Bei R.M. Rilke auf dem Chateau de Muzot

Chateau de Muzot

Bei R.M. Rilke auf dem Chateau de Muzot

Chateau de Muzot – das klang mir immer schön im Ohr. Nach dieser so friedlichen Begegnung am Grab wollte ich nun spüren, wo Rilke seine letzten Jahre von 1921-1926 verbracht hatte. Der Weg von Raron nach Muzot. Nur eine Station mit der Bahn. Aussteigen in Sierre / Siders. Dort gibt es die “Fondazione Rilke” und ein Museum. Mich interessiert das Steinhaus, der Turm, wo er wohnte bis zum Dezember 1926. Zeitweise mit seiner Freundin Baladine Klossowska und deren Söhnen.

Ich gehe die Straße nach oben in Richtung Veyras.

Die junge Frau im Touristenbüro sagt, dass es ein Fußweg von ca. 30 Minuten ist, es ginge auch ein Bus. Das Grundstück sei privé. Ich möchte nur die Atmosphäre wahrnehmen. Ich fühle ja selbst schon lange, wie Landschaften den Schöpfergeist beeinflussen. Dieses Ineinandergehen von Schöpfung!
Also gehe ich immer die Hauptstraße nach oben. Um mich herum zur Rechten unglaublich schöne Berge!

Die Walliser Alpen!

Im Licht reiht sich einer nach dem anderen auf und immer scheint noch ein höherer mit Schnee bedeckt aus dem Hintergrund hervor. Diese Berge strömen Weite aus und sie haben irgendwie eine magische Anziehung. Zu meiner Linken Weinberge über Weinberge. Wo bin ich nur? Im Wallis, wo kleine alte Häuser stehen mit kleinen Fenstern und viel Holzfassaden und neue moderne Häuser auch. Es ist schon südlich hier – ein bisschen “Piazzagefühl” kommt in mir auf. Ich laufe froh weiter und frage nochmal Bauarbeiter. Gebaut wird viel. Sie kommen aus Mazedonien und sprechen französisch. Mein Italienisch hilft etwas. Also immer hinauf. Links um die Kurve. Dort kommt mir eine charmante Frau entgegen, die ich nochmals nach dem Chateau Muzot frage. Sie spricht auch etwas deutsch und sagt, dass es nach dem Kreisverkehr gleich nach rechts gehe und ich sei dann da. Doch es sei eben privat – privé.

Chateau de Muzot
Eingang Chateau de Muzot

Kommen Sie doch mit in den Garten!

Ich sehe den Steinturm. Wie ein Quader. Ein altes Steinhaus mit einem Holz-Balkon. Ich kenne es von den Fotos. Rilke und seine Geliebte auf dem Balkon in meiner Fantasie.

Rilke in Muzot
Rilke auf dem Balkon in Muzot

Heute ist der Balkon leer. Auf dem Weg darunter sind Tafeln aufgestellt und informieren über den Dichter. Ich gehe zum Tor und da steht, wie erwartet, das Schild privé. Ich sehe Bäume in Blüte und einen schönen Garten. Setze mich auf die Wiese hinter dem Haus und genieße den Blick … Kämme mich, trinke Wasser und freue mich. Mache ein Selfi aus lauter Lust – es geht mir so richtig gut hier. MuzotPlötzlich Geräusche hinter mir. Da kommt ein Mann und bringt Gartenabfälle. Schaut mich freundlich an und fragt etwas, wiederum französisch … – ich spreche italienisch und wir verstehen uns. Ich erzähle, warum ich da bin und da sagt er:

Komme doch einfach mit in den Garten, da kannst du alles besser sehen!

Voilà, das Leben beschenkt mich wieder!

Wir schlüpfen durch eine kleine Seitengartenpforte ohne das Schild prive.
Wie gut, dass ich mich vorher gekämmt habe! Nun stehe ich unter dem Rilke-Balkon.
Miguel ist der Gärtner. Vielleicht in meinem Alter? Doch seit ich über 50 Jahre bin, kann ich das nicht mehr recht einschätzen … – Er ist ein überaus charmanter und liebenswürdiger Mensch, der mich einfach spazieren lässt und seine Arbeit weitermacht.

Chateau de Muzot

 

 

 

 

 

Ich stelle meine Sachen ab und gehe in jeden Winkel des Gartens. Da gibt es diese bemooste Bank in einem Winkel – da saß sehr lange niemand. Dann der Ginkgo-Baum, 100 Jahre alt …

“Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen … doch probieren will ich ihn …!”

Ginkgo in Muzot

 

Muzot-Garten

Miguel kommt zu mir. Wir schauen beide in die Berge und ich frage, wie hoch die sind.

Über 4000 m! Mindestens 3.500 – ich staune weiter. Majestäten, so nehme ich sie wahr. Wie schon in Raron, wo einer der Berge ein Bärengesicht hatte. Miguel erzählt mir auch, wem das Anwesen heute gehört: Reinhart von Winterthur. Und dazu gehören auch all die Weinhänge und viel des umliegenden Landes. Die Familie komme wenige Zeit im Jahr, manchmal kämen Freunde. Der sehr sympathische und interessierte Miguel fragt mich noch, wo ich die Nacht schlafe … – ich lächle und sage ihm, dass ich wieder zurückfahre … – vielleicht sollte ich spontaner sein? Der Gedanke amüsiert mich  …

Wir verabschieden uns mit “tutte cose belle” – jaja!

Ich gehe wieder durch das kleine Gartentor hinaus. Er winkt nochmal und gießt weiter. Gegenüber ist die kleine Kapelle St. Agnes.

Rilke soll sie einmal finanziell unterstützt haben. Oder einer seiner Mäzene. Auch das muss man erstmal können, sich so durchs Leben bringen, ohne Furcht und Skrupel, denke ich und sehe den Dichter noch einmal vor mir auf dem Balkon. Chapeau, chapeau!

