Blaues Wunder – Das Märchen von der blauen Rosentür

E-Mail-Fernschreibkurs Heidrun Adriana Bomke

Das Märchen von der blauen Rosentür

war neben “Rosenrondellen” und einer Liebesgeschichte die Schreibinspiration im Rosenmonat Juni.

Im E-Mail-Fernschreibkurs “Schreibend durch das Jahr – ein Schreibkalender” verbindet man sich fantasievoll mit dem Lebens-Rhythmus.

Zu jedem Monatsbeginn bekommen die Teilnehmenden per E-Mail ein von mir mit Foto und Schreibinspirationen gestaltetes Monats-Kalenderblatt. Monatliche Schreibinspiration durch den Jahreslauf
Eine schreibende Verbindung zum natürlichen Rhythmus des Lebens. Ein poetischer Schreibkalender über zwölf Monate. Lesen Sie gerne mehr zu meinem besonderen Angebot:

Schreibend durch das Jahr – Ein Schreibkalender

Nun im Juni war diese blaue Rosentür zu sehen auf dem Schreibkalenderblatt und dazu die Anregung:

Schreibe zu dem Foto ein Märchen. Dein Märchen von der blauen Rosentür. Gib ihm einen eigenen Titel!

Das wunderschöne Sehnsuchts-Märchen von Gabriele K. ist hier zu lesen. Es trägt den Titel:

Blaues Wunder

Es war einmal ein großer dunkler Wald, in dem man kaum die Hand vor Augen sehen konnte. Und es war einmal eine hübsche, mutige, junge Frau, die tagtäglich in diesen Wald hineinging. Sie sammelte dort Holz und hob Reisig zum Kochen, Backen und Heizen auf. Diese Frau wohnte nahe am Wald in einem kleinen, windschiefen Häuschen, das eher schlecht als recht ihre Herberge war. Doch die junge Frau beklagte sich nicht. Sie kam jeden Morgen aus ihrer baufälligen Haustüre, die fast aus den Angeln fiel und trat hinaus in die Natur. Sie begrüßte die Vögel und Hasen und hatte auch ein gutes Wort für die Ameisen, Käfer und das andere Getier, das ihren Weg kreuzte. Sie atmete tief die frische taugeschwängerte Morgenluft ein und holte das erste Holz um sich ein warmes Wasser und einen kargen Morgenbrei zu brauen.

Frisch gestärkt machte sie sich auf den Weg tief in den Wald hinein.

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Puntaseccaglück – Rückblick auf die Mai-Schreibreise in Sizilien

Scheibparadies Sizilien mit Heidrun Adriana Bomke

Puntaseccaglück

Im Hier und Jetzt sein
Auszeit vom Alltag
Puntaseccaglück

Schreibreise Sizilien-Heidrun Adriana Bomke
Bootstour um Punta Secca

So schreibt Ulli, eine Teilnehmerin der Mai-Schreibreise am Meer von Punta Secca, im Süden Siziliens.

Und Lydia, 63 Jahre:

Drei Frauen im Wind
wir schreiben Morgenhaikus
lüften unser Herz

Schreibreise Punta Secca_Heidrun Adriana Bomke
gewischter Himmel mit Meer

Das Herz lüften – welch wunderbares Bild, nicht?

Schreibreise_Punta Secca_Heidrun Adriana Bomke
Corona über dem Meer

 

Tutto dolci – so heißt der Reiserückblick von Lydia. Hier zu lesen.

Tutto dolci – meine Schreibwoche auf Sizilien

Ein kleiner weißer Lieferwagen mit dieser Aufschrift fuhr vor dem Bus her, der mich von Catania nach Ragusa brachte- in die Schreibwoche nach Punta Secca mit Adriana.

„Tutto dolci“ dachte ich, das ist ein gutes Motto für alles, was mich auf Sizilien erwartet.
Und es waren nicht nur die leckeren Süßspeisen, in ihrer unglaublichen Vielfalt, die mir das Leben versüßten. Auch die Begegnung mit Adriana und unserer kleinen Schreibgruppe, dem Meer, dem „sempre verde“ unserer Pension und ihren freundlichen Betreibern waren bereichernd.

