spinnwebfein · vorgelesen zum Altweibersommer 2019

Heidrun Adriana Bomke · Poesie des LebensHeidrun Adriana Bomke · Lebensreiseblog

 

Altweibersommer, Heidrun Adriana Bomke

Ein poetischer Gruß von Dr. Heidrun Adriana Bomke
Dichterin · Literaturwissenschaftlerin · Biografin · Lebensreisebegleiterin

Möchten auch Sie die Poesie entdecken, im Rhythmus der Natur und mit Freude schreiben, im Licht sein? Lesen sie mehr über meine SCHREIBANGEBOTE, auch nach Sizilien, dahin, wo das Licht wohnt!

TERMINE

© alle Rechte für Text und Bilder bei der Autorin; Vervielfältigung nur mit Genehmigung

Sommerduftende Zeit – Poesie

Naturgedichte, Heidrun Adriana Bomke

Heidrun Adriana Bomke · Poesie des LebensS o m m e r d u f t e n d e  Z e i t

 

Kamille im Haar

fahr ich auf dem Deich zur Elbin

hin zum kaum noch fließenden Fluss

Auf dem Wege grüße ich dich Artemisia

schöne zarte Wilde unter den Weiden

zauberst du

zauberst mir den Duft auch unter die Füße

So streif ich verwunschen durch die spinnwebfeinen Wiesen

Dr. Heidrun Adriana Bomke,Schreiben,Berlin

finde mich wieder unter meiner Eiche mit dem offenen Herzen

Heidrun Bomke

die mir leise fächelt

d a s   e r s t e   m ü d e   B l a t t

© Heidrun Adriana Bomke

Möchten auch Sie Gefühle und Erfahrungen IN LANDSCHAFTEN MIT POESIE entdecken?

Kommen Sie mit zu Schreiblust und Schreibreisen!

Heidrun Adriana Bomke · Poesie des LebensTERMINE

Frei ! – Sommererlebnis

 

 

Das ist ein Auszug aus dem Hörbuch

Heidrun Adriana Bomke, Übermut tut gut! Hörbuch unterwegs in den Süden

EIN BESONDERS FREIES UND NATÜRLICHES SOMMERERLEBEN ! an der Südküste Siziliens, gemeinsam mit meiner Freundin Petra im Sommer 2012. Unvergesslich und essentiell für immer.

Heidrun Adriana Bomke

DIE SCHÖNE EINFACHHEIT DES SEINS!

Hier erfahren Sie mehr über das HÖRBUCH!

Heidrun Adriana Bomke · Poesie des LebensEinen frohen Sommer weiterhin,

 

Herzlichst
Heidrun Adriana Bomke, die Frau mit dem Übermut! – KONTAKT · TERMINE

Worte sind reife Granatäpfel – Hilde Domin zur KLP 2019 – Impressionen

Heidrun Adriana Bomke

Worte sind reife Granatäpfel

so schrieb Hilde Domin, die Dichterin (1909-2006) und so gaben die Musikerin Britta Stützer und ich die poetischen Worte und die Musik wie ein Geschenk an die Menschen zur Kulturellen Landpartie im Wendland weiter. Öffneten den Granatapfel und ließen die Samen fallen.

Ja, Poesie und Musik gemeinsam erreichen die Herzen der Menschen. Da ist Magie am Werke. Es entsteht ein besonderer Raum voller Liebe und Sanftheit und Herzenskraft und Wahrheit. Ich glaube an die Worte der Dichterin Hilde Domin:

“Gedichte wenden sich an die Unschuld eines jeden, an das Beste in ihm: an seine Freiheit, er selbst zu sein.”Heidrun Adriana Bomke

 

 

 

 

“Nochmals vielen vielen Dank für die wundervolle poetische Stunde. Das war ein perfekter Moment.
Bei Sonnenschein Ihrer schönen Stimme mit tiefgründigen Texten und dazu der schönen musikalischen Begleitung lauschen zu dürfen.”
Ehepaar aus Hamburg, 9.6.19, Breese im Bruche

Ja, es war heiß in Breese im Bruche um 14 Uhr auf dem Rasenplatz zwischen den vielen Rosen. Lesen Sie mehr »

