Wintermeer ⚓️ Poesie aus Punta Secca | Sizilien

Wintermeer Punta Secca Schreibritual, Heidrun Adriana Bomke, Sizilien

Ja, da bin ich wieder da, al mare von Punta Secca!

Wintermeer | Poesie aus Punta Secca

So möchte ich meine Reiseschilderungen nennen. Es sind zwei  Gedichte. Ein Text aus dem Jahr 2019, der mir wieder vor die Augen trat. Ein ganz frischer kommt dazu.

Ich bin berührt vom Wintermeer, vom Meer im Winter. Nein, ich bin überwältigt, das ist das rechte Wort. Ich stehe und staune, denn es hat eine weite universale Kraft und Verbindung. Es weitet mich in die Freiheit hin – unter den freien Himmel in mir!
So schrieb ich ein Gedicht mit dem Titel  “Von weit”.

Von weit

höre ich die rauschenden Tiefen des Meeres

sie klopfen an meinen Schlaf:


Wach auf, steh auf!
 Komm!

Und ich gehe ruhigen Schrittes hinaus an das überspülte Ufer

Nur Meer und Himmel
Himmel und Meer

Von weit
 schon hüpfen deine Wellentöchter
reiten schaumgeboren im brodelnden Kessel


rollen heran ans Ufer zu frohlocken im Sprung!

In mir eine smaragdgrüne Sehnsucht
einfach so zu bleiben mit dir Meer mit dir Wintermeer


Nur mit dir.

© Heidrun Adriana Bomke, Februar 2019

Schreibritual in Punta Secca, Heidrun Adriana Bomke
Schreibritual in Punta Secca, Heidrun Adriana Bomke
Schreibritual in Punta Secca, Heidrun Adriana Bomke
Schreibritual in Punta Secca, Heidrun Adriana Bomke

Und in diesen heutigen Tagen am Wintermeer von Punta Secca im Februar 2024 schrieb ich:  

Sehnsucht

Mein Herz hat Sehnsucht
unstillbare
Sehnsucht
nach Etwas

Verborgen noch
vor dem Wort
Noch unsagbar
unsagbar noch

Jedoch unfassbar erwartungsvoll
in der leeren wilden Meeresweite

Das spürt
mein sehnsuchtsvolles Herz

Es ist nicht weniger als
Ein neues Leben.

© 20.2.2024, Punta Secca am Meer

Herzliche Meeresgrüße an alle meine Leserinnen und Leser!
Heidrun Adriana Bomke ⚓️ Termine

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LICHTUNG 🌅 Februarpoesie

Lichtung_Februarpoesie_Heidrun Adriana Bomke

Das Gedicht “LICHTUNG”
wurde am 6. Februar 2016 auf dem Waldboden unter Kiefern in der Nähe von Hitzacker/Elbe geboren.

Ich lebte gerade für drei Monate in dieser niedersächsischen Kleinstadt an der Elbe und war zu einem Spaziergang unterwegs. Es ist ein Gedicht, das vom Unterwegssein, von Einsamkeit und Heimkommen, von der Geborgenheit in der kosmischen Weite und von Öffnung spricht. Es gibt eine natürliche Orientierung. Ich kann mich noch heute, nach acht Jahren, genau an diesen Augenblick erinnern, der – wie auch andere ähnliche Lebensmomente – mein Vertrauen in meinen eigenen Weg stärkte. Dieses Liegen auf einer Lichtung, unter Bäumen, mit den ersten sehr zaghaften Sonnenstrahlen im Gesicht, das wohnt in mir. Es lässt mich lächeln. Lächeln, innehalten und vertrauen. Es gibt eine Kraft, die mir Urvertrauen schenkt, immer wieder.
Die Poesie habe ich im Tonstudio von Patrick Penot in Wiesbaden eingelesen. Nun können Sie es hören. alle Rechte liegen bei mir. Vervielfältigung ist nicht erlaubt.
Viel Freude und Inspiration beim Hören von

LICHTUNG

© Heidrun Adriana Bomke, Berlin am 8. Februar 2024

Manchmal gibt es solche symbolischen “Meilensteine” auf dem eigenen Weg. Für mich war dieser MEILENSTEIN wirklich Anlass zu tiefer innerer Einkehr, der eine Entscheidung folgte. Das Foto erinnert mich daran. Und sehe ich solche Meilensteine in der Natur, dann halte ich kurz inne: Wo und wie bin ich unterwegs?

Und wie ist es mit “Lichtungen und Meilensteinen” auf  Ihrem Lebensweg?
Das wäre doch eine schöne Schreibanregung …

 

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SANFTHEIT – Miniatur

Sanftheit-Blog_Heidrun Adriana Bomke_www.heidrunbomke.de

SANFTHEIT

Dieser Hauch
der mein Herz streift
ewiglich

SANFT

berührt mich ein stiller Hauch.
Nimmt still Platz in mir.
Ganz tief verborgen.
Schattierungen.
Herzkinder.