Schreibreise Punta Secca_Heidrun Adriana Bomke
Frühstück auf der Terrasse
Schreibreise nach Punta Secca-Heidrun Adriana Bomke
Picknick unter einem Olivenbaum

 

 

 

 

 

 

Adrianas leitende Schreibworte für die Reise:
„Sizilien entdecken- die ureigenen Worte wecken“ führten uns durch die Woche.

Ja, in der Morgensonne Haikus schreiben, am Meer sein, schreibend Eindrücke sammeln wie Muscheln am Strand,

Schreibreise Punta Secca_Heidrun Adriana Bomke
Schreiben am Meer von Punta Secca

mir selbst begegnen auf der Insel des Lichts, mit einem reich gefüllten Tagebuch nach Hause kommen.

Schreibreise Punta Secca_Heidrun Adriana Bomke
Schreiben unter der alten Olive

 

 

 

 

 

 

Schreibreise_Punta Secca_Heidrun Adriana Bomke
Mein süßes Leben

Diese Schreibreise_Punta Secca_Heidrun Adriana BomkeReise habe ich mir geschenkt,

meine inneren Widerstände überwunden, zu weit, zu teuer, zu …… ach, was weiß ich,

ich hatte viele „zus“ .

Und dann den Mut, sie alle wegzuschieben und das Abenteuer wagen und Tutto dolci mit nach Hause bringen!

Schreibreise Heidrun Adriana Bomke
sizilianische dolci

Danke, liebe Lydia, du mutige Frau! Danke an euch, ihr Teilnehmerinnen der Mai-Schreibreise an der Südküste Siziliens mit viel Licht, Meer, Leuchtturm, mit alten Olivenbäumen und Caruba und Dünen und den spätbarocken Städten Modica und Scicli!

Mit viel Poesieund Leichtigkeit und Liebe!

NÄCHSTER TERMIN für die Schreibreise nach Punta Secca:
19.-26.10.19 – bitte für weitere Informationen klicken.

Mit einer herzlichen Einladung von Dr. Heidrun Adriana Bomke
© Fotos und Text

 

Der Regenbogen über Punta Secca

Regenbogen Punta Secca

Der Regenbogen über Punta Secca …

“Punta Secca diventa un quádro”, das sagt Giuseppe, Peppe, der Barista der Bar unter dem Leuchtturm. “Piccolo oasi” heißt die Bar, der Anlaufpunkt der Einheimischen am Meeresrand zwischen Südeuropa und Afrika.

Regenbogen in Punta Secca
Foto: Peppe

Wir begegnen uns beide staunend und ganz alleine am Morgen des 29. Januar um 8 Uhr am kleinen Hafen von Punta Secca an der Südküste Siziliens. Er hat gerade die Bar geöffnet und ist hinausgerannt. Sein Handy in der Hand. Winkt mir begeistert von fern zu. Manchmal bin ich seine 1. Kundin.

Ich bin den Strand entlang von Caucana gekommen und laufe jauchzend auf den großen Regenbogen zu.

Erst nur ein halbes Rund, dann immer weiter weiter größer umspannt er das ganze Meeresfleckchen! Ich bleibe stehen und bitte in diesem Moment darum, dass es geschützt bleibt. Manchmal wundert es mich sowieso, dass sich hierher einige Häuser verirrt, wie beiläufig an den Sandstrand gebaut. Manche halb aufgefressen vom Meer, andere recht prächtig und neu restauriert. Hell leuchten sie im Morgenlicht.

Wie ich aus meinem Haus ging, über die strada regionale und den nicht regulären Huckelweg, der zum Meer führt, sah ich ihn wachsen, den Regenbogen. Arcobaleno im Italienischen.

Regenbogen Punta Secca
Foto: Peppe

Er musste aus dem Meer kommen, der Arcobaleno, und wuchs über den Himmel!

