Puntaseccaglück – Rückblick auf die Mai-Schreibreise in Sizilien

Scheibparadies Sizilien mit Heidrun Adriana Bomke

Puntaseccaglück

Im Hier und Jetzt sein
Auszeit vom Alltag
Puntaseccaglück

Schreibreise Sizilien-Heidrun Adriana Bomke
Bootstour um Punta Secca

So schreibt Ulli, eine Teilnehmerin der Mai-Schreibreise am Meer von Punta Secca, im Süden Siziliens.

Und Lydia, 63 Jahre:

Drei Frauen im Wind
wir schreiben Morgenhaikus
lüften unser Herz

Schreibreise Punta Secca_Heidrun Adriana Bomke
gewischter Himmel mit Meer

Das Herz lüften – welch wunderbares Bild, nicht?

Schreibreise_Punta Secca_Heidrun Adriana Bomke
Corona über dem Meer

 

Tutto dolci – so heißt der Reiserückblick von Lydia. Hier zu lesen.

Tutto dolci – meine Schreibwoche auf Sizilien

Ein kleiner weißer Lieferwagen mit dieser Aufschrift fuhr vor dem Bus her, der mich von Catania nach Ragusa brachte- in die Schreibwoche nach Punta Secca mit Adriana.

„Tutto dolci“ dachte ich, das ist ein gutes Motto für alles, was mich auf Sizilien erwartet.
Und es waren nicht nur die leckeren Süßspeisen, in ihrer unglaublichen Vielfalt, die mir das Leben versüßten. Auch die Begegnung mit Adriana und unserer kleinen Schreibgruppe, dem Meer, dem „sempre verde“ unserer Pension und ihren freundlichen Betreibern waren bereichernd.

Schreibreise Punta Secca_Heidrun Adriana Bomke
Frühstück auf der Terrasse
Schreibreise nach Punta Secca-Heidrun Adriana Bomke
Picknick unter einem Olivenbaum

 

 

 

 

 

 

Adrianas leitende Schreibworte für die Reise:
„Sizilien entdecken- die ureigenen Worte wecken“ führten uns durch die Woche.

Ja, in der Morgensonne Haikus schreiben, am Meer sein, schreibend Eindrücke sammeln wie Muscheln am Strand,

Schreibreise Punta Secca_Heidrun Adriana Bomke
Schreiben am Meer von Punta Secca

mir selbst begegnen auf der Insel des Lichts, mit einem reich gefüllten Tagebuch nach Hause kommen.

Schreibreise Punta Secca_Heidrun Adriana Bomke
Schreiben unter der alten Olive

 

 

 

 

 

 

Schreibreise_Punta Secca_Heidrun Adriana Bomke
Mein süßes Leben

Diese Schreibreise_Punta Secca_Heidrun Adriana BomkeReise habe ich mir geschenkt,

meine inneren Widerstände überwunden, zu weit, zu teuer, zu …… ach, was weiß ich,

ich hatte viele „zus“ .

Und dann den Mut, sie alle wegzuschieben und das Abenteuer wagen und Tutto dolci mit nach Hause bringen!

Schreibreise Heidrun Adriana Bomke
sizilianische dolci

Danke, liebe Lydia, du mutige Frau! Danke an euch, ihr Teilnehmerinnen der Mai-Schreibreise an der Südküste Siziliens mit viel Licht, Meer, Leuchtturm, mit alten Olivenbäumen und Caruba und Dünen und den spätbarocken Städten Modica und Scicli!

Mit viel Poesieund Leichtigkeit und Liebe!

NÄCHSTER TERMIN für die Schreibreise nach Punta Secca:
19.-26.10.19 – bitte für weitere Informationen klicken.

Mit einer herzlichen Einladung von Dr. Heidrun Adriana Bomke
© Fotos und Text

 

Bei den fünf Birken

Bei den fünf Birken Heidrun Adriana Bomke · Poesie des Lebens

Bei den fünf Birken da sprudelt ein uralter Quell

bei den fünf Birken da plätschert ein Bächlein so schnell

bei den fünf Birken ist das Maiengrün leuchtend hell.

Ich sitze bei euch ihr fünf Birken
ich sitze bei euch auf einer Holzbank jeden Tag

Bei euren weißen Stämmen so frisch gewaschen
die ich von Herzen mag.

mein Frühlingsplatz in Fambach
Mein Maienplatz in Fambach

Ihr erinnert mich an junge Mädchen

ihr wachst ganz grad und frisch hinauf

und auf dem Kopfe ganz oben

setzt ihr euch ein grünes Krönlein auf.