Ich gehe langsam die Straße nach unten. 

Sehe, wie gegenüber auf den Serpentinen Autos den Weg nach oben finden. Im Winter muss das gefährlich sein. Doch jetzt ist Frühling – es ist südlich warm und überall wird der Wein gepflegt. Trocken muss es hier sein, so mit diesen vielen Bergen. Vor mir spaziert ein älterer Herr mit Stock.  Ein Bonjour, das ich erwidere. Flanieren, das geht mir nach – ich bin eine “Flaneuse” oder auf dem Weg dahin!
Ich werde wiederkommen und sicher nicht alleine! Und ich werde nun endlich französisch lernen – mit dem Italienisch im Gepäck geht es leichter!

Wieder hat sich etwas Neues aufgetan. Nur Mut.
Ja, man weiß, wohin man gehen soll, im Innen und Außen, indem man geht!

Heidrun Adriana Bomke, die reisende Autorin mit dem Übermut! · 17.4.19

 

 

 

Besuch der Worte – Zum Welttag der Poesie am 22.3.

wo die Worte wohnen - Poesie

“Jahresklang” heißt mein  Gedicht, das beginnt:
“Schlummernd noch murmelt das Jahr sein Lied …” – hört es gerne nochmal und vielleicht bleibt ein Vers, der besonders gefällt! Lauscht auf den Klang, lauscht auf die Gefühle, die sich in euch regen.

Besuch der Worte

Am frühen Morgen besuchen mich die Worte
kaum aufgewacht sind sie schon wieder fort

Ich frag sie noch
Woher kommt ihr? Wo ist der Ort?

Sie kichern leise tänzelnd
wispern und sind wieder fort!

21.3.19

Woher kommen die Worte? – Zum Welttag der Poesie am 22.3.

Als Dichterin frage ich mich das. Zum Welttag der Poesie, der jedes Jahr am 22.3. ist. Und nicht nur dann. Worte der Poesie jenseits der Alltagsworte kommen aus einem anderen “Raum”. Doch woher?
Sie besuchen mich jeden Tag und ja, oft am Morgen, wie ich im lustvollen Dialog mit den Worten schreibe. In dieser Sphäre zwischen Traum und Tag … gerade die Dichterworte sind von einer großen Zartheit. So tief und flüchtig zugleich. Sinnlich, natürlich, oft leicht wie ein kleiner Sonnenstrahl auf der Nase kitzeln sie. Sie formen sich in Herz und Hand.
Ich spüre, dass ich sie einsammle. Ihnen Gestalt gebe.  Sie wohnen nicht in mir – oder sie sind als Erscheinungen und Empfindungen da: im Großen und Ganzen, in der Weltenseele, dem Weltinnernaum wie R.M.Rilke sagte und im “großen Chor”, wie es im Gedicht “Jahresklang” heißt.

Ich habe die Gabe, Poesie zu spüren und zu materialisieren.

Möge sie mir erhalten bleiben. Ich bin so dankbar, die Poesie des Lebens einsammeln und in die Welt geben zu können. Poesie bleibt immer auch Geheimnis, wie die Dichterin Hilde Domin in ihrem Gedicht
“Worte sind reife Granatäpfel” schrieb.

Granatapfelblüten
Foto: Adriana

Hilde DominLeben ist Poesie

für mich. Als Dichterin lebe ich in einer besonderen Wahrnehmungswelt. Sie ist sehr fein, lebendig, leicht, still mit Natur und Herz verbunden und ein großer innerer Raum voller vielfältigster Wahrnehmungen. Sie ist hochsensibel und möchte beschützt werden. Sie möchte tanzen und fliegen und geerdet werden. Sie ist kein Diskussionsraum. Sie ist einfach da. Ein Hinausgehen aus der Alltagswelt und ein Zurückführen in Gestalt der poetischen Früchte. Dahin, wo wir uns alle versammeln können: In der POESIE des LEBENS.

Ist nicht alles Lebendige voller Poesie, voller Schönheit, Freude, Vielfalt, Verwandlung?

Jeder kleine Vogel, der Ästchen für sein Nest zusammenträgt? Die Wolken, die sich im Wasser spiegeln? Die Knospe, die aufgeht und zu Blüte und Frucht wird …? Der Mensch, der gerne lebt … einen anderen berührt …

Jean Paul schrieb: “Poesie ist wie ein Duft, der sich verflüchtigt und in der Seele die Essenz der Schönheit zurück läßt.”

Hilde Domin meinte: “Poesie ist ein großes Glockenläuten, damit alle aufhorchen”

Sich entfalten im eigenen Rhythmus ist Poesie

Poesie bleibt, wie das Leben im Kleinsten auch, Geheimnis. Manches kann man spüren im Innehalten. Erahnen, sich öffnen, mutig sich offenbaren und zeigen. In der Poesie kann man nichts “umlügen”, wie Domin sagt. Es geht um Wahrhaftigkeit. Nicht umsonst nennt man die Poesie die subjektivste der Gattungen. Man spricht von sich. Und gleichzeitig vertraue ich, gebe ich die Gedichte hinaus, auf ein Gegenüber, einen Hörer. Am liebsten lese ich direkt vor den Menschen. Ein poetischer Raum entsteht, in dem Worte berühren und Menschen sich dadurch beruhigen, leise werden, in sich hinein horchen, sich spüren …  – man kann diese Energie einatmen. Es wächst aus dieser schöpferischen Gestaltung Schönheit.

Poesie gibt mir die größte innere Freiheit und Weite

Sie verbindet mich mit all dem Kleinen und Feinen und Wunderbaren des Seins und bindet mich so wie von selbst in den großen lebendigen Rhythmus ein. Dafür bin ich so dankbar. Genießen Sie noch einmal zum “Welttag der Poesie” mein vorgelesenes Gedicht “Jahresklang”. Es drückt auch meine poetische Verbundenheit mit dem Leben aus: mein Einstimmen “in den großen Chor”.

