vorgelesen – “Will dir den Frühling zeigen”

Heidrun Adriana Bomke-Hörbuch Übermut tut gut
· Aufnahme: Patrick Penot Musikproduktion GmbH Wiesbaden

will dir den Frühling zeigenIch wünsche allen einen magischen Frühlingsbeginn!

ERLEBEN AUCH SIE DIE MAGIE DER POESIE!
Lesungen, schreibend unterwegs …


MEINE TERMINE

Heidrun Adriana Bomke, die Dichterin mit Wortmagie

 

Zum Beispiel Christa Wolf — literarisches Kalenderblatt

Heidrun Adriana Bomke-Hörbuch Übermut tut gut

Zum Beispiel Christa Wolf

Gestern, am 18.3., dachte ich einmal wieder an die Autorin Christa Wolf. Es war ihr Geburtstag – am 18.3.1929 ist sie in Wartenberg geboren – und irgendwie hat es sich mir tief eingeprägt, dieses Datum.
Mir, dem Thüringer Kind, dem Mädchen aus Ostdeutschland, der DDR-Frau- und späteren Literaturwissenschaftlerin, Biografieforscherin, heutigen Autorin und Lebensreisebegleiterin.
Ich habe meine literarische Sozialisierung genauso mit Christa Wolf erlebt wie mit Grimms Märchen und Tolstois Anna Karenina und Zolas Nana und Ditte Menschenkind und dem Meininger Theater und Tschingis Aitmatow … den Volksliedern meiner Vorfahren, den Weihnachtsliedern und den kleinen Gebeten am Abend, Goethes Osterspaziergang und Scholochows Menschenschicksal … – und eben sie.

Christa Wolf – Berührung

Ja, es berührt mich etwas im Innern, wenn ich an die Autorin denke, die ich auch persönlich kannte. Sie hatte eine Eigenschaft, die ich sehr schätze: Wahrhaftigkeit. Die Suche nach Authentizität in ihrem Schreiben – sie sprach von “subjektiver Authentizität”. Ein Jahrzehnt schon habe ich ihre Bücher nach Jahren der Vermittlung in Lehre und Forschung zur Seite gelegt, verschenkt …, doch ein paar sind noch in meiner Reisebibliothek. Letztmalig sprach ich zu ihr an der Universität von Catania (Sizilien) – es war im Juni 2012. Da war sie bereits ein halbes Jahr tot, die weltbekannte deutsche Schriftstellerin Christa Wolf.  Wer mag, schaue einmal auf meine Vortragstätigkeit. Manchmal braucht es Pausen. Auch das Vergessen. Neues nimmt Platz, so viel Südliches, Italienisches, Sizilianisches … – und ich spüre, dass auch sie nochmal und anders Platz nehmen wird in meinem eigenen Schreiben, das auch ein Erinnern einschließt. Ein Neu-Sehen.
Ich erinnere heute vor allem ein Buch, das mich sehr früh berührt hat:

Nachdenken über Christa T.

Eigentlich ein melancholisches Buch, wie viele ihrer Bücher, die sie im Balanceakt zwischen eigenen Erfahrungen und eigenem Erkennen sowie einer großen Utopie geschrieben hat.
Christa T. – da bläst eine junge Frau Trompete, findet ihren Ton. Entdeckt sich als einzeln, besonders – sie wird krank werden und sterben. Doch man vergisst sie nicht, wenn man das Buch einmal gelesen.
Ich war Studentin der Germansitik und Slawistik. Da klang etwas in mir an, das gesellschaftlich nicht verordnet war – dieses individuelle Lebensgefühl. Es gab im philosophischen Wörterbuch der DDR das Wort Individualität zu dem Zeitpunkt nicht. Da keimte etwas in mir auf … heute steht es in voller Blüte:

Das Eigene – Die Poesie des eigenen Lebens

Und ich entdeckte gestern beim Blättern in meinen eigenen vielen Texten, dass ich seit 2004 einen Text zu Christa Wolf geschrieben – eine Collage, wenn man so will – eine Textmontage aus vielen ihrer Bücher, aus eigenen Gedankenfetzen. Und ich habe sie sogar in Sizilien 2011 ergänzt und bin Christa Wolf in Gestalt einer Ausstellung vn Arbeiten der Künstler, die ihre Werke illustrierten oder Eigenes dazu schufen, dann 2015 im Tucholsky-Museum in Rheinsberg wieder begegnet. Unverhofft.
In Erinnerung blieb mir das Gefühl, dass Wolfs Bücher und diese Kunstwerke zu meiner Geschichte gehören. Sie beschweren mich nicht mehr – sie sind.
Und ich habe die Illusion der Vollendung abgelegt, dieses Große, Allwissende, auch Dominante, Bessere … – alle Utopien. Nein, danke!, das sage ich laut und deutlich.