Dieses Krönlein hat Herzensblätter
sie flattern hinauf in den Wind
sie wachsen im Frühlingsregen
und winken auch mir geschwind.

Wenn ich mich dann erhebe
lehne ich mich an euren Mädchenstamm an
so spüre ich die frische Jugend
und vor dem Altern ist mir nicht bang.

Bei den fünf Birken da sprudelt ein uralter Quell

bei den fünf Birken plätschert ein Bächlein so schnell

bei den fünf Birken ist das Maiengrün leuchtend hell.

© Heidrun Adriana Bomke · Poesie des Lebens-Lebendig schreiben

Fambach, bei den fünf Birken am 23.5.19

Bei R.M. Rilke auf dem Chateau de Muzot

Chateau de Muzot

Bei R.M. Rilke auf dem Chateau de Muzot

Chateau de Muzot – das klang mir immer schön im Ohr. Nach dieser so friedlichen Begegnung am Grab wollte ich nun spüren, wo Rilke seine letzten Jahre von 1921-1926 verbracht hatte. Der Weg von Raron nach Muzot. Nur eine Station mit der Bahn. Aussteigen in Sierre / Siders. Dort gibt es die “Fondazione Rilke” und ein Museum. Mich interessiert das Steinhaus, der Turm, wo er wohnte bis zum Dezember 1926. Zeitweise mit seiner Freundin Baladine Klossowska und deren Söhnen.

Ich gehe die Straße nach oben in Richtung Veyras.

Die junge Frau im Touristenbüro sagt, dass es ein Fußweg von ca. 30 Minuten ist, es ginge auch ein Bus. Das Grundstück sei privé. Ich möchte nur die Atmosphäre wahrnehmen. Ich fühle ja selbst schon lange, wie Landschaften den Schöpfergeist beeinflussen. Dieses Ineinandergehen von Schöpfung!
Also gehe ich immer die Hauptstraße nach oben. Um mich herum zur Rechten unglaublich schöne Berge!

Die Walliser Alpen!

Im Licht reiht sich einer nach dem anderen auf und immer scheint noch ein höherer mit Schnee bedeckt aus dem Hintergrund hervor. Diese Berge strömen Weite aus und sie haben irgendwie eine magische Anziehung. Zu meiner Linken Weinberge über Weinberge. Wo bin ich nur? Im Wallis, wo kleine alte Häuser stehen mit kleinen Fenstern und viel Holzfassaden und neue moderne Häuser auch. Es ist schon südlich hier – ein bisschen “Piazzagefühl” kommt in mir auf. Ich laufe froh weiter und frage nochmal Bauarbeiter. Gebaut wird viel. Sie kommen aus Mazedonien und sprechen französisch. Mein Italienisch hilft etwas. Also immer hinauf. Links um die Kurve. Dort kommt mir eine charmante Frau entgegen, die ich nochmals nach dem Chateau Muzot frage. Sie spricht auch etwas deutsch und sagt, dass es nach dem Kreisverkehr gleich nach rechts gehe und ich sei dann da. Doch es sei eben privat – privé.

Chateau de Muzot
Eingang Chateau de Muzot

Kommen Sie doch mit in den Garten!

Ich sehe den Steinturm. Wie ein Quader. Ein altes Steinhaus mit einem Holz-Balkon. Ich kenne es von den Fotos. Rilke und seine Geliebte auf dem Balkon in meiner Fantasie.

Rilke in Muzot
Rilke auf dem Balkon in Muzot

Heute ist der Balkon leer. Auf dem Weg darunter sind Tafeln aufgestellt und informieren über den Dichter. Ich gehe zum Tor und da steht, wie erwartet, das Schild privé. Ich sehe Bäume in Blüte und einen schönen Garten. Setze mich auf die Wiese hinter dem Haus und genieße den Blick … Kämme mich, trinke Wasser und freue mich. Mache ein Selfi aus lauter Lust – es geht mir so richtig gut hier. MuzotPlötzlich Geräusche hinter mir. Da kommt ein Mann und bringt Gartenabfälle. Schaut mich freundlich an und fragt etwas, wiederum französisch … – ich spreche italienisch und wir verstehen uns. Ich erzähle, warum ich da bin und da sagt er:

Komme doch einfach mit in den Garten, da kannst du alles besser sehen!