Ich lief zum Meer. Kletterte ein bisschen über Felsen, da die schäumenden Winterwellen meine Füße küssten. Vorbei am Boot der Meeresfrau, die im Sommer mit ihrem Mann hinaus fuhr. Hin zum felsigen Vorsprung, wo ich Punta Secca sehe. Und da blieb ich stehen. Der Lichterbogen wuchs vor mir auf. Daneben die Ahnung eines zweiten. Alle Farben: dunkelrot, orange, gelb, grün, blau, lila … bis es sich auflöst in den Himmel, sich vereint.

Da ging mir ein Licht auf! Das sind ja auch die Farben der Chakren in meinem Körper!

Wurzel-Basis, Kreativität-Sexualität, Solar Plexus, Herz, Hals, drittes Auge und hinauf ins Unendliche. Ich lud den Regenbogen ein – fließ in mich hinein! Und dann weitete er sich und breitete sich schützend und so vitalisierend über dem weiß hinauf ragenden Leuchtturm aus!

Aus dem Urgrund des Meeres wuchs er zur Himmelsmitte und dann über die Häuser zur menschlichen Erde hinab.

Regenbogen Punta Secca
Foto: Peppe

Ein weites Eingangstor zauberte mir der Regenbogen.

Ich durfte an diesem Morgen hineintreten in die wunderbar weite Unendlichkeit, die mich einlud, mich durchströmte. Noch spüre ich es, noch fließt es in mir. Ich lächle still vor mich hin. Wie gut, dass ich Frühaufsteherin bin!

Das Leben ist in diesem Wunder zusammengeflossen.

Peppe, der junge Mann, wird mir sein Foto schicken. So hoffe ich noch immer. Ich war einfach so los, ohne alles. Manchmal vergesse ich auch meine 2 Euro für Cornetto und Café. Dann sagt Peppe: Domani, morgen. Heute sagte er: “Ho il cellulare sempre dietro di me. Ich habe das Handy immer dabei.

Punta Secca diventa molte volte un quádro.

Ja, dieses Meeresfleckchen hat einen fast unwirklichen Charme: Natürlichkeit, Gelassenheit, ja, fast Vergessenheit am afrikanischen Meer.

Punta Secca
Wintermeer

Haben auch Sie Lust bekommen, Punta Secca zu entdecken?

Schon vom 23.2.-2.3.19 ist die nächste Möglichkeit zu einer schreibenden Erkundung mit mir, der Autorin, Literaturwissenschaftlerin und Lebensreisebegleiterin Heidrun Adriana Bomke:

Sizilien entdecken und die ureigenen Worte wecken!,

Schreiben am Meer von Punta Secca

heißt es auch vom 4.-11. Mai 2019

Alles finden Sie unter meinen TERMINEN!

Heidrun Adriana Bomke · Poesie des Lebens-Lebendig schreiben

 

Wintermeer in Punta Secca/Sizilien

Wintermeer Punta Secca

Wintermeer in Punta Secca

Ich bin berührt vom Wintermeer, vom Meer im Winter. Nein, ich bin überwältigt, das ist das rechte Wort. Ich stehe und staune, denn es hat eine weite universale Kraft und Verbindung. Es weitet mich in die Freiheit hin – unter den freien Himmel in mir! So schrieb ich ein Gedicht mit dem Titel “Von weit”.

Von weit

höre ich die rauschenden Tiefen des Meeres
sie klopfen an meinen Schlaf:
Wach auf, steh auf!
Komm!
Und ich gehe ruhigen Schrittes hinaus
an das überspülte Ufer

Nur Meer und Himmel
Himmel und Meer.

Von weit  
schon hüpfen deine Wellentöchter reiten
schaumgeboren im brodelnden Kessel
rollen heran ans Ufer zu frohlocken im Sprung!

In mir eine smaragdgrüne Sehnsucht einfach so zu bleiben
mit dir Meer mit dir Wintermeer
Nur mit dir.

© Heidrun Adriana Bomke

Ich begleite Sie, begleite dich am Meer von Punta Secca vom 23.2.-2.3.19: Schreibreise ans Meer!

Gerne nachfragen und anmelden. Es gibt noch zwei freie Plätze!