Machen wir menschliche Entwürfe von uns selbst – wagen wir lebendig und friedvoll zu sein

Hier könnt ihr ihn lesen, meinen Text zu Christa Wolf (einfach klicken):

begreifen, dass wir ein entwurf sind – für christa wolf

Heidrun Adriana BomkeVon Herzen

Heidrun Adriana Bomke, die Frau mit dem

Wind im Haar

Hier geht es zu meinen Büchern.

Nächste LESUNG am 4.4., 20 Uhr in Bremen

 

Sonnenaufgang in Punta Secca – Vom Staunen

Sonnenaufgang in Punta Secca

Sonnenaufgang in Punta Secca

Ich war früh wach und gehe um 6.50 Uhr meinen kurzen Weg zum Meer. Drei MInuten zu Fuß.
Ein schmaler Pfad zwischen einer Sommer-Bretter-Bar, die jetzt verlassen und vor mir der Blick.

Immer ein Tor in die Weite — der Meerblick!

An diesem Vollmond-Dienstag des 19.2.19 besonders. Das Meer ist ein bisschen wie das Frühsommermeer – sanft, genügsam. So einladend gelassen. ich mag diese milde Sanftheit, die gar nichts möchte. Sie ist einfach nur da. Der Sand-Strand ist breiter. ich kann gut gehen. Zm Vollmond zieht sich das Meer zurück. Die beiden Wochen vorher waren stürmisch, wunderbar wild. Oft bekam ich etwas nasse Füße und musste spurten. Doch nun gehe ich zu den großen Steinen. Sehe die Flechten, das Meeresmoos, die Algen …

Sonnenaufgang in Caucana

Gerade beginnt der Sonnenaufgang!

Die Sonne steigt aus dem Meer, kommt von der Südostküste her. Marina di Ragusa, Pozzallo, Isola delle corrente … – ich bleibe stehen. Ich erlebe ein Déjà vu! Erinnere mich an den Sonnenaufgang in Siracusa, vor sieben Jahren. Da stand ich auch so, sah der Sonne zu, dem Fischerboot, das früh auf dem Meer war und in mir schrieb sich das Gedicht:

“Jetzt weiß ich, wo das Licht wohnt!”

Und wieder staune ich und schaue dem Morgenwunder des Meereslichtes zu. Es sind wenige Minuten, die mein Herz ganz öffnen und mich weiten!

Dieses Schauen und Staunen voller Poesie gehört zu meinem Alltag.

So breitet sich in mir die große Liebe zum Leben immer wieder aus: ruhig, weit, einfach. Ein unschätzbarer Wert. Ich begegne noch Peppe, dem kleinen jungen Mann, der gerade ein altes Holzboot zu Wasser lässt.

Mache ein Foto vom “piccolo pescatore”. Setze meinen Morgenweg am Strand entlang nach Punta Secca fort. Begegne dem Silberreiher, diesem leichten Geschöpf und sehe ihn vor mir, den wegweisenden Leuchtturmriesen. Punta SeccaIch bin sehr dankbar und gehe an meinen Scheibplatz zurück.

Gefüllt mit Licht, Sanftheit und Weite.

Reiher im sanften Morgen
Punta Secca
Morgenmeer

Erleben auch Sie dieses Wunder – Sizilien und sich selbst entdecken — die eigenen Worte wecken!

Herzlich,

Heidrun Adriana BomkeHeidrun Adriana Bomke

Meine Begegnung mit San Valentino oder Von der Selbstliebe

Übermut tut gut! unterwegs in den Süden

Meine Begegnung mit San Valentino oder Von der Selbstliebe

… Ausschnitt aus meinem Hörbuch
“Übermut tut gut! Unterwegs in den Süden”

Heidrun Adriana Bomke-Hörbuch Übermut tut gutSchauen Sie gerne auf meine weiteren ANGEBOTE.