SANFT

Berührung-Syrakus-Dom
Heidrun Adriana Bomke_Herzgewächs
Heidrun Adriana Bomke_Kreatives Schreiben

© Heidrun Adriana Bomke, Berlin am 7. Februar 2024

“Nachts” – Poesie

Heidrun Adriana Bomke_Nachts_Gedicht

NACHTS

Der leise Regen
Das leise Rauschen
Du große stille Nacht
Meine geliebte Schwester

Ich schaue in die lautlosen Nachtgestalten
Ahne die Tauben mit ihren Jungen im Nest
So viel Liebe wohnt in den Zweigen
Ein grünes Herz

In meinen Adern strömt es
Schließe ich die Augen sitze auch ich im Nest
Im Weltennest mit all dem Leben
Doch taugt das Wort noch – Leben?

L E B E N

Ich weine
Weine tags und in der Nacht
Meine Augen sind wund wie mein verschrecktes Herz
Mein Leib ist leicht und schwer zugleich
Bin ich das?
Wie durch ein Sieb fließt es
und ich weiß nicht ob
hinein hinaus
hinaus hinein

Durchlöchert
Durchlöchert bin ich wohl
Vom Knall vom Schall in den Himmeln vom Straßengedonner
Von den stummen Gesichtern überall
Kein Gruß kein Lächeln alles so egal

TROSTLOSES SEIN?

N E I N.

Meine Finger kribbeln
Doch mein Herz es stockt
Zaghaft ist es geworden in all dem vertrockneten Leben
Wenn ich die Augen schließe kann ich mir zulächeln
Mich wiegen im warmen Weltennest
Den Herzschlag zärtlich spüren

Manchmal jedoch die Furcht:
Nie wieder einen Stift in die Hand nehmen zu können zu wollen
Wie soll ich all das aufschreiben
Es verschlägt mir meine Sprache

Und das tut unendlich weh.

© Heidrun Adriana Bomke am 3. August 2023, Berlin
Dichterin, Lebensreisebegleiterin, Literaturwissenschaftlerin
Hier verlinke ich zu meiner Sprachreflexion: SPRACHLOS

POETISCHE KRAFT 🕊️

Dr. Heidrun Adriana Bomke, Schreibritual am MEER VON Punta Secca

Liebe Menschen, liebe Leserinnen und Leser, liebe Schreibende!

Wir schreiben ANFANG JANUAR 2024. Das neue Jahr geht auf die Reise und wir/ich mit ihm. Meine Lebensreise in der Mitte meines siebten Lebensjahrzehnts hält weiter den POETISCHEN KURS. Das war, ist und bleibt mein Kompass, meine Ausrichtung, mein Herzstück. Ich schaue in die Welt.

Die Äste der Robinien vor meinem Fenster sind nun (fast) leer. Die Bäume schweigen. Die Vögelchen besuchen sie und auch mich weiter. Die Zeiger der Weltenuhr sind weitergerückt.

Wo stehen sie? Wo stehen wir? Und noch wichtiger: Wie befinden wir uns?

POETISCHE KRAFT
nenne ich diese Reflexion am Anfang des Jahres 2024.

Und am ANFANG steht mein herzlicher DANK:

DANK für TREUE
DANK für AUSTAUSCH
DANK für LEBENDIGE BEGEGNUNGEN
bei Lesungen und Vorträgen, während poetischer Spaziergänge, bei Schreibritualen und Schreibreisen

DANK für das INTERESSE AN DER POESIE DES LEBENS !

Ich bin tief davon überzeugt, dass die SPRACHE DER POESIE immer mehr
RAUM bekommen und wirken wird. Sie ist – in erlöster Form! – eine SPRACHE DES HERZENS, in der die NATÜRLICHE KOSMISCHE ORDUNG bildhaft und symbolisch aufleuchtet und berühren kann. Ich erlebte es im letzten Jahr vielfach bei Lesungen und Schreibkursen.

Und diese Ordnung ist eine

 SCHWINGENDE LEBENDIGE ORDNUNG

DER ZUVERSICHT
DER FREUDE
DES WANDELS
DER LIEBE.

In ihr wohnt der GÖTTLICHE FUNKE DES LEBENDIGEN. Die Ethnologin Christina Kessler spricht vom UNIVERSELLEN PROZESS.