Viel Freude beim Hören! Und:

Schreiben Sie auch Ihr Gedicht! Einfach so – federleicht. Heidrun Adriana Bomke

JAHRESKLANG

© Heidrun Adriana Bomke · Dichterin, Literaturwissenschaftlerin, Biografin und Lebensreisebegleiterin
Aufnahme: Patrick Penot Musikproduktion GmbH Wiesbaden

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Der Vulkan Ätna und ich – la maga Etna ed Adriana

Ätnaausbruch - Foto Heidrun Adriana Bomke

Der Ätna – la maga Etna ed Adriana

Fast sieben Jahre habe ich zu ihren Füßen gelebt. Zu Füßen der Zauberin Etna, la maga. Zu Füßen des aktivsten Vulkans Europas. Und das ist keine Floskel. Ich war direkt an der Südseite des Berges, la montagna, wie die Sizilianer sagen, auf 1.300 m inmitten der fruchtbaren stillen Ätnawiesen zu Hause. Der Vulkan war direkt hinter mir. Ich begrüßte ihn jeden Morgen! Solch ein Geschenk!

ÄtnaÄtnaausbruch April 2013_Heidrun Adriana Bomke
Ätnaausbruch 2013

Wie ich heute Morgen in der kleinen Bar unter dem Leuchtturm von Punta Secca an der Südküste Siziliens die Rauchwolken im Fernseher sah und die glühende Lava vom Vulkan herab, da sprach mein Herz zu mir:

Wie dankbar bin ich für die Zeit, die ich am Fuße dieser Feuerkraft verbringen durfte! Wie dankbar, diese Wandlungskraft einatmen zu können. 2015 schrieb ich das Gedicht “Maga Etna”:

Maga Etna

Bist eine Zauberin mein Berg
Spuckst Feuer und Asche
Bläst weiße Wölkchen wie Luftballons

Ins blaue Himmelszelt

Wie dankbar bin ich, diese unglaubliche Weite zwischen dem Vulkan Ätna und dem Meer einatmen zu können. Wie dankbar, dass mich das Leben dorthin geführt hat und ich den großen großen Mut hatte, seinen Ruf anzunehmen.

Tausend Wege bin ich am Ätna alleine und mit dem Hund Rocky gelaufen.

Rocky und ich am Ätna_Foto Katrin Matschenz

Über Lava und Gräschen und Asche. Begegnet sind wir der weiten Natur, dem Ginster, den Kastanienbäumen, den Eichen, den alten Obstplantagen und Resten von Gartenanlagen mit den alten “Pagliaia di pietra”, meinen “Lavabienenkörben” aus dem 18. Jahrhundert, alten Zisternen … . Gemauert ohne Mörtel mit Lavasteinen. Noch heute kommt kein Regentropfen herein.  Begegnet bin ich der größten und weitesten Stille meines Lebens, die mir neues Leben einhauchte. Ich erlebte dort wirklich heiße Sommer. Und war im Winter eingeschneit. Ich sammelte Maroni, erntete Mandeln, bereitete Carcioffi – oh ich liebe sie die Artischocken. Ich sammelte Holz für den Ofen und ich half meinem Freund Santo die Zisterne zu säubern. Ich erntete meine ersten Feigen. Es war wie ein Wunder! Und nicht nur das:

Der Ätna war mein Ashram und mit dem immer unten sichtbaren Meer mein Schöpferquell. Wie Phönix aus der Asche erlebte ich eine Wiedergeburt und entdeckte die Poesie meines Lebens!

Blauer Winterblick am Ätna_Heidrun Adriana Bomke
Blauer Winterblick
Ginster und Lavahütte am Etna
Ginster und Lavahütte
mein Lavaweg am Etna sud
Heidrun Adriana Bomke am Ätna
Etnaausbruch April 2011

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ich habe die Götter spazieren gehen sehen, bin Proserpina und Plutone begegnet und Empedokles auch und Vulcanos hörte ich über 20 mal auf den Amboss hauen und dann sprühten die Funken aus dem Berg. Die Mythologie erzählt, dass die einäugigen Riesen ihm helfen. Polyphemos, der von Odysseus geblendet. Ich sah ih stehen an der Ostküste bei Aci Trezza. Für mich ist er der weise Hüter der Küste dieser so alten und oft gebeutelten Insel.

Und ich wurde Lavasteinherzfinderin. Ich entdeckte eine neue andere Liebe:

LEBENSLIEBE!

Lavaherz am Ätna Süd
Erwachendes Herz am Ätna Süd
Erwachen_Heidrun Adriana Bomke
Erwachen · 40×60 · Leinwand

Sonnenaufgang am Ätna, 3. August 2014

Ätnaausbruch und Knospen
Ätnaausbruch und Blüten

Ich schrieb und schrieb und schrieb, die Wörter fielen in mich. Ich lernte im Handumdrehen italienisch. Ich machte tausende Fotos, erstmals in meinem Leben.

Mögen die Urkräfte anhalten und die Menschen an die natürlichen Kräfte und den natürlichen Rhyth

Heidrun Adriana Bomke, Übermut tut gut! Hörbuch unterwegs in den Süden
Übermut tut gut

mus erinnern. Mögen sie die Menschen auch verschonen. Oder bricht die Zeit der Zyklopen wieder an? Wer weiß das schon. Ich spreche heute mein Gebet für den Ätna.

Hier hört man hinein in mein Hörbuch “Übermut tut gut”, das so viel vom Vulkan Ätna erzählt!

Und: Kommen Sie doch einfach mal mit zu einer besonderen Schreibreise nach Sizilien:

Sizilien und sich selbst entdecken – Die ureigenen Worte wecken!
Lesen Sie gerne mehr dazu.