Voilà, das Leben beschenkt mich wieder!

Wir schlüpfen durch eine kleine Seitengartenpforte ohne das Schild prive.
Wie gut, dass ich mich vorher gekämmt habe! Nun stehe ich unter dem Rilke-Balkon.
Miguel ist der Gärtner. Vielleicht in meinem Alter? Doch seit ich über 50 Jahre bin, kann ich das nicht mehr recht einschätzen … – Er ist ein überaus charmanter und liebenswürdiger Mensch, der mich einfach spazieren lässt und seine Arbeit weitermacht.

Chateau de Muzot

 

 

 

 

 

Ich stelle meine Sachen ab und gehe in jeden Winkel des Gartens. Da gibt es diese bemooste Bank in einem Winkel – da saß sehr lange niemand. Dann der Ginkgo-Baum, 100 Jahre alt …

“Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen … doch probieren will ich ihn …!”

Ginkgo in Muzot

 

Muzot-Garten

Miguel kommt zu mir. Wir schauen beide in die Berge und ich frage, wie hoch die sind.

Über 4000 m! Mindestens 3.500 – ich staune weiter. Majestäten, so nehme ich sie wahr. Wie schon in Raron, wo einer der Berge ein Bärengesicht hatte. Miguel erzählt mir auch, wem das Anwesen heute gehört: Reinhart von Winterthur. Und dazu gehören auch all die Weinhänge und viel des umliegenden Landes. Die Familie komme wenige Zeit im Jahr, manchmal kämen Freunde. Der sehr sympathische und interessierte Miguel fragt mich noch, wo ich die Nacht schlafe … – ich lächle und sage ihm, dass ich wieder zurückfahre … – vielleicht sollte ich spontaner sein? Der Gedanke amüsiert mich  …

Wir verabschieden uns mit “tutte cose belle” – jaja!

Ich gehe wieder durch das kleine Gartentor hinaus. Er winkt nochmal und gießt weiter. Gegenüber ist die kleine Kapelle St. Agnes.

Rilke soll sie einmal finanziell unterstützt haben. Oder einer seiner Mäzene. Auch das muss man erstmal können, sich so durchs Leben bringen, ohne Furcht und Skrupel, denke ich und sehe den Dichter noch einmal vor mir auf dem Balkon. Chapeau, chapeau!

Ich gehe langsam die Straße nach unten. 

Sehe, wie gegenüber auf den Serpentinen Autos den Weg nach oben finden. Im Winter muss das gefährlich sein. Doch jetzt ist Frühling – es ist südlich warm und überall wird der Wein gepflegt. Trocken muss es hier sein, so mit diesen vielen Bergen. Vor mir spaziert ein älterer Herr mit Stock.  Ein Bonjour, das ich erwidere. Flanieren, das geht mir nach – ich bin eine “Flaneuse” oder auf dem Weg dahin!
Ich werde wiederkommen und sicher nicht alleine! Und ich werde nun endlich französisch lernen – mit dem Italienisch im Gepäck geht es leichter!

Wieder hat sich etwas Neues aufgetan. Nur Mut.
Ja, man weiß, wohin man gehen soll, im Innen und Außen, indem man geht!

Heidrun Adriana Bomke, die reisende Autorin mit dem Übermut! · 17.4.19

 

 

 

Wofür ich dankbar bin

Schneerose_Heidrun Adriana Bomke

Wofür ich dankbar bin

Dankbar bin ich

für die Lebendigkeit, die ich erlebe in der Natur: für das Licht jeden Tag, für die Sterne am Abend, für die starken Bäume, das Wasser, das fließt …, für die Jahreszeiten, die den Rhythmus angeben …

Dankbar bin ich

für das Leuchten und Lächeln, das Blau des Himmels und die Weite des Kosmos – alles gibt mir so viel Kraft und Vertrauen und dass ich keineswegs alleine bin, auch wenn ich alleine lebe

Dankbar bin ich

für die nahen Menschen und Wesen, die ich liebe und die mich lieben

Dankbar bin ich

für alle Gefühle, die ich fühlen darf: Liebe, Freude, Schmerz, Leere, Hingabe, Leidenschaft, Begeisterung, Frieden, Stille, Weite, Einsamkeit, Verletzung, Selbstzweifel, Vergebung, Freundschaft, wachsende Gelassenheit und Geduld