Heidrun Adriana Bomke

Der Regenbogen über Punta Secca

Regenbogen Punta Secca

Der Regenbogen über Punta Secca …

“Punta Secca diventa un quádro”, das sagt Giuseppe, Peppe, der Barista der Bar unter dem Leuchtturm. “Piccolo oasi” heißt die Bar, der Anlaufpunkt der Einheimischen am Meeresrand zwischen Südeuropa und Afrika.

Regenbogen in Punta Secca
Foto: Peppe

Wir begegnen uns beide staunend und ganz alleine am Morgen des 29. Januar um 8 Uhr am kleinen Hafen von Punta Secca an der Südküste Siziliens. Er hat gerade die Bar geöffnet und ist hinausgerannt. Sein Handy in der Hand. Winkt mir begeistert von fern zu. Manchmal bin ich seine 1. Kundin.

Ich bin den Strand entlang von Caucana gekommen und laufe jauchzend auf den großen Regenbogen zu.

Erst nur ein halbes Rund, dann immer weiter weiter größer umspannt er das ganze Meeresfleckchen! Ich bleibe stehen und bitte in diesem Moment darum, dass es geschützt bleibt. Manchmal wundert es mich sowieso, dass sich hierher einige Häuser verirrt, wie beiläufig an den Sandstrand gebaut. Manche halb aufgefressen vom Meer, andere recht prächtig und neu restauriert. Hell leuchten sie im Morgenlicht.

Wie ich aus meinem Haus ging, über die strada regionale und den nicht regulären Huckelweg, der zum Meer führt, sah ich ihn wachsen, den Regenbogen. Arcobaleno im Italienischen.

Regenbogen Punta Secca
Foto: Peppe

Er musste aus dem Meer kommen, der Arcobaleno, und wuchs über den Himmel!

Ich lief zum Meer. Kletterte ein bisschen über Felsen, da die schäumenden Winterwellen meine Füße küssten. Vorbei am Boot der Meeresfrau, die im Sommer mit ihrem Mann hinaus fuhr. Hin zum felsigen Vorsprung, wo ich Punta Secca sehe. Und da blieb ich stehen. Der Lichterbogen wuchs vor mir auf. Daneben die Ahnung eines zweiten. Alle Farben: dunkelrot, orange, gelb, grün, blau, lila … bis es sich auflöst in den Himmel, sich vereint.

Da ging mir ein Licht auf! Das sind ja auch die Farben der Chakren in meinem Körper!

Wurzel-Basis, Kreativität-Sexualität, Solar Plexus, Herz, Hals, drittes Auge und hinauf ins Unendliche. Ich lud den Regenbogen ein – fließ in mich hinein! Und dann weitete er sich und breitete sich schützend und so vitalisierend über dem weiß hinauf ragenden Leuchtturm aus!

Aus dem Urgrund des Meeres wuchs er zur Himmelsmitte und dann über die Häuser zur menschlichen Erde hinab.

Regenbogen Punta Secca
Foto: Peppe

Ein weites Eingangstor zauberte mir der Regenbogen.

Ich durfte an diesem Morgen hineintreten in die wunderbar weite Unendlichkeit, die mich einlud, mich durchströmte. Noch spüre ich es, noch fließt es in mir. Ich lächle still vor mich hin. Wie gut, dass ich Frühaufsteherin bin!

Das Leben ist in diesem Wunder zusammengeflossen.

Peppe, der junge Mann, wird mir sein Foto schicken. So hoffe ich noch immer. Ich war einfach so los, ohne alles. Manchmal vergesse ich auch meine 2 Euro für Cornetto und Café. Dann sagt Peppe: Domani, morgen. Heute sagte er: “Ho il cellulare sempre dietro di me. Ich habe das Handy immer dabei.

Punta Secca diventa molte volte un quádro.

Ja, dieses Meeresfleckchen hat einen fast unwirklichen Charme: Natürlichkeit, Gelassenheit, ja, fast Vergessenheit am afrikanischen Meer.

Punta Secca
Wintermeer

Haben auch Sie Lust bekommen, Punta Secca zu entdecken?