Ein Stück Arkadien – Schreibkunsttage in Teplingen – Impressionen

Heidrun Adriana Bomke, Schreibkunsttage

“Ein Stück Arkadien” – Schreibkunsttage in Teplingen – Impressionen vom 13.&14.6.19

Nächster TERMIN: 7.9.19, 13-17 Uhr, darüber hinaus” – Schreibkunsttag im Museum Wustrow Informationen

“Ein Stück Arkadien – ein blinder Wortwechsel”

schrieben die Teilnehmenden im Teplinger Gartenparadies am 13. Juni 2019. Zu Gast bei der Malerin Verena Holzhauser und dem Planetengartenexperten Manfred Brockt. © alle Fotos: Heidrun Adriana Bomke

 

 

 

Meditative Einstimmung im Grün – “Aus dem Kopf heraus” und “Aus dem Herzen heraus” mit genügend Zeit für einen freien Schreibfluss. Worte wie “mäandernder Grünfluss” erfüllten den Gartenraum.

Beim “blinden Wortwechsel” sieht man nicht, was der andere Mensch schreibt.
Und wie viel Gleichklang entstand! Intuitive Führung. Lesen Sie selbst!

“Ein Stück Arkadien – ein blinder Wortwechsel”

1 Ich glaube, es passiert mühe- und schwerelos

2 Dieses Land ist mir Spärenmusik

3 – das Land, wo Milch und Honig fließen.

4 Sonnigliches Sein

5 Aber vielen entgeht etwas – ohne Chance, das zu bedauern.

6 Es ist mir Vollendung. Es ist mir Liebe.

7 Alles fließt dahin.

8 So schön das ganze Leben.

9 Nur, wer loslässt, kann locker sein! Lesen Sie mehr »

Puntaseccaglück – Rückblick auf die Mai-Schreibreise in Sizilien

Scheibparadies Sizilien mit Heidrun Adriana Bomke

Puntaseccaglück

Im Hier und Jetzt sein
Auszeit vom Alltag
Puntaseccaglück

Schreibreise Sizilien-Heidrun Adriana Bomke
Bootstour um Punta Secca

So schreibt Ulli, eine Teilnehmerin der Mai-Schreibreise am Meer von Punta Secca, im Süden Siziliens.

Und Lydia, 63 Jahre:

Drei Frauen im Wind
wir schreiben Morgenhaikus
lüften unser Herz

Schreibreise Punta Secca_Heidrun Adriana Bomke
gewischter Himmel mit Meer

Das Herz lüften – welch wunderbares Bild, nicht?

Schreibreise_Punta Secca_Heidrun Adriana Bomke
Corona über dem Meer

 

Tutto dolci – so heißt der Reiserückblick von Lydia. Hier zu lesen.

Tutto dolci – meine Schreibwoche auf Sizilien

Ein kleiner weißer Lieferwagen mit dieser Aufschrift fuhr vor dem Bus her, der mich von Catania nach Ragusa brachte- in die Schreibwoche nach Punta Secca mit Adriana.

„Tutto dolci“ dachte ich, das ist ein gutes Motto für alles, was mich auf Sizilien erwartet.
Und es waren nicht nur die leckeren Süßspeisen, in ihrer unglaublichen Vielfalt, die mir das Leben versüßten. Auch die Begegnung mit Adriana und unserer kleinen Schreibgruppe, dem Meer, dem „sempre verde“ unserer Pension und ihren freundlichen Betreibern waren bereichernd.

Schreibreise Punta Secca_Heidrun Adriana Bomke
Frühstück auf der Terrasse
Schreibreise nach Punta Secca-Heidrun Adriana Bomke
Picknick unter einem Olivenbaum

 

 

 

 

 

 

Adrianas leitende Schreibworte für die Reise:
„Sizilien entdecken- die ureigenen Worte wecken“ führten uns durch die Woche.

Ja, in der Morgensonne Haikus schreiben, am Meer sein, schreibend Eindrücke sammeln wie Muscheln am Strand,

Schreibreise Punta Secca_Heidrun Adriana Bomke
Schreiben am Meer von Punta Secca

mir selbst begegnen auf der Insel des Lichts, mit einem reich gefüllten Tagebuch nach Hause kommen.