Heidrun Adriana Bomke · Poetessa · Lebensreisebegleiterin · Literaturwissenschaftlerin (Dr. phil.)

Lesung am Ätna Süd
Lesung am Ätna
Foto K. Matschenz

Was mir wirklich wichtig ist – liebevoll sein

Weihnachtslichter

Was mir wirklich wichtig ist – liebevoll sein

Wissen Sie genau – und wissen meint hier die Herzweisheiten – was in Ihrem Leben wichtig und wertvoll ist? Was für Sie zählt? Was sofort als innere Stimme in Ihnen und dir aufsteigt bei dieser Frage?

Ich habe es für mich einmal gesammelt – seit Monaten bewegt mich die Frage.
Sicher ist meine Herzensaufzählung nicht vollständig – ich werde sie laufend ergänzen.

· Mit dem ganzen Herzen sein – aus dem vollen Herzen tun.

Nur so fühle ich tief, was wesentlich ist. Das ist eine Übung, in jedem Moment.
Und da tauchen vor meinem inneren Auge Bilder auf: meine Söhne, meine Eltern, der Himmel und das Meer, meine Begegnung mit dem Kosmischen, die Poesie des Lebens, die ich spüre, schreibe und weitergebe; meine Klientinnen und Klienten, die ein wertvoller Teil davon sind.

· Das Leben ist für mich eine Reise mit vielen Stationen.
In meinem Hörbuch “Übermut tut gut!” erzähle ich davon.

Ich versuche diese Reise mit Hingabe und in Offenheit lebendig zu leben. Auch die Untiefen, das Dunkle – ich habe auch davon schon einiges erfahren – Es geht darum, alles zu leben!, so sagt Rainer Maria Rilke, mein poetischer Begleiter in allen Lebenslagen.

· Ich schätze den Augenblick und bin eine schreibende Sammlerin von Augenblicken.

Leben ist der freie Atem, in jedem Augenblick. Das ist für mich die Wahrheit geworden. Im Unterwegssein die letzten sieben Jahre habe ich genau das erfahren! SEIN im AUGENBLICK – ÖFFNUNG FÜR DEN MOMENT, egal wo. So habe ich so viel Schönes und Neues erleben dürfen.

UNTER DEM FREIEN HIMMEL IN MIR!,
das ist ein Lebensmotiv für mich.

· Ich spüre mit zunehmenden Alter, dass Leben und Tod zusammengehören.

Zwei Pole des Seins, die ein Gleichgewicht möchten. Da verstehe ich Rilke immer ebsser, der sagte, dass es die Anforderung des Todes an uns ist, das Hiersein ganz auszuschöpfen.

· Selbstliebe und Liebe gehören für mich fest zusammen.

Ich lerne es, gut für mich zu sorgen: Was brauche ich? Womit geht es mir gut? Nur dann kann ich gut und liebevoll für andere dasein. Bin ich selbst nicht gut gefüllt, dann kann ich schlecht geben. So lerne ich auch

· Grenzen zu setzen und ich mache mich nicht mehr zum Opfer.

Ich sage auch einmal Nein oder: Jetzt nicht, später vielleicht.

· Ich lerne immer mehr, meiner sehr feinen Intuition und Hochsensibilität zu vertrauen.

Ich entwickle sie weiter. Mein Schreiben, das unbedingte Sein in der Natur, in Stille und Natürlichkeit, der Austausch mit Seelenverwandten, die Beachtung meiner Träume, mein poetisches Schatzkästlein, kleine Rituale und Begleitungen (Yoga, meditation, Spaziergänge, Stille, Astrologie, Tarot, Engel und Gött*innen, Märchen) pflege ich.

· Ich begegne allen Wesen respektvoll, friedlich und freundlich – ich versuche es wirklich:

Den Menschen jeden Tag, den Tieren, den Bäumen, den Blumen, meinen Klienten … – ich übe mich in Toleranz und versuche nicht zu werten. Es so stehen lassen und meine Ansicht hinzufügen.

· Ich diene dem Leben da, wo es mich um Hilfe bittet.

Das geschah beispielsweise, als mein Vater sehr krank wurde und ich die Chance hatte, ihn wirklich über einen langen Zeitraum zu begleiten. Oder als mir in den Ätnawiesen eine kleine Hündin nachlief – ich konnte irgendwie gerade keinen Hund gebrauchen, doch ich nahm die Aufgabe und das kleine Wesen an. Und das Leben hat mir geholfen, sie zu hüten und weiterzugeben!

· Ich bin davon überzeugt, dass das Leben mich liebt!

Und ich hier bin, damit auch ich es wahrhaft lieben und leben lerne – mit all seinen Seiten.

· Ich schätze und achte mich selbst.

Ich bin es wert, mich selbst gut zu behandeln und gut behandelt zu werden. Ich beende alle Beziehungen etc., die mir nicht mehr guttun und pflege alles, was meinem inneren Wachstum dient.

· Ich liebe und gestalte meine Arbeit als Freiberuflerin und Gründerin von Poesie des Lebens-Lebendig schreiben

 

· Ich gestalte meine besondere künstlerische Arbeit mit all den Gaben und den Professionen,

die ich als Basisausbildungen habe (Lehrerin, promovierte Literaturwissenschaftlerin, Biografieforscheriin mit Ausbildung in Poesietherapie). Ich habe herausgefunden und finde heraus, was genau meine Besonderheiten und Kostbarkeiten sind: lebendige Lesungen, sehr individuelle Schreibreisen zum Entdecken im Außen und Innen, biografische Arbeit und Schreibbegleituung, Begleitung von Wandlungsprozessen, die Arbeit mit Kleinstgruppen bis 7 Personen.

· Ich kreiere und inspiriere zu Leichtigkeit, Schöpferkraft und Muße.

