angenehm frisch. Mein Stuhl war feucht. Es kühlt ab und besänftigt die steigende Sommerhitze.

Die Sterne, die Boten der Nacht leuchten noch.

Die Sterne und der Vollmond. La luna, so heißt es im Italienischen. La luna piena – der Vollmond. Mir erscheint sie fast silbrig, die späte oder auch frühe Mondfrau. Und schaue ich länger hin, dann bekommt sie eine Corona, einen Kranz. Gibt sie mir ein Zeichen mit diesem vielfältigen Strahlen? Denn ich habe ihr eine Bitte geschickt. Und sie antwortet mit diesem so schönen Farbenspiel. Spiele!, sagt sie mir. Im Spiel findest du Leichtigkeit, erkennst du die vielen Möglichkeiten. Spiele!

Nun zwitschert auch der erste frühe Vogel sein Lied. So ein lustiges Völkchen, diese Vögel, geht es mir durch den Kopf. Und so leicht! Da ist es meist so kurz vor 5 Uhr. Auf der Antenne in Blickrichtung sitzen zwei Elstern. La gazza, die Elster. Die letzten Granatapfelblüten zeigen sich nun in ihrem kräftigen Orange zwischen den schon prallen grünen Früchten, die sich langsam rötlich einfärben. Immer wieder bewundere ich dieses so feine und auch widerständige Bäumchen! Filigran fruchtig und es schützt sich selbst mit seinen so pieksigen und kaum sichtbaren Dornen. Auch wenn der Frühlingswind es ordentlich gezaust hat. Es erfreut sich des Lebens! Der Granatapfel ist mir Lehrmeisterin. Wie auch die Olive rechts von mir, die immergrüne, wie der Jasmin mit seinen weiß duftenden betörenden Blüten und der Hibiskus mit seinen einladenden Kelchen.

Granatapfelblüten

Hibiskuskelch

Die wunderweisen alltäglichen Verwandlungen

Nun begegnen sich Mond und Aurora. Ich denke kurz an den schönen Vers von Erich Fried

“Wenn die Nacht keine Türe hätte woher käme der Tag? Und zuletzt wohin ginge er wenn die Nacht keine Türe hätte?”

Die Türen zwischen Tag und Nacht. Die Übergänge jeden Tag. Diese wunderweisen alltäglichen Verwandlungen! La Luna steht nun tiefer im schimmernd hellgelben Umhang. Angestrahlt von der Morgenröte. Eos im Griechischen, im Römischen die Aurora. Und wer einmal in Stille dieses Verwandeln erlebt, der kann fühlen, wovon Homer in der Odyssee spricht, wenn er so oft seinen Helden Odysseus sagen lässt:

Als die dämmernde Frühe mit Rosenfingern uns weckte

Sizilianischer Sonnenaufgang

Der Morgen hat sich ausgebreitet an der sizilianischen Küste vor Punta Secca.

Die Tauben gurren. Eine Alarmanlage schrillt von weitem. Meine Kerze wird gleich verlöschen. Schon höre ich Klopfen und erste Autogeräusche. Das Wachleben beginnt. Ein Freitag. Der letzte im Juni. Kaffee und Tee sind ausgetrunken. Herz und Hände fühlen sich warm an. Freude an der Verwandlung und an meinem Worten. Ruhe in mir. Vertrauen.

Und ich ahne es schon, bevor ich auch nur aufstehe und losgehe zum Meer mit meiner Hündin. La luna piena verschwindet irgendwo … Und das Wunder ist wieder geschehen. Ich glaube daran. Ich spüre es tief. Jeden Tag. Immer wieder. Das Leben ist Magie und Verwandlung!

… und in der Nacht legen sich die Sterne in das Wellenbett und bringen den Himmel auf Erden.

… e la notte le stelle cullate dalle onde portano il cielo in terra.

Sizilianisches Sternenmeer
Perlen des Lebens

Genießen auch Sie die stille schreibende Verbindung mit dem Lebendigen! Geborgenheit im Schreiben finden. Im Kreativen. Eine große Wandlungskraft!

Entdecken Sie meine inspirierenden Schreibangebote in Deutschland und Sizilien.

Oder probieren Sie einen Fernschreibkurses aus!

Una buona giornata, einen schönen Tag wünsche ich allen!

© Heidrun Adriana Bomke, die poetische Lebensreisebegleiterin mit dem Übermut!

Meereslesung in Punta Secca_Sizilien

 

 

 

© Katrin Matschenz