Schreibreise Punta Secca_Heidrun Adriana Bomke
Schreiben unter der alten Olive

 

 

 

 

 

 

Schreibreise_Punta Secca_Heidrun Adriana Bomke
Mein süßes Leben

Diese Schreibreise_Punta Secca_Heidrun Adriana BomkeReise habe ich mir geschenkt,

meine inneren Widerstände überwunden, zu weit, zu teuer, zu …… ach, was weiß ich,

ich hatte viele „zus“ .

Und dann den Mut, sie alle wegzuschieben und das Abenteuer wagen und Tutto dolci mit nach Hause bringen!

Schreibreise Heidrun Adriana Bomke
sizilianische dolci

Danke, liebe Lydia, du mutige Frau! Danke an euch, ihr Teilnehmerinnen der Mai-Schreibreise an der Südküste Siziliens mit viel Licht, Meer, Leuchtturm, mit alten Olivenbäumen und Caruba und Dünen und den spätbarocken Städten Modica und Scicli!

Mit viel Poesieund Leichtigkeit und Liebe!

NÄCHSTER TERMIN für die Schreibreise nach Punta Secca:
19.-26.10.19 – bitte für weitere Informationen klicken.

Mit einer herzlichen Einladung von Dr. Heidrun Adriana Bomke
© Fotos und Text

 

Bei den fünf Birken

Bei den fünf Birken Heidrun Adriana Bomke · Poesie des Lebens

Bei den fünf Birken da sprudelt ein uralter Quell

bei den fünf Birken da plätschert ein Bächlein so schnell

bei den fünf Birken ist das Maiengrün leuchtend hell.

Ich sitze bei euch ihr fünf Birken
ich sitze bei euch auf einer Holzbank jeden Tag

Bei euren weißen Stämmen so frisch gewaschen
die ich von Herzen mag.

mein Frühlingsplatz in Fambach
Mein Maienplatz in Fambach

Ihr erinnert mich an junge Mädchen

ihr wachst ganz grad und frisch hinauf

und auf dem Kopfe ganz oben

setzt ihr euch ein grünes Krönlein auf.

Dieses Krönlein hat Herzensblätter
sie flattern hinauf in den Wind
sie wachsen im Frühlingsregen
und winken auch mir geschwind.

Wenn ich mich dann erhebe
lehne ich mich an euren Mädchenstamm an
so spüre ich die frische Jugend
und vor dem Altern ist mir nicht bang.

Bei den fünf Birken da sprudelt ein uralter Quell

bei den fünf Birken plätschert ein Bächlein so schnell

bei den fünf Birken ist das Maiengrün leuchtend hell.

© Heidrun Adriana Bomke · Poesie des Lebens-Lebendig schreiben

Fambach, bei den fünf Birken am 23.5.19

Bei R.M. Rilke auf dem Chateau de Muzot

Chateau de Muzot

Bei R.M. Rilke auf dem Chateau de Muzot

Chateau de Muzot – das klang mir immer schön im Ohr. Nach dieser so friedlichen Begegnung am Grab wollte ich nun spüren, wo Rilke seine letzten Jahre von 1921-1926 verbracht hatte. Der Weg von Raron nach Muzot. Nur eine Station mit der Bahn. Aussteigen in Sierre / Siders. Dort gibt es die “Fondazione Rilke” und ein Museum. Mich interessiert das Steinhaus, der Turm, wo er wohnte bis zum Dezember 1926. Zeitweise mit seiner Freundin Baladine Klossowska und deren Söhnen.

Ich gehe die Straße nach oben in Richtung Veyras.

Die junge Frau im Touristenbüro sagt, dass es ein Fußweg von ca. 30 Minuten ist, es ginge auch ein Bus. Das Grundstück sei privé. Ich möchte nur die Atmosphäre wahrnehmen. Ich fühle ja selbst schon lange, wie Landschaften den Schöpfergeist beeinflussen. Dieses Ineinandergehen von Schöpfung!
Also gehe ich immer die Hauptstraße nach oben. Um mich herum zur Rechten unglaublich schöne Berge!