Punta Secca
Wintermeer
Wintermeer Punta Secca
Punta Secca

Haikur-Schreibreise in und um Punta Secca — Feedback

schreibend unterwegs in Sizilien mit Heidrun Adriana Bomke

Haikur-Schreibreise in und um Punta Secca — Feedback

Danke Dir, Adriana, für deine anregende, einfühlsame Schreibbegleitung diese Woche in und um Punta Secca.

Schreiben in Randello/SizilienIch liebte es, wie du uns immer wieder an stimmige Orte führtest, wie du deren Kraft untermaltest mit eigenen Gedichten und Texten von sizilianischen Literaten. Die Orte wurden oft zu Türöffnern, um meine ureigene Poesie in Worte zu fassen und damit wären wir beim Wort, das zu meinem Lieblingswort avancierte im Luafe der Woche, nämlich „fassungslos“.

Es war für mich immer wieder eine Entdeckungsreise, wie mich die Worte fanden,

sich verdichteten; zu merken, wie eine innere Klangmelodie ihnen Gestalt gab und mich an unbekannte Orte führte. Überraschungen zuhauf und die Befriedigung über einen gelungenen Text oder gelegentlich den Wunsch, auf dem Zimmer noch zu vollenden.

Wie spannend war es nach dem Schreiben zu hören, wie andere die Aufgabe lösen. Die Texte waren so verschieden wie die AutorInnen. Unvergleichlich!

Es war für mich eine Freude zu erleben, wieviele Wörter in meinem Innern nur darauf warten, in ihrer Bedeutung erkannt zu werden und wie froh meine Gefühle sind, Ausdruck zu finden.

Grazie Adriana! · 22.5.18, Beato aus Luzern

Hafen von Punta SeccaUnd vier Wochen später schrieb Beato über die “Nachwirkungen” der “Haikur”:

Das Schreiben mit dir war ein sehr intensives Erlebnis, war eine ganz tolle Selbsterfahrung, die du mit deinem großen Engagement ermöglicht hast! Grazie!

Du hast für mich neue Welten eröffnet!

Haikurschreibtreise -DonnafugataVon den eigenen Texten bin ich noch heute begeistert, was sich alles an Wörtern, Gedanken, Redewendungen versammelte auf meinen Blättern!

 

Danke, lieber Beat!

Und vom 13.-20. Oktober gibt es die nächste Haikur: Meersfrau und Westwind!
Fragen Sie gerne nach und erkunden Sie Punta Secca und sich selbst schreibend!
Lassen Sie sich inspirieren!

Heidrun Adriana Bomke · Poesie des Lebens
Meereslesung in Punta Secca_Sizilien

 

 

Sepiaessen – Tintenfisch! – sizilianische Meeresküche

Sepiaessen – Tintenfisch! – sizilianische Meeresküche

Als ich bei meinen sizilianischen Freunden in Punta Secca erstmals Sepia, also Tintenfisch gegessen habe, da war ich begeistert! Diese schwarze Salsa mit Pasta und danach den leicht gekochten Fisch! So zart und schmackhaft.

Frisch gefangen von Silvias Papa, Franco, einem 80-jährigen Sizilianer, der sein ganzes Leben an diesem kleinen Meeresfleckchen Punta Secca im Süden Siziliens verbracht hat. Lest gerne meinen aisführlichen Beitrag zu ihm und seiner Geschichte. Noch immer gibt es einen kleinen Hafen unter dem Leuchtturm, dem Faro von Punta Secca.

Dann schenkten mir Silvia und Pepe zwei Tintenfische. Silvia sagte mir, wie es gehen sollte, ihn zuzubereiten. Der hat nämlich einen Knochen und zählt auch nicht zu den Fischen. Der Knochen muss erst raus und dann … Ich legte sie erst einmal ehrfurchtsvoll in den Kühlschrank, die beiden Sepia. Morgen wird es sich finden …

Am nächsten Tag besuchten mich und mein Hundemädchen Neringa meine Freundin Silvia mit ihrem Leo zum Spielen. Die Hundekinder sind ein bisschen verliebt – sono fidanzati! Un amore! Ach, ich mag diese überschwänglichen Worte meiner Freundin, diese Begeisterung, das kindlich Liebevolle der Künstlerin! So schauten wir erst Neringa und Leo zu und dann:

Hast du schon den Tintenfisch zubereitet? Già fatto la Sepia?