Dankbar bin ich

weniger zu werten, wenn ich anderen Meinungen, Gewohnheiten etc. begegne, sondern einfach zu schauen, zuzuhören, zu beobachten und das Anderssein zu lassen

Dankbar bin ich

für die Schöpferkraft im großen Leben, in mir und für die tiefen schreibenden Begegnungen mit Menschen während meiner Schreibreisen und Schreibkunsttage

Dankbar bin ich

für Berührungen mit Schreibenden, die sich selbst berühren mit ihren eigenen Worten

Dankbar bin ich

für das Schreiben mit Teilnehmerinnen in Nida / Kurische Nehrung, das einem sanften Märchen glich

Dankbar bin ich

für den Schreibspaziergang auf dem Hexenberg auf der Kurischen Nehrung; für das Schreiben an den starken Plätzen der sizilianischen Südküste (Punta Secca, Randello, Donnafugata, Modica, Camarina, Scicli …), für die stille Schreibkraft in Bremen und Fischerhude, für den Künstlerort Teplingen und die Zusammenarbeit mit meiner Malerfreundin Verena

Dankbar bin ich

für die Worte, die mich finden; für die Gedichte, die ich empfange und aufschreibe und vorlese …

Dankbar bin ich

für meine Lesungen und Vorträge – ich liebe es zu lesen und vorzutragen – ich berühre Menschen mit Worten

Dankbar bin ich

für das Wort “Sanftheit” und für das Mittagsgebet im Dom zu Bremen im Advent

Dankbar bin ich

für den Geruch meines Geburtsortes am Morgen – das Brot des Bäckers – und am Abend – der Geruch der Holzöfen und ebenso für das stille Gehen durch den Wald mit seinem Baumgeruch

Dankbar bin ich

für den fürsorglichen Satz von Beat “und manchmal brauchst du einen Windschutz …” und für den Satz eines 10-Jährigen Mädchens: “Warum nehmen Sie Ihre Bilder ab (Ausstellungsende)? Sie sind so schön!”

Dankbar bin ich

für die Anerkennung, die mir zuteil wurde und auch dafür, dass ich immer mehr fühle, dass ich “in meinem Kern” weniger davon abhängig bin – das befreit mich unglaublich und lässt mich meine Grenzen besser erkennen – vielleicht ist das ein bisschen mehr Selbstliebe

Dankbar bin ich

für meine “Poesie des Lebens” – immer mehr aus mir heraus zu sein und zu tun, weil es so in mir ist und so nach außen möchte – es schafft Verbindung

Dankbar bin ich

für die zwei Jahre gemeinsam mit meiner lieben Hündin und Wegebegleiterin Neringa und auch dafür, dass ich sie in Liebe loslassen konnte

Dankbar bin ich

dass ich mehr meiner inneren Stimme vertraue und so auch für die Fügungen in meinem Leben – auch die Hündin Neringa war letztendlich eine Fügung in einer Wandlungszeit, in der wir uns begleiten durften

Dankbar bin ich

für das Entdecken von “Porto di Ulisse” und “Scirica” an der Südküste Siziliens

Dankbar bin ich

für die Demut, die mehr und mehr in mir hochsteigt und ich erkennen darf, wo ich versagt habe und dafür um Vergebung bitte

Dankbar bin ich

für klare Entscheidungen und dass ich besser aufpasse auf mich

Dankbar bin ich

für das Buch “Sei gut zu dir” von Christa Spannbauer, das mir geschenkt wurde

Dankbar bin ich

für das Vertrauen, das mir Menschen schenken

Dankbar bin ich

für mehr schöne Einfachheit und viel Stille in meinem Leben – ich brauche weniger Materie und mehr Geist

Dankbar bin ich

dass ich Probleme und Konflikte in meinem Leben anschaue und sie mit wachsender Geduld durch schwere Zeiten hindurch auch in Leichtigkeit verwandeln kann – es geht wirklich

Dankbar bin ich für meine Neugier auf das Leben, für meinen Entdeckermut im Innen und Außen und für meine Liebe zum Leben.