Nichts, aber auch gar nichts ist auf Zerstörung aus! Das STIRB UND WERDE ist das wohlwollende lebendige Prinzip der ERNEUERUNG, in dem immanent das GANZE, an dem wir als Menschen teilhaben, ERNEUERUNG erfährt und von einer liebevoll wirkenden Kraft behütet wird, damit es ein Ganzes bleiben kann. Manchmal erlebe ich Momente, wo ich diese LEBENSLIEBE als geistige Kraft deutlich spüre, empfange und in Worte verwandeln kann. Genau aus diesem Zwischenraum entsteht Dichtung: Eine tiefe Berührung von GEIST und Geist in Poesie.

Das sind STERNSTUNDEN in meinem Leben, die mich immer wieder verankern im tiefen Glauben an eine wirkende POETISCHE KRAFT:

So grüße ich zum Jahr 2024 mit einer Poesie, mit einer

FRIEDENSPOESIE.

Sie wurde auf Kreta geboren.
Ich bin 2023 ganz spontan an einen Ort gegangen, von dem ich spürte, dass er mir guttun würde. Es war Anfang Juni und ich musste raus hier. Raus aus ganz viel Anstrengung, ganz vielen kräftezehrenden Energien. Ich musste tief Luftholen. Ich folgte meiner Intuition.

Da ich eine Poesienomadin bin, weiß ich um die Kraft des natürlichen Unterwegsseins und Sich-Einlassens auf den Poetischen Augenblick.

Und so kehrte auf Kreta, inmitten von Natur und Stille, in Windeseile und am Meer die Poetische Kraft in mich zurück. So wurde mir in einer Nacht, an einem Morgen die Poesie “Frieden” geschenkt. Ich spüre noch jetzt, wie sie geboren wurde:
Ich stand auf der Terrasse und schaute lange in die vielen vielen Sterne, einfach in das Dunkel, in die Weite und war überwältigt von der Liebe, die um mich herum so spürbar war. Ja, ich fühlte mich fest umarmt von dieser Kraft!  Ich atmete sie ein und sie fand direkt Eingang in mein Herz ❤️ Mir liefen die Tränen über das Gesicht. Ich weinte lange. Es war ein Weinen aus der Quelle der Liebe. Vielleicht habe ich bisher nur nach den Geburten meiner beiden Söhne so tief und inniglich berührt geweint über das Wunder des Lebens.

Diese Berührung mit einer allumfassend wirkenden Liebe gab mir ganz tief ganz viel Glauben und Zuversicht und pure Lebensfreude! 

Und so hörte ich dann auch den 1. Hahn am Morgen krähen in diesem Drei-Seelen-Dorf unweit des Meeres und mir fielen die Evangelien in diesem Augenblick in die Seele und die Stelle mit dem Hahn, in der Jesus zu Petrus spricht, dass er ihn verleugnen wird. Und tief in meinem Herzen sprach ES: Nein!
NEIN!
Wir wollen uns nicht mehr als Menschen verleugnen. Wir wollen wahrhaftig sein und integer und uns umarmen. Wir wollen in Liebe und treu zueinander stehen. Einer Ethik folgen, die aus unserem Herzen, aus unserem Inneren entspringt.

So wie auch die Sterne, der Mond, der Himmel, die Erde, das Meer, die Sonne, die Bäume, die Tiere und alle Wesen uns treu zugetan sind. Ja. Denn unsere Weltenuhr ist eine natürliche Ordnung, deren Zeiger für das Leben ticken.

Ich schreibe und spreche für das LEBENDIGE JA ZUM LEBEN.
MÖGE ES SO SEIN !

FRIEDEN

Und bevor der Hahn zum ersten Mal kräht
streift der Nachtwind mein Gesicht

Mein reines Herz
spricht mit den Sternen

Und als der Hahn zum ersten Mal kräht ist mein Antlitz tränennass
im Angesicht der Liebe

Das Meer, eingehüllt in seinen sanften Morgenmantel 
träumt noch

Über dem Berg der guten Geister
wiegt sich der junge Mond

Bevor Eos dann verzaubert den Himmel mit tausend Küssen
klingt hell schon der vielstimmige Gesang der Vögel

Die Zweige vom Ölbaum nicken

Frieden ist
Frieden.

© Heidrun Adriana Bomke, Kreta am 14. Juni 2023
Weitergabe nicht erlaubt. Der Text ist urheberrechtlich geschützt.
 

Sicher könnte das Gedicht auch den Titel “Heilung” haben. Ich konnte alles leiblich, seelisch, geistig wahrnehmen. ich fühlte mich ganz.

So tickt die WELTENUHR mit POETISCHEN  KRAFT. 