Silvia hatte meine Gedanken erraten! Facciamo insieme – machen wir es zusammen! Und dann ging es los und Silvia zog die Küchenhandschuhe an … und zeigte mir, wie es geht! Alles wurde rabenschwarz und klebte an den Fingern wie Pech … Dann ließ sie mich alleine mit dem filettierten Tintenfisch und ich bereitete mir solch ein wundervolles Sepiaessen mit pomidorini, cippolini und Reis (etwas ungewöhnlich vielleicht) mit zucchini und Kurkuma, dass ich danach wahrlich zwei Stunden siesta gemacht habe. Wohlig mit Tintenfisch im Bauch …

 

Buon appetito Adriana! Grazie cara Silvia!

Und wer zu meiner Schreibreise in den bezaubernden kleinen Meeresort Punta Secca kommt oder mit ÜBERMUT ins neue Jahr gehen möchte in Punta Secca , der kann – na was – auch Sepia essen!

Benvenuti und gerne immer nachfragen oder einfach mal schreiben, der reisenden poetessa mit dem Übermut!

Und wer regelmäßig auf meinem Reise-Blog Geschichten von unterwegs lesen möchte, der kann es abonnieren!

Punta Secca I — Sizilien

Hafen von Punta Secca

Punta Secca — Reisetagebuch vom Oktober 2012

“So verbindet sich manches auf meinen Streifzügen über die Insel … Wie meine neue Bekannte Gisela, mit der ich ans Meer gefahren, nach Punta Secca. Es war noch wunderschöner Sommer! Alles leuchtete weiß!

Punta Secca – Ein Ort, der mir sehr gut tat.

Ich badete. Das Meer war warm. Erst ruhig und dann etwas bewegter. Ich schwamm und spürte, dass es mich treibt. Eine Strömung. Schnell steuerte ich dagegen. Legte mich in die Sonne, auf den Sand. Dieses Gefühl auf dem Sand zu liegen. Auf dem warmen Sand. Ich lache vor mich hin, jetzt, wo ich es aufschreibe. Diese Freude ist mir auch in den Leib geschrieben. Es tut so gut. Und ich weiß schlagartig, dass ich das einfach noch viel zu selten mache. Dann gehen wir am Strand entlang.

An Comissario Montalbanos Film-Haus vorbei. Die kommen doch auch aus Porto Empedocle, die Signori Camilleri und Montalbano … Ein B&B.

Der Gedanke, dort noch zwei drei Tage das Ende des Sommers zu schauen. Denn das spürte ich: Der Sommer bäumt sich auf. Ich nahm den Gedanken mit, diesen schönen. Am nächsten Morgen lief ich nochmal ans Meer. Dort, wo Gisela ihr kleines Ferienhaus hat. Ein Ort mit dem fremd schön klingenden Namen Caucana. …”

Da geht mir der Hut hoch!

 

© Fotos Gisela Hein

Möchten auch Sie an dieses Meer von Punta Secca?

Unter den Leuchtturm, in den kleinen stillen Hafen, die langen Spuren der Geschichten entdecken und sich selbst an einem neuen Ort? Der Meeresfrau begegnen? Möchten Sie Poesie und Schreiben und Meer genießen? Na dann, ins Offene! Es blühen schon die Mandeln und gelben Margeriten am Weg!

Zur Schreibreise HAIKUR AM MEER VON PUNTA SECCA v. 24.2.-3.3.18 ff.

Reisen Sie mit mir, schreiben Sie sich frei, genießen Sie eine Lesung und Sie werden spüren, wie Ihre Seele Flügel bekommt!