30.12.18 · Heidrun Adriana Bomke, Gründerin von

mit Leichtigkeit in Punta SeccaPoesie des Lebens-Lebendig schreiben

 

Impressionen zu den Schreibkunsttagen in Bremen & Fischerhude

Advent im Dom zu Bremen
Augen-blinder Wortwechsel
Augen-blinder Wortwechsel

Impressionen zu den Schreibkunsttagen in Bremen & Fischerhude

Paula Modersohn-Becker-Museum

Böttcherstraße Bremen
schreiben an der Wümme in Fischerhude – mein Herbstblatt

 

Mein Herbstblatt

Kranichschrei

Wolkenhimmel, klarstes Blau

feine Kälte, Atemhauch

Blätterwirbel im Hümme Wasser

HerbstSONNtag in Fischerhude

 

 

Blondes Mädchen ein Rondell

blondes Mädchen im roten Kleid

da sitzt du, an den Birkenstamm gelehnt

du träumst

blondes Mädchen im roten Kleid

dunkel das Wasser

doch hell der Horizont

blondes Mädchen im roten Kleid

da sitzt du, an den Birkenstamm gelehnt

Gelber Mantel HAIKU

leise Stimmen dort

ein gelber Mantel leuchtet

Efeu umrankt den Baum

 

Mit dem Hiersein als einer Seite des Seins, wie der Mystiker Rilke es ausdrückt, erlebten wir zwei Schöpfertage. Jetzt, im November, dem Monat, wo Tod und Leben sich so nahe. Ende und Anfang. Dann den “Bremer Stadtmusikanten” auch. Wir gingen zum 1. Museum für eine Künstlerin in der Welt, zum 1927 begründeten “Paula Modersohn-Becker” Museum

Mein Sizilien · Fotografien von Heidrun Adriana Bomke – Ihr Weihnachtsgeschenk?

Schneerose_Heidrun Adriana Bomke

Mein Sizilien · Fotografien von Heidrun Adriana Bomke

Mit meiner Seele bin ich verbunden mit den Kräften und Wundern der Natur. Meine Fotografien aus Sizilien strahlen dies aus. Sie führen in die Elemente Feuer, Erde, Wasser, Luft, Holz. Sie verlebendigen Stille, Urkraft, Tiefe, Freude, Erwachen, Sanftheit, Liebe und Vertrauen in die wandelnden Rhythmen des Lebens . Sie können diese Fotografien auf Leinwand kaufen.

Ihr Weihnachtsgeschenk?!

Seelensamt_Heidrun Adriana Bomke
Seelensamt · 40×60 · Leinwand
Erwachen_Heidrun Adriana Bomke
Erwachen · 40×60 · Leinwand
Schattentänzerin_Heidrun Adriana Bomke
Schattentänzerin · 45×45 · Leinwand
Lebenskraft_Heidrun Adriana Bomke
Lebenskraft · 45×45 · Leinwand
Urfeuer_Heidrun Adriana Bomke
Urfeuer · 40×45 · Leinwand
Lavatürkismeer_Heidrun Adriana Bomke
von weit · 45×45 · Leinwand
Blauer Winterblick_Heidrun Adriana Bomke
Blauer Winterblick · 40×60 · Leinwand
Stiller Weg_Heidrun Adriana Bomke
Stiller Weg · 40×60 · Leinwand

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schneerose_Heidrun Adriana Bomke
Schneerose · 45×45 · Leinwand
Wiege des Lichts
Wiege des Lichts · 40×60 · Leinwand

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Formate 40×60 kosten 130 € und die kleineren 90 € plus Versand. Fragen Sie einfach nach. Ich schicke Ihnen das Bild nebst Rechnung zu. Vielleicht ein schönes Geschenk für einen lieben Menschen oder für sich selbst im lichtvollen Weihnachtsmonat.

Kontakt: +4917638091094
info@heidrunbomke.de

Herbstzeitlosen — Hilde Domin und ich

Herbstzeitlosen am Ätna

Herbstzeitlosen — Hilde Domin und ich

Hilde Domin (1909-2006) ist mir eine poetische Vorgängerin. Eine Ermutigerin. Nie habe ich sie getroffen – es wäre ja möglich gewesen. Erst um das Jahr 2004 nahm ich ihre so tiefen anderen sinnlichen Liebes- und Naturgedichte genau wahr. Und ihre Auffassungen von Poesie, die sie als magische Gebrauchsartikel bezeichnet. Ihre Poetologie ist mir nahe. Dass sie als Dichterin noch einmal neu geboren! “Mein 1. Gedicht, das war schon mein Leben”, so schreibt sie. Und sie kam mir sehr nahe. Mit ihren Gedichten. Und ich ihr. In meinen Träumen begegnete sie mir mehrfach. Ich kreierte sogar 2009 ein literarisch-musikalisches Programm für sie gemeinsam mit der Akkordeonspielerin Britta Stützer, das wir vielfach bis 2012 mit Begeisterung und viel Erfolg draußen und drinnen aufführten:

DAS ZWEITE PARADIES

Hilde DominHilde DominHilde DominZahllose Bilder berühren mein Herz. Einige davon nahm ich in eigenen Gedichten als Motiv auf. Die “Herbstzeitlosen”, “Worte sind reife Granatäpfel”, “das Klicken des Riegels, der die Stalltür leise schließt” … Es ist wundersam, wie Worte durch die Seelen ziehen … wie wir scheinbar Lebensthemen haben, die ähnlich, obwohl die konkreten Leben ganz anders.
Heute, wo der Herbst so spürbar und die Herbstzeitlosen ihre Köpfe neigen, da denke ich wieder an sie. Lese meinen Traum, den ich hier noch einmal zitiere aus:

“Neumond in Syrakus. Reisetagebuch, 2015”

5. zum 6. April 2011, erste Nacht am Vulkan

Nächtliche Begegnung mit Hilde Domin

Hilde Domin begegnete mir heute im Traum. Die Dichterin, die mich seit Jahren berührt mit ihren Worten. Eine Vorgängerin. Ich trat seit drei Jahren erfolgreich mit einem poetischen Programm auf, begleitet von einer Musikerin: „Das zweite Paradies.“
Letztendlich war es ihr Lebensentwurf, ihre Lebensrettung durch das eigene Schreiben, die mich genauer schauen ließen. Sie lebte an der Seite eines Mannes, dem sie jahrelang diente. Sie, eine so talentierte und für ihre Zeit äußerst fortschrittliche Frau, unterwarf sich einem Mann, legte ihm gar ihr Leben zu Füßen: „ … wenn du nur willst!“ Faszinierend leichte Liebesgedichte! Ihre Ermutigung: „Nicht müde werden, sondern dem Wunder leise wie einem Vogel die Hand hinhalten“. Da sprach mich wohl ihre Seele an in diesen Liebesgedichten und den archaisch alltäglichen Bildern vom „Ziehenden Landschaften“.

Die Dichterin gab mir heute Nacht ein Zeichen. Spazierte in meinen Traum. Kam lächelnd direkt auf mich zu nach einer Lesung. Ich hatte keine Lust auf diese Lesung. Machte sie aber doch, artig wie ich war. Die Menschen waren zufrieden. Klatschten. Freuten sich. Ein Herr gab mir einen Strauß.

Dann kam sie. Tänzelnd. Und lachte mich an!

Sagte sie etwas? Das weiß ich nicht. In meinem Gefühl gab sie mir die Ermutigung, meinen eigenen poetischen Weg zu gehen. Was man in der ersten Nacht träumt …

Ja, und dann schrieb ich im Herbst 2011 in den Wiesen am Ätna Süd, am Vulkan, das gedicht von den

“Herbstzeitlosen am Ätna”
Mit einem Motiv von Hilde Domin

Jetzt

wo die Herbstzeitlosen aufstehen

in den müden Gräsern des Sommers

Jetzt seh ich dein Gesicht

Seh dein Lachen zwischen den blauen Trauben

Jetzt

wo auch hier die Hagebutten rot am Strauch

und die braunen Maroni warten auf das Feuer

Jetzt

wo die Herbstzeitlosen ihr lila Haupt langsam neigen

Schau auch ich demütig in den Spiegel

Jetzt ist es Zeit

Dass ich um die Ankunft weiß.

Das Gedicht spricht vom Ankommen.

Wo? Was meinen Sie? Schauen auch Sie manchmal in den Spiegel und fragen sich danach? Gerade jetzt im Herbst? “Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr …”, so schrieb Rilke melancholisch.

Eine Schreib-Anregung für Sie und dich:

Schauen Sie auf den bunten Blätterfall. Vielleicht machen Sie einen raschelnden Spaziergang. Nehmen Sie sich dann ein bisschen Zeit, so eine kleine stille halbe Stunde. Einfach ein leeres weißes Blatt. Und dann schreiben Sie einfach los:

Mein Ankommen (?)