Die Walliser Alpen!

Im Licht reiht sich einer nach dem anderen auf und immer scheint noch ein höherer mit Schnee bedeckt aus dem Hintergrund hervor. Diese Berge strömen Weite aus und sie haben irgendwie eine magische Anziehung. Zu meiner Linken Weinberge über Weinberge. Wo bin ich nur? Im Wallis, wo kleine alte Häuser stehen mit kleinen Fenstern und viel Holzfassaden und neue moderne Häuser auch. Es ist schon südlich hier – ein bisschen “Piazzagefühl” kommt in mir auf. Ich laufe froh weiter und frage nochmal Bauarbeiter. Gebaut wird viel. Sie kommen aus Mazedonien und sprechen französisch. Mein Italienisch hilft etwas. Also immer hinauf. Links um die Kurve. Dort kommt mir eine charmante Frau entgegen, die ich nochmals nach dem Chateau Muzot frage. Sie spricht auch etwas deutsch und sagt, dass es nach dem Kreisverkehr gleich nach rechts gehe und ich sei dann da. Doch es sei eben privat – privé.

Chateau de Muzot
Eingang Chateau de Muzot

Kommen Sie doch mit in den Garten!

Ich sehe den Steinturm. Wie ein Quader. Ein altes Steinhaus mit einem Holz-Balkon. Ich kenne es von den Fotos. Rilke und seine Geliebte auf dem Balkon in meiner Fantasie.

Rilke in Muzot
Rilke auf dem Balkon in Muzot

Heute ist der Balkon leer. Auf dem Weg darunter sind Tafeln aufgestellt und informieren über den Dichter. Ich gehe zum Tor und da steht, wie erwartet, das Schild privé. Ich sehe Bäume in Blüte und einen schönen Garten. Setze mich auf die Wiese hinter dem Haus und genieße den Blick … Kämme mich, trinke Wasser und freue mich. Mache ein Selfi aus lauter Lust – es geht mir so richtig gut hier. MuzotPlötzlich Geräusche hinter mir. Da kommt ein Mann und bringt Gartenabfälle. Schaut mich freundlich an und fragt etwas, wiederum französisch … – ich spreche italienisch und wir verstehen uns. Ich erzähle, warum ich da bin und da sagt er:

Komme doch einfach mit in den Garten, da kannst du alles besser sehen!

Voilà, das Leben beschenkt mich wieder!

Wir schlüpfen durch eine kleine Seitengartenpforte ohne das Schild prive.
Wie gut, dass ich mich vorher gekämmt habe! Nun stehe ich unter dem Rilke-Balkon.
Miguel ist der Gärtner. Vielleicht in meinem Alter? Doch seit ich über 50 Jahre bin, kann ich das nicht mehr recht einschätzen … – Er ist ein überaus charmanter und liebenswürdiger Mensch, der mich einfach spazieren lässt und seine Arbeit weitermacht.

Chateau de Muzot

 

 

 

 

 

Ich stelle meine Sachen ab und gehe in jeden Winkel des Gartens. Da gibt es diese bemooste Bank in einem Winkel – da saß sehr lange niemand. Dann der Ginkgo-Baum, 100 Jahre alt …

“Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen … doch probieren will ich ihn …!”

Ginkgo in Muzot

 

Muzot-Garten

Miguel kommt zu mir. Wir schauen beide in die Berge und ich frage, wie hoch die sind.

Über 4000 m! Mindestens 3.500 – ich staune weiter. Majestäten, so nehme ich sie wahr. Wie schon in Raron, wo einer der Berge ein Bärengesicht hatte. Miguel erzählt mir auch, wem das Anwesen heute gehört: Reinhart von Winterthur. Und dazu gehören auch all die Weinhänge und viel des umliegenden Landes. Die Familie komme wenige Zeit im Jahr, manchmal kämen Freunde. Der sehr sympathische und interessierte Miguel fragt mich noch, wo ich die Nacht schlafe … – ich lächle und sage ihm, dass ich wieder zurückfahre … – vielleicht sollte ich spontaner sein? Der Gedanke amüsiert mich  …

Wir verabschieden uns mit “tutte cose belle” – jaja!