Heidrun Adriana Bomke ·

Foto: Gisela Hein

Die Orange von Franco – sizilianisches Tagebuch – Punta Secca-Caucana

Die Orange von Franco, sizilianisches Tagebuch am 20.1.18

Gerade, als ich noch etwas in die vielen südlichen sizilianischen Sterne schaute über Caucana, spürte ich meine Herzensfreude. Der ganze Tag lief noch einmal durch meine Seele und nun setze ich mich hin und schreibe wieder mein sizilianisches Tagebuch. Wie ich es seit sieben Jahren mache – mich schreibend begleiten.

Was war das für ein schöner Tag, der 20. Januar 2018!

Er war so sonnig nach einer kühlen trockenen Nacht. Hier am Meer haben wir oft viel umiditá – Feuchtigkeit. Dann erhob sich so gegen 8 Uhr die Sonne sehr hell und ich beschloss, mit Silvia, Giuseppe und ihrem kleinen Pittbul Leo gemeinsam mit meiner Hündin Neringa in die „Forestale“ zu fahren, nach Randello.

Die Forestale – Randello und aspàrago

Eine Naturanlage, eine alte Düne zwischen Santa Croce und Gela, bewaldet mit Eukalyptus und Pinien. Dort wächst wilder Spargel – aspàrago. Wir sammeln im frühen Sonnenschein. Wir sind fast ganz alleine. Die Hundekinder vergnügen sich. Spielen ausgelassen miteinander, rennen um uns herum. Bald habe ich ein ganzes Bündelchen aspàrago in der Hand. Am 20. Januar 2018!Er steht jetzt in meiner Küche und morgen gibt es Spargelsuppe oder Reis mit Spargel. Ich freue mich schon!

Wir fahren zurück. Ich trinke einen Cappuccino am Meer mit Blick auf die „Casa di Montalbano“, wo Camilleri-Verfilmungen gedreht werden. Ich lache wieder, wie ich sehe, wie die Touristen einfach nur das Türschild fotografieren. Nichts erfahren, nichts vorgelesen bekommen – sie wissen nichts von dem diesen Meeresfleckchen Punta Secca.

Na, das mache ich anders, wenn ich Menschen hier begleite:

Bei einer Schreibreise – Haikur am Meer von Punta Secca!

Ich bin mittlerweile tief eingetaucht in die Literatur und Geschichte und in das sizilianische Leben. Heute bin ich zum Mittagessen eingeladen – zum pranzo. Ich esse gemeinsam mit Silvia, Giuseppe, Salvina und Franco am sonniglichen Tisch mit geöffneter Terrassentür. wir haben heitere 18 Grad, heute auch kein Windchen. Salvina hat alles bereitet – sie ist flink in der Küche. Alles sitzen, la mamma bedient. Ich halte mich an die Regeln und genieße einfach.

Il pranzo a Punta Secca da Salvina e Franco – sizilianische Küche

Lentichie

Pasta carbonara

Fritelle di Zucchine

Zucchine alla piastra

Funghi al forno (Pläius)

Pepperoni arostiti

le triglie (Fisch)

frutto della passione

Mostarda

Ja, das habe ich alles alles probiert! Fritelle di Zucchini und die Funghi al forno haben mich verzückt! Ich koste alles mit Genuss. Esse, lache im Tumult der Stimmen.

Es ist das mein allererstes Essen mit einer ganzen sizilianischen Familie,

die ich komplett nicht kenne. Einfach so eingeladen nach Hause. „Mangi con noi? Vieni per il pranzo. La mia mamma cucina.“

Und wie sie kocht, die Mamma von Silvia, mit der ich mich befreunde!

Und wir erzählen, d.h. alle erzählen und ich versuche alles zu hören!

Salvina und Franco sind die Eltern von Silvia, die 46 Jahre und noch 2 Geschwister hat.

Franco ist 1938 hier in Punta Secca geboren und erzählt.