Ich erinnere an mein Schreibmotto:

Die beste Art zu schreiben ist mit den ureigenen Worten und diese fließen unmittelbar aus dem Herzen in die Hand.

Viel Schreibfreude! Und schaut doch mal bei meinen Fernschreibkursen vorbei – Anregungen gibt es genug – vielleicht auch für ein Geschenk!

Aus dem Blätterwirbel grüßt poetisch

Heidrun Adriana Bomke · Poesie des Lebens-Lebendig schreiben

Blätterbetrachtung – ein Herbstgedicht · 9.10.18

Novermbergedichte

Als ich heute an der Weser langsam ging, sah ich so viele einzelne Blätter vor meinen Füßen. Jedes so für sich. Und so schrieb ich beim Gehen das Herbstgedicht “Blätterbetrachtung”.

Blätterbetrachtung – ein Herbstgedicht

Ich betrachte die gefallenen Blätter vor meinen Füßen
Müde ruhen sie im noch grünen Gras

Manche ganz trocken schon
Andere noch leuchtend ocker

So lose Blatt für Blatt herabgeweht
So allein nun ohne Ast und Stamm und Baum

Träumen sie ihren Herbsttraum
Da vor meinen Füßen?

Wie sie mich grüßen
Grüß ich zurück

Ich spüre im sachten Gehen
Dass irgendwann kein Blatt ist mehr zu sehen
Hinweggeweht dann für immer

Mir bleibt im Herzen ihr zarter Schimmer.

— Bremen an der Weser am 9. Oktober 2018

Poesie des Lebens-Lebendig schreibenHeidrun Adriana Bomke

Oktobergedichte aus Bremen

Herbstblatt

Oktobergedichte

Als ich heute am Werdersee in Bremen spazieren ging, da fielen mir die Blätter vor die Füße und die Worte ins Herz. Zwei Gedichte schrieben sich mir ein und aus dem Herzen heraus.

Im Kreis der Sonne

Ich stehe im Kreis der Sonne
Atme mich ins Licht

Ich bete leise
Dass mir die Liebe im Herzen

Niemals gebricht.

Kranichtag

Ich höre heute lange eure Rufe
Immer wieder fliegt ihr am hohen Himmel ins Licht

Davon wohl …

Im Schwarm im Pflug
Gebt ihr das Zeichen

Tönt klar der Wechsel
Der milde Herbst wird bald weichen

Die Kühle kommt
Der Wind dann wirbelt erbarmungslos die bunten Blätter

Wir reden wieder über das kalte Wetter

Doch ihr seid lang lang
Davon wohl …

Oft werde ich hinaufschauen
Die Augen schließen

Euren so leichten Flug
In meinem Herzen genießen.

Bremen am 7.10. 2018 · Heidrun Adriana Bomke · Poesie des Lebens-Lebendig schreiben

Vollmondmorgen in Sizilien am 29. Juni 2018

Verwandlung

Vollmondmorgen in Sizilien am 29. Juni 2018

Um 4.30 Uhr sitze ich im Garten des Häuschens in Caucana an der Südküste Siziliens. Ein Vollmondmorgen. Seltsames Wort. Vollmondmorgen. Meinen Rücken habe ich an die Stuhllehne vor dem Oleanderbusch mit den weißen Blüten gelehnt. Vor mir ragt der Granatapfelbaum hinauf, dessen dunkelgrüne verspielte Zweige sich abheben vor dem hellblaugrauen Himmelsdach. Die Engelskerze zeigt ihr sanftes Licht auf dem Gartentisch. Es mag 4.30 Uhr sein. Ich habe mir einen Tee und einen Kaffee gemacht. Honigbrötchen dazu. Manchmal habe ich sehr früh am Morgen Hunger.

Mein sizilianisches Tagebuch – Schöne sanfte Stille

Wenn die Stille kommt / höre ich nur mich …

Ich kann mich gut hören. Dieses Versinken in mir selbst und mit der Natur. Ich schreibe mein sizilianisches Tagebuch. Die Worte finden mich und so finden Heimat wir gemeinsam.
Meine Hündin liegt zusammengerollt auf ihrer Decke. Die Nacht ist angenehm frisch. Mein Stuhl war feucht. Es kühlt ab und besänftigt die steigende Sommerhitze.