Schon vom 23.2.-2.3.19 ist die nächste Möglichkeit zu einer schreibenden Erkundung mit mir, der Autorin, Literaturwissenschaftlerin und Lebensreisebegleiterin Heidrun Adriana Bomke:

Sizilien entdecken und die ureigenen Worte wecken!,

Schreiben am Meer von Punta Secca

heißt es auch vom 4.-11. Mai 2019

Alles finden Sie unter meinen TERMINEN!

Heidrun Adriana Bomke · Poesie des Lebens-Lebendig schreiben

 

Wintermeer in Punta Secca/Sizilien

Wintermeer Punta Secca

Wintermeer in Punta Secca

Ich bin berührt vom Wintermeer, vom Meer im Winter. Nein, ich bin überwältigt, das ist das rechte Wort. Ich stehe und staune, denn es hat eine weite universale Kraft und Verbindung. Es weitet mich in die Freiheit hin – unter den freien Himmel in mir! So schrieb ich ein Gedicht mit dem Titel “Von weit”.

Von weit

höre ich die rauschenden Tiefen des Meeres
sie klopfen an meinen Schlaf:
Wach auf, steh auf!
Komm!
Und ich gehe ruhigen Schrittes hinaus
an das überspülte Ufer

Nur Meer und Himmel
Himmel und Meer.

Von weit  
schon hüpfen deine Wellentöchter reiten
schaumgeboren im brodelnden Kessel
rollen heran ans Ufer zu frohlocken im Sprung!

In mir eine smaragdgrüne Sehnsucht einfach so zu bleiben
mit dir Meer mit dir Wintermeer
Nur mit dir.

© Heidrun Adriana Bomke

Ich begleite Sie, begleite dich am Meer von Punta Secca vom 23.2.-2.3.19: Schreibreise ans Meer!

Gerne nachfragen und anmelden. Es gibt noch zwei freie Plätze!

Punta Secca
Wintermeer
Wintermeer Punta Secca
Punta Secca

Die sizilianischen Orangen von Giuseppe

sizilianische Orangen

Die sizilianischen Orangen von Giuseppe

Giuseppe aus Punta Secca. Ein junger Mann im Alter meines älteren Sohnes. Also um die 30. Ich lernte ihn kennen, als ich eine Betreuung für meine Hündin Neringa suchte über Weihnachten 2017/2018. Irgendwer sagte mir: “Frag mal Giuseppe!” Das war ein guter Tipp, denn Giuseppe und seine Familie sind so liebe Menschen und haben meine Hündin wie die eigene 3 Wochen aufgenommen. Seitdem freuen wir uns immer, wenn wir uns sehen, sprechen ein bisschen. Und ich bekam vor einem Jahr einfach so Orangen und Zitronen gebracht – gratis!

Denn Giuseppe hat irgendwie einen Orangengarten.

Nichts Ungewöhnliches, denke ich. Hier ist ja alles voller Orangen. Nun kam ich ein Jahr später, also vor kurzen, auf die Idee, ihn zu fragen, ob ich mit meiner Neujahrsreisegruppe mal zum Orangengarten kommen könnte. Der junge Mann sagte: Si, con piacere. Ja, sehr gerne.

Orangen und Zitronen aus Sizilien

sizilianische Orangen

 

 

 

Am Nachmittag des 2. Januar standen wir im Orangenhain in der Nähe von Santa Croce.

Und staunten, staunten, staunten. Ungefähr 600 Orangenbäume, dazu Limoni und lange Reihen von Oliven wie Wächter, die den Bäumen Schutz geben. Und: Fast alle Bäume waren voller Früchte!
Wie kam das??? Man muss wissen, dass man ab Mitte November bis Mitte März Orangen und Mandarinen auf Sizilien erntet.

Nun erzählt Giuseppe seine Geschichte und sie könnte sizilianischer nicht sein.

Das Grundstück gerhörte dem Urgroßvater, der aber nach Amerika auswanderte  … – sein Nonno, der Großvater, legte den Garten vor ungefähr 25 Jahren an. Alles zu Hand. Die Pflanzungen. Sie fanden Wasser und bauten einen Brunnen. Zur Hand. Er zeigte uns die vielen Stufen hinab – mit der Hand in die Erde gegraben. Man muss ja an den Brunnen herankommen, wenn mal was kaputt ist oder gesäubert werden müsse. Ich sah das alles vor mir, denn es war nicht die 1. Erzählung dieser Art, die ich hörte. Ich sah die uralten Hacken vor mir, die immer wieder zusammengeflickt wurden. Irgendwie funktionierten sie.