Und dieser ruft gerade nach RUHE. Ruhe in uns selbst. Zum Ankommen darf man sich Zeit nehmen, um die kostbaren Gaben würdevoll entgegenzunehmen und zu fragen, welche Gaben wir selbst, jede und jeder von uns, in die Weltenschale hineinlegen möchten. Mir selbst ist diese AUSRICHTUNG sehr wichtig. Denn so BIN ich unbeirrbar verankert und laufe nicht all den Manipulationen und vor allem den ganzen ständigen Überflutungen mit negativen Energien hinterher.

Ich möchte bewusst
dem Leben zugetan sein!

WELTENUHR ist auch der Titel eines neues Gedichts. Zu lesen auch hier auf meinem LEBENSREISEBLOG.
Er lohnt sich wirklich, dieser Blog. Die Texte sind wahrhaftige Ermutigung, aus Liebe geschrieben, mit dem Leben mit. Sie sind bei Weitem keine Idyllen. Gerade im vergangenen Jahr kam ich an einen Punkt, an dem mir fast die Worte verloren gingen.

Die Zeitqualität, das Leben, ist oft anstrengend. Wir stehen auf der Schwelle. Und mir scheint, dass es bei aller Heftigkeit, übrigens auch in der Sprache, leise neue Zwischentöne gibt. Diese möchte Poesie verstärken.

Wir spüren es alle – und man muss wissen, wie man die Balance hält und sich immer wieder KRAFT FÜR DEN ANSTEHENDEN WANDEL holen kann..

Ich glaube an die natürliche Herzens-Kraft der Liebe und ich kann mich immer wieder auch mit dieser Weltenliebe poetisch verbinden. Darin liegt auch die Inspiration meiner weiteren Arbeit und Poetischen Kraft voller Mut und schöpferischer Freiheit und Geduld im neuen Jahr 2024.

Gedichte sind magische Gebrauchsartikel, wie Hilde Domin schrieb. Und Ingeborg Bachmann, an die ich in den letzten Tagen oft denken muss – ich besuchte ihre Lebensorte in Klagenfurt, auf Ischia vor vielen Jahren und las mit Begeisterung ihre Gedichte, vor allem den Sonnengesang “An die Sonne” -. Sie schrieb in ihrer Poetologie: DIE WAHRHEIT IST DEM MENSCHEN ZUMUTBAR. JA! Und bitte die ganze Wahrheit. Die so heftige Ausrichtung und Manipulation, auf Zerstörung, Krieg, Trennung, Zweifel, Überflutung – sie bringt uns weg vom wahren Menschsein: von Glaube, Liebe, Hoffnung. 

Ich wünsche allen meinen Leserinnen und Lesern ein liebevolles und schöpferisches Jahr 2024 und freue mich, meine poetische Kraft hineinlegen zu können:

Auge in Auge mit dem Licht!

Heidrun Adriana Bomke, Berlin am 14. Januar 2024

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Weihnachtsworte ⭐️ Ja zum Leben

Weihnachtslichter Heidrun Adriana Bomke

WEIHNACHTSWORTE

Liebe Menschen, liebe Leserinnen und Leser, liebe Schreibende !
 
Wir schreiben den 17. Dezember 2023.
Weihnachtsworte möchte ich auf die Reise zu Ihnen und Euch allen schicken.

Wieder sitze ich an meinem Schreibplatz in “meinem Nest” am Rande Berlins.
Ja, der 3. Advent ist schon da, die Adventslesung via Zoom ist schon zwei Wochen her und ich danke allen, die während der Poetischen Besinnungdabei waren. Es war eine gelungene Einstimmung auf die Adventszeit.

Schon in wenigen Tagen wird Weihnachten gewesen sein.

Ich komme heute von einem langen Fahrradausflug zurück, der mich in den Sacrower Park geführt hat. Es war wunderschön und erholsam im Nachmittagslicht unter den alten Platanen, Linden und Eichen, an der Havel mit dem Blick ins Weite. Ich merke, wie mir hier im Norden, in diesem Drinnensein, oft “die Welt zu eng wird”. Ist sie ja auch! Ich brauche nicht nur den herzvollen Kontakt zu Menschen, sondern auch die unmittelbare Verbindung zu den Elementen, möchte ihre strömende Kraft einatmen und so unter ihnen leben. Ein Wesen unter anderen Wesen. Neun Jahre habe ich auf Sizilien fast nur die Nächte drinnen verbracht und gemerkt, dass genau dieses Sein in der Natur auch zu meinem Wesen gehört, mich frei, schöpferisch und damit glücklich und froh macht. Und das steckt ja bekanntlich an und fügt sich organisch in mein poetisches Wirken ein. Es gibt also meinem und dem Leben Sinn. Es wärmt das Herz. Das war schon als Kind so. Wie auch das Tanzen, das Radfahren, das Schreiben, das Baden, das Hütetragen, das Lesen, das Vortragen …

Die letzten Tage habe ich mich erinnert, was mich als Kind glücklich gemacht hat.

