Von den Straßenmusikanten in den norddeutschen Städten

Immer wieder retten mich die Straßenmusikanten in den norddeutschen Städten.

Das wurde mir gestern beim 1. Gang durch Lüneburg plötzlich klar. Ich bin am Marktplatz und biege um die Ecke.

Warum gehe ich hier?

Manchmal frage ich mich so etwas. Obwohl ich weiß, warum ich hier bin, frage ich mich das.

Höre dann in das innere Tönen hinein dieses wunderbare helle Klingen des Marimbaphons.

Da sitzt er schon, der alte Herr aus dem Osten und spielt vom „Entertainer“!

Wie wundervoll! O, da tänzeln meine Schritte und frieren gleich wieder ein. Nein nein, Adriana, nein! Ich muss mich gar nicht am Riemen reißen. Nein, er ist noch gar nicht locker. Einmal habe ich es gewagt bei dem russischen Akkordeonspieler, der „Podmoskovnye vetschera“ spielte und ich tanzte hier in Lüneburg!

Nun bleibe ich stehen und gebe dem Musiker eine Münze in seinen Filzhut.

Er lächelt. Sagt: Danke! Ich lächle, sage: Danke!

Wir lächeln uns an.

Ich glaube jedesmal, dass wir uns verstehen, die Straßenmusikanten und ich.

Wissen Sie, dass Sie meine Rettung sind in den norddeutschen Städten?

Klar, Sie sitzen hier und erwarten mich in Lüneburg und Bremen.

Saßen immer da, wenn ich in den norddeutschen Städten war.

Lüneburg, 28.1.18

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