Fünf war er, als die Amerikaner anlandeten. Und er erzählt, ermuntert durch seine Frau Salvina. Wie er damals am Morgen aufstand und mit den anderen Jungs zum Hafen ging. Wie alles schwarz war von Schiffen. Wie sie ein paar Sachen genommen, auf den Carrello geladen und ab nach Santa Croce, wo man heute noch die Schießscharten der Deutschen sehen kann. Die waren schon Tage vorher ins Landesinnere geflüchtet. Wie sie sich versteckt in einem Erdloch. Ich frage, wie das alles war. Der ruhige Mann sagt: “Ich war fünf. Es war wie ein Abenteuer!”

Und dass sie dann wieder zurückkamen und die Amerikaner in ihrem Haus fanden. Dass ein Offizier dann für Ordnung gesorgt. Dass sich dann alle soldaten betrunken — es wurde hier Wein angebaut und alles lag in großen Fässern, wie sie sich aus Angst wieder auf den Weg gemacht und unterwegs die vielen toten Soldaten gesehen, die gegen die Amerikaner angerückt – für nichts. Wie er später mal einen ganzen Karren mit Toten gesehen, der kleine Junge, und sich erschrocken.

Franco und Salvina. Salvina, die noch nicht einmal 18 war, als sie heirateten. Sie zeigen mir ihr wunderschönes Hochzeitsbild – hier im kleinen Hafen von Punta Secca haben sie gestanden.

Unter dem Faro von Punta Secca, der den Meeresweg beleuchtet

Franco mit seinem breiten ruhigen Gesicht mit den grünlichen Augen. Der kleine untersetzte Mann vom Meer in Punta Secca, den ich auch manchmal auf der Piazza treffe. “Hier sind alle kleiner, hier waren die Araber.” Gemächlichen Schrittes geht er. Irgendwo in der Campagna hat er einen wilden Garten und auch Orangen. Und dieses Haus mit drei Stockwerken im Abstand von Jahren gebaut. Wenn das Geld eben da war. In einer konnte man leben … Und jede Etage gehört heute einem Familienmitglied. Und Salvina zeigt mir die Fotos der Enkel. Das Haus ist voll mit Bildern, gemalt von den Töchtern. Eine ist Modezeichnerin in Rom . Manchmal fährt Salvina dorthin und lässt sich von Rom bezaubern. Dort ist die andere Tochter Modedesignerin.

Und Franco legt dann ohne Worte eine ganz ganz große Orange vor mich hin. Groß wie ein Ball!

Und gibt mir einen ganzen Beutel mit frischem Gemüse – melanzane, pepperoni, pomidori – nein, ich brauche eine ganze Zeit nicht einzukaufen.

Mein Herz ist voller Freude und Offenheit und da fließt dann am Nachmittag auch noch die volle Sonne am Meer hinein … und abends treffen wir uns nochmal unter dem faro, dem Leuchtturm von Punta Secca, der schon immer hier war …

Ich schenke den lieben Menschen meinen Gedichtband „Wo das Licht wohnt“ / Dove abita la luce.

Wie sie zu mir sagten: „Du nimmst alles in dich hinein und dann kommen die Worte heraus.“ Silvia sagt: „Sei una trasformatrice.“ Ja, so ungefähr, wenn die Worte mich an der rechten Stelle finden.

Ich erinnere mich beim Niederschreiben, wie ich mich in Ortigia 2012 immer abends immer auf der Treppe des Doms versammelte mit allen … da war ich noch ziemlich neu hier in Sizilien. Wie oft ich dann am Ätna in den weiten Himmel sah und unten die Lichter von Catania leuchteten mit den Sternen.

Die Sterne, die ich jetzt in Caucana / Punta Secca betrachte.

Neben mir schläft nun ganz ruhig mein Hundemädchen Neringa. Auch ich gehe jetzt ins Bett und wünsche eine Gute Nacht!

Buona notte. Morgen wird sicher ein schöner domenica!

Welch ein Tag, der 20. Januar 2018!

Übermut tut gut! – Schreiben von mir selbst

Heidrun Adriana Bomke, die Frau mit dem Übermut

Ich bekomme zahlreiche Leserbriefe zu meinem gerade erschienenen Reisetagebuch als Hörbuch: Übermut tut gut!