Das ist eine wahre Kostbarkeit, die auch ihren Preis verdient. Ich arbeite sehr individuell, meine Klienten haben meine volle Hingabe in der Zeit der Begegnung.

· Ich inspiriere Menschen, ihre eigene Schöpferkraft immer tiefer zu entdecken,

um sich als Wesen liebevoll und lebendig zu entfalten und mit der Schönheit des Lebens zu verbinden. Ich nenne das die “Poesie des Lebens” entdecken!

· Ich glaube an die Magie der Poesie und bringe sie als Dichterin in die Welt.

Da halte ich es mit Jean Paul und seinem Satz:
“Poesie ist wie ein Duft, der sich verflüchtigt ud in der Seele die Essenz der Schönheit zurück läßt.”

· Poesie macht reich – in jeder Weise!

· Ich liebe und schätze wahre Begegnungen:

Geben und nehmen, wirklichen Austausch. Auge in Auge, von Seele zu Seele. Flüchtigkeiten sind mir fremd. Ich entwickle und mag Verbindlichkeiten. Ich pflege meine familiäre Verbundenheit und meine Freundschaften.

· Ich bitte um Vergebung und vergebe anderen Wesen.

Alle kennen das sicher: Wir spüren im Nachhinein, dass wir jemanden verletzt haben, dass wir nicht da waren, als wir da sein sollten … Leider passiert das und es ist auch mir passiert. Ich kann nur eins tun: um Vergebung bitten, dass ich nicht geholfen habe, dass ich nicht im rechten Moment da war, dass ich unangemessen reagiert habe … Und andererseits werden auch wir selbst verletzt. Ich habe das mehrmals kräftig erfahren. Das hat natürlich auch seinen Grund – ich habe auch meinen Anteil daran. Mit einem Ritual vergebe ich den Menschen. Das dauert und gelingt doch gut. So entsteht zwischenmenschlicher Frieden, werden die störenden Energien und Knflikte aufgehoben, können sich ausgleichen.

· Ich traue meiner Wahrnehmung, dass alles mit allem verbunden ist.

und jeder meiner Gedanken, meiner Handlungen einfließt iin den großen “Lebensozean”. Mit meinen positiven, freundlichen, poetischen und Mut machenden Energien kann ich ganz viel tun!

· Ich darf um Hilfe bitten, wenn ich sie brauche.

Das übe ich! Und manchmal hilft mir das Leben auch einfach, gibt mir einen Hinweis. Und ich merke: Oh, du bist mal wieder total an deine Grenze gegangen.

· Ich gehe mit einem Lächeln jeden Tag hinaus.

Auch wenn es mir einmal vergeht, das kommt schon vor. Immer wieder den inneren Frieden finden – auf meine Weise. Achtsam und aufmerksam sein.

· Ich bin mutig und lebe meine Lebendigkeit!

Ich öffne mich jeden Tag dem Neuen, gehe auf, wie es auch die Sonne tut – schaue, was mir das Leben bringt, was gerade ich möchte und tun kann. Stillstand bringt Starre!
Damit ist nicht gemeint, dass ich nicht ausruhe, entspanne – nein. Das gehört sehr zur Lebendigkeit dazu.

· Ich lebe Leichtigkeit und lasse die Dramen sein!

Das ist etwas, das mit mir wächst. Früher habe ich gerne Drama gemacht – “Damendrama”, wie ich es in meinem Reisetagebuch “Neumond in Syrakus” nenne. “Ach ich Arme – was passiert mir da wieder …”
Langsam habe ich – auch durch Begleitungen – erfahren, dass ein Konflikt, ein Dilemma, ein ungutes Gefühl etc. eine wahre Chance ist. Annehmen. Durchleben. Schauen, was einem hilft, um wieder aus der Krise zu kommen. Entdecken, was sie mir sagen möchte.Leider ist es so, dass Dramen oft viel mehr Aufmerksamkeit bekommen als gute Nachrichten, Freude etc. Und Menschen, die ins Drama gehen, wie auch immer, bekommen sie auch. Das habe ich bei mir “durchschaut”.

Und dann konnte ich leichter werden – wirklich auch Ballast im Innen und Außen abladen – und loslassen. Auf meinem Blog erzähle ich, wie ich loslassen konnte … bis ich über Jahre hinweg erkannte:

Es darf mir so richtig gutgehn und ab, ja:

· Neu losgehen – mutig ins Offene!
Ja, Übermut tut gut! – mein Mut zum wandelnden Leben.

“Ich weiß es noch nicht”, das ist ein Satz geworden, den ich seit 2010 öfter gesagt habe. Und das war weder Koketterie noch Lüge, es war einfach so. ich wusste nicht, wo ich in eiinem Monat wohne oder wie ich auf Reisen auch meinen unterhalt verdiene (ich hatte wohl Ahnungen davon). ich weiß auch gerade jetzt noch nicht, wo ich im April wohnen werde. … und so ist so viel entstanden, von dem ich noch nicht einmal geträumt hatte! Drei Reisebücher beispielsweise in sieben Jahren. Ich habe italienisch gelernt und so viele neue Menschen kennengelernt. … – und diese kraftvolle Insel Sizilien!

· Ich kann mich erneuern und muss niemals perfekt sein.

Perfektionismus ist Angst vor dem Versagen. Ich schaue meine Ängste an und habe erfahren, dass ich sie verwandeln kann.

· Ich liebe das Leben und habe mich entschlossen, es tief und möglichst ganz zu entdecken!

Das war irgendwie schon immer so, bereits als Kind hatte ich dieses Gespür, und so möge es bleiben. Das Leben ist ein Geschenk für mich, das ich ein lebenlang auspacken kann! Und ich freue mich, dass ich wirklich die Schleife aufgemacht habe …!

· Ich lebe einfach und natürlich.