In mir vollendet sich langsam das Bild harter harter Arbeit auf dieser Insel – unglaublich hart und einfach muss das Leben gewesen sein für die Besitzlosen bis in die 70er Jahre.

Doch der Nonno bewirtschaftete hartnäckig das Land, das war seine Aufgabe. Ein Familienhäuschen wurde gebaut und bis vor wenigen Jahren verbrachte die gesamte Familie dort den Sommer. Wie das so Sitte ist. Der Nonno starb und die Zeiten änderten sich.

Ja, die Zeiten für die sizilianischen Orangen änderten sich gewaltig.

Giuseppe, der nur am Wochenende Zeit für die Orangen hat, erzählt, dass er versucht, irgendwie dieses Erbe, das er liebt, am Leben zu erhalten. Nur wie? Wir fragen: “Warum nimmst du nicht Arbeiter, die ernten und bringst die Orangen nicht zum Großhandel?” Erstens bekommt er keinen Menschen, der erntet. Die Tunesini arbeiten nur in den Gewächshäusern und sie haben auch keine Liebe dazu. Die braucht man. Das glauben wir sofort und ich weiß von einem älteren Giuseppe aus Ribera, wie pfleglich so ein Orangengarten behandelt wird. Hier wie dort nur mit Wasser und ohne Dünger. Doch die Bäume müssen beschnitten werden und das Unkraut muss weg. Ansonsten sterben sie ab. Wir sehen es. Und:

Siziliens Orangen sind auf Sizilien immer weniger gefragt.

Wie bitte? Ja, seit der Markt überschwemmt wird mit Orangen aus Marokko und Tunesien, die pro Kilo für 10 cent gehandelt werden, hat der sizilianische Orangenbauer kaum noch eine Chance. Das Paradoxon der Globalisierung und anderer undurchsichtiger Wirtschaftsmechanismen. Ich weiß es bereits aus anderen Erzählungen und sehe den Frauen das Erschrecken an. So ist das. Nun, Giuseppe zeigt uns auch die Arance vaniglie und die Königinnen der Zitrusfrüchte: il cedro. Wir nehmen von allem und kosten. Reiben die Hände am cedro – ein Duft!!!
Der junge Mann hat sichtbar Freude, uns zu zeigen, was sein Nonno, sein Großvater, angelegt und was er irgendwie erhalten möchte. Es gibt bereits Inititiven: Vom Produzenten zum Konsumenten … – er sucht noch, was er machen kann und will. Gut so. Da wächst etwas Neues … – wir wünschen ihm alles Gute!

sizilianische Orangen
Orangenernte bei Giuseppe
Cedro
Cedro

 

 

 

Und wir haben alle Ideen, was man noch machen könnte:
Orangenlikör!!!

Ich bin sicher, dass manche Frau der Reisegruppe heute noch nachdenkt, wie was gehen könnte mit Giuseppes Orangen. So glücklich sah ich die Gesichter der vier Frauen, die ich begleitete! Bewahrheitet sich wieder Goethe mit seiner Romantik:

“Kennst du das Land, wo die Zitronen blühn / im dunklen Laub die Goldorangen glühn”

So romantisch ist es nicht, das sizilianische Leben. No.

Das Familienhaus ist verbrettert und zugenagelt. Jedes Jahr Einbrüche der Tunesier, die hier um die Ecke in den Gewächshäusern arbeiten. Schaden von tausenden Euro über die Jahre. So macht sich das soziale Gefälle sichtbar. Das Haus ist aufgegeben. Die Familie nun in Punta Secca im Ferienhaus, denn die eigentliche Wohnung ist in Ragusa. Auch das ganz typisch – es gibt ein extra Familienferienhaus für alle.

Und Ende Februar werde ich wieder mit einer Gruppe und Giuseppe Orangen ernten und seinen Geschichten über das sizilianische Leben lauschen.

Und im April und Mai dann den Duft, den betörenden Duft der Orangenblüte – la Zagara!