Irgendwie ist doch diese Adventszeit dem Geborenwerden, den Kindern, der Kindheit gewidmet. Besser gesagt: Es geschah vor allem in den letzten Nächten. Sie scheinen mir fast schon wie Rauhnächte, führen in Zwischenreiche und lassen mich seit dem Neumond auch nicht recht schlafen. Dann öffne ich weit meine Balkontür, atme tief die frische Luft ein, lausche in die Stille, höre manchmal das Käuzchen, träume im Halbschlaf, schreibe im Dunkeln Gedichte auf, koche manchmal nachts Kakao, lese “Nussknacker und Mausekönig” von E.T.A. Hoffmann – eine geheimnisvolle Atmosphäre hat sich in mir ausgebreitet.

Engel, Heidrun Adriana Bomke
Weihnacht, Heidrun Adriana Bomke

 Mir scheint, es offenbart sich mir gerade auf diese Weise der Sinn der Heiligen Zeit:

Räume, die eine leuchtende Ahnung, die Anbindung an eine liebevolle, friedliche Ordnung ermöglichen. Und das sind zuerst innere Räume. Räume, die das HERZ öffnen und erwärmen, die Berührung ermöglichen. Und wenn mein Atem da tief im Herzen ankommt, da gibt es eine so liebevolle Kraft, die wie ein inniger Kuss ist.

Als ich heute dann während meines Spaziergangs auch in die Sacrower Heilandskirche trat und eine ganze Weile dort saß und schaute, eine Kerze anzündete, fiel mein Blick auf den Adventskranz und das Altarbild und dort genau auf die Aussendung des Heiligen Geistes. Diese leuchtend geistige Kraft, dieses fühlbare Walten einer liebevollen Vorhersehung – sie schien mir ganz gegenwärtig. Sie scheint mir hier auf Erden möglich. In jedem von uns. Im Miteinander. In Hingabe und Schöpferkraft.

Ja, darauf sollten wir uns einigen: Auf das Ja zum Leben! 

Ich schreibe das so deutlich, weil auch mich in diesem Jahr die zehrenden äußeren Energien bewegt, mich manchmal traurig gemacht haben. Und ich mache da nicht mit! Nicht mit beim trennenden Werten, nicht mit beim ständigen Zweifeln und Beurteilen; nicht mit beim Kritisieren und Schuldzuweisen; nicht mit beim ständigen Schauen auf das Negative – nicht mit bei Angstmache und Verunsicherung. Ich versuche, diese Räume zu meiden. Ich verabschiede mich auch von Menschen. Ich schütze mich auch. Ich gebe ermutigende Poesie, gebe kraftvolle Impulse in die Welt.

Ja, vielleicht haben viele es vergessen, das Ja zum Leben? Ist es unter den unzähligen Reizüberflutungen verlorengegangen? Wollen wir uns gegenseitig daran erinnern, an das Menschsein, an das Ja zum Leben. Schenken wir uns Freude. Reichen wir uns einfach die Hände. Nehmen wir uns in die Arme. 

Und wenn ich, wie heute, in die Weite des Himmels gehe, dann reinige ich mich, dann tanke ich auf und danke den Elementen für ihre Kraft, die mich nährt und inspiriert.

Ich glaube unbeirrbar an das Licht in uns und an die waltende Kraft der Liebe.

Und ich vertraue und übe mich. Denn es ist der wahre Weg: die Liebe. Unbeirrbar.
Geborenwerden bedeutet für mich Mensch- und Weltwerdung.

Darauf richte ich mich aus und dabei begleite ich Menschen. Und diese poetischen Begegnungen sind berührend und wertvoll. Gerade gebe ich in einer Schule einen Schreib-Kurs: “Entdecke dich – Lebe frei und mutig!” Eine so herzerwärmende Begegnung.
⭐️
 
Und wie ich so sitze, diesen “Weihnachtsgranatapfel” schreibe, stelle ich mir vor, was wohl alle meine Leser*innen gerade machen, wie sie sich fühlen, was sie bewegt?

Vielleicht Weihnachtsbriefe schreiben? Vielleicht still in die Dunkelheit schauen? Vielleicht die letzten Arbeitstage vorbereiten? Vielleicht schon die Weihnachtsgeschenke einpacken, über das Weihnachtsmenü nachdenken, bald zur Familie fahren, Menschen helfen, gar Gedichte schreiben, die Kerzen anzünden  ?  ⭐️ 

Wie es auch sei. Die Lichter strahlen.