Das steht gerade jetzt im letzten Lebensdrittel als Wert für mich ganz oben. genau schauen, womit ich mich umgebe, wofür ich Geld ausgebe, was ich esse, wie ich reise, womit ich mich kleide. ich bin keiine Anhängerin der Konsumwelt und lebe mit wenigem. “Einfach und natürlich” ist mein Motto dabei.

· Die Natur ist meine Lehrerin. In der Kunst, im Schreiben, im täglichen Leben.

· Ich bin dankbar und übe mich wirklich jeden Tag darin.
Ich danke der Sonne und den Elementen, dass sie mir das leben ermöglichen . Ich danke und vertraue.

· Ich habe einen Schutzengel und bitte um Schutz für meine Familie, mich und dass alles natürlich und liebevoll bleibt, Konflikte sich auflösen etc. Ich vertraue, dass ich geleitet bin.

· Und ich habe eine Vision:

Lebendig, leicht und voller Kreativität älter zu werden und der Welt zu geben, was ich geben kann.

Heidrun Adriana Bomke · Poetin · Literaturwissenschaftlerin · Biografin · Lebensreisebegleiterinmit Leichtigkeit in Punta Secca

Heidrun Adriana Bomke
Heidrun Adriana Bomke

Bremen im Advent

Advent im Dom zu Bremen

Bremen im Advent

Heute bin auch ich ein bisschen angekommen – einfach anders. Avenire – ankommen. Über den Marktplatz mit dem Weihnachtsmarkt. Domsheide. Das leuchtende Rathaus.

Die Mittagsandacht im St. Petri Dom. Lange habe ich gesessen in dieser großen Stille. Die Sätze der Pfarrerin angehört:

Gott, dir vertraue ich. Hilf mir, dass ich nicht verloren gehe.

Tränen rollten mir über die Wangen. Berührung. Ich lasse sie zu. Es tut gut. Tränen sind der Regen der Seele, so spüre ich immer wieder. ich bin berührt vom Leben. Von den Worten der Pfarrerin, von der stillen Andacht, von den Kerzen, die leuchten.

Advent im Dom zu Bremen
Advent im Bremer Dom

Advent – die Ankunft.

Die Ankunft Christi im großen Reigen des Lebens. Schicksal und Möglichkeit zum Lebendigsein. Immer wieder neu, immer wieder anders. Nein, ich bin im strengen Sinne nicht religiös. Doch glaube ich tief an die Liebe und das Heilige im Leben. An eine ganz starke Kraft. Ich vertraue und lächle. Hier, wie ich gerade in ein anderes Stück Bremer Himmel schaue – silbrig glitzernd.

Auch gestern Abend bin ich durch die Menschenmengen gegangen. Plötzlich fühlte ich, dass alle diese so vielen verschiedenen Leute Sehnsucht haben. Mitten im Leben sein möchten. Miteinander sein möchten. Auch wenn sie es nicht zeigen oder vielleicht fast vergessen haben.

Das erfüllte mein Herz. Und unerwartet tauchten in dem ganzen Weihnachtsrummeltreiben engelhafte Gestalten auf. Die Menschen strömten hin. Ich winkte ihnen zu. Ankommen – Advent.

Weihnachtszauber in Bremen
Weihnachtszauber in Bremen

 

 

 

Advent in Bremen

Bremer Dom

Mittagsgebet im Dom zu Bremen, 1.12.18 – Advent

Gott, dir vertraue ich. Hilf mir, dass ich nicht verloren gehe.

Diesen Worten lausche ich zum Mittagsgebet im wundervollen Bremer Dom. Der Advent beginnt.

Das Wort „Advent“.
Welche Bilder tauchen auf?
Welche Worte steigen vom Herzen in die Hand?

Gleich den Stift in die Hand nehmen und aufschreiben!

Bei mir ist es das Christkind, das ich wahrhaftig gesehen habe. Dann die Glöckchen der kleinen sich drehenden Pyramide, die mit jeder Kerze schneller und lauter wurde! Wie der Schnee fällt und alles still wird. „Das Mädchen mit den Schwefelhölzchen“ sehe ich auch stehen. Frau Holle lässt es schneien. “Leise rieselt der Schnee”. Und den kleinen Fleischwolf sehe ich, mit dem wir den Butterplätzchenteig drehten zu Keksen.
Und dann wieder das Christkind aus dem Himmelstor. “Vom Himmel hoch, da komm ich her”

Nein, ich bin im strengen Sinne nicht “gläubig”. Doch glaube ich tief an die Liebe und das Heilige im Leben. An eine ganz starke Kraft, mit der ich oft verbunden bin. Vor allem in der Natur. Ich vertraue und lächle. Hier, wie ich gerade in ein anderes Stück Bremer Himmel schaue – silbrig glitzernd.

Tret ich in mein Zimmer ein
Seh ich einen hellen Schein
Frage nun mein Herz ganz still
Lausche tief
Was es mir sagen will.

Advent – die Ankunft.

Die Ankunft Christi im großen Reigen des Lebens. Die Möglichkeit der Lebendigkeit tut sich auf. Immer wieder neu, immer wieder anders. Öffnung zum Lebendig-Sein aus dem Schicksal heraus. Auch zum Miteinander. Immer wieder fühle ich hin: Die Menschen in den Herbergen wiesen Maria und Josef ab. Bei den Hirten und Schafen fanden sie Geborgenheit, um ihr Kind in die Welt zu geben. Ein Lebenslicht, das weit leuchtete.

1. Advent
Heute bin auch ich ein bisschen angekommen – anders. Über den Marktplatz gegangen mit dem Weihnachtsmarkt. Domsheide. Der St. Petri Dom. Die Mittagsandacht. Lange habe ich gesessen in dieser großen Stille. Tränen rollten mir über die Wangen. Berührung. Ich lasse sie zu. Es tut gut. Tränen sind der Regen der Seele, so spüre ich für mich. Auch gestern Abend bin ich durch die Menschenmengen des Weihnachtsmarktes gegangen. Plötzlich fühlte ich, dass alle diese so vielen verschiedenen Leute Sehnsucht haben. Mitten im Leben sein möchten. Miteinander sein möchten. Auch wenn sie es nicht zeigen oder vielleicht fast vergessen haben. Wenn das Kaufen und Essen und Trinken das Hinausgehen scheinbar motiviert.