Wollen Sie nicht dabei sein und dann noch fruchtige Geschichten schreiben und Orangenmarmelade essen und spremuta di arancia – Orangensaft – trinken …? Hier geht es zur nächsten Schreibreise an die sizilianische Küste vom 23.2. bis 2.3. 2019!

Von Herzen und mit einem Salve,

Heidrun Adriana Bomke · Autorin und Lebensreisebegleiterin

 

EXCLUSIV: Übermut tut gut! – Rückblick auf eine Neujahrsreise mit Leichtigkeit

Schreiben am Meer - Sizilien

Übermut tut gut! –
Rückblick auf eine exclusive Neujahrsreise mit viel Leichtigkeit

Vier Frauen mit meiner poetischen Begleitung vom 29.12.-4.1.19 in und um Punta Secca.

Die Worte in den Sand geschrieben – Orangen geerntet und gut gegessen. Gesungen und getanzt. Viel gelacht und auch geweint. Alten Stimmen gelauscht und weit über’s Meer geschaut. Die Lebensuhr beschrieben. Durch spätbarocke Städte wie Modica und Scicli gegangen. Gefangenen Frauen begegnet, Labyrinthe begangen und alte alte Bäume bestaunt. Vielen Gedichten gelauscht.

Poesie eingeatmet und zum Neujahr im Mittelmeer gebadet – Eigenzeit für die Seele!

Geschichten geschrieben. Übermut – Leichtigkeit – Freude pur und Energie für 2019!

Orangenernte
Insalata a Modica
weiter Blick in Camarina
Grenzen
Orangenernte

 

Geschrieben: Unter dem freien Himmel in mir

UNTER DEM FREIEN HIMMEL IN MIR…

Tanzen meine Sinne

Lausche ich

Dem Rauschen des Windes

Schnuppre Kaffeeduft

Schmecke seine bittere Süße

Kuschle mich

In meinen weichen Pulli

Lasse mich von meiner Stimme

Hoch und tief tragen

Meine Augen nah und fern schauen

Neues im Vertrauten entdecken

Unter dem freien Himmel in mir

Flüstert meine Seele mir zu

Meine Gedanken schlagen Purzelbäume

Ohne sich zu stoßen

An den To-Do-Listen

Des Alltags

Jena, 4.1.19

 

Garten von Donnafugata
Donnafugata-adliges Landgut mit Historie

 

Ich will leben! – Hörbuchauszug aus “Übermut tut gut!”

Übermut tut gut! unterwegs in den Süden

ICH WILL LEBEN – Hörbuchauszug “Übermut tut gut!”

Hörprobe:

Sie hören hinein in „ÜBERMUT TUT GUT“, in den Beginn des Jahres 2015. Da bin ich bereits vier Jahre zwischen Nord und Süd, zwischen Deutschland und Sizilien mit mir unterwegs. Habe Italienisch gelernt. Bin eingetaucht in das sizilianische Leben. Habe die Insel erkundet, viel geschrieben … tiefe Begegnungen mit dem Vulkan Ätna und seinen Ausbrüchen, der Lava, den stillen Wiesen, bin eingeschneit da oben, erlebe das weite Türkis-Meer.
Eine Zeit mit viel viel Lebendigkeit und der Begegnung mit dem Tod ebenso. Licht und Dunkel.

Und Vertrauen wächst in mir in mein anderes Leben.

Gerne können Sie das Hörbuch bei mir bestellen: info@heidrunbomke.de!

Wofür ich dankbar bin

Schneerose_Heidrun Adriana Bomke

Wofür ich dankbar bin

Dankbar bin ich

für die Lebendigkeit, die ich erlebe in der Natur: für das Licht jeden Tag, für die Sterne am Abend, für die starken Bäume, das Wasser, das fließt …, für die Jahreszeiten, die den Rhythmus angeben …

Dankbar bin ich

für das Leuchten und Lächeln, das Blau des Himmels und die Weite des Kosmos – alles gibt mir so viel Kraft und Vertrauen und dass ich keineswegs alleine bin, auch wenn ich alleine lebe

Dankbar bin ich

für die nahen Menschen und Wesen, die ich liebe und die mich lieben

Dankbar bin ich

für alle Gefühle, die ich fühlen darf: Liebe, Freude, Schmerz, Leere, Hingabe, Leidenschaft, Begeisterung, Frieden, Stille, Weite, Einsamkeit, Verletzung, Selbstzweifel, Vergebung, Freundschaft, wachsende Gelassenheit und Geduld