Heiliges, Heidrun Bomke
© Lichter vor einer dorischen Säule im Tempel von Syrakus

Ich verlinke noch zu einem Blogbeitrag mit Weihnachtsgedichten. Ich hoffe, sie bringen Weihnachtspoesie und eine heilige Stimmung in jede Stube.
 
POESIEN ZUR WEIHNACHT

Ich wurde in letzter Zeit mehrmals gefragt, ob man meine künstlerische Arbeit auch durch Spenden unterstützen kann. Ja, sehr gerne. Ich freue mich darüber und bin dankbar. Danke an die Menschen, die das schon getan haben. Alles kommt der schöpferischen Arbeit und wertvollen Angeboten zugute. Unter jedem Blogartikel hier im LEBENSREISEBLOG gibt es dafür einen Spendenbutton (siehe unten)

 Mit meinen
WEIHNACHTSWORTEN

wünsche ich allen meinen Leserinnen und Lesern eine
Heilige Zeit und

FRIEDVOLLE WEIHNACHTEN 

⭐️

Mit poetischen Wünschen
©  Heidrun Adriana Bomke (Text und Fotos)
Berlin am 17.12.2023

T E R M I N E 

Gerade ist wieder ein Platz im SCHREIBRITUAL ZUM ÜBERGANG am 29.12.2023 freigeworden.

Poesie zur Weihnacht ⭐️ Heiliges

Weihnacht, Heidrun Adriana Bomke

Weihnacht … Weihnachten … die Heilige Nacht … der Heilige Abend … das Christkind …

Weißt du noch?
Weißt du es noch aus deiner Kindheit? Fühlst du es noch heute? Wie ein Schein dein Herz berührt? Wie du eine besondere Stille und Weite spürst? Kennst du diesen heiligen Moment?

Wie etwas Heiliges kommt zu dir?
Ja, ich spüre es tief in mir. Bin sehr verbunden mit dieser “weiten inneren Tür”.
Heute weiß ich, dass auch sie mir das Wissen vom wahren Leben gab, weil ich die Magie des Lebens und tiefe Liebe spürte und spüre. Auch sie gab mir das große Staunen mit auf den Weg sowie Schutz und Vertrauen.
Heute weiß ich, dass ich mich als ein geistiges Wesen unter vielen Wesenheiten empfand, ohne es als Kind so benennen zu können. Und das ist so geblieben. Nun ist es mir bewusst.
Es ist wunderbar, denn es gibt mir die schöpferische Freude im Sein und im Tun. Und es gab mir auch die heilende Kraft in der Beziehung zu meiner Mama, die heute glücklich ist. Dafür bin ich sehr dankbar. Ich bin auf der Erde angekommen.

Ich schrieb diese Erfahrung auch als Gedicht auf. Es heißt:

Weißt du noch?

Weißt du noch, spricht das Kind in mir
Wie es Weihnachtsabend war und ein Engel tritt durch die kleine Stubentür?

Ja, sage ich, ich fühl ihn noch immer in mir.

Weißt du noch, spricht das Kind in mir
Wie er aussah, der Engel, der trat durch die kleine Stubentür?

Ja, sage ich, ich sehe ihn noch immer vor mir.
Sehe sein ganz weißes strahlend Gewand.

Weißt du noch, spricht das Kind in mir
Was er dir gab, der Engel, der trat durch die kleine Stubentür?

Ja, sage ich, ich nehme es noch immer aus seiner meiner Mutterhand.
Nehme die Puppenstube klein mit Herdchen und Töpfchen, mit Bettchen und Kindlein so fein.

Weißt du noch, spricht das Kind in mir
Wie es Weihnachtsabend war und ein Engel tritt durch die kleine Stubentür?

Ja, sage ich, ich fühl ihn noch immer in mir.
Etwas Schützendes, ewig Heiliges schenkt er dem Mädchen
in mir.

© Heidrun Adriana Bomke

Ich wünsche allen eine friedvolle, eine liebevolle Weihnacht!

Lasst das Licht mit dem Kerzenlicht, lasst die Liebe mit der Begegnung in den Familien, unter Freunden in eure Herzen strömen.
Öffnet sie mutig für BERÜHRUNG!

Wir sind Licht. Das Licht ist in uns. Geburt, Menschwerdung und Menschsein heißt für mich Licht-Werden.
Wir haben die Wahl! Licht oder Dunkel. Liebe oder Angst. Hoffnung oder Zweifel … Wir haben die Wahl.
“Ich entscheide mich für Wahrheit, Freude und Liebe” (nach Christina Kessler, Herzensqualitäten, Bejahung).

Wenn ich den Weihnachtsstern sehe, dann fühle ich mich immer inniglich mit einer strahlenden, liebenden Kraft verbunden, die das Dunkle erhellt und alle Wesen erreicht und verbindet.