Immer wieder kommen die Leser*innen bzw. in diesem Fall die Hörer*innen auf mein Vertrauen zu sprechen, mein Inneres zu öffnen und über meine tiefen Erfahrungen, Gefühle, Gedanken zu schreiben, die ich im Unterwegssein zwischen Nord und Süd an so vielen Orten und in den unterschiedlichsten Augenblicke erlebe.

Es ist Ihnen etwas sehr Schönes gelungen!

In einem Brief heißt es:

“Übermut tut gut” schon der Titel ist etwas Besonderes. So heiter das Couvert, Wärme strömt mir entgegen, Sommer. Dieses Buch verlangt aus meinem Empfinden Aufgeschlossenheit und innere Ruhe. Hören muss man können, dann hört man viel. Es ist Ihnen etwas sehr Schönes gelungen !
Ich erwähnte schon einmal, beim Lesen Ihrer Bücher fiel es mir auf, Sie schenken Ihren Lesern viel Vertrauen.

Schreiben von mir selbst — Vertrauen haben

Ich habe geantwortet:
Hauptsache wir haben Vertrauen in das Leben. Ist das nicht der Schlüssel?
Und genau das habe ich gewonnen – Vertrauen in das Leben, den Lebensfluss, der mich trägt.
Wie sollte ich überhaupt in die Öffentlichkeit gehen ohne Vertrauen zu haben?

Ich schreibe unterwegs aus meinem tiefen inneren Erleben heraus, aus meinem Herzraum – was soll mir und den Menschen mehr dienlich sein, als diese Herzenskraft der vielfältigsten Erfahrungen? Ja, als Liebe?

Und wie jeder hört, was jede hört, das ist ja ganz dem Hörer überlassen – ja, ich habe Vertrauen, dass der Hörer für sich hört.

Was ist Sicherheit?

Es ist für mich der Atemzug des Augenblicks. Wenn ich ihn bewusst erlebe und genieße.

Schreiben ist Heimkommen

In einer anderen Zuschrift heißt es:

Es ist für mich wie ein Heimkommen, Du hast wirklich wunderbare Worte gefunden und die Orte, die ich ja so gut kannte und liebte, wiederauferstehen lassen. Das Häuschen am Ätna, Caltabelotta, die Orangen von Ribera, die Insel von oben …

Ja, Schreiben ist für mich ein Heimkommen!
Sind wir nicht alle unterwegs nach Hause, unterwegs zu uns selbst, zu unserer eigenen Geborgenheit? Es ist mein Weg, zu Hause zu sein. Schreiben ist ein Eintreten in meinen inneren Raum. Ein Verbinden mit meiner inneren Stimme, meiner inneren Kraft, die ich in der Lebendigkeit des ganzen Lebens höre. Die sich mir öffnet, der ich lausche und die ich dankbar aufschreibe.

Möchten auch Sie noch mehr in sich hinein hören, Ihrer Stimme lauschen? Neue Tore in 2018 öffnen?

Türöffnerin

Nehmen Sie sich bewusst Zeit für sich. Eine Auszeit aus dem Alltäglichen. Eine Mußezeit!
Kommen Sie gerne nach Sizilien zur Schreibreise, zur Haikur am Meer von Punta Secca – eine besondere Entdeckung Siziliens und der eigenen schlummernden Kräfte! Probieren Sie etwas Neues.

Haben Sie Mut und Vertrauen zu sich selbst!

Pardon, wer sollte ihn zu allererst haben?

Reisen Sie mit mir, schreiben Sie sich frei, genießen Sie eine Lesung und Sie werden spüren, wie Ihre Seele Flügel bekommt!

Ich danke für diese lieben, berührenden und ermutigenden Leserbriefe!

Empfehlen Sie mein Hörbuch “Übermut tut gut!” , das im SORRISO-VERLAG erschienen ist, sehr gerne weiter!

Ich freue mich auf Kontakte. Sehr gerne auch auf Lesungen als Begegnung und Austausch. Sprechen Sie mich gerne an.

Von Herzen, Ihre und eure Heidrun Adriana Bomke