Dankbar bin ich

weniger zu werten, wenn ich anderen Meinungen, Gewohnheiten etc. begegne, sondern einfach zu schauen, zuzuhören, zu beobachten und das Anderssein zu lassen

Dankbar bin ich

für die Schöpferkraft im großen Leben, in mir und für die tiefen schreibenden Begegnungen mit Menschen während meiner Schreibreisen und Schreibkunsttage

Dankbar bin ich

für Berührungen mit Schreibenden, die sich selbst berühren mit ihren eigenen Worten

Dankbar bin ich

für das Schreiben mit Teilnehmerinnen in Nida / Kurische Nehrung, das einem sanften Märchen glich

Dankbar bin ich

für den Schreibspaziergang auf dem Hexenberg auf der Kurischen Nehrung; für das Schreiben an den starken Plätzen der sizilianischen Südküste (Punta Secca, Randello, Donnafugata, Modica, Camarina, Scicli …), für die stille Schreibkraft in Bremen und Fischerhude, für den Künstlerort Teplingen und die Zusammenarbeit mit meiner Malerfreundin Verena

Dankbar bin ich

für die Worte, die mich finden; für die Gedichte, die ich empfange und aufschreibe und vorlese …

Dankbar bin ich

für meine Lesungen und Vorträge – ich liebe es zu lesen und vorzutragen – ich berühre Menschen mit Worten

Dankbar bin ich

für das Wort “Sanftheit” und für das Mittagsgebet im Dom zu Bremen im Advent

Dankbar bin ich

für den Geruch meines Geburtsortes am Morgen – das Brot des Bäckers – und am Abend – der Geruch der Holzöfen und ebenso für das stille Gehen durch den Wald mit seinem Baumgeruch

Dankbar bin ich

für den fürsorglichen Satz von Beat “und manchmal brauchst du einen Windschutz …” und für den Satz eines 10-Jährigen Mädchens: “Warum nehmen Sie Ihre Bilder ab (Ausstellungsende)? Sie sind so schön!”

Dankbar bin ich

für die Anerkennung, die mir zuteil wurde und auch dafür, dass ich immer mehr fühle, dass ich “in meinem Kern” weniger davon abhängig bin – das befreit mich unglaublich und lässt mich meine Grenzen besser erkennen – vielleicht ist das ein bisschen mehr Selbstliebe

Dankbar bin ich

für meine “Poesie des Lebens” – immer mehr aus mir heraus zu sein und zu tun, weil es so in mir ist und so nach außen möchte – es schafft Verbindung

Dankbar bin ich

für die zwei Jahre gemeinsam mit meiner lieben Hündin und Wegebegleiterin Neringa und auch dafür, dass ich sie in Liebe loslassen konnte

Dankbar bin ich

dass ich mehr meiner inneren Stimme vertraue und so auch für die Fügungen in meinem Leben – auch die Hündin Neringa war letztendlich eine Fügung in einer Wandlungszeit, in der wir uns begleiten durften

Dankbar bin ich

für das Entdecken von “Porto di Ulisse” und “Scirica” an der Südküste Siziliens

Dankbar bin ich

für die Demut, die mehr und mehr in mir hochsteigt und ich erkennen darf, wo ich versagt habe und dafür um Vergebung bitte

Dankbar bin ich

für klare Entscheidungen und dass ich besser aufpasse auf mich

Dankbar bin ich

für das Buch “Sei gut zu dir” von Christa Spannbauer, das mir geschenkt wurde

Dankbar bin ich

für das Vertrauen, das mir Menschen schenken

Dankbar bin ich

für mehr schöne Einfachheit und viel Stille in meinem Leben – ich brauche weniger Materie und mehr Geist

Dankbar bin ich

dass ich Probleme und Konflikte in meinem Leben anschaue und sie mit wachsender Geduld durch schwere Zeiten hindurch auch in Leichtigkeit verwandeln kann – es geht wirklich

Dankbar bin ich für meine Neugier auf das Leben, für meinen Entdeckermut im Innen und Außen und für meine Liebe zum Leben.

30.12.18 · Heidrun Adriana Bomke, Gründerin von

mit Leichtigkeit in Punta SeccaPoesie des Lebens-Lebendig schreiben