Dezemberlichtlesungen, Heidrun Adriana Bomke

 

           

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“Die letzte Rose blüht im Garten” 🍂 leichte Poesie

Leichtigkeit, Poesie, Heidrun Adriana Bomke

Die letzte Rose blüht im Garten …

Ja, das folgende Gedicht ist ganz leicht, ganz verspielt. Ein Kindergedicht, in dem der liebevolle poetische Blick so ganz auf dem Herbstgeschehen liegt. Ich schrieb es für meinem jüngeren Sohn vor mehr als 20 Jahren. Bei meinen November-Spaziergängen an den Havelgärten entlang, erinnerte ich mich plötzlich wieder daran, sagte es laut in die Sonne und freute mich 🍂 Und so möge es auch eine Freude für alle Leserinnen und Leser sein 🌻

Die letzte Rose blüht im Garten …

und der Raps im Feld
sogar die Birke ist vergolden
der Herbst ist bestellt !

Der Ahorn leuchtet die Sonne heran
und im braunen Kleid steht die Kastanie
Das Löwenmäulchen ruft:
Schaut nur mich einmal an!
Ich bin viel heller als die Geranie!

Nur der Essigbaum ist sauer
denn seine Blätter sind auch nicht von Dauer !

Die letzte Rose blüht im Garten und der Blätterteppich färbt sich bunt
Die letzte Rose blüht im Garten
und der Wind zaust Kind und Hund !

Möge Ihnen beim nächsten Spaziergang die letzte Rose zuwinken!

© Heidrun Adriana Bomke, 16.11.2023

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Lebensfluss 💦 Schreibreise am Meer von Punta Secca/Sizilien

Schreibritual, Sizilien, Punta Secca, Heidrun Adriana Bomke

Liebe Menschen, liebe Leserinnen und Leser, liebe Schreibende !
 

Was kann es jedoch Schönres geben
Als das Meer in mir zu leben?
 

Schreibritual am Meer von Punta Secca, Heidrun Adriana Bomke
Schreibritual am Meer von Punta Secca, Heidrun Adriana Bomke

Ich bin eine Welle im großen Strom
und ich fließe den Fluss entlang
mal hüpf ich
mal tauch ich
mal ufer ich an …
 
Die beiden obigen Fotos zeigen einen Sonnenaufgang in PUNTA SECCA in dieser Woche. Die “Schreibreise ins eigene Licht” (22.-29.10.23) mit dem Motto Lebensfluss war in und um PUNTA SECCA eine fulminante, lebendige, tiefe, weite und berührende Begegnung mit sich selbst, dem Meer, der kraftvollen sizilianischen Landschaft, mit den Menschen, ihren Geschichten und mit den kosmischen Kräften. Elementar in ihrer all-umfassenden Poesie. Es wird im nächsten Newsletter noch mehr dazu zu sagen sein – aus dem Blick der Teilnehmenden.

Was mich selbst vor allem bei diesen täglichen, intensiven und schöpferischen Begegnungen berührt hat?

Wie sanft Menschen werden, wenn sie ihre eigenen Worte aufsuchen; welche Freude aufblüht, wenn der Kampf aufhört und man sich selbst umarmt und wie groß das Bedürfnis nach Freude ist! Welche Anmut sich ausbreitet, welche Lebenssanftheit, wenn wir “im eigenen Fluss schwimmen” und durch Wellen und Untiefen uns führen lassen: ans eigene Ufer, das sich weitet. So viel Vertrauen in die schöpferische Quelle des Seins und in ein neues, lebenswertes Miteinander durften wir erleben! Eine große Kraft ist auferstanden. Ja, mit mir und dem Kosmos im Bunde erleben Sie, wie Sie die eigenen Worte aufsuchen und aussprechen können: ein Wiederfinden der eigenen Ausdrucks-Art, die lebendig macht.  

Sie erleben die Magie der Poesie – auf der Insel der Granatäpfel!

Wenn wir abends oft dem Sonnenuntergang zuschauten, nachdem wir uns gereinigt im noch warmen Meer, dann las ich immer das Gebet aus dem Medizinrad der Ureinwohner der Westküste, für die das Meer ein Familienmitglied ist – wie auch die anderen Elemente – nämlich die Großmutter:

 O Großer Geist des Westens
Geist der großen Wasser, der Flüsse und Seen
O Großmutter Meer
Urgrund des Seins
Quelle aller Lebensenergie
Kraft, die alle Bande löst und alle Grenzen sprengt …
O glückselige Dunkelheit des Friedens

Wir beten
mit dir im Gleichklang zu klingen
dass Deine Kraft uns durchfließen kann und
wir sie dann zum Ausdruck bringen
zum Wohle unserer Erde und aller Geschöpfe auf ihr.