Ist es im Grunde des Herzens nicht die Sehnsucht nach Liebe und Miteinander?

Was meinen Sie dazu? Was fühlt Ihr Herz im Advent?
Schreiben Sie es einfach einmal auf!

Das geht nicht gut? Eine Blockade vor dem Herzen? ich helfe Ihnen mit meinem

E-Mail-Fernschreibkurs “Das Herz in die Hand nehmen”

Schauen Sie einmal und fragen Sie gerne nach! Bis zum 23.12. gibt es “Christkindrabatt”!

Ihre und eure Heidrun Adriana Bomke · gerade in Bremen

Novembergedichte

Novermbergedichte

Novembergedichte

Der November bezaubert uns in diesem Jahr. Er dichtet mir solch schöne Verse vor! Der November, der so viel gefürchtete, er ist so mild noch und bunt. Für mich ist er der mäßige Vorbote des Advents mit seinem goldenen Glanz. Ja, auch mit seinem Grau, seiner so großen Genügsamkeit, seiner Leere bereitet er das Folgende vor. Über Jahre, merke ich gerade, habe ich Novembergedichte geschrieben. Ich spüre, wie unterschiedlich die Situationen waren. Wie die Stimmung des lyrischen Ich immer anders und so offen. Hier gibt es ausgewählte

 N o v e m b e r g e d i c h t e

AM WERDERSEE

So hell noch leuchten die bunten Blätter
Der November beschenkt uns mit Sommerwetter

Wir spazieren so freudvoll am See
Das Herbstherz hüpft noch ohne Weh
Kinder spielen mit Eimerchen am kleinen Strand
Andere gehen schon mit Laternen in ihrer Hand

So hell noch leuchten die bunten Blätter
Der November beschenkt uns mit Sommerwetter.

7.11.18, Neumond, Bremen

DER NOVEMBER LEGT SICH SANFT ZUR RUH
Für Beata

Meine ruhigen Schritte auf dem nassen Herbstlaub.

Fast tonlos mein Gehen.

Ich verweile.

Lausche dem leisen Tropfen des Novemberregens.

Das aufgeschreckte Flattern eines Vogels neben mir.

Am Himmel küssen sich die Abendwolken.

Da ist er auch schon.

Der erste Stern leuchtet ohne Laut.

Feierlich am Neumondtag unter dem Vulkan.

So still sein ewig Feuer in der blauen Stunde.

Nur im Kamin jetzt züngelt das Holz.

Heult eine ferne Stimme mir zu.

Seelige Dunkelheit fällt herab.

Der November legt sich sanft zur Ruh.

29.11.16, 17.25 Uhr, Contrada Monte Arso am Etna sud

WO DAS LICHT WOHNT
Sonnenaufgang in Siracusa

Jetzt weiß ich
Wo das Licht wohnt
Es gibt nicht nur eine Tür
zwischen Wolkenhäusern und Schneegebirgen
zwischen blauer Morgenluft und weißbrausendem Meer

Ich sehe drei Pforten
Und das Licht findet den Eingang
da oder dort oder auch hier

Heute hatte es sich hinter einer kleinen Dali-Wolke versteckt
kommt auf einem Fischerboot daher zu mir.

24.11. 2012, Syrakus


Mein buntes Sommerkleid

Das Jahr geht den Novemberweg.
Mein buntes Sommerkleid
zerschlissen
hängt am Schrank.

Ich schneide es in Fetzen
winke der Sonne zu
und mache mich auf

die Reise …

8.11. 2012, Contrada Monte Arso, Ätna

(PS: Eine Freundin sagte damals: “Das musst du doch nicht zerschneiden, ist doch eine Erinnerung.” Doch ich habe es ganz froh zerschnitten, es hatte ja seine Zeit … )

Novemberherzen

Die grauen Wolken tropfen.
Auf den Steinen spielt das Wasser.

Ein Eichelhäher sitzt in der Weide.
Er zählt die fallenden Blätter und ruft
Die Zeit aus wie der Kuckuck im Frühling.

Ich betrachte die gepflanzten Herzen im Garten und verbrenne noch einen Brief.

3./4.11. 2009, Breselenz

Voilà, Zeit vergeht wirklich. Gedichte entspringen als poetische Form so dem Augenblick, sind besonders tief verwurzelt in unseren Seelen und Herzen.

Probieren auch Sie es. Finden Sie Ihre ureigenen Poesie, Ihre Worte!
Ich helfe Ihnen gerne dabei. Mit Fernschreibkursen, oder unterwegs auf Reisen. Hier die nächsten Termine.

Heidrun Adriana Bomke, die Poetin mit dem Übermut,

Poesie des Lebens-Lebendig schreiben

 

 

Die Magie der Poesie – Lesung zum Welttag der Poesie am 22. März

Zum Welttag der Poesie am 22. März lese ich für Sie zwei meiner Gedichte.

Poesie ist meine Gabe. Mir gegeben. Sie begleitet mich durch mein wandelndes Leben. Gedichte sind Magie und Lebensbegleitung. Sie haben eine besonders feine Kraft! Sie scheinen in mir zu wohnen oder mich zu finden. Sie kommen aus der Seele, aus dem Herzen und verbinden so ganz leicht und wie selbstverständlich mit dem zyklischen großen Ganzen. Sie “sprechen” unmittelbar von feinen Empfindungen.