Die Sterne, die Boten der Nacht leuchten noch.

Die Sterne und der Vollmond. La luna, so heißt es im Italienischen. La luna piena – der Vollmond. Mir erscheint sie fast silbrig, die späte oder auch frühe Mondfrau. Und schaue ich länger hin, dann bekommt sie eine Corona, einen Kranz. Gibt sie mir ein Zeichen mit diesem vielfältigen Strahlen? Denn ich habe ihr eine Bitte geschickt. Und sie antwortet mit diesem so schönen Farbenspiel. Spiele!, sagt sie mir. Im Spiel findest du Leichtigkeit, erkennst du die vielen Möglichkeiten. Spiele!

Nun zwitschert auch der erste frühe Vogel sein Lied. So ein lustiges Völkchen, diese Vögel, geht es mir durch den Kopf. Und so leicht! Da ist es meist so kurz vor 5 Uhr. Auf der Antenne in Blickrichtung sitzen zwei Elstern. La gazza, die Elster. Die letzten Granatapfelblüten zeigen sich nun in ihrem kräftigen Orange zwischen den schon prallen grünen Früchten, die sich langsam rötlich einfärben. Immer wieder bewundere ich dieses so feine und auch widerständige Bäumchen! Filigran fruchtig und es schützt sich selbst mit seinen so pieksigen und kaum sichtbaren Dornen. Auch wenn der Frühlingswind es ordentlich gezaust hat. Es erfreut sich des Lebens! Der Granatapfel ist mir Lehrmeisterin. Wie auch die Olive rechts von mir, die immergrüne, wie der Jasmin mit seinen weiß duftenden betörenden Blüten und der Hibiskus mit seinen einladenden Kelchen.

Granatapfelblüten

Hibiskuskelch

Die wunderweisen alltäglichen Verwandlungen

Nun begegnen sich Mond und Aurora. Ich denke kurz an den schönen Vers von Erich Fried

“Wenn die Nacht keine Türe hätte woher käme der Tag? Und zuletzt wohin ginge er wenn die Nacht keine Türe hätte?”

Die Türen zwischen Tag und Nacht. Die Übergänge jeden Tag. Diese wunderweisen alltäglichen Verwandlungen! La Luna steht nun tiefer im schimmernd hellgelben Umhang. Angestrahlt von der Morgenröte. Eos im Griechischen, im Römischen die Aurora. Und wer einmal in Stille dieses Verwandeln erlebt, der kann fühlen, wovon Homer in der Odyssee spricht, wenn er so oft seinen Helden Odysseus sagen lässt:

Als die dämmernde Frühe mit Rosenfingern uns weckte

Sizilianischer Sonnenaufgang

Der Morgen hat sich ausgebreitet an der sizilianischen Küste vor Punta Secca.

Die Tauben gurren. Eine Alarmanlage schrillt von weitem. Meine Kerze wird gleich verlöschen. Schon höre ich Klopfen und erste Autogeräusche. Das Wachleben beginnt. Ein Freitag. Der letzte im Juni. Kaffee und Tee sind ausgetrunken. Herz und Hände fühlen sich warm an. Freude an der Verwandlung und an meinem Worten. Ruhe in mir. Vertrauen.

Und ich ahne es schon, bevor ich auch nur aufstehe und losgehe zum Meer mit meiner Hündin. La luna piena verschwindet irgendwo … Und das Wunder ist wieder geschehen. Ich glaube daran. Ich spüre es tief. Jeden Tag. Immer wieder. Das Leben ist Magie und Verwandlung!

… und in der Nacht legen sich die Sterne in das Wellenbett und bringen den Himmel auf Erden.

… e la notte le stelle cullate dalle onde portano il cielo in terra.

Sizilianisches Sternenmeer
Perlen des Lebens

Genießen auch Sie die stille schreibende Verbindung mit dem Lebendigen! Geborgenheit im Schreiben finden. Im Kreativen. Eine große Wandlungskraft!

Entdecken Sie meine inspirierenden Schreibangebote in Deutschland und Sizilien.

Oder probieren Sie einen Fernschreibkurses aus!

Una buona giornata, einen schönen Tag wünsche ich allen!

© Heidrun Adriana Bomke, die poetische Lebensreisebegleiterin mit dem Übermut!

Meereslesung in Punta Secca_Sizilien

 

 

 

© Katrin Matschenz