Sonnenuntergang in Punta Secca, 28.10.2023

Glückselige Dunkelheit des Friedens –

am Weststrand von PUNTA SECCA durften wir sie spüren.
MÖGE ES SO SEIN!
Mögen wir durch die kommende dunklere Zeit friedvoll, liebevoll und achtsam gehen. Wir haben teil am schöpferischen Lebensprozess! Wir haben teil am großen Strom! Wir haben Ein-Fluss auf ein langsames Keimen einer neuen, liebens-werten Welt! Öffnen wir unsere Herzen, aus denen die Liebe fließen darf.

Das ist  uns allen schreibend und horchend und schauend bewusst geworden. Wir können Wandel leben, wenn wir uns mutig dem Lebensfluss hingeben: unseren Visionen, Träumen, Werten.  Und die MAGIE DES SCHREIBENS IM KOSMISCHEN BUNDE trägt diese Wandlungskraft in sich, befördert auf eigene Weise Selbst- und Welterleben, wirkt erlösend.

Wenn ich morgen nach Berlin zurückfliege, habe auch ich viel Inspiration und Kraft geschöpft und die

TERMINE FÜR 2024 in PUNTA SECCA schon im Gepäck, zum Vormerken:

5.-11. Mai 2024
20.-26. Oktober 2024

Und damit grüße ich aus meinem dankbaren poetischen Herzen vom sizilianischen Meer, das so viele Geschichten erzählt vom Gehen und Kommen und Bleiben …

vom LEBENSFLUSS.

Schreibreise, Punta Secca, Heidrun Adriana Bomke
Kreatives Schreiben, Schreibritual , Punta Secca Heidrun Adriana Bomke

A PRESTO !

 © Heidrun Adriana Bomke, alle Rechte für Fotos und Texte
30.10.2023, PUNTA SECCA

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BERÜHRUNG 💚

Heidrun Adriana Bomke, Berührung

BERÜHRUNG

Schon auf der Heimfahrt von Thüringen nach Berlin setzte sich das Wort BERÜHRUNG zu mir und ich schrieb in mein Reisetagebuch: “Aus all der Dichte der letzten Tage geht mir das Wort BERÜHRUNG nach. Die Berührung, die ich selbst oft in einer Tiefe erfahre, die mich regelrecht “durchschüttelt” und mich schreibend Zeugnis ablegen lässt, wie ich mich in dieser Welt befinde, worüber mein Herz spricht. Es ist auch die BER-RÜHRUNG, die ich “sehe”, empfinden und mitempfinden darf, wenn ich spreche und meine Gedichte in die Welt gebe.
Und so durfte ich das Gedicht BERÜHRUNG am 16.8. in Berlin “schöpfen”:

Berührung

Meine Worte
Mir geschenkt
Sie berühren

Ganz leicht rühren sie
An ungeahnt tiefe Quellen
Kleine Sprudel quellen aus dem Dunkel hervor
Schaffen sich Raum
Finden das Licht

Tränen erlösen das stockende Herz
Worte werden geboren
Liebe durchströmt das All

© Heidrun Adriana Bomke, 16. August 2023, Berlin


Und Feedbacks sprechen ihre eigene Sprache:

 

“Nun liegt unsere Muße-Reise schon einige Tage hinter uns, und dennoch bin ich in Gedanken noch oft in Weimar und an den vielen schönen Orten, zu denen Du uns geführt hast. […] Du hast das alles mit viel Liebe vermittelt.  […] Die Zeit unserer Reise war für mich eine sehr intensive, weil berührende und bewegende. […]”, Claudia im August 2023

Und eine andere Frau fühlte sich während der Tage in Weimar unter dem Motto “Gefunden-Mußereise in Weimars Natur und Kultur” vor allem berührt von meinem Gedicht “Mein plätscherndes Leben” und schrieb dazu eigene Verse:

“Mus(ß)e im Tiefurter Park

Die Ilm plätschert
Die Seele baumelt
Zwischen Blumen und Wolken.
Worte fließen tatsächlich
aus lang verschütteter Quelle.”

Danke für die berührenden Begegnungen bei Goethe, Christiane, Anna Amalia, in allen Weimarer Parks, von Angesicht zu Angesicht, im Miteinander. Es ist für mich unendlich schön mitzuerleben, wie sich das Herz öffnet, wie Freude einströmt und ein schöpferischer Raum Gestaltung im Wort gewinnt. Wandlung darf sein! Ob in Weimar, Berlin, auf Sizilien … 

Herzlich Willkommen!
Heidrun Adriana Bomke, Dichterin & Lebensreisebegleiterin, 29.8.23

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