Ich gehe wieder durch das kleine Gartentor hinaus. Er winkt nochmal und gießt weiter. Gegenüber ist die kleine Kapelle St. Agnes.

Rilke soll sie einmal finanziell unterstützt haben. Oder einer seiner Mäzene. Auch das muss man erstmal können, sich so durchs Leben bringen, ohne Furcht und Skrupel, denke ich und sehe den Dichter noch einmal vor mir auf dem Balkon. Chapeau, chapeau!

Ich gehe langsam die Straße nach unten. 

Sehe, wie gegenüber auf den Serpentinen Autos den Weg nach oben finden. Im Winter muss das gefährlich sein. Doch jetzt ist Frühling – es ist südlich warm und überall wird der Wein gepflegt. Trocken muss es hier sein, so mit diesen vielen Bergen. Vor mir spaziert ein älterer Herr mit Stock.  Ein Bonjour, das ich erwidere. Flanieren, das geht mir nach – ich bin eine “Flaneuse” oder auf dem Weg dahin!
Ich werde wiederkommen und sicher nicht alleine! Und ich werde nun endlich französisch lernen – mit dem Italienisch im Gepäck geht es leichter!

Wieder hat sich etwas Neues aufgetan. Nur Mut.
Ja, man weiß, wohin man gehen soll, im Innen und Außen, indem man geht!

Heidrun Adriana Bomke, die reisende Autorin mit dem Übermut! · 17.4.19

 

 

 

Wofür ich dankbar bin

Schneerose_Heidrun Adriana Bomke

Wofür ich dankbar bin

Dankbar bin ich

für die Lebendigkeit, die ich erlebe in der Natur: für das Licht jeden Tag, für die Sterne am Abend, für die starken Bäume, das Wasser, das fließt …, für die Jahreszeiten, die den Rhythmus angeben …

Dankbar bin ich

für das Leuchten und Lächeln, das Blau des Himmels und die Weite des Kosmos – alles gibt mir so viel Kraft und Vertrauen und dass ich keineswegs alleine bin, auch wenn ich alleine lebe

Dankbar bin ich

für die nahen Menschen und Wesen, die ich liebe und die mich lieben

Dankbar bin ich

für alle Gefühle, die ich fühlen darf: Liebe, Freude, Schmerz, Leere, Hingabe, Leidenschaft, Begeisterung, Frieden, Stille, Weite, Einsamkeit, Verletzung, Selbstzweifel, Vergebung, Freundschaft, wachsende Gelassenheit und Geduld

Dankbar bin ich

weniger zu werten, wenn ich anderen Meinungen, Gewohnheiten etc. begegne, sondern einfach zu schauen, zuzuhören, zu beobachten und das Anderssein zu lassen

Dankbar bin ich

für die Schöpferkraft im großen Leben, in mir und für die tiefen schreibenden Begegnungen mit Menschen während meiner Schreibreisen und Schreibkunsttage

Dankbar bin ich

für Berührungen mit Schreibenden, die sich selbst berühren mit ihren eigenen Worten

Dankbar bin ich

für das Schreiben mit Teilnehmerinnen in Nida / Kurische Nehrung, das einem sanften Märchen glich

Dankbar bin ich

für den Schreibspaziergang auf dem Hexenberg auf der Kurischen Nehrung; für das Schreiben an den starken Plätzen der sizilianischen Südküste (Punta Secca, Randello, Donnafugata, Modica, Camarina, Scicli …), für die stille Schreibkraft in Bremen und Fischerhude, für den Künstlerort Teplingen und die Zusammenarbeit mit meiner Malerfreundin Verena

Dankbar bin ich

für die Worte, die mich finden; für die Gedichte, die ich empfange und aufschreibe und vorlese …

Dankbar bin ich

für meine Lesungen und Vorträge – ich liebe es zu lesen und vorzutragen – ich berühre Menschen mit Worten

Dankbar bin ich

für das Wort “Sanftheit” und für das Mittagsgebet im Dom zu Bremen im Advent

Dankbar bin ich

für den Geruch meines Geburtsortes am Morgen – das Brot des Bäckers – und am Abend – der Geruch der Holzöfen und ebenso für das stille Gehen durch den Wald mit seinem Baumgeruch

Dankbar bin ich

für den fürsorglichen Satz von Beat “und manchmal brauchst du einen Windschutz …” und für den Satz eines 10-Jährigen Mädchens: “Warum nehmen Sie Ihre Bilder ab (Ausstellungsende)? Sie sind so schön!”