Beide Gedichte sind am 22. März geschrieben:

Kleines Haus der Rosen. Frühlingsbeginn am Ätna (2017)
Dieses Gedicht fand Eingang in den Band der Bibliothek deutschsprachiger Gedichte 2017.
Und High noon von 2011. (Aufnahme: Patrick Penot, Wiesbaden)

Viel Freude beim Hören!

Heidrun Adriana Bomke

Für Heidrun — Begrüßungsworte zur Ausstellung “LAVASTEINHERZFINDERIN”

Von Katrin Matschenz · Ärztin und Fotografin · Hamburg
Begrüßungsworte zur Ausstellung LAVASTEINHERZFINDERIN

Für Heidrun

Ich möchte mit einem Gedicht von Heidrun Adriana beginnen, welches mich sehr berührt hat und stets auf Reisen begleitet … ein Gedicht, welches mir in den Ohren klingt:

Stille

Wenn die Stille kommt
Höre ich nur mich
An unglaublichen Orten
Suchen
Die leeren Gefäße
Raum
Pulst das Blut

Herzwärts
Zu ruhen am
Sprudelnden Quell

 

Im März 2015 machte ich mich auf, zu einer Literaturreise an den Ätna

und begegnete einem Menschen mit einer so wunderbar tiefen lebenslustigen Neugierde, einem Menschen voller Lebendigkeit und feinem einfühlsamen Blick …

Ich sah eine Poetin mit einer tanzenden Seele, voller Liebe und Verbundenheit mit der Natur.

Und in einem stillen Moment entstand der Eintrag in meinem Reisetagebuch:

…Viele Engel habe ich in Gegenwart von Heidrun erlebt und gespürt, so viele magische Momente mit ihr geteilt – sie zieht wie ein Zauber die Bilder voller Musik an sich, füllt sie mit beschwingender Poesie und Lebendigkeit, eröffnet ungeahnte Weite und hinterlässt ein Lächeln auf dem Weg. …

Sie würde auch sagen:

„Was kommen will, kommt von ganz allein!“

Am Rande des Ätna, zwischen all den Lavasteinen, der Stille der Ätnawiesen und dem zischendem Meer lud sie mich ein, ganz im Hier und Jetzt zu sein –

Ich erlebte einen Raum für Fiducia – Vertrauen – und schrieb wie nie zuvor…

Ich möchte Ihnen gerne ein Rondell daraus vorlesen:

Für Heidrun-Adriana

Du Poetin im blauen Gewand

Adriana, Dein Tanz mit dem Zauberer

Verteilst lebendig Deine Verse

Du Poetin im blauen Gewand

Dichtest uns ein Meer

Wir werfen uns hinein, erfrischen uns daran

Du Poetin im blauen Gewand

Adriana, Dein Tanz mit dem Zauberer

 

Es ist ein Hörgenuss!

Heidrun Adriana Bomke, Übermut tut gut! Hörbuch unterwegs in den Süden

ES IST EIN HÖRGENUSS!
… das schreibt Frau Margarete Bares, Sängerin, zu meinem neuen Hörbuch: ÜBERMUT TUT GUT! unterwegs in den Süden. Reisetagebuch 2011-2017

Usedom, 11. Februar 2018
Liebe Frau Dr. Bomke,

gerade noch klingen mir Ihre letzten Worte des Hörbuchs in den Ohren, das Wellenrauschen auch, welch zauberhafter Schluss.

Ich bin sprachlos und sage zu Sigrun, die im Nebenzimmer ist, ich kann jetzt nicht sprechen, ich weiß nicht, was ich sagen soll, bin ganz ge- und berührt, außergewöhnlich, dieses Lebensmosaik, wie Sie den Teil Ihres Lebens bezeichnen.

So schreibe ich “aus dem Herzen direkt in die Hand.”

Zunächst lassen Sie mich danken für dieses ganz besondere Geschenk.

Sie lesen wunderbar, mitreißend und tief berührend.

So, dass ich ganz gespannt und gebannt bei Ihnen blieb, unabgelenkt von dem da draußen (schöner Blick aus dem Fenster in die Natur hier auf der Insel).

Dieses, Ihr gelebtes Leben ( 6 Jahre) ist verglichen mit einer großen Farbpallette, musikalisch ausgedrückt, eine Komposition vom feinsten Pianissimo zum 3-fachen Fortissimo, mit Fermaten und vielen Variationen, es scheint so leicht gelebt, glaubt man, unbekümmert und doch bedacht, wohl wissend, dass die Welt an vielen Stellen brennt. Aber immer auch im Glauben an Beschütztwerden, auch die Ernsthaftigkeit, dieses Bewusste “allein bin ich verantwortlich” kommt auch zum Ausdruck.
Rührend die Sorge um Ihren Papa, oder der bewusste Abschied von dem Mann am Berg, ich spüre diese Zärtlichkeit.

Es ist ein Hörgenuss.

Unwillkürlich kommt mir mein eigener Lebensverlauf in den Sinn, mit all den Kreuzungen und Zielgeraden, geprägt von wunderbaren Menschen und zwei Berufen, die unterschiedlicher nicht sein können (Pharmazie und Musik). Es verlief meist in von mir vorausbestimmten Bahnen, aber mit großen schmerzlichen menschlichen Verlusten.

Mögen Sie, liebe Frau Bomke, viele Menschen beglücken, Sie und das Hörbuch haben es verdient.

Ich werde es wiederholt hören, es ist ja auch Lebenshilfe.
Ganz von Herzen, Ihre Margarete Bares

Liebe Frau Bares, ich danke Ihnen von Herzen für dieses so detaillierte Hörbild!
Gerne können Interessent*innen das Hörbuch auch bei mir bestellen! 
Oder beim SORRISO-Verlag und in jeder Buchhandlung!

Ihre Heidrun Adriana Bomke · Autorin · Lebensreisebegleiterin · Literaturwissenschaftlerin

Heidrun Adriana Bomke