Dankbar bin ich

für die Anerkennung, die mir zuteil wurde und auch dafür, dass ich immer mehr fühle, dass ich “in meinem Kern” weniger davon abhängig bin – das befreit mich unglaublich und lässt mich meine Grenzen besser erkennen – vielleicht ist das ein bisschen mehr Selbstliebe

Dankbar bin ich

für meine “Poesie des Lebens” – immer mehr aus mir heraus zu sein und zu tun, weil es so in mir ist und so nach außen möchte – es schafft Verbindung

Dankbar bin ich

für die zwei Jahre gemeinsam mit meiner lieben Hündin und Wegebegleiterin Neringa und auch dafür, dass ich sie in Liebe loslassen konnte

Dankbar bin ich

dass ich mehr meiner inneren Stimme vertraue und so auch für die Fügungen in meinem Leben – auch die Hündin Neringa war letztendlich eine Fügung in einer Wandlungszeit, in der wir uns begleiten durften

Dankbar bin ich

für das Entdecken von “Porto di Ulisse” und “Scirica” an der Südküste Siziliens

Dankbar bin ich

für die Demut, die mehr und mehr in mir hochsteigt und ich erkennen darf, wo ich versagt habe und dafür um Vergebung bitte

Dankbar bin ich

für klare Entscheidungen und dass ich besser aufpasse auf mich

Dankbar bin ich

für das Buch “Sei gut zu dir” von Christa Spannbauer, das mir geschenkt wurde

Dankbar bin ich

für das Vertrauen, das mir Menschen schenken

Dankbar bin ich

für mehr schöne Einfachheit und viel Stille in meinem Leben – ich brauche weniger Materie und mehr Geist

Dankbar bin ich

dass ich Probleme und Konflikte in meinem Leben anschaue und sie mit wachsender Geduld durch schwere Zeiten hindurch auch in Leichtigkeit verwandeln kann – es geht wirklich

Dankbar bin ich für meine Neugier auf das Leben, für meinen Entdeckermut im Innen und Außen und für meine Liebe zum Leben.

30.12.18 · Heidrun Adriana Bomke, Gründerin von

mit Leichtigkeit in Punta SeccaPoesie des Lebens-Lebendig schreiben

 

Impressionen zu den Schreibkunsttagen in Bremen & Fischerhude

Advent im Dom zu Bremen
Augen-blinder Wortwechsel
Augen-blinder Wortwechsel

Impressionen zu den Schreibkunsttagen in Bremen & Fischerhude

Paula Modersohn-Becker-Museum

Böttcherstraße Bremen
schreiben an der Wümme in Fischerhude – mein Herbstblatt

 

Mein Herbstblatt

Kranichschrei

Wolkenhimmel, klarstes Blau

feine Kälte, Atemhauch

Blätterwirbel im Hümme Wasser

HerbstSONNtag in Fischerhude

 

 

Blondes Mädchen ein Rondell

blondes Mädchen im roten Kleid

da sitzt du, an den Birkenstamm gelehnt

du träumst

blondes Mädchen im roten Kleid

dunkel das Wasser

doch hell der Horizont

blondes Mädchen im roten Kleid

da sitzt du, an den Birkenstamm gelehnt

Gelber Mantel HAIKU

leise Stimmen dort

ein gelber Mantel leuchtet

Efeu umrankt den Baum

 

Mit dem Hiersein als einer Seite des Seins, wie der Mystiker Rilke es ausdrückt, erlebten wir zwei Schöpfertage. Jetzt, im November, dem Monat, wo Tod und Leben sich so nahe. Ende und Anfang. Dann den “Bremer Stadtmusikanten” auch. Wir gingen zum 1. Museum für eine Künstlerin in der Welt, zum 1927 begründeten “Paula Modersohn-Becker” Museum